Sportsromance mit wenig Tiefgang
Cheer for LoveIch bin ein riesiger Fan von Sports Romance, weshalb ich Feuer und Flamme war, Cheers for Love von Ki Stephens zu lesen! Das Buch verspricht eine Menge Spannung und viel Cheerleading: Ella aus England ...
Ich bin ein riesiger Fan von Sports Romance, weshalb ich Feuer und Flamme war, Cheers for Love von Ki Stephens zu lesen! Das Buch verspricht eine Menge Spannung und viel Cheerleading: Ella aus England verbringt ein Auslandssemester in Amerika, um ihrer Leidenschaft, dem Cheerleading in einer angesehenen Mannschaft besser nachgehen zu können. Leider beginnt ihre Reise nicht ganz so, wie sie es sich erträumt hat. Ihr langjähriger Freund Jamie trennt sich plötzlich von ihr und auf einmal steht Ella ganz allein da, in einem fremden Land. Schon am ersten Abend trifft sie den Footballspieler Hudson, der nicht lange fackelt, sondern eine unvergessliche Nacht mit ihr verbringt. Blöd nur, dass die Regel besteht, dass Footballspieler und Cheerleader sich eigentlich nicht daten dürfen …
Ich muss ehrlich sagen, dass ich zu Beginn des Buches etwas gezweifelt habe, ob die Geschichte nicht etwas schnell vorangeht, immerhin landeten die Protagonisten binnen erster Kapitel im Bett. So schnell wie die spicy Szene kam, kam auch die Entwarnung: Recht bald verlangsamt sich das Tempo der Geschichte und ich konnte ihr gut folgen. Mir hat gut gefallen, dass das Sportthema einen großen Stellenwert bekommt, wobei hier das Cheerleading im Fokus steht. Wer sich in dieser Sportart auskennt, kommt bildlich sehr auf seine Kosten, schließlich verwendet Ki Stephans gerne Fachvokabular aus dieser Sparte, weshalb man sich einzelne Posen sehr gut vorstellen kann.
An dieser Stelle möchte ich auch den Schreibstil der Autorin loben, denn dieser ist flüssig, bildreich und einfach geschrieben. Dank kurzer Sätze und überschaubarer Kapitel kommt man auch nach einem langen Tag gut in die Geschichte und kann sie schnell mal zur Hand nehmen. Zahlreiche Dialoge, der personale Erzählstil sowie der Perspektivwechsel von Ella und Hudson machten die Geschichte lebendig, was mir sehr zugesagt hat.
Was ich wirklich schade fand, war, dass zahlreiche Figuren sowie Situationen sehr oberflächlich blieben: So war es mir bis zum Schluss schleierhaft, warum Ella ein schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern hat oder, warum sie nach dem Umzug nach Amerika kaum noch Kontakt zu ihren Freundinnen sucht, obwohl diese doch „ihr Zuhause“ sind. Die Figur von Jamie, also des Ex-Freundes von Ella, war für mich kurios, denn er tauchte auf, wollte Ella zurück, ließ dann aber nach einem „Ich habe jetzt keine Lust auf dich“ schnell wieder von ihr ab. Warum der gute Kerl am Ende einfach mal in der Hotellobby herumgesessen hat, ist mir bis heute schleierhaft. Meiner Meinung nach hätte man ihn deutlich unangenehmer gestalten oder ihn schlichtweg komplett aus de Geschichte streichen können. Auch Figuren wie Ash, Claire oder Molly kratzten nur an der Oberfläche, was ich unglaublich schade fand.
Insgesamt würde ich das Buch nicht noch einmal lesen, weil es mich einfach nicht abgeholt hat. Wer aber nach einer kurzweiligen Romanze mit Cheerleader-Bezug sucht, der kann durchaus zu diesem Buch greifen.