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Kerty

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2025

Sehr gelungene Stimmung

Was die Nacht verschweigt: Die Fortsetzung von WAS DIE TOTEN BEWEGT – Eine packende und atmosphärische Erzählung in der Tradition von Edgar Allan Poe
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Die Geschichte geht weiter ...
Miss Potter möchte nache Gallazien kommen, um dort die Mythologie zu studieren. Es solle einige außergewöhnliche Exemplar dort geben, die sie in England sehr vermisst.
Alex ...

Die Geschichte geht weiter ...
Miss Potter möchte nache Gallazien kommen, um dort die Mythologie zu studieren. Es solle einige außergewöhnliche Exemplar dort geben, die sie in England sehr vermisst.
Alex Easton, als guter Freund, reist also in die Heimat zu seiner Jagdhütte um Miss Potter dort eine Unterkunft zu bieten. Doch kaum kommt er dort an, trifft er das Anwesen verlassen an. Über allem liegt nicht nur Staub und Alter, sondern auch eine erdrückende Stille. Wie sich schnell herausfinden lässt, ist sein Verwaltung vor einiger Zeit verstorben. Doch woran, darüber wird im Dorf nur gemunkelt und keiner traut sich recht es laut anzusprechen.
Als Easton dann nachts von Albträumen über eine Sagengestalt geplagt wird, ist Handeln gefragt.

Der Schreibstil des Buches war, wie auch in Band 1, etwas ungewöhnlich. Aber ich mag es sehr. Es vermittelt eine Andersartigkeit und einen gewissen Schauder.

Die Charakter sind größtenteils bereits bekannt und wir erfahren etwas mehr von ihnen. Einige neue Charakter kamen hinzu. Besonders die Witwe hatte es mir angetan, ich konnte mir hier und da ein Lächeln nicht verkneifen. Sie war die perfekte Ergänzung, für so eine Erzählung.

Die Story selbst hat wieder dieses huntergründige schaudern. Man merkt deutlich, dass etwas nicht stimmt, kriegt es aber noch nicht recht zu fassen.
Es wird wieder richtig angenehm mit den Einflüssen auf die Welt im Buch gespielt. Durch viel drum herum lernt man auch über Easton wieder einiges neue. Wobei mir Angus und Miss Potter etwas kurz kamen. Auch über den Aberglauben/die Sage selbst hätte es gern etwas mehr Infos geben dürfen.
Ich fand vor allem die Hausmittel der Witwe wahnsinnig interessant und hätten mir hier auch mal ein Wort mehr zu gewünscht. ZB der rote Bindfaden wurde nie recht erklärt.

Alles in allem ein wirklich gelungener zweiter Band. Und wer Band 1 mochte, wird auch hier sicher seinen Spaß haben.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Interessant, aber sehr lang und kein Horror

Unwesen
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Ohne eine Vorwarnung oder einen Hinweis taucht in Norrtälje ein Container auf. Er macht die Leute neugierig und auch unruhig, bis er geöffnet wird. Doch was er enthält ist grausam und furchterregend.
So ...

Ohne eine Vorwarnung oder einen Hinweis taucht in Norrtälje ein Container auf. Er macht die Leute neugierig und auch unruhig, bis er geöffnet wird. Doch was er enthält ist grausam und furchterregend.
So beginnt die Geschichte um Siv, ihre Tochter Alva, Johann, Maria, Max, Marko und Anna.
Irgendetwas hat sich seit dem Öffnen des Containers geändert. Siv und Max haben es deutlich gespürt. Etwas dunkles ist über Norrtälje hereingebrochen. Etwas hat die Leute und dem Umgang miteinander verändert. Doch was können sie gegen diese Dunkelheit tun?

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm. Gut leserlich und verständlich.

Die Charakter werden sehr mühselig aufgebaut. Man erfährt über den Einzelnen eine Menge und kann sich ein gutes Bild machen. Man lernt die Charaktere als Kinder kennen und erfährt, wie sie heran gewachsen sind und welche Auswirkungen die Dunkelheit auf sie hat.

