Platzhalter für Profilbild

Kate_nte

Lesejury Profi
offline

Kate_nte ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kate_nte über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2024

geschichtsträchtige Story

Bruchhauser Blut
0

Anne Kirsch wurde ins Sauerland versetzt und muss nun mit ihrem möglichen Nachfolger Anton Hellmann zusammenarbeiten. Ihr erster Fall, der Diebstahl historischer Nägel, entwickelt sich zu einer Mordserie, ...

Anne Kirsch wurde ins Sauerland versetzt und muss nun mit ihrem möglichen Nachfolger Anton Hellmann zusammenarbeiten. Ihr erster Fall, der Diebstahl historischer Nägel, entwickelt sich zu einer Mordserie, als die ersten Opfer auftauchen. Um die Morde zu stoppen, muss Anne ein Verbrechen aus der Vergangenheit aufklären.

Während Anne und Anton in die geheimnisvolle Vergangenheit des Ortes eintauchen, decken sie nach und nach dunkle Geheimnisse und alte Fehden auf. Dabei wird klar, dass die Wurzeln des Verbrechens tief in der Dorfgeschichte verankert sind.

Der Prolog beginnt mit einer tragischen Geschichte, mit einem grausamen Mord an einem jungen Mädchen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und führt flüssig durch die Seiten.

Anne, die mit ihrer Versetzung in die Provinz noch zu kämpfen hat und ihr neuer Kollege, sind anfangs noch nicht gut aufeinander eingespielt. Sie entwickeln sich aber im Laufe des Buches zu einem guten Team. Anton ist etwas konservativ eingestellt, er hält sich meistens an die Vorschriften, während Anne auch gerne mal eigene Wege geht und manchmal sich auch ein wenig überschätzt. Beide ergänzen sich gut und Anton entwickelt sich bereits im Buch weiter.

Die Ermittlungen werden im Verlauf an Annes Ex-Kollegen übergeben, die nicht gut auf sie zu sprechen sind und somit aus dem Fall drängen. Aber sie lässt nicht locker. Ich mag ihre Beharrlichkeit an dem Fall dranzubleiben bis er gelöst ist.

Die Geschichte ist spannend und gut konstruiert bis zum Schluss. Warum allerdings die Morde jetzt passieren wird nicht erörtert.

Das Finale war trotzdem sehr spannend und stimmig. Mit Action und Dramatik.

Das Buch hat mir sehr gefallen. Es war spannend, mit vielen Wendungen und gut eingearbeiteten Perspektivwechseln. Ich bin gespannt wie es mit Anne und Anton weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2024

malerisches Chiemgau

Tod im Chiemgau
0

Vor zehn Jahren starb Tonis bester Freund Hans bei einem Sturz in eine Schlucht. Nun, nach Tonis Rückkehr in seinen Heimatort, überlebt er knapp einen Mordanschlag. Zusammen mit Kommissarin Roxana Mayrhofer ...

Vor zehn Jahren starb Tonis bester Freund Hans bei einem Sturz in eine Schlucht. Nun, nach Tonis Rückkehr in seinen Heimatort, überlebt er knapp einen Mordanschlag. Zusammen mit Kommissarin Roxana Mayrhofer untersucht er, ob Hans' Tod wirklich ein Unfall war oder ob Toni damals das eigentliche Ziel war.

Sowohl das Setting als auch die einzelnen Szenen sind so gut beschrieben, als ob man selbst dabei ist.

Der Autor verwebt geschickt die Spannung des Krimis mit der besonderen Atmosphäre des Chiemgaus. Die malerische Landschaft steht im Kontrast zu den Geheimnissen der Protagonisten, was der Geschichte eine fesselnde Dynamik verleiht.

Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind gut dargestellt.

Von familiären Streitigkeiten bis hin zu geschäftlichen Feindschaften reicht die Spannbreite der Verdächtigen. Während Roxy und Toni versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, kämpfen beide auch mit ihren eigenen Erinnerungen an die Vergangenheit. Beide sind dadurch nahbar und menschlich.

Tonis Rückkehr in die Heimat und die damit verbundenen Konflikte verleihen dem Buch eine zusätzliche emotionale Tiefe. Der Fall selbst ist spannend und bietet einige überraschende Wendungen, die bis zum Schluss für Spannung sorgen.

Die konstante Spannung und die flüssige Erzählweise machen das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.

Es war spannend und undurchsichtig bis zum Schluss. Roxy und Toni geben ermittlungstechnisch ein gutes Team ab. Ich bin schon gespannt auf weitere Fälle mit den beiden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2024

verzwickt, spannend und kurzweilig

Verwerfungen
0

Zeki Demirbilek erholt sich in Istanbul von einem Anschlag, wird jedoch in die Suche nach einer gestohlenen Medusenstatue verwickelt. Diese wird illegal bei einer Auktion angeboten und Zeki steht mächtigen ...

Zeki Demirbilek erholt sich in Istanbul von einem Anschlag, wird jedoch in die Suche nach einer gestohlenen Medusenstatue verwickelt. Diese wird illegal bei einer Auktion angeboten und Zeki steht mächtigen Gegnern gegenüber. Auch das alte Migra-Team hilft, als die Spur der Statue bis nach München führt, wo Isabel und Pius bei der Durchsuchung einer Villa auf eine weitere Leiche stoßen.

Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel kurz und übersichtlich gehalten. Auch als Quereinsteiger ist das Buch gut ohne Vorkenntnisse lesbar.

Es dauert ein bisschen bis die Geschichte richtig Fahrt aufnimmt. Am Anfang ist Zeki doch sehr mit seinen Gefühlen für seine Ex-Frau Selma beschäftigt.

Wer Zeki kennt, kennt auch seinen unkonventionellen Ermittlungsstil, der ihm auch hier wieder zu Gute kommt.

Zeki ist manchmal etwas eigen, aber dennoch liebenswert. Er ist kein typischer Held, sondern ein vielschichtiger, manchmal gebrochener Protagonist, der auch mit seinen eigenen inneren Konflikten zu kämpfen hat.

Durch die verschiedenen Orte an denen die Ermittlungen stattfinden, werden auch die kulturellen Unterschiede schön hervorgehoben. Die gut recherchierten historischen Hintergrundinformationen runden die Geschichte ab.

Die Auflösung des Falls ist spannend und überraschend. Ich hoffe es gibt noch viele weiter spannende Fälle mit Zeki.

Ein spannender, verzwickter und kurzweiliger Krimi, der mir viel Spaß bereitet hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2024

ein Ring der Begierde

Misooks Ring
0

Die Hobbydetektivin Simone Jaan aus Wiener Neustadt entdeckt im Schlosspark von Pottendorf einen abgeschnittenen Finger. Zusammen mit ihrer Freundin Luise stößt sie auf eine junge Südkoreanerin, die ihre ...

Die Hobbydetektivin Simone Jaan aus Wiener Neustadt entdeckt im Schlosspark von Pottendorf einen abgeschnittenen Finger. Zusammen mit ihrer Freundin Luise stößt sie auf eine junge Südkoreanerin, die ihre vermisste Großmutter sucht. Bald stecken Simone und Luise in der Suche nach einem wertvollen Ring aus der Silla-Dynastie.

Das Buch beginnt direkt ohne große Beschreibung der Gegend oder lange Vorstellung der Protagonisten. Man ist sofort mittendrin.

Durch die kurzen Kapitel kommt man beim Lesen schnell voran und mit viel Lokalkolorit wird eine stimmige Geschichte erzählt.

Zunächst bleibt alles rätselhaft. Doch mit etwas kriminalistischem Spürsinn weiß man bereits ab der Hälfte des Buches wer der Täter sein könnte.

Das Ende ist dennoch spannend und stimmig.

Leider konnten mich Luise und Simone nicht überzeugen. Luise ist einfach egoistisch und überschätzt sich maßlos. Sie ging mir auch irgendwann ziemlich auf die Nerven und Simone lässt sich sehr leicht von Luise manipulieren und läuft ihr nach wie ein Hündchen. Beide sollen Anfang 20 sein. Für mich machen sie eher den Eindruck von pubertierenden Teenagern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2024

Krimi mit historischem Bezug

Abrechnung in Sagres
0

Im Herbst 1999 reist die deutsche Anwältin Gida in das ruhige Sagres im Südwesten Portugals, um eine Erbschaft zu regeln. Doch als eines Morgens ein anderer Deutscher tot am Kap gefunden wird, erwacht ...

Im Herbst 1999 reist die deutsche Anwältin Gida in das ruhige Sagres im Südwesten Portugals, um eine Erbschaft zu regeln. Doch als eines Morgens ein anderer Deutscher tot am Kap gefunden wird, erwacht ihr kriminalistischer Spürsinn. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine mächtige Familie und eine Mauer des Schweigens, die bis in die Zeit der Salazar-Diktatur zurückreicht.

"Abrechnung in Sagres" von Christine Sterly-Paulsen ist ein Kriminalroman, der in der idyllischen Küstenstadt Sagres in Portugal spielt. Die Geschichte dreht sich um einen Mordfall, der die kleine Gemeinde erschüttert und tief verborgene Geheimnisse ans Licht bringt. Die Protagonistin, wird in einen komplexen Fall verwickelt, der sie nicht nur beruflich, sondern auch persönlich herausfordert. Die Ermittlungen führen sie durch ein Netz aus Intrigen, Eifersucht und Verrat, während sie versucht, die Wahrheit hinter dem Verbrechen aufzudecken. Dabei werden die Spannungen innerhalb der Gemeinschaft deutlich und es wird klar, dass hinter der malerischen Fassade der Stadt dunkle Abgründe lauern. Mit Spannung und Wendungen gelingt es, die Leser bis zum Schluss zu fesseln.

Die Autorin versteht es, die malerische Küstenstadt Sagres als Schauplatz in Szene zu setzen. Die Atmosphäre und die detaillierten Beschreibungen lassen einen in die Handlung eintauchen.

Die Handlung ist gut konstruiert und hält überraschende Wendungen bereit. Die Auflösung des Falls ist ebenso überraschend wie befriedigend. Auch die Themen, die der Roman behandelt – wie Schuld, Verrat und die dunklen Seiten menschlicher Beziehungen – sind tiefgründig. Gut recherchierte Hintergrundinformationen über die Salazar-Zeit runden die Geschichte ab. Leider war für mich der Schreibstil und manche Dialoge nicht ganz so rund. Ab und zu machten beide auf mich eher einen abgehackten Eindruck.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere