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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Düsterer Reihenauftakt mit starken Ideen und kleinen Schwächen

The Ordeals
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The Ordeals hat mich von Beginn an durch seine düstere Atmosphäre und das gefährliche Magiesystem gefesselt, denn hier ist Magie kein Geschenk, sondern ein Fluch, dem man sich nur unter hohem persönlichem ...

The Ordeals hat mich von Beginn an durch seine düstere Atmosphäre und das gefährliche Magiesystem gefesselt, denn hier ist Magie kein Geschenk, sondern ein Fluch, dem man sich nur unter hohem persönlichem Einsatz entziehen kann. Die Geschichte rund um Sophia DeWinter, die durch einen magischen Blutsbund an den sogenannten Sammler gebunden ist, lebt von einem permanenten Gefühl der Bedrohung und der Hoffnung auf Freiheit, die einzig durch die Aufnahme an der Elite-Akademie Killmarth erreichbar scheint.

Schon früh wird deutlich, dass diese Akademie kein sicherer Zufluchtsort ist, sondern der Schauplatz tödlicher Prüfungen, in denen nur die Stärksten überleben. Die abgelegene Insel, die strengen Regeln, die Rivalitäten unter den Kandidaten und die immer präsente Gefahr schaffen eine dichte, beklemmende Stimmung, die sich konsequent durch den gesamten Roman zieht und mir nicht nur einmal eine wahre Gänsehaut beschert hat.

Sophia habe ich als glaubwürdige und kämpferische Protagonistin wahrgenommen, deren Entwicklung nachvollziehbar erzählt wird, auch wenn sie emotional manchmal etwas distanziert bleibt. Ihre Beziehungen zu den anderen Figuren, insbesondere zu Alden, sorgen für zusätzliche Spannung, wobei ich mir hier stellenweise mehr Tiefe und weniger Vorhersehbarkeit gewünscht hätte.

Die Ordeals selbst sind abwechslungsreich, gut durchdacht und vermitteln echte Konsequenzen, was den Roman für mich besonders spannend gemacht hat, da jederzeit klar ist, dass Fehler tödlich enden können. Gleichzeitig gab es Passagen, in denen mir das Erzähltempo etwas unausgeglichen erschien und ich mir mehr Hintergrundinformationen zur magischen Gesellschaft und ihren Machtstrukturen gewünscht hätte. Auch der romantische Anteil fügt sich nicht immer ganz stimmig in die düstere Grundstimmung ein und hätte für meinen Geschmack subtiler ausgearbeitet werden können.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich The Ordeals bis zum Ende gut unterhalten, denn die Mischung aus Dark Fantasy, tödlichen Prüfungen und einer starken Grundidee funktioniert insgesamt sehr überzeugend. Für Fans von düsteren Akademie-Settings und Geschichten mit hohen Einsätzen ist dieser Reihenauftakt definitiv lesenswert und für mich solide vier Sterne wert.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Frauen, Freundschaft und Selbstbestimmung

Was vor uns liegt
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Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege ...

Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege dreier Frauen - Lene, Nora und Lieselotte - deren Schicksale sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder berühren. Der Erzählstil ist klar und unaufgeregt, was es mir leicht gemacht hat, den verschiedenen Perspektiven zu folgen, ohne dass die Handlung überladen oder zu dramatisch wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich so in die Geschichten der Frauen vertieft, dass ich die Zeit und die unterschiedlichen Schauplätze beinahe vergessen habe.

Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.

Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.

Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein klar erzählter Roman über starke Frauen

Lebensbande
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Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege ...

Ich habe "Lebensbande" von Mechtild Borrmann mit großem Interesse gelesen, weil mich Geschichten über den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach immer besonders ansprechen. Borrmann erzählt die Lebenswege dreier Frauen - Lene, Nora und Lieselotte - deren Schicksale sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder berühren. Der Erzählstil ist klar und unaufgeregt, was es mir leicht gemacht hat, den verschiedenen Perspektiven zu folgen, ohne dass die Handlung überladen oder zu dramatisch wirkt. Schon nach wenigen Kapiteln war ich so in die Geschichten der Frauen vertieft, dass ich die Zeit und die unterschiedlichen Schauplätze beinahe vergessen habe.

Besonders beeindruckend fand ich die Schilderungen der Zeit im Gulag und wie die Freundschaft zwischen den Protagonistinnen dadurch gestärkt wird. Die Szenen sind eindringlich beschrieben, ohne übertrieben zu wirken und die Verbindung von historischen Fakten mit den fiktiven Lebenswegen gibt der Geschichte Tiefe und macht die Zeitgeschichte für mich sehr greifbar.