Die Story selbst baut sich sehr langsam und gemächlich auf. Ich hatte eher das Gefühl, dass es um das Drumherum ging, als um die tatsächliche Bedrohung. Diese wurde zu Beginn nur in Nebensatz erwähnt.
Leider fand ich, dass das Buch dadurch deutliche Längen hat.
Als dann im letzten Drittel klar wurde, was genau die Bedrohung ausmacht und wie sie sich auswirkt, war es sehr interessant, die Entwicklung zu verfolgen. Zu lesen, wie unterschiedlich es sich auswirkt und wie die Reaktionen sind. Eigentlich sogar ein mehr als aktuelles Thema und dadurch umso interessanter.
Dennoch hatte ich mir beim Lesen selbst ein böses Bauchgefühl gewünscht. Hatte aufgrund des Buchrückens mit mehr Spannung und einer unterschwelligen, durchdringenden Bedrohung gerechnet. Dies ist ausgeblieben, leider.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema interessant, wenn auch sehr lang gezogen war. Ich aber aufgrund der Beschreibung mit etwas anderem gerechnet habe und die Faktoren Horror und Spannung sehr kurz gekommen sind.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Guter Start, doch dann treten wir auf der Stelle

Moosgrab
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Mira ist verschwunden. Alles was die Polizei findet, ist ein Skelett in die Jacke von Mira gehüllt. Kristina, die Mutter von Mira, schwankt zwischen Trauer und Entsetzen. Denn vor 25 Jahren ist an dieser ...

Mira ist verschwunden. Alles was die Polizei findet, ist ein Skelett in die Jacke von Mira gehüllt. Kristina, die Mutter von Mira, schwankt zwischen Trauer und Entsetzen. Denn vor 25 Jahren ist an dieser Stelle schon einmal ein Kind verschwunden. Doch wissen Kristina und ihre damaligen Schulfreunde, Maria, Erik und Robert, wo dieses Kind zu finden ist. Oder besser war, denn das Skelett befindet sich nun in Miras Jacke.

Der Schreibstil des Buches, ist wie bei der Gräber, sehr gut. Eher leise, aber dadurch absolut fesselnd.

Die Story selbst beginnt sehr vielversprechend. Die Jacke mit dem Skelette wird gefunden und das unausweichliche geschieht. Die Freunde müssen sich treffen und über das Geschehene von vor 25 Jahren reden.
Die Story lief jedoch nicht ganz wie erwartet, denn ich hatte das Gefühl, man tritt irgendwie auf der Stelle. Mira bleibt verschwunden, vom Entführer nur wenig Reaktion und die Gruppe ist mit der Situation überfordert. Es wird sehr viel hin und her überlegt. Lösungen angedacht und Leute verdächtigt. Eigentlich erfahren wir im Verlauf der Story sehr viel über die vier und ihre aktuelle Situation und warum sie so handeln, wie sie es tun. Was grundsätzlich gut ist, aber es passiert auch eben nicht mehr. Selbst wenn es mal einen Schritt nach vorn geht, scheint es nur ein kleiner Erfolg und die wenige müßig aufgebaute Spannung bricht schnell wieder weg.
Mal ganz davon abgesehen, dass viele Überlegungen und Handlungen recht weit hergeholt wirken.
Die Auflösung der Story ist wirklich gut und sehr perfide, allerdings ist im Verlauf der Story davon erst gegeben Ende etwas spürbar.
Alles in allem gut zu lesen, aber leider nicht besonders spannend. Es ist zu lang gezogen, ein Knall stellt sich einfach nicht ein. Schade, nach dem Gräber, welches ich unglaublich gut fand, ist dies eher was für nebenbei.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Geniales Setting

One Perfect Couple
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Es soll eine Show in einem neuen Format sein. Pärchen auf eine Insel, welches verschiedenste Aufgaben erfüllen sollen um zu erfahren, ob sie wirklich für einander bestimmt sind oder eventuell sogar jemand ...

Es soll eine Show in einem neuen Format sein. Pärchen auf eine Insel, welches verschiedenste Aufgaben erfüllen sollen um zu erfahren, ob sie wirklich für einander bestimmt sind oder eventuell sogar jemand anders auf dieser Insel. Für Nico ist es die Chance auf einen Durchbruch. Und so bittet er seine Freundin Lyla, mit ihm an dieser Show teilzunehmen. Für Lyla ist dies nicht gerade etwas, was sie machen möchte, doch Nico zu liebe, lässt sie sich überreden. Doch bereits in der ersten Nacht auf der Insel wütet ein fürchterlicher Sturm. Das Schiff und die Crew sind weg und die Teilnehmer auf sich allein gestellt. Wann wird die Rettung kommen? Kommt sie überhaupt? Der Kampf ums Überleben beginnt ...

Der Schreibstil des Buches war, wie ich es vollkommen Ruth Ware gewohnt bin, sehr gut. Ich konnte schnell in die Geschichte abtauchen und mich darauf einlassen.

Die Story selbst beginnt langsam und man lernt vorerst Lyla als Prota kennen und so auch besser einschätzen. Nach etwa einem Drittel beginnt dann der Vorlauf der Show. Die Teilnehmer treffen aufeinander und man lernt die übrigen Kandidaten kennen. Leider erfährt man über die anderen Kandidaten nicht mehr, als Lyla es auch tut. Mich hätten schon einige Hintergründe interessiert. Auf der Insel beginnt dann die Show, was ich wirklich sehr interessant fand. Besonders da hier ganz offensichtlich etwas nicht so ist, wie es versprochen war. Für mich hätte die Show gern mehr Raum einnehmen dürfen, da ich diese Art von Experiment auch sehr interessant fand. Doch kommt es schon relativ schnell zum Sturm und zum eigentlichen Thema des Buches. Das Setting und der Kampf ums Überleben sind wahnsinnig spannende Themen. Doch hätte die Stimmung noch bedrohlicher sein dürfen. Das Ende hat mir dann wieder sehr gut gefallen. Leider kann ich ohne zu spoilern hier nicht mehr schreiben.

Alles in allem eine gelungene Story, sehr unterhaltsam, mit kleinen Schwächen.

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Veröffentlicht am 03.06.2023

Guter Thriller mit viel Input

Das Schlaflabor
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Thomas Sonnborn leidet unter Schlaflosigkeit. Er glaubt die Ursache zu kennen und befindet sich auch schon lange in ärztlicher Behandlung. Nichts hilft. Er weiss nicht mehr weiter, bis er von einem Schlaflabor ...

Thomas Sonnborn leidet unter Schlaflosigkeit. Er glaubt die Ursache zu kennen und befindet sich auch schon lange in ärztlicher Behandlung. Nichts hilft. Er weiss nicht mehr weiter, bis er von einem Schlaflabor in der Schweiz erfährt, in welchem es neue Methoden zur Heilung geben soll. Bereits auf dem Hinweg begegnet er einer überglücklichen Patientin, doch kann dies wahr sein? Trotz der unorthodoxen Methoden scheint es wahr zu sein.

Doch dann geht der eigentliche Albtraum los und Tom wünscht sich zurück in die Schlaflosigkeit.

Der Schreibstil des Buches ist sehr gut und gelungen. Viele Abschnitte sind sehr wissenschaftlich, aber es wird immer alles direkt erklärt. Ich persönlich lese sehr gern Bücher, die es schaffen, eine gute Story mit fundiertem Wissen zu kombinieren. Und hier habe ich so einiges interessante Neue gelernt.

Die Charakter sind, bis auf der Tom selbst, bewusst nicht zu tiefgründig. Genau so schafft Marc Meller es aber, dass man niemandem trauen möchte und kann. Tom selbst hätte mir allerdings sympathischer sein können. So hätte ich wahrscheinlich noch stärker mitgeliefert.

Die Story hält einen immer in Atem und kennt keine Tiefen. Laufend kamen neue Informationen und ich konnte mein Bild der Situation verändern. Ein ständiges Rätsel. Auch das Ende hat mich staunend und fragend zurück gelassen. Gern hätte das Buch noch einige Seiten mehr haben dürfen.

Wie ich es von Marc Meller bereits kenne, finde ich auch hier wieder einen sehr gelungen Thriller. Einzig die Person von Tom war nicht ganz mein Fall.

Ich freue mich schon jetzt, auf das nächste Werk

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