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Veröffentlicht am 28.02.2024

Zorns persönlichster Fall

Zorn – Schwarze Tage
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"Schwarze Tage" ist bereits der dreizehnte Fall für das Ermittlerduo Zorn und Schröder. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann folgen, wenn man noch keinen ...

"Schwarze Tage" ist bereits der dreizehnte Fall für das Ermittlerduo Zorn und Schröder. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dem aktuellen Geschehen auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Bücherserie gelesen hat. Allerdings hat das Duo schon einiges miteinander erlebt. Man kann ihre Wortgefechte besser genießen, wenn man die Reihe chronologisch liest.

Dieses Mal fällt ihr Geplänkel allerdings deutlich milder aus, da der Titel "Schwarze Tage" äußerst passend gewählt ist. Denn gleich am Anfang wird man mit dem Tod eines Hauptcharakters konfrontiert, der Schröder und ganz besonders Zorn, den Boden unter den Füßen wegreißt. Als Fan der Reihe kann man die Gefühle der beiden glaubhaft nachvollziehen, da man selbst entsetzt ist.

Doch die beiden müssen funktionieren und setzen alles daran, den tödlichen Unfall zu analysieren, um Klarheit zu gewinnen und dieses einschneidende Erlebnis zu verarbeiten. Schon bald stellen sie Ungereimtheiten fest. Obwohl von höchster Stelle gemauert wird, verbeißen sich die beiden in die Aufklärung.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei die Nachforschungen von Zorn und Schröder im Fokus stehen. Außerdem gibt es Rückblicke in das Leben des Todesfahrers. Zunächst ahnt man nicht, wie sich dieser Strang mit den Ermittlungen verknüpfen wird, doch nach und nach verbindet sich alles schlüssig miteinander.

Da man sich als langjähriger Fan der Reihe selbst betroffen fühlt, beobachtet man gespannt die Nachforschungen und wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Da der Fall rätselhaft ist, kommt es zu einigen Wendungen. Dadurch wird die Spannung durchgehend erhalten. Man fiebert mit den Ermittlern mit und ist außerdem überrascht, dass Zorn in diesem Band einiges zur Aufklärung beiträgt. Die privaten Nebenhandlungen fließen harmonisch in die Ermittlungen ein und geben diesem Fall eine sehr persönliche Note. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse, wodurch man das Buch erst aus der Hand legen mag, wenn man die letzte Seite gelesen hat.

Ein spannender, sehr persönlicher Fall für das sympathische Ermittlerduo.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Spannender Lüneburg-Krimi

Heideglut
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Bei Löscharbeiten in der Lüneburger Heide werden die verkohlten Überreste einer Leiche gefunden. Katharina von Hagemann und ihre Kollegen müssen nun herausfinden, ob es sich um einen Unfall  oder gar einen ...

Bei Löscharbeiten in der Lüneburger Heide werden die verkohlten Überreste einer Leiche gefunden. Katharina von Hagemann und ihre Kollegen müssen nun herausfinden, ob es sich um einen Unfall  oder gar einen Mord handelt. Als kurze Zeit später eine weitere verbrannte Leiche gefunden wird, glaubt niemand mehr an einen Unglücksfall. Zumal der Feuerteufel erneut zuschlägt und wieder eine Leiche hinterlässt. Besonders grausam ist die Tatsache, dass die Opfer bei lebendigem Leib verbrannt sind. Katharina und ihren Kollegen ist klar, dass die Zeit drängt, damit der Serientäter gestoppt werden kann. Doch scheinbar gibt es keine Verbindung zwischen den Opfern...

"Heideglut" ist bereits der vierte Band einer Reihe, in der Katharina von Hagemann, gemeinsam mit ihren Kollegen von der Lüneburger Kriminalpolizei, ermittelt. Auch wenn es private Nebenhandlungen gibt, die sich durch die Serie ziehen, kann man den aktuellen Ereignissen ohne Vorkenntnisse folgen, da wichtige Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut werden. 

Wer die Reihe bereits kennt, darf sich über ein Wiedersehen mit den bereits bekannten Hauptcharakteren freuen. Die privaten Nebenhandlungen entwickeln sich weiter, wodurch die Protagonisten noch authentischer wirken. Dieses Mal ist die Balance zwischen Ermittlungsarbeit und Privatleben ausgewogen. 

Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt mühelos. Durch wechselnde Perspektiven wird sofort das Interesse am Fall geweckt. In einem Handlungsstrang schaut man dem Täter über die Schulter, der seinen Opfern einen grausamen Tod bereitet. Man mag sich kaum vorstellen, welche Qualen sie in ihren letzten Lebensminuten erleiden müssen. Der Täter scheint auf einem Rachefeldzug zu sein. In den Szenen, in denen er im Mittelpunkt steht, wird seine Identität allerdings nicht verraten. Dadurch folgt man gespannt den Ermittlungen. Diese wirken authentisch und nachvollziehbar. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Allerdings tappt man, genau wie die Ermittler, lange Zeit im Dunkeln. Die Spannung ist durchgehend spürbar und steigt zum Ende sogar an. Das Ganze gipfelt in einem dramatischen Finale. 

Ein spannender Lüneburg-Krimi, der durch authentische Ermittlungsarbeit und sympathische Charaktere, die einem im Verlauf der Reihe ans Herz gewachsen sind, überzeugt. 

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Ein spannender und sehr persönlicher Fall für Katharina von Hagemann

Eisheide
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Eigentlich hat sich Katharina von Hagemann vorgenommen, die Weihnachtszeit zu genießen. Doch dann verschwindet ihr Chef Benjamin Rehder spurlos. Katharina ahnt sofort, dass etwas nicht stimmt und beginnt ...

Eigentlich hat sich Katharina von Hagemann vorgenommen, die Weihnachtszeit zu genießen. Doch dann verschwindet ihr Chef Benjamin Rehder spurlos. Katharina ahnt sofort, dass etwas nicht stimmt und beginnt nachzuforschen. Doch alle Versuche, ihn zu finden, laufen ins Leere. Dann bekommt sie plötzlich die Aufforderung, ein Spiel zu spielen. Jeden Tag muss sie persönliche Fragen zu Ben beantworten. Wenn es ihr nicht gelingt, die richtige Antwort zu übermitteln, wird Ben bestraft. Die Verantwortung, ihren Chef lebend zu finden, wächst ins Unermessliche....

"Eisheide" ist bereits der dritte Fall für Katharina von Hagemann und ihre Kollegen bei der Lüneburger Polizei. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen aber auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil dieser Serie gelesen hat, da nötige Hintergrundinformationen in die Handlung eingestreut werden. Wenn man allerdings an der beruflichen und privaten Weiterentwicklung der Hauptcharaktere interessiert ist, empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. Da sich dieser Fall für Katharina und ihre Kollegen sehr persönlich entwickelt, kann man die Spannung außerdem besser genießen, wenn man das Team bereits kennt. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, die häufig an entscheidenden Stellen wechseln. Deshalb gelingt es dem Autorenduo mühelos, ein hohes Tempo vorzulegen und Spannung aufzubauen. 

Durch die wechselnden Perspektiven weiß man, wo Benjamin Rehder festgehalten wird. Deshalb ist man Katharinas Team einen Schritt voraus. Dennoch ahnt man nicht, wer ihn festhält. Die beiden Autorinnen legen ihre Spuren geschickt aus, wodurch man ihnen nur allzu bereitwillig folgt. Man stellt eigene Überlegungen an, hat aber immer das Gefühl, dass man dabei etwas übersieht. Dadurch gerät man in den Sog der Ereignisse und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Die privaten Nebenhandlungen fließen harmonisch ins Geschehen ein und geben diesem Krimi einen zusätzlichen Reiz. Das Ganze gipfelt in einem äußerst spannenden Finale. 

Ein äußerst spannender und persönlicher Fall für Katharina von Hagemann. 

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Deutlich spannender als der Auftakt der Reihe!

Heidegrab
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Beim Geocaching findet der Rentner Lorenz Winter kein Logbuch im Cache, sondern ein mit Blut beschmiertes Polaroidfoto, auf dem ein abgetrenntes Ohr zu sehen ist und informiert die Lüneburger Polizei. ...

Beim Geocaching findet der Rentner Lorenz Winter kein Logbuch im Cache, sondern ein mit Blut beschmiertes Polaroidfoto, auf dem ein abgetrenntes Ohr zu sehen ist und informiert die Lüneburger Polizei. Wenig später wird von einer Schülerin ein weiterer Cache mit einem Polaroidfoto gefunden. Dieses Mal sind abgetrennte Finger darauf zu sehen. Katharina von Hagemann und ihre Kollegen befürchten, dass irgendwo ein Mensch festgehalten und gefoltert wird. Sie setzen alle Hebel in Bewegung, um mehr herauszufinden...

