Weihnachtsstimmung und ganz viel Liebe
Schneeflocken, Likör und zweite ChancenSchneeflocken, Likör und zweite Chancen von Mirjam Schweigkofler erschien im Selfpublishing. Das Buch gehört zur fünf bändigen „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“ Reihe. Alle Geschichten können ...
Schneeflocken, Likör und zweite Chancen von Mirjam Schweigkofler erschien im Selfpublishing. Das Buch gehört zur fünf bändigen „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“ Reihe. Alle Geschichten können für sich alleine in loser Reihenfolge gelesen werden. Gemeinsam ist die Zeit und der Ort an dem die Geschichten spielen, doch ist eine jede Liebesgeschichte in sich abgeschlossen und kann unabhängig gelesen werden. Randfiguren tauchen Bücher übergreifend auf und lassen einen beim Lesen immer wieder schmunzeln.
Wie auf dem Cover schon angedeutet spielt die Geschichte in einer Schnapsbrennerei oder besser gesagt führt Lotta zusammen mit ihrem besten Freund die Brennerei Kupferkessel in Sternmoos. Dort steht alles im Zeichen von Weihnachten und die Produktion vom Schneeflockenlikör für den Weihnachtsmarkt ist in vollem Gange. Doch dann ruft ein Unfall Lukas, den Bruder von Paul auf den Plan und sorgt für ein Gefühlschaos bei allen Beteiligten. Da hilft auch folgendes Getränk nicht unbedingt.
„Eine Limited-Edition-Schneeflockenlikör. Er hat eine samtige Basis aus weißer Schokolade und feinen winterlichen Gewürzen wie Zimt und Vanille.“
Der Kupferkessel und dessen Erzeugnisse sind Lottas ganzer stolz. So verbringt sie gefühlt ihre gesamte wache Zeit in der Brennerei, um das beste herauszuholen. Für private Vergnügungen nimmt sie sich keine Zeit. Da Paul ganz ähnlich tickt ergänzen die zwei sich sehr gut. Bis ein Unfall sie Innehalten lässt und den Zeitplan für den Weihnachtsmarkt gänzlich durcheinanderwirbelt.
Beim Lesen musste ich immer wieder schmunzeln und hatte die Destille der Whiskeybrennerei im Harz vor Augen. Dort stand ich selbst mal neben einem der großen Kupferkessel und habe mir den Brennraum in Sternmoos ganz ähnlich vorgestellt. Lotta und Lukas, die beiden Ich-Erzähler der Geschichte sorgten für weitere bildhafte Beschreibungen, so dass ich mir auch von der weiteren Umgebung ein gutes Bild machen konnte. Lukas musste man mit all seinem Kummer und den Erinnerungen einfach gern haben. Erst nach und nach ließ er mich als Leser und später auch Lotta hinter die Kulissen blicken, so dass ich seine Beweggründe gut nachvollziehen konnte. Auch Paul spielte dabei immer wieder eine Rolle.
Ich habe die Geschichte bis zum Schluss einfach nur genossen und mich wahnsinnig über das Ende gefreut, denn der Epilog beinhaltet quasi einen ganz besonderen Bonus, den ich einfach nur geliebt habe. Ich mag diese Form der Ausblicke in die Zukunft in denen man das Gefühl bekommt, die Figuren noch länger begleiten zu dürfen.
Möchtest du wissen, was alles im Schneeflockenlikör ist? Magst du weihnachtliche Liebesgeschichten? Dann bist du hier genau richtig. Schneeflocken, Likör und zweite Chancen von Mirjam Schweigkofler entführt dich in das kleine Bergdorf Sternmoos. Hier wartet das ganze Dorf sehnsüchtig auf den jährlichen Weihnachtsmark und ist schon ganz verzaubert. Freue dich am Rande Figuren aus den anderen Romanen der Reihe zu treffen und frage dich, ob sie auch eine eigene Geschichte bekommen haben. Verfolge die Entwicklung von Lukas, wie er nach und nach in seiner Heimat ankommt und sich den Geistern der Vergangenheit stellt. Ich habe die Geschichte einfach nur verschlungen und empfehle sie jedem weiter, der sich jetzt schon in Weihnachtsstimmung versetzen lassen möchte.