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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2017

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nach zehn Jahren kehrt Nic wieder in ihren Heimatort zurück, den sie damals abrupt verließ, um ein neues Leben anzufangen. Ihr Vater ist mittlerweile dement und in einem Pflegeheim untergebracht. Deshalb ...

Nach zehn Jahren kehrt Nic wieder in ihren Heimatort zurück, den sie damals abrupt verließ, um ein neues Leben anzufangen. Ihr Vater ist mittlerweile dement und in einem Pflegeheim untergebracht. Deshalb soll Nic das Elternhaus ausräumen und für einen Verkauf vorbereiten, denn Nic und ihr Bruder Daniel brauchen das Geld, um die Kosten für das Heim zu zahlen. Außerdem interessiert Nic brennend, was es mit dem Brief auf sich hat, den ihr Vater ihr geschrieben hat. Dort schreibt er geheimnisvoll, dass er das Mädchen gesehen hat. Damit kann er nur Corinne meinen, die ehemals beste Freundin von Nic, die vor zehn Jahren spurlos verschwand. Kaum angekommen, überschlagen sich die Ereignisse, denn Annaleise verschwindet genauso spurlos, wie Corinne damals. Was ist geschehen und gibt es eine Verbindung zu Corinne?

Die Geschichte wird in der Ich-Form, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Nic, erzählt. Zunächst erfährt man ein wenig von ihr, ihrem jetzigen Leben und dem Grund, der sie in ihr Elternhaus zurückkehren lässt. Dann gibt es allerdings einen Zeitsprung zu Tag 15. Ab diesem Zeitpunkt werden die Ereignisse rückwärts erzählt. Diese Form der Erzählung ist das Besondere an diesem Thriller, auch wenn sie zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, da man beim Lesen die Ereignisse für sich selbst erstmal sortieren muss.

Der Einstieg verläuft eher gemächlich. Man hat sogar zunächst das Gefühl, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt und dass keine echte Spannung aufkommt. Doch nach und nach erfährt man mehr von Corinnes damaligem Verschwinden und wer früher welche Rolle gespielt hat. Dabei hat man stets die Frage, wie Annaleises Verschwinden damit zusammenhängen könnte, im Hinterkopf. Dadurch verfolgt man die Handlung, auch wenn sie zunächst noch nicht richtig spannend wirkt, doch durchgehend interessiert. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse allerdings und je näher man der Auflösung kommt, desto spannender wird es. Man ist hin- und hergerissen und weiß nicht, was man glauben soll.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Personen und Orte mühelos beim Lesen vorstellen. Obwohl man durch die Ich-Perspektive ja quasi in der Haut der Hauptprotagonistin Nic steckt, ist es schwierig sie einzuschätzen. Sie wirkt nicht unsympathisch, da man die Gefühle, die sie bei ihrer Heimkehr überrollen, sehr gut nachvollziehen kann, aber trotzdem bleibt man beim Lesen eher etwas distanziert.

Ich habe mich beim Lesen dieses ungewöhnlichen Thrillers recht gut unterhalten. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. Denn für mich fehlte über weite Teile die Spannung, da für meinen Geschmack zunächst alles etwas ausufernd erzählt wurde. Die Handlung hat für mich recht spät Fahrt aufgenommen, konnte mich dann aber doch noch in ihren Bann ziehen und sogar überraschen. Deshalb fällt meine Bewertung auch nicht ganz so euphorisch aus. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala erhält dieser Thriller drei von fünf möglichen Sternchen.

Veröffentlicht am 22.12.2017

Bezaubernder Weihnachtsroman

Winterzauber in Paris
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Ava hat herausgefunden, dass ihr Freund Leo sie betrügt. Deshalb beendet sie die Beziehung sofort und lässt sich beim Frisör auf eine gewagte Typveränderung ein. Ihren Job als erfolgreiche Immobilienmaklerin ...

Ava hat herausgefunden, dass ihr Freund Leo sie betrügt. Deshalb beendet sie die Beziehung sofort und lässt sich beim Frisör auf eine gewagte Typveränderung ein. Ihren Job als erfolgreiche Immobilienmaklerin gibt sie auch gleich auf. Das ruft allerdings ihre Mutter auf den Plan, die die Hoffnung hegt, dass Ava endlich wieder als Model für ihre Agentur arbeitet. Ohne Ava zu fragen, organisiert sie das erste Shooting und stellt auch gleich einen Ernährungs- und Fitnessplan auf, um Ava wieder in Form zu bringen. Da Ava sich noch nie gut gegen die Wünsche ihrer Mutter durchsetzen konnte, flüchtet sie mit ihrer besten Freundin Debs nach Paris. Debs will dort einen Artikel über das Leben als Single in Paris schreiben und Ava hat zugesagt, sie dabei zu unterstützen. Als die beiden in Paris ankommen, liegt bereits Weihnachtszauber in der Luft. Sie lernen dort den Fotografen Julien und seinen besten Freund Didier kennen. Obwohl Ava erstmal die Nase voll von Männern hat, und auf Fotografen besonders gereizt reagiert, kommen sich Julien und Ava näher. Ava ahnt nicht, dass Julien vor einem Jahr seine Schwester bei einem Feuer verloren hat, und dass die schmerzliche Trauer ihn noch immer fest im Griff hat.....

Das wunderschöne Cover, mit glitzernden Schneeflocken und einem Pärchen, das im verschneiten Paris unterwegs ist, stimmt hervorragend auf die Handlung ein. Denn Mandy Baggot gelingt es mühelos, den Handlungsort Paris zum Leben zu erwecken. Die weihnachtliche Atmosphäre, die dicken Schneeflocken, die Kälte und das einzigartige Flair der europäischen Hauptstadt, sind allgegenwärtig, sodass sie eine wunderbare, perfekt zur Weihnachtszeit passende, Hintergrundkulisse für diesen Roman bilden. Man kann sich beim Lesen also gemütlich zurücklehnen und Avas und Juliens Geschichte genießen. Der Schreibstil ist wunderbar leicht und flüssig zu lesen, sodass man förmlich über die Seiten fliegt.

Die beiden Hauptprotagonisten sind sehr sympathisch. Beide haben mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Doch dabei wirken sie glaubhaft und lebendig. Man kann mit ihnen mitfiebern und gespannt beobachten, wie sie sich langsam annähern. Gerade die Dialoge zwischen den beiden sind einfach lesenswert und äußerst kurzweilig. In diesem Roman gibt es einige Nebenhandlungen, sodass die Geschichte durchgehend interessant bleibt. Allerdings fällt beim Lesen auf, dass sich Schwierigkeiten, Missverständnisse oder Probleme in diesem Roman meist recht schnell lösen.

Ich habe mich beim Lesen dieses bezaubernden Weihnachtsromans im Großen und Ganzen sehr gut unterhalten. Denn die weihnachtliche Atmosphäre und der besondere Zauber von Paris haben das Buch für mich zu einer echten Weihnachtslektüre gemacht, bei der man die Seele baumeln lassen und den stressigen Alltag vergessen kann. Dass die Handlung etwas vorhersehbar und zuweilen sogar klischeehaft wirkt, hat mich bei diesem Roman nicht besonders gestört. Denn bei einem Weihnachtsroman erwarte ich das sogar. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich vier von fünf Sternchen.

Veröffentlicht am 19.12.2017

Locker und humorvoll, dabei aber überraschend tiefgründig

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
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Edie hat kein gutes Gefühl dabei, die Hochzeit ihrer Arbeitskollegen Charlotte und Jack zu besuchen. Denn über eine ziemlich lange Zeit, hat sie mit Jack Nachrichten ausgetauscht, die dazu geführt haben, ...

