Das Cover ist farblich aussergewöhnlich gestaltet und wirkt ein wenig bedrohlich.
Ich mag Literatur, die in skandinavischen Ländern spielt.
Der Klappentext hatte auf Anhieb meine Neugier geweckt.
Der ...
Das Cover ist farblich aussergewöhnlich gestaltet und wirkt ein wenig bedrohlich.
Ich mag Literatur, die in skandinavischen Ländern spielt.
Der Klappentext hatte auf Anhieb meine Neugier geweckt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft; ich habe mich direkt einfühlen können in die Geschichte von Nija und Mirjam, die mit 14 Jahren erfahren haben, dass sie Halbschwestern väterlicherseits sind. Erst entsteht eine grosse Nähe, dann verlieren die Schwestern sich wieder.
Beide scheitern in ihren Beziehungen zu Männern, wenn auch auf unterschiedliche Art.
Unerwartet lädt Nia ihre Halbschwester zu ihrem 40. Geburtstag ein, gerade auf die Insel ihrer Kindheit. Hier möchte ich aber nicht weiter vorgreifen.
Die Handlung ist auch durch die Wendungen und Rückblicke in vielen Teilen spannend, weist aber auch Längen auf.
Die große Leseraben-Box ist vielfältig und wunderschön.
Ein geniales Geschenk zur Einschulung, zum Geburtstag oder einfach nur so, weil es darin ganz viele interessante Dinge zu entdecken gibt.
Einfach ...
Die große Leseraben-Box ist vielfältig und wunderschön.
Ein geniales Geschenk zur Einschulung, zum Geburtstag oder einfach nur so, weil es darin ganz viele interessante Dinge zu entdecken gibt.
Einfach und genial finde ich das große Blatt mit dem ABC, dass man am besten laminiert, um es möglichst lange nutzen zu können. Durch die Bilder an den Buchstaben lassen sich diese einfach entziffern.
Neben bunten Lesebüchern, eines auch mit Buchstabenrätsel, ist unter anderem ein Puzzle enthalten, ein Quartett und noch viele andere spannende Gegenstände, die Spaß und das Lesen lernen spielerisch leicht machen.
Meine Enkelin war total begeistert von dieser Box!
Alles ist stabil und und handlich für Kinderhände gemacht und ich bin mir sicher, dass wir damit noch ganz viel gemeinsame Zeit verbringen werden.
Ein Dankeschön an den Verlag und bitte weiter so!
Ich kenne Jo Nesbo von der Harry Hole Serie, die mir sehr gut gefallen hat. Daher habe ich mir dieses Buch gewünscht, da mir der Klappentext zusagte, ebenso aufgrund der guten Vorabkritiken, ...
Ich kenne Jo Nesbo von der Harry Hole Serie, die mir sehr gut gefallen hat. Daher habe ich mir dieses Buch gewünscht, da mir der Klappentext zusagte, ebenso aufgrund der guten Vorabkritiken, ohne jedoch vorher die Leseprobe gelesen zu haben.
Das Cover ist auffällig durch den Farbkontrast und gefällt mir trotz der Einfachheit (ein Pfotenabdruck im Schnee - eine Spur) sehr gut.
Ich mag den flüssigen , eindringlichen Schreibstil des Autors.
Die Geschichte mit ihrem Gesamtbild und der Auflösung des Täters hat mir gefallen, jedoch fand ich den Anfang recht langatmig und hätte das Buch fast abgebrochen und weggelegt. Mein Durchhalten hat sich am Ende ausgezahlt, insbesondere weil mir die vom Autor geschaffenen Charaktere gut gefallen haben; sie waren authentisch und ich habe mit Ihnen mitgefühlt.
Das Genre Kriminalroman passt und vielleicht war auch meine Erwartungshaltung bezüglich des Spannungsbogens zu hoch.
Da ich zumindest am Anfang nicht überzeugt war, habe ich "nur" 4 Sterne vergeben.
Bewegender, historischer Roman
Die verschwundenen Jahre ist das erste Buch, welches ich von Astrid Töpfner gelesen habe, aber ganz sicher nicht das Letzte.
Das wunderschöne Cover hat mich direkt angesprochen ...
Bewegender, historischer Roman
Die verschwundenen Jahre ist das erste Buch, welches ich von Astrid Töpfner gelesen habe, aber ganz sicher nicht das Letzte.
Das wunderschöne Cover hat mich direkt angesprochen und passt gut zur Geschichte.
Ich mag den flüssigen, bildhaften und eindringlichen Erzählstil der Autorin.
Sie hat interessante Protagonisten geschaffen und mit den Wechseln zwischen heute und der Vergangenheit eine spannende Geschichte erzählt, die mich durchgängig gefesselt hat.
Es ist eine Liebesgeschichte mit historischem, teils wahrem Hintergrund, die mich teilweise geschockt und auch zu Tränen gerührt hat.
Ich habe das Buch in einem Tag ausgelesen, was zeigt, wie sehr es mich gefesselt und berührt hat.
Darüber hinaus hat es mich neugierig auf das Bauwerk gemacht, welches in dem Roman von den Zwangsarbeitern erstellt wurde.
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K
kunterbunt79vor 20 Tagen
Kurzmeinung: Es ist 1936 und Spanien steht vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs. Clara wird im hohen Alter von 102 Jahren noch immer von ihrer ersten großen
so bewegend und toll geschrieben
Es ist 1936 und Spanien steht vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs.
Clara wird im hohen Alter von 102 Jahren noch immer von ihrer ersten großen Liebe und ihrem ersten Ehemann Daniel in ihren Gedanken verfolgt. Ivo, ihr gemeinsamer Sohn, kam nie mit dem Schmerz mit, den Daniel in die Familie brachte, als er vom Erschießungskommando mitgenommen wurde. Stand er doch auf der falschen Seite und kam in Kriegsgefangenschaft. Clara und Daniel waren immer verbunden und auch nach all den Jahren uns seinem Tod spürt sie noch die Verbundenheit. Auch wenn sie einen anderen Mann nach Daniels Tod heiratete und auch zwei gemeinsame Kinder bekam, so schweben die Lügen, die beide voreinander haben immer über ihnen. Erst Claras Enkeltochter bringt Clara dazu über ihren Schmerz zu reden und versteht dadurch um so mehr ihre Familiengeschichte.
Ein sehr bewegendes Buch mit tollen Protagonisten, die sehr nahe geschrieben ist. Ein Buch, das ich empfehlen kann.
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C
Chrisleserattevor 20 Tagen
Kurzmeinung: Mischung aus Spannung, Emotionen, Sachlichkeit - Neugierde hervorrufend
Mischung aus Spannung, Emotionen, Sachlichkeit - Neugierde hervorrufend
Die verschwundenen Jahre. Wieder ein Roman von Astrid Töpfner, der mich vom ersten bis zum letzten Satz in seinen Bann gezogen hat. Geschrieben in einer Mischung aus Spannung, Emotionen, Sachlichkeit - Neugierde hervorrufend wie die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges und die Zeit der Diktatur danach geschichtlich gesehen werden kann. Wer sich für die spanische Geschichte interessiert, sollte diesen Roman unbedingt lesen. In Romanform werden die unterschiedlichen Charaktere der Anhänger der verschiedenen politischen Richtungen mit ihren individuellen Einstellungen dargestellt. Wohlbemerkt: es ist kein Geschichtsbuch, sondern ein fesselnder Roman. Ich habe bisher alle Romane von Astrid Töpfner gelesen und warte mit Ungeduld auf ihr nächstes Werk.
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Langeweilevor einem Monat
Kurzmeinung: Beeindruckender Roman
Eine Liebe fürs Leben
Als die Journalistin Marina über die Exhumierung des Diktators Franco aus seinem Grab in der Basilika des Tals, der Gefallenen berichten soll, wird sie mit ihrer eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie erfährt von ihrer 102-jährigen Großmutter Clara, eine Geschichte von unglaublichen Ausmaß, über welche die alte Dame bisher eisern geschwiegen hat.
Marina setzt alles daran ihrer Großmutter den letzten Wunsch zu erfüllen,nämlich den um Gerechtigkeit,was die große Liebe ihres Lebens betrifft.
Das Buch wird in zwei Zeitabschnitten erzählt und zwar in der Vergangenheit ab 1936-1980 und in der Gegenwart im Jahre 2019.
Die Lebens - und Liebesgeschichte von Daniel und Clara ,sowie ihrem Freund Fernando und dem zweiten Mann Alejandro ,wird auf eine beeindruckende Weise mit den Ereignissen rund um die Francodiktatur und ihren weitreichenden Folgen verwoben.Ich habe mit Clara gelacht und geweint,ihr Leben und das ihrer Familie hat mich tief berührt.Durch den einfühlsamen Schreibstil fühlte ich mich teilweise als Teil der Geschichte.Außerdem habe ich viel über die Geschichte Spaniens erfahren,was mir bis jetzt nicht bekannt war.
Auch wenn der historische Part der Geschichte den größten Anteil hatte,gefiel mir Marina sehr gut.Die Art ,wie sie ihr Leben durch die Erzählung ihrer Großmutter veränderte und zu neuen Erkenntnissen gelangte,war sehr eindrucksvoll geschildert.Für Liebhaber historischer Romane eine absolute Empfehlung.
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R
Renate1964vor einem Monat
Kurzmeinung: Sehr gut recherchiert und emotional
Liebe
Wie alle Bücher von Astrid Töpfner ist auch dieses sehr gut gelungen. Auf zwei Zeitebenen betrachtet sie den Spanischen Bürgerkrieg. 2019: Marina soll eine Reportage über die Exhumierung Francos erstellen. Dazu befragt sie auch ihre 102 jährige Großmutter Clara und erfährt dabei erstmals die Geschehnisse in ihrer Familie, über welche nie gesprochen wurde. Die beeindruckendste Figur ist Clara, die durch diesen Bruderkrieg ihre große Liebe verliert, eine Liebe, die ihr Leben dauert. Besonders beeindruckt hat mich die realistische Schilderung des Zwistes innerhalb der Gesellschaft und aller Grausamkeiten. Ich habe viel über die Zeit gelernt
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Vimpsyvor einem Monat
Ein Schicksal, das Generationen verbindet!
„Die verschwundenen Jahre“ ist eine emotional verwobene Familiengeschichte, die historische Tragik und persönliche Schicksale miteinander verbindet. Inhaltlich hat mich das Buch berührt – die Themen Liebe, Verlust und Wahrheitssuche haben definitiv Tiefe und bleiben im Kopf.
Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich mich beim Hörbuch über die gesamte Dauer hinweg etwas schwer getan habe. Zwei der drei Sprecher waren für meinen Geschmack nicht so angenehm, was den Zugang zur Geschichte erschwert hat. Trotzdem bin ich drangeblieben – und am Ende war ich froh, die berührenden Momente und die Auflösung rund um die Familiengeheimnisse erlebt zu haben.
Für alle, die ruhig erzählte, geschichtliche Familienromane mögen, ist dieses Buch sicher ein Treffer. Für mich persönlich war es kein leichtes Hörerlebnis, aber die Geschichte selbst hatte Herz und Bedeutung.
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CorneliaZwingvor einem Monat
Kurzmeinung: Wow!
Zutiefst ergreifend
Wenn man sich, wie ich, bisher kaum mit außerdeutscher Geschichte befasst hat, dann fällt man aus allen Wolken.
Wunderbar verpackte, jedoch sehr dramatische Geschichte, die ein Schicksal von ca 140.000 erzählt.
Mehr als einmal war ich zutiefst getroffen, wieviel Leid Menschen zufügen und ertragen können.
Ein wunderbarer Schreibstil, man kann absolut flüssig das Buch in sich aufsaugen. Dank den zeitlich u namentlich unterteilten Kapiteln weiß man immer, wo man gerade ist.
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LadySamira091062vor 2 Monaten
Zeitreise in Spaniens Geschichte
Ein Buch das mich sehr bewegt hat ,denn es ist nicht nur die Geschichte einer großen Liebe sondern auch ein Zeitzeugnis was Menschen anderen Menschen angetan haben . Wie Hass und Neid Leben zerstört hat und die über Generationen hinweg .darunter leiden. Nicht nur Deutschland hat viel Schlimmes in seiner Vergangenheit getan auch andere Länder haben ihre dunklen Kapitel.
Zwei junge Menschen verlieben sich ,doch dann bricht der Krieg aus und Francisco Franco kommt an die Macht . Es folgen Jahrzehnte voller Grausamkeiten ,in der Familien getrennt werden und Tausende Menschen einfach verschwinden . So auch Daniel ,Clara ´s Freund und späterer Mann .Alle Versuche herauszufinden wo er abgeblieben ist sind gefährlich .. Die heimliche Hochzeit mit Daniel kurz vor seinem Verschwinden wird nicht anerkannt und so steht ihr keine Hilfe zu .Terror und Gewalt sind an der Tagesordnung. Jahrelang versucht Clara herauszufinden wo Daniels Leiche abgeblieben ist ,denn das er noch lebt davon ist nicht auszugehen.
Dann tritt Alejandro in ihr Leben und zaghaft beginnt Clara wieder zu leben ohne zu ahnen ,das Alejandro weiß was mit Daniel geschah und das er ihn sogar kurz kannte. Clara und er heiraten , bekommen Kinder und führen ein relativ gutes Leben . Bis zu jenem schicksalhaften Tag als Clara Nachricht über den Verbleib von Daniel erhält.
Ich denke es muss furchtbar sein nicht zu wissen was mit dem Menschen geschah den man liebt und die damalige Zeit war furchtbar .Man musste ständig Acht geben das man nicht aneckte und einem der Nachbar anzeigt, dazu die Hungernöte . Das Verschwinden vieler Menschen ,die es gewagt haben anderer Meinung zu sein und so hilflos zu sein ,weil jede manchmal och so kleine tat oder Äußerung einen ins Gefängnis bringen konnte .
Die Autorin hat es geschafft uns ein Bild der damaligen Zeit zu zeigen ohne erhobenen Zeigefinger ,aber mit viel Empathie ,das es in allem Schlimmen immer auch etwas Gutes gibt und das das Leben weiter geht und das man manches nicht ungeschehen machen kann und es vor allem nicht totschweigen soll, denn die Konsequenzen sind mit unter nach Jahrzehnte später spürbar.
ein überaus berührendes Buch das mich zu Tränen gerührt hat
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lielo99vor 2 Monaten
Kurzmeinung: Es gibt Ereignisse, die leider viel zu selten thematisiert werden. Wie gut, dass es Autoren wie Astrid Töpfner gibt.
Der Bürgerkrieg in Spanien brachte unendliches Leid
Sie sind unzertrennlich. Auch wenn aus dem drei- eigentlich rasch ein vierblättriges Kleeblatt werden sollte. So denkt jedenfalls Clara. Sie ist so glücklich mit ihrem Daniel. Dabei vergisst sie nicht, wie sehr Fernando leidet, wenn er dieses Glück sieht. Als über Nacht ein Bürgerkrieg das Land Spanien spaltet, gerät das Kleeblatt zwischen die Fronten. Niemand konnte sich vorstellen, welche Folgen dieser erbitterte und harte Kampf haben würde.
„Die verschwundenen Jahre“ wurde auf zwei Zeitebenen geschrieben. Das ist einmal die Vergangenheit während des Bürgerkrieges und zudem die Gegenwart. Hier berichtet die 102jährige Großmutter Clara ihrer Enkelin von ihren Erfahrungen und den Traumata, die bis in die Gegenwart hineinwirken.
Bisher habe ich kein Buch gelesen, das mir die Ära Franco so anschaulich darstellte. Aus dem Grund bin ich der Autorin Astrid Töpfner wirklich dankbar, denn die Historie Spaniens gehört zur Geschichte Europas und ist wichtig. Nur durch Aufklärung können wir lernen und uns dem Erstarken des Faschismus entgegenstellen.
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lesemaus19vor 3 Monaten
Ein sehr berührender Roman!
Es war für mich das erste Buch von der Autorin, aber ganz bestimmt nicht das letzte.
Wie soll ich es beschreiben, es ist aufwühlend, dramatisch, aber auch voller Liebe.
Nun kenne ich auch den geschichtlichen Hintergrund, der dieser Geschichte zugrunde liegt.
Der Roman ist in zwei Zeitebenen geschrieben und zwar beginnt er zur Zeit vor dem Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges mit Clara und Daniel und in der jetzigen Zeit mit Marina, der Enkelin von Clara, die Journalistin ist.
Es ist eine sehr bewegende und tiefgehende Familiengeschichte.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, denn er ist flüssig und man möchte das Buch nicht aus der Hand legen.
Wer gerne Romane mit historischem Hintergrund liest, ist mit diesem Buch genau richtig.
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Heleflovor 3 Monaten
Kurzmeinung: berührend und erschütternd zugleich
Eine Liebe während des Franco-Regimes
Das Buch von Astrid Töpfner erzählt von Schicksalen einer Familie während der Diktatur von Francisco Franco. Diese dauerte über 40 Jahre und hat sehr viel Leid hinterlassen.
Stellvertretend für die Frauen, die nicht wussten was aus ihren Männern geworden waren, erzählt die Autorin von Clara. Sie verliert ihren ersten Mann und kann einfach keine Ruhe finden, da sie nicht weiß wo er verscharrt wurde.
Als ihr 2. Mann stirbt offenbart sich eine unvorstellbare Wahrheit. Und erst Jahre später wird ihre Enkelin Marina überhaupt in der Familiengeschichte nachbohren und so das ganze Ausmaß der Tragödie zu Tage fördern.
Wie gewohnt schreibt Astrid Töpfner wunderbar. Man ist sofort im Geschehen drin und fiebert sowohl mit den Personen in der Vergangenheit mit, als auch mit Marina und ihrer Familie im Jetzt. Mir hat das Buch äußerst gut gefallen und mich mehr als einmal zu Tränen gerührt.
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Bellis-Perennisvor 3 Monaten
Kurzmeinung: Eine dramatische Familiengeschichte
Der Spanische Bürgerkrieg und seine Auswirkungen bis heute - fesselnd erzählt
Während der Aufstieg der Nationalsozialisten und der anschließende Zweite Weltkrieg längst Eingang in die Belletristik gefunden haben, so habe ich den Eindruck, der Spanische Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur sind (noch) nicht so präsent. Astrid Töpfner schafft hier durch diesen historischen Roman ein wenig Abhilfe.
Marina, die Enkelin der 102-jährigen Clara, ist TV-Journalistin und soll eine Reportage rund um die Exhumierung und neuerliche Beisetzung von Spaniens Diktator Francisco Franco vorbereiten. Noch weiß sie nicht, wie der Bürgerkrieg ihre eigene Familie betroffen hat. Klar ist nur, dass sowohl das Verhältnis zwischen Großmutter Clara und ihrem Sohn Ivo (Marinas Vater) zerrüttet ist als auch ihre eigene Beziehung zum Vater ein gespanntes ist, denn Ivo ist voll Wut. Auf Frauen im allgemeinen, auf seine beiden Ex-Frauen, seine Tochter, auf die Politik und vermutlich auch auf sich selbst. Obwohl Marina in ihrem Job selbstbewusst ist, muss sie sich eingestehen, dass keine ihrer Beziehungen Bestand hat. Hat das alles mit den Ereignissen von 1936 zu tun? Eine Art epigenetisches Trauma?
In den langen Gesprächen mit Clara werden wir in die Zeit ab 1936 zurückkatapultiert, in eine Zeit, die nach wie vor nicht aufgearbeitet worden ist und unsägliches Leid über Spaniens Familien gebracht hat.
Astrid Töpfner pendelt geschickt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Die Ereignisse von 1936 erzeugen eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Die Autorin hat penibel recherchiert und erzählt nicht nur über die Grausamkeiten des Regimes sondern auch eine Familiengeschichte, die von verpassten Chancen, Missverständnissen, Neid, Trauer, Liebe, Schuld und Vergebung zerrissen ist.
Der Roman wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, sodass hier eine spannende wie tragische Geschichte, in der nicht klar ist, wer Freund oder Feind ist, entstehen kann.
Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Wie sehr die Ereignisse die Menschen prägen, ist an der Figur Ivo zu sehen. Mit einer Mutter, die vor Trauer um ihren Mann kaum lebensfähig ist, die weil sie als Regimegegnerin gilt, weder Lebensmittelmarken, Arbeit noch eine Witwenrente erhält, kann das Kind Ivo keine gesunde Entwicklung nehmen. In der Schule verachtet und verprügelt, wird er, um weiter nicht aufzufallen, zu einem Opfer der Indoktrination durch Lehrer sowie Mitschüler und zu einem fast fanatischen Anhänger Francos.
Wie schon erwähnt, weiß ich über den Spanischen Bürgerkrieg und seine bis heute bestehenden Nachwirkungen und die immer wieder aufpoppenden Konflikte (ETA, Autonomie- bzw. Abspaltungsbestrebeungen) zu wenig Bescheid. Meine bisherige Lektüre hat sich eher mit den Internationalen Brigaden, der Legion Condor oder der Rolle der Intellektuellen wie Picassos (Stichwort Guernica) beschäftigt. Ich weiß zwar, dass man Familien, die im Verdacht gestanden sind, Regimegegner also Kommunisten und Sozialisten zu sein, die Kinder weggenommen hat, um sie in Klöstern und/oder regimetreuen Familien zu linientreuen Untertanen zu erziehen. Wie viele Kinder betroffen waren und sind, lässt sich nicht genau eruieren, weil der Wille diese Grausamkeiten der Franco-Diktatur aufzuarbeiten, (noch?) nicht vorhanden ist. Es braucht mehr solcher Kriegsenkel wie Marina, die ihre Familientraumata begreifen und verarbeiten wollen.
Fazit:
Dieser historische Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht, steht stellvertretend für alle jene Familien, die während und nach der Franco-Diktatur unsägliches Leid erfahren haben. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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Kommentare: 4
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E
elycalxavor 3 Monaten
Die verschwundenen Jahre
Dieser Roman wird in zwei Zeitfomen erzählt. Zum einen 1936 Clara und Daniel sind ineinader verliebt. Spanien steht kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs. . Viele glauben nicht, dass ein Putschversuche etwas bringen wird. Clara ist in alarmbereitschaft, als Daniel spurlos verschwidnet.
2019 lernt der Leser die Marina kennen. Marina soll über die Exhumierung von Franco berichten. SIe ist Fernsehrreporterin. Marinas Großmutter Clara erfährt davon und erzählt die lang gehüttete Familiengeschichte.
Ich hatte bislang noch nichts über Spanien in dieser Zeitepoche gelesen und habe viel neues aus dieser Geschichte mitgenommen, für mich war es nochmal eine richtige Geschichtsstunde.
Eine zu tief bewegende Familien- und Liebesgeschichte ist es Astrid Töpfner gelungen zu schreiben.
Ich habe anfangs etwas gebraucht, um in die Geschichte hineinzukommen. Es wurde dann immer besser, doch zeitweiße fehlt mir etwas der Lesefluss.
Auch die Protagonisten waren mir anfangs etwas schwer zugänglich. Aber auch dies wurde besser.
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N
NicoleGarfield2006vor 3 Monaten
Kurzmeinung: Zauberhaft berührend
Zauberhaft berührend
Vorweg, was für eine tolle Geschichte - so herzerwärmend und doch kurzweilig zum schnell weg lesen.
Marina findet ein Geheimnis heraus und versucht mehr zu erfahren. Es wird eine tiefe Verbindung und Verbundenheit zwischen Großmutter und Enkelin sichtbar. Viele Vergleiche / Beschreibung passen auch in die heutige Zeit.
Marina möchte mehr über ihre Geschichte und die ihrer Familie herausfinden. Dann bietet sich ihr eine Gelegenheit und diese nutzt sie. Ihre Oma willigt ein und erzählt ihr von der früheren Zeit. Dabei kommt einiges zutage, womit Marina nicht gerechnet hätte.
Ich habe das Buch mit Freuden gelesen und wünsche jedem, der es noch lesen wird viel Spaß und Freude damit.
Astrid, danke für ein weiteres tolles Buch von Dir.
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clematisvor 4 Monaten
Kurzmeinung: Spanische Geschichte inmitten einer bewegenden Romanhandlung, feinfühlig erzählt.
Krieg, Schuld, Vergebung
1936 steht Spanien kurz vor einem Bürgerkrieg, welcher das Leben von Clara und Daniel grundlegend verändert. Sogar Marina, Claras Enkelin, ist von den damaligen Ereignissen und der tragischen Familiengeschichte achtzig Jahre später noch betroffen. Mittlerweile 102 Jahre alt, gibt Clara traurige Erinnerungen preis.
Mit einer passenden Rahmenhandlung – Marina soll eine Reportage rund um die Exhumierung des spanischen Diktators vorbereiten – beginnt Astrid Töpfner eine so großartige wie schockierende Geschichte, welche einen großen Bogen spannt vom Putschversuch Francisco Francos über eine emotionale Liebesgeschichte bis hin zu verletzenden Schuldzuweisungen und Versuchen der Vergebung.
Aus verschiedenen Blickwinkeln und über zwei abwechselnde Zeitschienen verknüpft die empathische Autorin einzelne Szenen zu einem bewegenden Ganzen, welchem man sich, einmal mit dem Lesen begonnen, kaum noch entziehen kann. Die Spannung nimmt sogar dann noch zu, wenn man meint, der Gipfel sei schon erreicht, bis zuletzt bekommt man immer wieder Gänsehaut und wird mitgerissen von aufwühlenden Gefühlen. Nach akribischer Recherche fließen eine Menge historischer Fakten in die Handlung ein und lassen dadurch keinen Zweifel an der Tatsache, dass sich vieles so oder recht ähnlich abgespielt haben könnte. Eine sorgfältige Wortwahl garantiert ein unmittelbares Leseerlebnis, auch scheußliche Dramen während des Krieges werden behutsam erwähnt, um den geschichtlichen Zusammenhang herzustellen, ohne jedoch den Fokus auf diese Details zu legen. Vielmehr steht Claras Familiengeschichte im Mittelpunkt, handelt der Roman von verpassten Chancen, Missverständnissen, Neid, Trauer, Liebe, Schuld und Vergebung. Wie sehr Familie und Umgebung (Nachbarn, Schule) den Charakter eines Heranwachsenden prägen, zeigt die Person von Ivo, welche mir neben einigen anderen besonders nahe gegangen ist.
Ich kann dieses besondere Buch mit vielen berührenden Momenten nur jedem ans Herz legen, der sich für die spanische Geschichte interessiert und harte Fakten gerne eingebettet in eine bewegende Romanhandlung vorfindet. Großartig!
Titel Die verschwundenen Jahre
Autor Astrid Töpfner
ASIN B0FCXWVGDH
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (456 Seiten)
Erscheinungsdatum 10. September 2025
Verlag Nova MD
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Bibabuchvor 4 Monaten
Ein sehr wertvolles Buch
Der historische Roman „Die verschwundenen Jahre“ entführt die Leser:innen in die düstere Zeit des Spanischen Bürgerkriegs und der darauffolgenden Franco-Diktatur. Für mich war es besonders spannend, da ich zuvor nur wenig über diese Epoche wusste. Umso eindringlicher wirkte die Lektüre. Mit Schrecken und Trauer habe ich verfolgt, wie Menschen einander unermessliches Leid zufügen können.
Gleichzeitig gelingt es dem Roman, trotz aller Grausamkeit einen Funken Hoffnung aufleuchten zu lassen, ein leiser Trost, der auch nach dem Zuklappen des Buches nachhallt.
„Die verschwundenen Jahre“ ist ein wertvolles Buch über die spanische Geschichte, das fesselt, erschüttert und zugleich bereichert. Ein Muss für alle historisch interessierten Leserinnen und Leser.
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wiechmann8052vor 4 Monaten
Kurzmeinung: Franco Diktatur
Soviel Leid
Der Diktator Franco soll in Spanien aus seinem Ehrengrab umgebettet werden in ein normales Grab. Marina die Journalistin will über dieses große konträr diskutierte Ereignis das i viele Spanier umtreibt berichten. Sie fragt ihre jährige Großmutter Clara als Zeitzeugin zu den Ereignissen des spanischen Bürgerkriegs und die Diktatur der Falangisten.
Die alte Frau erzählt eine Liebesgeschichte die geprägt ist von Angst, Folter, Vertreibung und Tod. Denn wer nicht für Franco war, war gegen ihn und wurde verfolgt so wie Daniel ihr Ehemann. Das Schlimmste an dieser Zeit war meiner Meinung nach, das es ein Bruderkrieg war, denn der Riss ging durch die Familien. Der eine war ein Roter der andere für Franco, es war leicht jemanden zu denunzieren und dadurch seinen Tod herbei zu führen. Ein Widersacher im Geschäft, ein Nebenbuhler in der Liebe, ein Nachbar den man nicht leiden konnte, sie waren Rote also wurde sie verhaftet und verschwanden auf nimmer Wiedersehen.
Sehr eindrücklich beschreibt die Autorin diese Zeit von 1936 bis 1975 und die darauffolgenden Jahre in denen alles unter dem Teppich gekehrt wurde, ja niemand fragen wollte denn es gab noch zu viele Fratcisten in der Regierung und VerwalTung, man hatte immer noch Angst, die Angst war angeboren, es dauerte Jahre bis über die Gäuel gesprochen wurde .
Es ist auch eine Geschichtslektiion, denn auch uns ist wenig bekannt über diese Zeit. Sehr eindrücklich und emotional beschreibt die Autorin die Folgen auch für die nachfolgenden Generationen denn soviel Leid verändert die Menschen.
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tortugavor 4 Monaten
Kurzmeinung: Aufwühlend, tragisch und absolut lesenswert
Aufwühlend, tragisch, absolut lesenswert
Ein aufwühlender Roman, der zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs und unter der Diktatur Francos spielt. Die Charaktere sind authentisch und ich habe mit ihnen mitgetrauert als ihre Träume der Diktatur zum Opfer fielen und mitgehofft als sie sich ein Leben aufgebaut haben und versucht haben ein Stück Glück in einem Land, in dem ein tiefer Graben zwischen Gewinnern und Verlierern herrschte, zu finden. Besonders fasziniert hat mich auch der Gegenwartsstrang der thematisiert wie mit den damaligen Geschehnissen heutzutage umgegangen wird.
Es ist ein Buch das ich unbedingt weiterempfehle, weil diese Geschichte mit dem aufwühlendem geschichtlichen Hintergrund absolut lesenswert ist und viele Menschen erreichen soll.
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NiniStevor 4 Monaten
Kurzmeinung: Eine tragische Familiengeschichte, die mich zutiefst berührt hat
Eine tragische Familiengeschichte, die mich zutiefst berührt hat
In ihrem neuesten Roman ,, Die verschwundenen Jahre " erzählt Astrid Töpfner in zwei sehr spannenden Zeitsträngen die tragische Lebensgeschichte von Clara.
Ihre 40jährige Enkelin Marina arbeitet beim Fernsehen und wird über die Exhumierung von Francisco Franco in einer Reportage berichten. Da ihre 102 jährige geliebte Großmutter yaya Clara die Zeiten des Spanischen Bürgerkrieges und die anschließende Regierungszeit ( 18476 -1975) des Diktators hautnah miterlebt hat, bittet Marina sie , ihr von diesen Jahren und ihren Erlebnissen zu erzählen. Trotz ihres fortgeschritten Alters und der Anstrengung beginnt sie ihre ergreifende Lebens -und Liebesgeschichte zu erzählen. Es kommen Geheimnisse zum Vorschein, von denen Marina nie etwas geahnt hat. Eine glückliche Jugend mit ihren Freunden Fernando und Daniel hat Clara in Salamanca erlebt, sich verliebt und Pläne für die Zukunft geschmiedet. Wie ihr Vater wollte Marina Jura studieren. Doch als 1936 der Spanische Bürgerkrieg ausbricht, der in der Diktatur Francos mündet, werden alle Träume zunichte gemacht. Familien werden zerstört, man ist entweder für seine Ideologie , Mitglied der Falange oder hat mit dramatischen Folgen zu rechnen. Unzählige Menschen wurden getötet und die Angehörigen der,, Roten " mit Repressalien gedemütigt. Während Clara immer tiefer in ihre Erinnerungen eintaucht, wird Marina bewusst, warum ihre Familie so ist wie sie ist. Die politischen und persönlichen Geschehnisse haben ihre Großmutter, ihren Vater und seine Geschwister so sehr geprägt und damit deren ganzes Leben beeinflusst, bis in die Gegenwart.
In den zwei Zeitsträngen, Gegenwart und die Jahre ab 1936, taucht der Leser tief in die Gefühle und Gedanken der Protagonisten ein. Meisterhaft und äußerst gefühlvoll werden die Zeitstränge miteinander verwoben, so daß daraus ein Ganzes wird.
Aus den abwechselnden Perspektiven von Clara, Daniel, Fernando und Alejandro wird die Vergangenheit eindrucksvoll lebendig,. Aus den grandios bildhaften Beschreibungen werden Bilder vor meinen Augen , als wäre ich selbst mittendrin. Der Schreibstil ist großartig, wunderbar lebendig und authentisch. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt, mich in den Bann gezogen, so daß ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, bevor die letzte Seite beendet war.
Über diese dunklen und dramatischen Jahre der Diktatur unter Franco war mir nicht viel bekannt. Die tragischen Geschehnisse haben Auswirkungen bis in die heutige Zeit,. Das Leben so vieler Menschen wurde geprägt und dies hat Auswirkungen bis heute.
Claras tragische Lebensgeschichte hat mich tief berührt, zu Tränen gerührt und ist mir unter die Haut gegangen. Zu gerne hätte ich sie und ihre Enkelin Marina in den Arm genommen und ihnen Halt und Trost gegeben.
Astrid Töpfner hat mich in diese packende und feinfühlig erzählte Lebens-und Liebesgeschichte hinein gezogen und mich nicht wieder los gelassen. Sie hallt noch lange in mir nach.
Von ganzem Herzen empfehle ich diese emotionale Erzählung, ein Stück lebendig gewordene Geschichte.
,, Vergessen ist keine Option "
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UlrikeBodevor 4 Monaten
Kurzmeinung: Eine unglaublich tragische und berührende Geschichte
Tragisch, authentisch und berührend.
Das Cover ist so aussagekräftig gestaltet und wer genau hinsieht, merkt dass es sich um ein Gemälde handelt, zu dem ich aber nichts weiter sagen möchte. Darauf zu sehen sind Clara und Daniel in einer Situation, in der sie sicher noch nicht ahnten welches Schicksal sie erwartet. Nur der Himmel kündigt ein Gewitter an.
Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben und charakterlich sehr differenziert ausgearbeitet.
Es ist unglaublich was in dieser Zeit insgesamt au der Welt passierte. Die Geschichte um Clara und Daniel spielt 1939, wechselt aber immer wieder zu Claras Enkelin ins Jahr 2019. Dieser Perspektivwechsel unterstreicht sehr realistisch Clara´s Geschichte.
In ihrem wunderbaren, tiefgründigen und empathischen Schreibstil hat die Autorin mich wieder einmal unglaublich gefesselt, auch ihre Recherchen sind authentisch und trotz ihrer fiktiven Ergänzungen nachvollziehbar.
Was für ein Leben und was für eine große Liebe, aber auch was für eine Kindheit, wenn eine Mutter all ihre Liebe einem einzigen Menschen widmet.
In dieser Zeit Francos, die voller Lügen, Hass und Diktatur aber auch Denunzianten und Widerstandskämpfer war nahm Claras Schicksal ihren Lauf. In ständiger Angst und Armut hat sie versucht ihr Leben zu leben und nicht stehen zu bleiben.
Ich war emotional sehr gefordert und hatte ständig einen dicken Kloß im Hals, ich habe die Situationen vor mir gesehen und bildlich miterlebt.
Es ist wirklich eine Kunst einer Geschichte so gekonnt Leben einzuhauchen, dass man das Gefühl hat selbst dabei zu sein.
Marina, die Familiengeheimnissen auf den Grund gehen möchte, Clara, die ihre Seele erleichtern will um loslassen zu können und Claras Sohn Ivo, der auf Grund seiner Kindheit von Bitterkeit geprägt ist und alles begraben lassen will. Unglaublich was eine solche Familiengeschichte mit sich bringt und wie sie prägt.
Ich gebe hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung, denn er rüttelt auf, macht nachdenklich und verständnisvoller. Keiner aus unserer Generation möchte erleben was die Menschen leben mussten weil sie keine Wahl hatten. Es ist erschreckend wie wenig dieser Geschichten uns bekannt sind, egal ob es Russland, Deutschland oder wie hier Spanien ist. Es gab unendliches Leid und Ungerechtigkeit. Man wurde zum Lügen gezwungen oder man wurde hingerichtet wenn man nicht mit dem Strom lief.
Der Inhalt spiegelt mit jeder Zeile den Titel wieder und rührt einen dass auch die schwierigste Vergangenheit ein wenig an Härte verliert und durch reden und Gespräche heilen kann.
Vielen Dank für diese Reise nach Spanien, die mir vor Augen hält, was ein Mensch ertragen und dennoch überleben kann. Aber auch für diese große und berührende Liebesgeschichte, die es in der heutigen Zeit wohl kaum mehr gibt.
Der Glanz von Gold ist der zweite und letzte Band von Sophie Villard über die Familie Cartier.
Das Cover mit der Goldschrift ist auffällig und passt mit der Frau, die das Collier im Schaufenster bewundert, ...
Der Glanz von Gold ist der zweite und letzte Band von Sophie Villard über die Familie Cartier.
Das Cover mit der Goldschrift ist auffällig und passt mit der Frau, die das Collier im Schaufenster bewundert, perfekt zum Buch.
Mir war nicht bewusst, dass es sich um den zweiten Band handelte, aber er kann auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes gelesen werden.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und beschreibend. Ich habe mich gut in die unterschiedlichen Umgebungen und die Schmuckwelt einfühlen können.
Jeanne und Coco waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Aber auch die anderen Charaktere waren sehr authentisch dargestellt. Für ein noch besseres Kennenlernen würde es sich ganz sicher empfehlen, den Band 1 vorweg zu lesen.
Mich hat die Geschichte vom Anfang bis zum Ende gefesselt; ich habe mit den Protagonisten mitgefüllt, ihr Glück geteilt und ihre Sorgen und ihr Leid mitempfunden.
Ein wunderschöner, unterhaltsamer Roman, der m. E. 5 Sterne verdient. Interessant fand ich auch die biographischen Informationen zu den wahren Personen am Ende des Romans. Dies hat für mich alles abgerundet zu einem " perfekten Buch".