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Katjuschka

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2025

Dolce Vita

Lieber solo als allein
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Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Auch Gabriele lässt sich ...

Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Auch Gabriele lässt sich den großen Tag ihrer Enkelin nicht entgehen - es ist das erste Mal seit dem Tod ihres Mannes, dass sie sich wieder hinauswagt ins Leben.
Das ist schwer, aber auch ganz schön prickelnd, vor allem, als sie in Italien dem charmant-knarzigen Reiseführer Francesco begegnet.
Leonies Eltern, Katrin und Oliver, sind seit Jahren getrennt.
Nun sitzen sie auf dem Weg zur Hochzeit im gleichen Flieger.
Und eigentlich fühlt sich das gar nicht so schlecht an.
Alle Zeichen scheinen auf Grün zu stehen, doch dann beginnt nicht nur die Fassade des Hotels zu bröckeln, denn italienische Hochzeiten haben ganz eigene Gesetze…

In den Büchern von Tessa Hennig finden Protagonist(inn)en jeder Generation nicht nur die Liebe.
Es geht auch um Lebensentwürfe, Pläne und Hoffnungen - und das alles immer auch ganz anders kommen kann, wenn man den Mut hat etwas Neues zu wagen.
Hat Leonie in dem attraktiven Luca tatsächlich ihren Traumprinzen und in Italien eine neue Heimat gefunden? Oder muss sie sich jetzt etwa zwischen Karriere und einer traditionellen italienischen Familia mit Bambini entscheiden?
Finden die dauergestresste Katrin und Ex-Mann Oliver womöglich wieder zusammen? Welche Entscheidungen der Vergangenheit waren richtig, welche sollte man noch einmal überdenken?
Bleibt Gabriele ihrem Helmut "treu über den Tod hinaus" oder gibt sie sich, Francesco und der Liebe eine Chance?
Es geht recht turbulent zu im idyllischen Perugia!
Natürlich kommt es in den gleichermaßen romantischen wie humorvollen Geschichten von Tessa Hennig immer zu einem Happy-End.
Der Weg dahin liest sich locker-leicht, denn die ganz unterschiedlichen Protagonist(inn)en sind echt, stehen im Leben und es fällt einfach leicht sie zu mögen.
Wie erwartet werden diverse Klischees bedient und der Schluss war fast too much, aber zu Dolce Vita gehört nunmal auch der Zuckerguss.
Eine perfekte Lektüre für den nächsten (Italien?)-Urlaub.

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Band 2 der Reihe

Tödliche Marillenzeit
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Marillenernte in der Wachau, ein Fest für die Sinne.
Auch Lou Conrad, Ex-Polizistin und Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region, möchte aus den Früchten Köstlichkeiten kreieren und fährt zum ...

Marillenernte in der Wachau, ein Fest für die Sinne.
Auch Lou Conrad, Ex-Polizistin und Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region, möchte aus den Früchten Köstlichkeiten kreieren und fährt zum Hof ihrer Bekannten Marta.
Doch dort macht Lou eine schockierende Entdeckung: Die Bäuerin liegt tot im Marillengarten.
Im Ort brodelt schnell die Gerüchteküche.
Beging ein Tourist die Tat?
Waren es skrupellose Obstdiebe?
Mit Sternekoch Fabio und Berner Sennenhund Michelin an ihrer Seite geht Lou der Sache auf den Grund und entdeckt: In diesem Fall ist das süße Gold der Wachau mit mörderischen Geheimnissen verbunden...

Auch im zweiten Band der Reihe lockt Beate Maxian ihre Leser(innen) mit einem Mord im Umfeld von Lou Conrad in die schöne Wachau.
Der Kriminalfall beginnt zuerst ruhig, wird dann aber spannend und lädt zum miträtseln ein.
Es gibt verschiedene Verdächtige und Motive, aber man erfährt erst recht spät wohin es sich entwickelt.
Wird dazu auch aus der Freundschaft zwischen Lou und Fabio jetzt vielleicht doch langsam mehr?
Die Beschreibungen des fiktiven kleinen Weinortes Marienkirchen, angesiedelt zwischen Dürnstein und Krems, ist wieder wunderbar gelungen und macht Lust dort ein ein Glas Wein oder einen Teller Marillenknödel zu genießen.
Ich bin Fan und komme wieder - in die Wachau und zu Lou Conrad!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Mein Favorit

The Surf House
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The Surf House von Lucy Clarke

Nach den beiden Thrillern, die von Lucy Clarke bereits erschienen sind, musste ich auch "The Surf House" unbedingt lesen.
Auch dieses Mal hat mich ihr Schreibstil und die ...