Edie hat kein gutes Gefühl dabei, die Hochzeit ihrer Arbeitskollegen Charlotte und Jack zu besuchen. Denn über eine ziemlich lange Zeit, hat sie mit Jack Nachrichten ausgetauscht, die dazu geführt haben, dass sie in ihm deutlich mehr als einen Arbeitskollegen sieht. Trotzdem nimmt sie an der Hochzeit teil. Bei einer kleinen Auszeit, die sie sich während der Feier im Außenbereich nimmt, kommt es dann zum Eklat: Denn Jack folgt Edie nach draußen und küsst sie. Ausgerechnet Charlotte beobachtet die Szene und bricht sofort die Feierlichkeiten ab. Edies Leben nimmt danach eine ziemlich unerfreuliche Wendung, denn sie allein wird für den Kuss verantwortlich gemacht und in sozialen Netzwerken angegriffen. Edies Chef gibt ihr die Möglichkeit, dem Klatsch und den Anfeindungen im Büro eine Weile zu entkommen. Er schickt sie in ihre Heimat Nottingham, wo sie als Ghostwriterin die Biografie des berühmten Schauspielers Elliot Owen schreiben soll.....


Der Einstieg in diesen Roman gelingt mühelos, denn Edie ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin, die man vom ersten Moment ins Herz schließt. Man merkt sofort, dass sie sich auf der Hochzeit äußerst unwohl fühlt, aber versucht, das Ganze irgendwie durchzustehen. Doch dann nimmt das Schicksal seinen Lauf und man beobachtet gespannt, welcher Shitstorm dann über sie hereinbricht. Man leidet förmlich mit ihr und kann nicht nachvollziehen, warum ihr allein die Schuld an diesem Kuss gegeben wird. Die Protagonisten der Handlung wirken alle äußerst lebendig, sodass man sich sehr gut auf diese Geschichte einlassen kann.


Der Schreibstil ist locker und stellenweise sehr humorvoll. Edie ist äußerst schlagfertig und hat einen Humor, der einem beim Lesen oft ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Dadurch gerät man bereits früh in den Sog der Geschichte und mag das Buch deshalb nur ungern aus der Hand legen. Das Buch ist weit mehr, als ein normaler Liebesroman. Denn es ist überraschend tiefgründig und regt außerdem zum Nachdenken an. Durch die Anfeindungen, denen Edie durch ihre Arbeitskollegen ausgesetzt ist, bleibt die Handlung außerdem durchgehend interessant und wirkt nicht vorhersehbar oder kitschig.


Ich habe mich beim Lesen dieses Romans sehr gut unterhalten und das will wirklich etwas heißen, da ich ja sonst einen weiten Bogen um Liebesromane mache, da sie mir meist zu klischeehaft und vorhersehbar sind. Doch Edie, mit ihrem ganz speziellen Humor, konnte mich von Anfang an begeistern. Sie wirkte so lebendig auf mich, dass ich ihre Gefühle nachvollziehen und mit ihr lachen und mitfiebern konnte. Da die Geschichte mich außerdem durch unverhofften Tiefgang überraschen konnte, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala alle fünf Sternchen.

Veröffentlicht am 17.12.2017

Leider kein spannender Krimi, aber ein durchgehend interessanter Roman

Der Fall Kallmann
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Der Lehrer Eugen Kallmann war bei seinen Schülern sehr beliebt. Sein unerwarteter Tod wirft einige Fragen auf. Doch die Polizei kommt zu dem Ergebnis, dass Kallmann durch einen Unfall ums Leben kam und ...

