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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Liebevoll gestaltetes Buch zum Vorlesen und Einkuscheln

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Unsere kleine Hausbibliothek beherbergt bereits einige Geschichten vom Hasen und Igel, die bei meinen Mädels immer auf großen Anklang gestoßen sind. Auf zarte, kindgerechte Weise werden in diesen Geschichten ...

Unsere kleine Hausbibliothek beherbergt bereits einige Geschichten vom Hasen und Igel, die bei meinen Mädels immer auf großen Anklang gestoßen sind. Auf zarte, kindgerechte Weise werden in diesen Geschichten Themen wie Mut, Selbstbewusstsein oder Verantwortung angesprochen, wobei das Vorlesen dieser Geschichten auch mir als Mama große Freude bereitet. In diesem Sinne durfte natürlich auch das neue Buch „Sagst du mir, was Freundschaft ist?“ nicht fehlen.

Beim dem aus anderen Büchern bereits bekanntem Spiel „Bachspringen“ vergisst der Hase plötzlich, was Freundschaft ist. Das enttäuscht den Igel zwar, dennoch machen sich die beiden Freunde auf den Weg, um herauszufinden, was sich hinter dem Wörtchen Freundschaft denn eigentlich verbirgt. Schnell zeigt sich, dass jedes Tier Freundschaft anders versteht, weshalb klar wird, dass das Konstrukt Freundschaft vielschichtig ist. Dieses Thema ist im Kindesalter enorm wichtig, weshalb es schön ist, die Kinder im Buch damit zu konfrontieren, wie vielschichtig es verstanden wird. Natürlich kann man das Buch in diesem Zusammenhang auch wunderbar als Sprechanlass darüber nutzen, was die kleinen Lesemäuse unter Freundschaft verstehen.

Dank einfacher Sprache und zahlreicher Dialoge wirkt die Geschichte sehr lebendig. Die zahlreichen, ansprechenden Illustrationen unterstützen das Leseverständnis und ermöglichen ebenfalls Redeanlässe. Schön finde ich, dass bei der Gestaltung der Bilder auf ruhige, dezente Farben geachtet wurde, denn dieses Design passt hervorragend zur ruhigen Erzählweise von Michael Engler. In diesem Sinne kann man das Buch auch wunderbar als Gute-Nacht-Geschichte nutzen, schließlich ist es schnell ausgelesen.

Insgesamt kann ich sagen, dass meine beiden Mädchen absolut angetan von der neuen Geschichte rund um Hase und Igel waren. Sie forderten bereits mehrfach, die Geschichte nochmal vorzulesen und erzählten mir immer neue Geschichten zu den Illustrationen des Buches. „Ganz toll“ bei meinen Kindern heißt übersetzt wohl: ein voller Erfolg und große Weiterempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Bilder/Illustrationen
Veröffentlicht am 21.02.2026

Eine Klassenfahrt der besonderen Art

Die unendliche Klassenfahrt - Der Schatz auf der Dreizack-Insel
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Für die Klasse von Herrn Vogelgesang geht es wieder auf Klassenfahrt. Dank des Buses ROSINE ist das Ziel aber kein langweiliges Schullandheim, sondern eine abenteuerliche Reise in die Geschichte, gespickt ...

Für die Klasse von Herrn Vogelgesang geht es wieder auf Klassenfahrt. Dank des Buses ROSINE ist das Ziel aber kein langweiliges Schullandheim, sondern eine abenteuerliche Reise in die Geschichte, gespickt mit Piraten, einer Schatzinsel und einem hungrigen Seeungeheuer – achja, und mit Dörte, die zurück in ihre Zeit gebracht werden muss. Man sieht: Es wird mal wieder nicht langweilig, was wohl der Grund ist, warum meine Tochter, die übrigens eine fortgeschrittene Leseanfängerin ist, das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Dank überschaubarer Kapitellängen, kurzer Sätze, zahlreicher Dialoge und eines einfachen Wortschatzes ist das Buch sehr gut für fortgeschrittene Leseanfänger geeignet. Der Humor und die Comicelemente wie Sprechblasen lockern die Geschichte sehr auf. Meine Tochter war jedenfalls sehr motiviert, das Buch alleine zu lesen und verstand jedes Wort, weshalb kein Lesefrust aufkam. Positiv anmerken möchte ich an dieser Stelle die ansprechenden, kunterbunten und comichaften Illustrationen von Stefani Klaßen, die Schlüsselstellen der Geschichte visuell dargestellt haben und für den ein oder anderen Lacher bei meiner Lesemaus gesorgt haben.

