London is Calling
Girl AbroadAbbey Bly möchte sich aus der Obhut ihres überfürsorglichen Vaters befreien und für ein Jahr in London studieren. Hier hat sie die Möglichkeit aus dem Schatten ihres berühmten Vaters zu treten, eigene ...
Abbey Bly möchte sich aus der Obhut ihres überfürsorglichen Vaters befreien und für ein Jahr in London studieren. Hier hat sie die Möglichkeit aus dem Schatten ihres berühmten Vaters zu treten, eigene Erfahrungen zu sammeln und sich über einiges klar zu werden.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Er ist sehr locker, erfrischend und ehrlich. Abbey steht hier natürlich im Mittelpunkt und hat mir mit ihrer ruhigen, bodenständigen und manchmal auch naiven Art gut gefallen. Auch die drei Mitbewohner, insbesondere Lee, fand ich toll. Es war schön, mit zu erleben, wie Abbey aus sich rauskommt und Abenteuer erlebt, sich aber gleichzeitig treu bleibt. Nur die, ich nenne sie mal „Liebesfindungsphase“, da ich nicht spoilern möchte, hat mich etwas irritiert. Eigentlich passt es nicht so ganz und ich hatte das Gefühl, dass hier alles so ein bisschen gebogen wird, um moralisch nicht allzu verwerflich dargestellt zu werden.
Die Nebengeschichte, also Abbeys Projektrecherche, fand ich super. Es war interessant und spannend und hat auch einen großen Teil des Buches in Anspruch genommen. Ohne diesen Zweig hätte mich das Buch vielleicht nicht ganz so überzeugt, denn es gab, meiner Meinung nach, hin und wieder schon ein paar Längen.
Ich muss sagen, ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, wie es ausgehen wird und das hat mich dann doch ganz schön gefreut.
Eine schöne Geschichte, über ein Mädchen, dass die Welt erkunden will, dem alle Türen offenstehen und das sich aber erst mal klar werden muss, wer sie ist bzw. wer sie sein will.