Der Lehrer Eugen Kallmann war bei seinen Schülern sehr beliebt. Sein unerwarteter Tod wirft einige Fragen auf. Doch die Polizei kommt zu dem Ergebnis, dass Kallmann durch einen Unfall ums Leben kam und stellt die Ermittlungen ein. Leon Berger, der Kallmanns Nachfolge im Schwedischunterricht antritt, findet im Schreibtisch seines Vorgängers einige Tagebücher. Er kann der Versuchung nicht widerstehen, sie zu lesen. Der Inhalt gibt ihm jedoch Rätsel auf. Wie viel Wahrheit mag wohl in dem Geschriebenen stecken? Denn Kallmann behauptet dort von sich selbst, dass er die Gabe hat, in den Augen anderer Menschen zu lesen, ob sie irgendwann in ihrem Leben einen Mord begangen haben. Außerdem deutet einiges darauf hin, dass Kallmann einem alten, ungesühnten Verbrechen auf der Spur war. Ist ihm das zum Verhängnis geworden? Und war sein Tod gar kein Unfall? Gemeinsam mit zwei Kollegen versucht Leon Berger das Rätsel zu lösen....

Die Geschichte um den rätselhaften Tod des Lehrers Eugen Kallmann wird aus wechselnden Ich-Perspektiven geschildert. Da die unterschiedlichen Blickwinkel zu Beginn stets mit dem Namen der Person, die gerade ihre Sicht der Dinge beschreibt, kenntlich gemacht werden, fällt es leicht, die Übersicht zu behalten. Außerdem kommt es im Verlauf der Handlung zu einigen Zeitsprüngen, doch auch diese kann man leicht einordnen, da die entsprechenden Wechsel mit der Jahreszahl versehen sind.

Durch die unterschiedlichen Ich-Perspektiven erfährt man sehr viel über die einzelnen Akteure. Man bekommt einen genauen Einblick in ihre beruflichen und privaten Hintergründe. Außerdem kann man dadurch ihre Gedanken und Gefühle sehr gut einschätzen. Da es sich um sehr unterschiedliche Charaktere handelt, bekommt man einen guten Gesamtüberblick.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Es gelingt ihm hervorragend, die einzelnen Charaktere voneinander abzugrenzen und sie lebendig wirken zu lassen. Man kann sich mühelos in die unterschiedlichen Protagonisten hineinversetzen und dabei beobachten, was sie zur Lösung des Fall Kallmanns beizutragen haben. Der Fall selbst steht dabei aber nicht unbedingt im Zentrum der Handlung, denn man erfährt einiges aus dem privaten und beruflichen Umfeld der jeweiligen Person, das zunächst nichts damit zu tun haben scheint. Dadurch hat man beim Lesen manchmal leider das Gefühl, etwas auf der Stelle zu treten, da die Nebenstränge ziemlich viel Raum einnehmen. Das Geschehen wird zwar durchgehend interessant geschildert, doch echte Ermittlungsarbeit und Spannung sind eher rar gesät. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es sich um einen Roman und nicht um einen Krimi handelt. Wenn man sich das bewusst macht, kann man sich entspannt zurücklehnen und genießen, wie die Handlungsfäden sich langsam miteinander verbinden, am Ende schlüssig zusammenlaufen und sogar noch mit einer Überraschung aufwarten können.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans gut unterhalten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir vom Fall Kallmann eigentlich einen spannenden Kriminalroman erhofft hatte. In dieser Hinsicht wurde ich leider enttäuscht, doch auf dem Buchcover ist ja deutlich zu erkennen, dass es sich um einen Roman handelt. Deshalb bin ich wohl mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Die Handlung selbst wirkte auf mich durchgehend interessant und die Charaktere äußerst lebendig. In meiner Bewertung bin ich hin- und hergerissen. Einem Krimi würde ich an dieser Stelle lediglich wohlwollende drei Bewertungssternchen geben, doch da es ja offensichtlich keiner ist, runde ich großzügig auf und bewerte diesen Roman mit vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 17.12.2017

Zauberhafter Weihnachtsroman

Kleiner Streuner - große Liebe
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Beim Surfen im Internet entdeckt Elfe-Sieben einen einsamen, abgemagerten Hund, der von seiner bisherigen Familie einfach ausgesetzt und seinem traurigen Schicksal überlassen wurde. Der erste Schnee fällt ...

