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Veröffentlicht am 01.06.2025

Ablaufdatum für die Liebe

Als ich dich traf
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Daphne weiß - aufgrund kleiner Nachrichten - immer genau wie lange ihre Beziehungen dauern werden. Eine Nacht, drei Wochen oder sechs Monate - sie kann sich darauf einstellen, die Zeit so wie sie ist genießen ...

Daphne weiß - aufgrund kleiner Nachrichten - immer genau wie lange ihre Beziehungen dauern werden. Eine Nacht, drei Wochen oder sechs Monate - sie kann sich darauf einstellen, die Zeit so wie sie ist genießen ohne viele Gefühle zu investieren und meist tut ihr der Abschied dann auch nicht so weh. Meist.

Nun aber steht auf ihrem Zettel nur ein Name - ohne Zeitbegrenzung. Ist er derjenige "für immer"? Worüber viele Menschen sich freuen würden - endlich dem Menschen zu begegnen, mit dem man den Rest des Lebens teilt - macht Daphne aber auch ein bisschen Angst. Zumal die kleinen Zettelchen auch noch eine 2. Bedeutung für Daphne haben, die wir LeserInnen allerdings erst in der Hälfte des Buches erfahren.

Und dann ist da ja auch noch ihr bester Freund Hugo, bei dem ich immer das Gefühl hatte dass er "der eine" ist, wenn sie von ihren Treffen und sonntäglichen Ritualen spricht. Sie waren auch mal zusammen, aber leider stand auf dem Zettel mit seinem Namen lediglich '3 Monate', obwohl sich Daphne in diesem Fall gern mehr Zeit gewünscht hätte.

Ich fand die Romanidee unglaublich spannend (würde sowas aber selbst wohl nie wissen wollen). Genau so etwas gab es in einer Folge der TV-Serie "Black Mirror" auch mal. Die Frage hierbei ist ja, ob das Schicksal wirklich alles schon vorher bestimmt hat, oder ob sich in dem Fall Daphne so verhält, wie es auf dem Zettel steht und somit die Prophezeiung erst zur Realität werden lässt.

Von der Autorin habe ich bereits ein anderes Buch gelesen - "In fünf Jahren" - das ebenfalls einen Ausblick in die Zukunft zum Thema hat. Schon das Buch gefiel mir sehr gut, und auch hier hat mich Rebecca Serle nicht enttäuscht. Ich habe Daphne sehr gerne begleitet, und obwohl sie und ich ja wussten was auf dem letzten Zettel stand, war der Verlauf dieser Beziehung spannend.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Die Suche nach Dana

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Bereits im ersten Buch über Art Mayer sucht dieser nach seiner Nachbarin Dana und kümmert sich um deren kleine Tochter Milla.

In diesem dritten Band, nachdem Dana bereits 1,5 Jahre verschwunden ist, kommt ...

Bereits im ersten Buch über Art Mayer sucht dieser nach seiner Nachbarin Dana und kümmert sich um deren kleine Tochter Milla.

In diesem dritten Band, nachdem Dana bereits 1,5 Jahre verschwunden ist, kommt endlich Bewegung in den Fall: nachdem Art ein bisschen seinen Einfluss spielen lässt, erhält er einen entscheidenden Hinweis. Klarerweise ist das nicht die Lösung des Falls, sonst wäre das Buch ja auch schnell aus, sondern lediglich ein Puzzlestück. Die anderen Teile müssen ebenfalls erstmal gefunden und dann noch richtig zusammengesetzt werden!

Ich habe hier beide Zeitebenen gerne gelesen, sowohl die aktuelle Suche von Art und Nele als auch die Rückblenden 15 Jahre zuvor aus der Sicht von Dana. Beim Lesen dieser Kapitel war ich auch mehr angespannt, denn aus dem Klappentext wusste man schon was auf jeden Fall passieren wird. Doch warum, weshalb, wieso?

Der Showdown enthält dann noch Überraschungen, die ich nicht alle ganz schlüssig fand. Besonders die Sidestory, die noch eine weitere Person und ihre Suche nach der Wahrheit involvierte, war mir zu konstruiert irgendwie. Es wirkte nicht authentisch.