Für mich als Mama waren die Sprünge innerhalb der Situationen etwas abrupt, weshalb die Geschichte zumindest am Anfang etwas zusammengestückelt wirkte. Meiner Tochter ist dies allerdings kaum aufgefallen.

Innerhalb weniger Tage hat meine Tochter das Buch gelesen und hat es geliebt, in die vergangene Welt mit den abenteuerlichen Piraten einzutauchen. „Ich kann es auf jeden Fall empfehlen“, meinte sie schlussendlich, was wohl ein Fazit ist, das man als Autor haben möchte, oder?

Veröffentlicht am 06.02.2026

Wenn Vergangenheit und Gegenwart kollidieren

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Ich muss gestehen: Das Cover dieses Buches hat mich dazu verleitet, es lesen zu wollen. Aber meine Güte, wer kann schon dieser schicken Zeichnung eines Models, den Goldtönen und diesem hübschen rosa widerstehen ...

Ich muss gestehen: Das Cover dieses Buches hat mich dazu verleitet, es lesen zu wollen. Aber meine Güte, wer kann schon dieser schicken Zeichnung eines Models, den Goldtönen und diesem hübschen rosa widerstehen können? Spätestens wenn man sich den Klappentext dann noch durchliest, sollte man überzeugt sein.

Nachdem Elodie ihren Ex – Wie sollte es in solchen Romanen auch anders sein? – beim Fremdgehen erwischt hat, will diese einfach nur weg. Da passt es ganz gelegen, dass das Modeimperium ihrer Familie gerade sowieso PR-Schwierigkeiten hat und ihr Vater sowie ihre Schwester gerade in Paris sind. Hier trifft Elodie aber auch auf ihren Kinderschwarm Gabriel und da wäre auch noch Adam, der es erstaunlich gut hinkriegt, Elodie abzulenken. Zwischen High Society, Intrigen, Organisation von Modeshows und dem Hin- und Her zwischen Adam und Gabriel bietet Les Bouttiers eine sehr unterhaltsame Geschichte, die es meiner Meinung nach definitiv lohnt, gelesen zu werden.

Es war mein erstes Buch von Antonia Wesseling, doch ganz sicher nicht mein letztes, denn ihr Schreibstil ist einfach bezaubernd: Er ist flüssig, bildhaft und gespickt mit einer Menge Humor und Tiefgang. Dank zahlreicher Dialoge sowie des Perspektivwechsels zwischen Gabriel, Adam und Elodie wirkt der Roman sehr lebendig und vielschichtig.

Ich konnte mich sehr gut mit den Figuren anfreunden, wobei mir vor allem Adam wegen seines persönlichen Wachstums innerhalb der Geschichte sehr zugesagt hat. Gut – ich gebe zu – im Schlussteil wirkte er wieder so, als sei er persönlichkeitsmäßig in die ersten Kapitel zurückgekehrt, doch das verzeihe ich ihm. Apropos Schlussteil: Als es besonders spannend wird, endet das erste Buch!? Ich habe viele Fragen und bin schon riesig gespannt, wie die „Romeo & Julia“-Story weitergeht.

Etwas kritisch sehe ich allerdings Gabriels Figur, die mir an zahlreichen Stellen zu trist, zu glatt und zu kontrolliert wirkte.