The Surf House von Lucy Clarke

Nach den beiden Thrillern, die von Lucy Clarke bereits erschienen sind, musste ich auch "The Surf House" unbedingt lesen.
Auch dieses Mal hat mich ihr Schreibstil und die Entwicklung der Geschichte sofort wieder in den Bann gezogen.
Von Anfang bis Ende war es spannend und ich habe mit Protagonistin Bea mitgefiebert, wie sie der Geschichte und den Geheimnissen des Surf House auf den Grund gegangen ist.
Dabei hat sie viel Unerwartetes aufgedeckt und keine Figur war am Ende das, wofür man sie zunächst gehalten hat und an Plottwists hat es gerade gegen Ende auch nicht gemangelt.
Auch das Setting hat mich wieder absolut überzeugt. Es ist fast ein bisschen schade, dass man das fiktive Dorf Mallah nicht wirklich bereisen kann, denn das Camper- und Sufer-Leben in Marokko hat definitiv zum Träumen angeregt.
Auf Lucy Clarkes Recherche-Reisen bin ich wirklich neidisch!
Alles in allem wieder einmal ein wirklich guter Thriller und wahrscheinlich sogar mein liebster Band von ihr bisher!

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Echt schräg

Schräge Vögel – SOKO Neuntöter
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Harald, Katja, Thilo und Sabine sind Vogelbeobachter.
Oder Birder, wie es in Fachkreisen heißt.
Jeden Sonntag treffen sie sich in aller Herrgottsfrühe auf dem Beobachtungsturm im Grabenstätter Moos am ...

Harald, Katja, Thilo und Sabine sind Vogelbeobachter.
Oder Birder, wie es in Fachkreisen heißt.
Jeden Sonntag treffen sie sich in aller Herrgottsfrühe auf dem Beobachtungsturm im Grabenstätter Moos am Chiemsee, um ihrem Hobby nachzugehen und ein seltenes gefiedertes Exemplar vors Fernglas zu bekommen.
So auch an diesem Sonntag, als sie das Nest eines brütenden Braunkehlchens entdecken.
Nur dass sich unweit entfernt ein weniger schöner Anblick bietet.
Dort liegt Frank, ebenfalls ein begeisterter Hobby-Ornithologe, tot im Gehölz.
Ein tragischer Unfall, sagt die Polizei.
Doch davon wollen die Vogelbeobachter nichts wissen.
Nach dem längsten Gespräch ihrer bisherigen Bekanntschaft sind sie sich einig: Es war Mord. Und den müssen sie aufklären.
Trotz anfänglicher Turbulenzen wachsen sie bald zu einem gar nicht mal schlechten Team zusammen und beweisen sogar ungeahnte ermittlerische Fähigkeiten.
Denn sie lagen goldrichtig mit ihrer Vermutung: Der ach so harmlos wirkende Frank war ein knallharter Staatsanwalt, der sich nicht nur Freunde gemacht hatte…

Bei diesem Buch ist der Titel wirklich Programm!
Denn die Hauptpersonen sind allesamt wirklich, jede(r) für sich, irgendwie schräge Vögel mit seltsamen Interessen, bzw. Privatleben:
Der grummelige Harald, die nerdige Katja, der schüchterne Thilo und Sabine mit dem Mutti-Gen.
Und so geht es hier nicht nur um den toten Staatsanwalt, sondern auch um z.B. eine kiffende Mutter oder ein einsames Huhn.
Ich habe etwas gebraucht mich zu entscheiden, ob ich diese bunt zusammengewürfelte Truppe lustig oder eher anstrengend finden soll.
Die Geschichte hat eine ganz eigene Art von Humor und hebt sich damit ganz eindeutig von anderen Cosy-Krimis ab!
Die vier Hobby-Ermittler(innen) sind wild entschlossen den Mord aufzuklären und ihre Methoden sind dabei gleichermaßen naiv wie erfolgreich.
Und irgendwann muss man sie dann einfach mögen.
Ganz nebenbei lernt man etwas über die heimische Vogelwelt, was ich durchaus interessant fand, mich aber nicht zum Birder werden lässt.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Schauderhaft