Beim Surfen im Internet entdeckt Elfe-Sieben einen einsamen, abgemagerten Hund, der von seiner bisherigen Familie einfach ausgesetzt und seinem traurigen Schicksal überlassen wurde. Der erste Schnee fällt und die Nächte sind bereits sehr frostig, deshalb bittet Elfe-Sieben den Weihnachtsmann um Hilfe. Denn wenn der kleine Kerl nicht bald ein neues Zuhause findet, wird er Weihnachten sicher nicht erleben. Zum Glück erreicht gerade ein neuer Wunschzettel das Mailpostfach des Weihnachtsmannes. Eva wünscht sich zwar keinen Hund, sondern ihren Mr. Right, da sie bisher von Männern ziemlich enttäuscht wurde. Doch der Weihnachtsmann hat schon einen Plan, wie er das Schicksal des kleinen Hundes mit dem von Eva verknüpfen kann. Und deshalb kommt es dazu, dass Eva den kleinen Hund ausgerechnet mit ihrem Ex-Freund André findet, und widerwillig dessen Hilfe bei der Rettung des Streuners annehmen muss....

In ihrem diesjährigen Weihnachtsroman erzählt Petra Schier wieder eine wundervolle, zu Herzen gehende Geschichte, die sehr gut in die Vorweihnachtszeit passt. Im Mittelpunkt steht der kleine Streuner "Socke", der dringend Liebe und ein neues Zuhause braucht. Wenn alles nach dem Plan des Weihnachtsmannes verläuft, soll er das bei Eva und André finden. Beide arbeiten in der Sozialstation und waren vor einiger Zeit ein Paar. Eva beendete die Beziehung damals, da sie Angst hatte, dass André, der einen Ruf als Schürzenjäger hat, ihr sonst das Herz brechen könnte.

Die Charaktere sind liebevoll beschrieben, sodass man vom ersten Moment an mit ihnen mitfiebert und sich ganz auf die vorweihnachtliche Geschichte einlassen kann. Diese wird aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Dadurch bekommt man einen guten Überblick und kann der Handlung mühelos folgen. Besonders zu Herzen gehend sind die Perspektiven, in denen man den kleinen Streuner "Socke" beobachtet und an seinen Gedanken teilhaben kann. Doch auch die Kabbeleien zwischen Eva und André sind sehr kurzweilig zu lesen, sodass man regelrecht durch das Buch fliegt und gebannt jede Zeile verschlingt.

Besonders weihnachtlich wirkt die Handlung durch die Perspektive, in der man Santa Claus, seine Frau, die Elfen und die kekssüchtigen Rentiere beobachtet.
Petra Schier gelingt es hervorragend, eine weihnachtliche Atmosphäre zu verbreiten, die man beim Lesen stets zwischen den Zeilen spürt. Sie schildert alles so lebendig, dass man schon beinahe meint, die Schneeflocken selbst auf der Haut zu spüren und die einzigartigen Düfte auf dem Weihnachtsmarkt wahrzunehmen. Dadurch kann man mühelos in die Handlung eintauchen und beim Lesen die vorweihnachtliche Hektik und den Alltagsstress vergessen. Man braucht auch nicht zu befürchten, dass die Geschichte zu vorhersehbar oder gar kitschig sein könnte, denn der Autorin gelingt es auch in diesem Weihnachtsroman wieder mühelos, positiv zu überraschen.

Die zauberhafte, weihnachtliche Stimmung dieser Geschichte konnte mich auch in diesem Jahr wieder voll und ganz begeistern. Das Schicksal des kleinen Streuners Socke hat mich vom ersten Moment an berührt und die lebendigen Charaktere haben dafür gesorgt, dass ich das Buch beinahe in einem Rutsch durchgelesen habe und ungern aus der Hand legen mochte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb alle fünf Sterne und eine ganz klare Empfehlung für Fans von Weihnachtsromanen.