Insgesamt bin ich aber hin und weg von Les Bouttiers, welches ich innerhalb dreier Tage verschlungen habe. Ich kann es definitiv allen Romance, Paris- und Modeliebhabern weiterempfehlen! Auch Fans von Gossip Girl werden meiner Meinung nach sehr auf ihre Kosten kommen.

Veröffentlicht am 05.02.2026

Gänsehaut pur!

Illusion – A Lie Worth Believing
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Wie reagierst du, wenn um dich herum plötzlich alles anders ist als es scheint? Wenn all deine Probleme mit einem Mal verschwinden, du dafür aber einer Show beitreten musst, die dir Gänsehaut und Adrenalin ...

Wie reagierst du, wenn um dich herum plötzlich alles anders ist als es scheint? Wenn all deine Probleme mit einem Mal verschwinden, du dafür aber einer Show beitreten musst, die dir Gänsehaut und Adrenalin verleiht? Stella Rhodes ist beeindruckt, als Levin – ein mysteriöser Illusionist der „Show Illusion“ ihr plötzlich anbietet, als Sängerin in die berühmte Show in Las Vegas einzusteigen. Das Problem? Die ehemalige Sängerin Fia ist vor einiger Zeit auf seltsame Weise verschwunden und sieht Stella unglaublich ähnlich. Zufall? Wohl kaum! Das merkt auch Stella, als Fia wieder auftaucht und plötzlich die Vergangenheit Stella einholt. Achja, da wäre natürlich noch Levin, der nicht nur mit Stellas Vergangenheit zu tun hat, sondern auch ihr Herz schneller schlagen lässt.

Ich bin ehrlich: Von der ersten Seite an war ich fasziniert, weshalb ich das Buch binnen weniger Tage förmlich verschlungen habe. Die zahlreichen Rätsel rund um Fias Verschwinden, Stellas Vergangenheit und auch um die Gruppe um Levin haben mich förmlich dazu gezwungen, weiterzulesen, um mehr zu erfahren. Zum Bedauern meines neugierigen Herzens schafft Janine Ukena in ihrem Roman allerdings ein Rätsel zu lösen, um zehn weitere wieder auf den Leser herabprasseln zu lassen. Das Ende des Buches hat mich mit tausenden Fragen allein gelassen, allen voran: Wann erscheint der Folgeband?

Ukenas Schreibstil ist flüssig und geprägt von zahlreichen Metaphern, die hervorragend zur magischen Show passen. Gleichzeitig ermöglichen der einfache Satzbau, die kurzen Kapitel sowie der Bilderreichtum einem das Buch auch nach einem langen, harten Arbeitstag in die Hand zu nehmen und zu schmökern. Dank zahlreicher Dialoge sowie des Perspektivwechsels zwischen der Sichtweise Stellas und Levins wirkte die Geschichte für mich durchweg lebendig, was mich sehr angesprochen hat. Die eingebauten Zeitungsartikel, Kartennachrichten sowie Textnachrichten haben hervorragend zur Geschichte gepasst und nicht selten die richtige Menge Rätsel und Mystik eingebaut.

Beide Charaktere waren mir durchaus sympathisch, wobei mir vor allem die geheimnisvolle Art von Levin sehr zugesagt hat. Während er zuerst auf mich berechnend, düster und kalt wirkte, zeigte sich im Verlaufe der Geschichte, dass er um seinen Traum kämpft. Dabei nimmt er Opfer in Kauf und versucht, seine geliebten Menschen zu beschützen – von denen er nur noch wenige hat. Schön war auch zu sehen, wie Stellas Anwesenheit seine Fassade bröckeln lässt. An dieser Stelle muss ich allerdings bemerken, dass die erotische Szene, die gegen Ende des Buches stattfand, meiner Meinung nach gar nicht zur Situation passte und für mich absolut nicht sein musste.