Dennoch fand ich das Buch alles in allem sehr spannend, wohl auch weil mir die beteiligten Personen alle schon ans Herz gewachsen waren, besonders auch die kleine Milla. Da hat es mir sicherlich geholfen, dass ich den ersten Teil der Reihe von Marc Raabe um dieses Ermittlerduo bereits gelesen hatte, denn dort wird Art Mayer grundlegend eingeführt, man erfährt seine ganze Hintergrundgeschichte, seine Jugendzeit, seine Angst vor Hunden, was es mit Juli auf sich hat und wieso er den Kontakt zu den allerhöchsten politischen Kreisen hat. Ich fand das nicht unwichtig für diesen Fall, da auf das eine oder andere häufig Bezug genommen wird. Den zweiten Teil habe ich bisher noch nicht gelesen, von der Inhaltsangabe her weiß ich dass dort die Leo auf der Bildfläche erscheint, die in diesem 3. Band einen kleinen "Auftritt" hat. D.h. der 2. Band ist nicht soo wichtig für das Verständnis, der 1. Band meiner Ansicht nach schon.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Das erste Jahr ist am schwersten

Pack Up the Moon
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Lauren ist noch nicht mal 30 Jahre alt, als sie an einer unheilbaren Krankheit stirbt. Ihrem Mann Joshua hinterlässt sie 12 Briefe, die er jeweils monatlich in seinem ersten Jahr ohne sie erhalten soll. ...

Lauren ist noch nicht mal 30 Jahre alt, als sie an einer unheilbaren Krankheit stirbt. Ihrem Mann Joshua hinterlässt sie 12 Briefe, die er jeweils monatlich in seinem ersten Jahr ohne sie erhalten soll. Sie sollen ihm helfen, seine riesengroße Trauer ein kleines bisschen besser zu bewältigen - obwohl dies anfangs eigentlich unmöglich erscheint, zu groß ist der Schmerz für Joshua.

Die Grundidee erinnert natürlich stark an "P.S. I love you" von Cecilia Ahern, doch der Rest ist dann doch deutlich anders. Die Autorin erzählt die Geschichte nicht ausschließlich chronologisch, sondern wechselt aber zwischen der Jetzt-Zeit, in der Joshua das Leben ohne Lauren meistern muss, und der Zeit in der Lauren noch da ist und schon mit der Krankheit zu kämpfen hat oder auch erst gerade davon erfährt (denn die Rückblenden sind im Grunde umgekehrt chronologisch aufgebaut).

Dadurch lernen wir beide Charaktere gleichermaßen kennen, und ich fand sie auch beide sehr sympathisch. Dennoch hat mich das Buch erst ganz zum Schluss emotional richtig gepackt.
In den Briefen von Lauren findet sich auch immer eine Aufgabe für Josh, die manchmal praktischer Natur sind (geh endlich mal wieder in den Supermarkt, oder auch kauf dir neue Klamotten...) mal eher freier interpretierbar (mach etwas, wovor du schon immer Angst hattest). Bis auf eine Sache sind sie auch alle recht nachvollziehbar, aber es ist nichts Besonderes dabei. Da hatte ich mir auch mal was Überraschendes erhofft. Joshua erledigt stoisch auch alle Aufgaben, die Lauren ihm stellt, selbst wenn er selbst nie auf die Idee gekommen wäre dieses oder jenes zu tun.

Auch fand ich die Darstellung der meisten Figuren in dem Buch eine Spur zu idealistisch. Alle sind in ihrer jeweiligen Rolle supertoll (die Schwester, der Schwager, die beste Freundin, der neue beste Freund, die Mutter, der verstorbene Vater von Lauren, der Boss, und natürlich die beiden Hauptfiguren und ihre riesengroße Liebe zueinander). Aber vielleicht gibt es sowas alles ja wirklich. Die Krankheit von Lauren hat Kristan Higgins jedenfalls sehr gut in den Rückblende-Kapiteln, die aus der Sicht von Lauren geschrieben sind, beschrieben, so dass ich beim Lesen Laurens Kampf sehr gut nachvollziehen konnte.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Wenn aus Freundschaft mehr wird

Sommerbrise & Seesternküsse
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Für mich war "Sommerbrise & Seesternküsse" eine reizende Geschichte mit zwei Charakteren, die man sofort sympathisch findet. Abwechselnd hören wir von Nele und Ben, wie sich ihre Freundschaft nun in der ...