Einige Dinge haben mich jedoch etwas gestört, weshalb ich vier statt fünf Sterne vergebe. An manchen Stellen wirkte die Erzählung etwas langgezogen, da sich Handlungselemente aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholen und der Lesefluss dadurch leicht gebremst wird. Auch hätte ich mir bei einigen Figuren noch mehr Einblicke in ihre Gefühle gewünscht, um ihre Entscheidungen und Entwicklungen noch intensiver nachfühlen zu können.

Insgesamt ist "Lebensbande" für mich ein bewegender, gut recherchierter Roman über Freundschaft, Mut und die Kraft von Beziehungen in schwierigen Zeiten. Die Geschichte hat mich über weite Strecken gefesselt und immer wieder zum Nachdenken gebracht, vor allem darüber, wie unterschiedlich Menschen auf große Herausforderungen reagieren. Für Leserinnen und Leser, die persönliche Geschichten im Kontext großer Geschichte schätzen, ist dieses Buch auf jeden Fall eine lohnende Lektüre.

Veröffentlicht am 12.01.2026

Mehr Überraschung wäre schön

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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"Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein fantasievoller und gut lesbarer Roman, der mich insgesamt überzeugt hat. Die Geschichte rund um Nargis und ihre besondere Verbindung zu den Elementen ist spannend ...

"Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein fantasievoller und gut lesbarer Roman, der mich insgesamt überzeugt hat. Die Geschichte rund um Nargis und ihre besondere Verbindung zu den Elementen ist spannend angelegt und hebt sich durch die Idee des Gesangs als Kraftquelle angenehm von anderen Fantasygeschichten ab. Die schwebende Stadt als zentraler Schauplatz ist interessant gestaltet und bietet eine gute Grundlage für die Handlung.

Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Gerade für jüngere Leserinnen und Leser ist das Buch sehr geeignet, da die Sprache verständlich bleibt und die Handlung zügig voranschreitet. Viele Szenen sind anschaulich beschrieben, ohne zu überladen zu wirken und sorgen dafür, dass man sich die Welt gut vorstellen kann.

Die Hauptfigur ist sympathisch und entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Ihre Zweifel, Ängste und Entscheidungen sind nachvollziehbar dargestellt. Einige Nebenfiguren bleiben allerdings eher im Hintergrund und hätten für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe vertragen. Auch bestimmte Wendungen der Handlung sind nicht völlig überraschend und folgen bekannten Mustern aus dem Fantasygenre.

Trotzdem hat mir das Buch insgesamt viel Lesefreude bereitet. Die Mischung aus Abenteuer, Magie und persönlichen Herausforderungen funktioniert gut und hält die Spannung über weite Strecken aufrecht. "Storm Singer. Die schwebende Stadt" ist ein solides Fantasybuch mit einer schönen Grundidee, das Lust auf mehr macht - auch wenn es an manchen Stellen noch etwas mehr Mut zur Überraschung hätte haben können.

Veröffentlicht am 12.01.2026

wenige Worte, klare Botschaft

Geliebt
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Ich habe "Geliebt" in einem ruhigen Moment gelesen und war überrascht, wie klar und direkt mich dieses Buch angesprochen hat. Die Geschichte ist einfach gehalten, aber genau das macht sie wirkungsvoll. ...

Ich habe "Geliebt" in einem ruhigen Moment gelesen und war überrascht, wie klar und direkt mich dieses Buch angesprochen hat. Die Geschichte ist einfach gehalten, aber genau das macht sie wirkungsvoll. Ohne große Worte erzählt sie von Nähe, Vertrauen und davon, gesehen zu werden.

Der kleine Hase steht für Gefühle, die viele kennen: Unsicherheit, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und den Wunsch, angenommen zu werden. Auf seinem Weg begegnet er anderen Tieren, die ihm auf unterschiedliche Weise Halt geben. Diese Begegnungen wirken nicht konstruiert, sondern ruhig und nachvollziehbar.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Zurückhaltung des Buches. Es will nichts erklären oder belehren. Die Botschaft ergibt sich aus der Geschichte selbst. Auch die Illustrationen sind nicht nur ansprechend, sondern auch klar und unterstützend, ohne vom Text abzulenken.

"Geliebt" ist für mich ein Buch, das man bewusst und langsam liest. Es eignet sich gut als Geschenk, aber auch zum eigenen Innehalten. Es enthält kein großes Drama und auch keine Übertreibung, sondern nur eine leise Erinnerung daran, dass Wertschätzung und Zugehörigkeit oft in einfachen Momenten liegen.