Nichtsdestotrotz bin ich absolut begeistert von „Illusion“, welches mich als erstes Buch dieses Jahres restlos in seinen Bann ziehen konnte. Ich bin einfach gespannt, was die Katastrophe am Ende des Buches für Folgen nach sich zieht und, in welchem Verhältnis Fia zu Stella steht.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Sportsromance mit wenig Tiefgang

Cheer for Love
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Ich bin ein riesiger Fan von Sports Romance, weshalb ich Feuer und Flamme war, Cheers for Love von Ki Stephens zu lesen! Das Buch verspricht eine Menge Spannung und viel Cheerleading: Ella aus England ...

Ich bin ein riesiger Fan von Sports Romance, weshalb ich Feuer und Flamme war, Cheers for Love von Ki Stephens zu lesen! Das Buch verspricht eine Menge Spannung und viel Cheerleading: Ella aus England verbringt ein Auslandssemester in Amerika, um ihrer Leidenschaft, dem Cheerleading in einer angesehenen Mannschaft besser nachgehen zu können. Leider beginnt ihre Reise nicht ganz so, wie sie es sich erträumt hat. Ihr langjähriger Freund Jamie trennt sich plötzlich von ihr und auf einmal steht Ella ganz allein da, in einem fremden Land. Schon am ersten Abend trifft sie den Footballspieler Hudson, der nicht lange fackelt, sondern eine unvergessliche Nacht mit ihr verbringt. Blöd nur, dass die Regel besteht, dass Footballspieler und Cheerleader sich eigentlich nicht daten dürfen …

Ich muss ehrlich sagen, dass ich zu Beginn des Buches etwas gezweifelt habe, ob die Geschichte nicht etwas schnell vorangeht, immerhin landeten die Protagonisten binnen erster Kapitel im Bett. So schnell wie die spicy Szene kam, kam auch die Entwarnung: Recht bald verlangsamt sich das Tempo der Geschichte und ich konnte ihr gut folgen. Mir hat gut gefallen, dass das Sportthema einen großen Stellenwert bekommt, wobei hier das Cheerleading im Fokus steht. Wer sich in dieser Sportart auskennt, kommt bildlich sehr auf seine Kosten, schließlich verwendet Ki Stephans gerne Fachvokabular aus dieser Sparte, weshalb man sich einzelne Posen sehr gut vorstellen kann.

An dieser Stelle möchte ich auch den Schreibstil der Autorin loben, denn dieser ist flüssig, bildreich und einfach geschrieben. Dank kurzer Sätze und überschaubarer Kapitel kommt man auch nach einem langen Tag gut in die Geschichte und kann sie schnell mal zur Hand nehmen. Zahlreiche Dialoge, der personale Erzählstil sowie der Perspektivwechsel von Ella und Hudson machten die Geschichte lebendig, was mir sehr zugesagt hat.

Was ich wirklich schade fand, war, dass zahlreiche Figuren sowie Situationen sehr oberflächlich blieben: So war es mir bis zum Schluss schleierhaft, warum Ella ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern hat oder, warum sie nach dem Umzug nach Amerika kaum noch Kontakt zu ihren Freundinnen sucht, obwohl diese doch „ihr Zuhause“ sind. Die Figur von Jamie, also des Ex-Freundes von Ella, war für mich kurios, denn er tauchte auf, wollte Ella zurück, ließ dann aber nach einem „Ich habe jetzt keine Lust auf dich“ schnell wieder von ihr ab. Warum der gute Kerl am Ende einfach mal in der Hotellobby herumgesessen hat, ist mir bis heute schleierhaft. Meiner Meinung nach hätte man ihn deutlich unangenehmer gestalten oder ihn schlichtweg komplett aus de Geschichte streichen können. Auch Figuren wie Ash, Claire oder Molly kratzten nur an der Oberfläche, was ich unglaublich schade fand.

Insgesamt würde ich das Buch nicht noch einmal lesen, weil es mich einfach nicht abgeholt hat. Wer aber nach einer kurzweiligen Romanze mit Cheerleader-Bezug sucht, der kann durchaus zu diesem Buch greifen.

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