Für mich war "Sommerbrise & Seesternküsse" eine reizende Geschichte mit zwei Charakteren, die man sofort sympathisch findet. Abwechselnd hören wir von Nele und Ben, wie sich ihre Freundschaft nun in der realen Welt bewährt, nachdem sie sich zuvor 5 Jahre lang täglich SMS hin und her geschrieben haben. Kurioserweise fühlten sie sich dabei manchmal näher als jetzt, wo Nele für einen Sommer wieder nach Hause zurück gekehrt ist, unbefangener.

Das Buch bietet keine großartigen Überraschungen und Wendungen, man kann sich schon früh denken, wie es enden wird. Aber es bietet eine schöne Auszeit vom Alltag, ein Feel-Good-Sommerbuch eben.

Es ist bereits der dritte Band einer Reihe, die in Söteby spielt. Ich habe die anderen beiden Bücher nicht gelesen und hatte kein Problem, der Geschichte hier zu folgen. Andererseits ergibt sich aus diesen sogenannten Stand-Alone-Buchreihen auch, dass immer nur das eine Pärchen im Mittelpunkt steht und weitere Personen reine Randfiguren bleiben. Ich würde mir wieder mehr Reihen wünschen, in denen die Geschichten der Personen fortlaufend weitererzählt werden, so dass man erfährt wie es mit XY weitergeht. Das würde mich sicherlich mehr noch dazu animieren, weitere Bände der Reihe lesen zu wollen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Mordermittlung therapiert Depression

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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Ich habe diesen 4. Miss-Merkel-Band auch als Hardcover zu Weihnachten geschenkt bekommen, aber bei dieser Reihe greife ich viel lieber zum Hörbuch. Die Sprecherin Nana Spier kann nämlich fantastisch die ...

Ich habe diesen 4. Miss-Merkel-Band auch als Hardcover zu Weihnachten geschenkt bekommen, aber bei dieser Reihe greife ich viel lieber zum Hörbuch. Die Sprecherin Nana Spier kann nämlich fantastisch die verschiedenen Charaktere stimmlich darstellen, und am allerbesten gelingt ihr das bei der Protagonistin Angela Merkel. Deshalb war es wie immer ein Genuss, Miss Merkel bei der Aufklärung des neuesten Falles zu begleiten.

Dass der eher skurril ist und nicht so voller Nervenkitzel ist wie das, was ich gerade erst bei Nele Neuhaus gelesen habe, ist dabei gar nicht schlimm. Hier kommt es mir weniger auf das Hinfiebern zur Klärung des Falles an als auf die Unterhaltung während der Lösungsphase, die vor allem durch den trockenen Humor von Miss Merkel hergestellt wird. Mal lässt sie Spitzen fallen gegen ehemalige Politikerkollegen (und ja, hier wird absichtlich nicht gegendert!), ein anderes Mal befindet sie sich in einem geistreichen Schlagabtausch mit ihrem neuen 'Gegenspieler' Hannemann, der ebenfalls in keinem Miss Merkel Fall fehlen darf. Oder es gibt niedliche Dialoge mit ihrem Puffel Achim.

Die alten Figuren treten also auch hier wieder auf, hinzu kommt noch eine gute Handvoll neuer Charaktere mit den Therapiemitgliedern und auch den Eltern von Bodyguard Mike. Bei den PatientInnen des Psychologen habe ich mir anfangs kurze Notizen gemacht, um sie alle auseinanderzuhalten. Und auch um vielleicht eine Chance zu haben, zusammen mit Miss Merkel den Fall zu lösen und kleine Hinweise gleichzeitig mit ihr aufzudecken. Aber dazu hatte ich eh keine Chance, am Ende kommt es sowieso anders als man denkt (bzw. hatte ich die meiste Zeit auch gar keine Ahnung).

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