Die kleine Villa in Italien
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Lia Bathurst braucht dringend eine Auszeit.
Privat und beruflich steckt die Designerin in einer Sackgasse - warum also nicht den Sommer an der Amalfiküste verbringen?
Schon lange träumt sie davon, die ...

Lia Bathurst braucht dringend eine Auszeit.
Privat und beruflich steckt die Designerin in einer Sackgasse - warum also nicht den Sommer an der Amalfiküste verbringen?
Schon lange träumt sie davon, die weißen Sandstrände, das türkisblaue Meer und die italienische Küche zu genießen.
Aber niemals hätte sie geglaubt, dass sie hier ihrem leiblichen Vater begegnen könnte.
Einem Vater, von dem sie bis vor ein paar Wochen überhaupt nichts wusste!
Doch nun steht sie vor den Toren seiner hübschen Villa und hofft, endlich mehr über ihre Wurzeln zu erfahren.
Wenn da nur nicht der unausstehliche Mitarbeiter ihres Vaters wäre!
Raphael hält Lia für eine Erbschleicherin und ist entschlossen, sie zu entlarven.
Selbst wenn das bedeutet, dass er sie nicht mehr aus den Augen lassen darf und die beiden sich immer näherkommen...

Ich habe es wirklich, wirklich versucht!
Aber diese Story ist einfach nur schauderhaft.
Die Bücher aus der Romantic Escapes Reihe sind nach immer gleichem (und erwartetem) Schema gestrickt: Die Heldin der Geschichte findet nach verschiedenen Hindernissen, Rückschlägen und/oder Missverständnissen die Liebe ihres Lebens und ist ganz nebenbei auch beruflich super erfolgreich.
Das die Handlung zumeist extrem unrealistisch und mit sehr vielen glücklichen Zufälle gespickt ist - geschenkt.
Die Geschichten spielen stets an touristisch interessanten oder anderweitig angesagten Orten, was einen literarisch reisen und träumen lassen kann.
Und manchmal ist so ein "Heile-Welt mit Happy-End-Garantie" - Buch ja auch genau das richtige!
Nachdem ich "Das kleine Schloss im Schottland" noch als leicht kitschige Weihnachtsgeschichte habe durchgehen lassen, habe ich hier nach etwa der Hälfte aufgegeben.
Ich habe so auf (wenigstens etwas) charmanten Lokalkolorit der wunderbaren Amalfiküste gehofft - habe aber nur von einer großen Villa, teuren Autos, einer Yacht, Nobelrestaurants,... - und natürlich unglaublich schönen, perfekten und talentierten Menschen gelesen.
Kein Wunder, denn der stinkreiche Vater von Lia entpuppt sich als Hollywood-Star!
Raphael, der Stiefsohn vom nun "gefundenen" Papa, ist zuerst ein arroganter Schnösel und sofort ist klar, dass er Lias Mr. Darcy wird!
Aber ab dem Moment als Lia "plötzlich bewusst wird - sie ist in Raph verknallt", sinkt das sowieso schon flache Niveau ins bodenlose und ich war raus!
Von Beginn an fand ich dazu auch die betont artikulierende Art der Sprecherin Hanna Baus eher suboptimal, denn es wirkt unpersönlich und distanziert.
Ich mag leichte Rom-Com Geschichten ab und zu eigentlich ganz gern, und vielleicht hätte ich sogar noch im "Kleinen Hotel auf Island" eingecheckt, aber nach dieser Erfahrung mache ich zukünftig einen Bogen um die Autorin.

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