"Heidegrab" ist der zweite Fall für Katharina von Hagemann und ihre Kollegen bei der Lüneburger Kriminalpolizei. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man den aktuellen Ereignissen auch dann folgen, wenn man den Auftaktband nicht gelesen hat. Wichtige Hintergrundinformationen zu den Hauptcharakteren fließen harmonisch in die aktuelle Handlung ein. 

Diese wird wieder aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Außerdem gibt es Einblicke in die Gedanken einer Person, die offenbar auf engstem Raum eingesperrt ist und gefoltert wird. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen deshalb nicht sein, da dem Opfer einiges abverlangt wird. Das Autorenduo beschreibt diese Szenen zwar nicht allzu blutrünstig, aber dennoch so gekonnt, dass beim Lesen sofort das Kopfkino anspringt. Um wen es sich bei dem Opfer handelt, erfährt man allerdings nicht. Dadurch wird man zu eigenen Spekulationen angeregt. 

Die Spurensuche der Ermittler wirkt authentisch. Gemeinsam mit ihnen versucht man, Täter und Motiv zu entlarven. Es gibt einige überraschende Wendungen, die dazu führen, dass man die eigenen Überlegungen überdenken muss. Bei diesem Krimi stellt sich die Spannung früh ein, kann durchgehend gehalten werden und sich im Verlauf der Ereignisse sogar steigern. Durch die wechselnden Perspektiven wird ein hohes Tempo erzeugt, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das Ganze steuert auf ein Finale zu, bei dem keine Fragen offen bleiben. 

Die privaten Nebenhandlungen drängen sich bei diesem zweiten Band nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern sorgen dafür, dass die Hauptcharaktere sympathischer und lebendiger wirken als im Auftakt. Die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe wird dadurch definitiv geweckt. 

Deutlich spannender als der Auftakt der Reihe.

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Veröffentlicht am 24.02.2024

Lüneburg-Krimi

Blutheide
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Nach dramatischen Ereignissen in München, hofft die Kommissarin Katharina von Hagemann auf einen  geruhsamen beruflichen und privaten Neustart in Lüneburg. Doch diese Hoffnung bestätigt sich nicht, denn ...

Nach dramatischen Ereignissen in München, hofft die Kommissarin Katharina von Hagemann auf einen  geruhsamen beruflichen und privaten Neustart in Lüneburg. Doch diese Hoffnung bestätigt sich nicht, denn bereits an ihrem ersten Tag wird sie mit ihrem Chef zu einem Leichenfund gerufen. Da wenig später zwei weitere Tote gefunden werden, liegt der Verdacht nah, dass ein Serienkiller umgeht. Die Lage spitzt sich zu, als ein achtjähriges Mädchen auf dem Heimweg von der Schule verschwindet. Nun zählt jede Sekunde...

"Blutheide" ist der erste Fall für Katharina von Hagemann. Da es sich um den Auftakt einer Reihe handelt, lernt man zunächst die Charaktere näher kennen. Dieser Einstieg verläuft anfangs etwas holprig, doch sobald man mit den Protagonisten vertraut ist, nimmt der Krimi langsam Fahrt auf. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wodurch man einen guten Gesamtüberblick bekommt. Außerdem kommt immer wieder der Täter zu Wort, der sich umfangreich zu seinen genialen Plänen äußert. Dabei wird aber nicht zu viel verraten, denn seine Identität gibt er nicht preis. Gemeinsam mit den Ermittlern versucht man, ihm auf die Schliche zu kommen. 

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Die kleine Hansestadt Lüneburg wird so eindrucksvoll beschrieben, dass man beinahe meint, selbst durch die Gassen der Stadt zu laufen. 

In diesem Auftakt spielt auch das Privatleben der Hautcharaktere eine große Rolle. Das Verhältnis zwischen Ermittlungsarbeit und privaten Nebenhandlungen ist gerade noch ausgewogen genug, um den eigentlichen Fall nicht in den Hintergrund zu drängen. 

Sobald man den eher gemächlichen Start bewältigt hat und eigene Überlegungen anstellen kann, nimmt der Krimi deutlich Fahrt auf. Die anfangs kaum vorhandene Spannung stellt sich ein und beginnt dann, sich von Seite zu Seite zu steigern, wodurch man sich schließlich nicht mehr vom Gelesenen lösen kann. 

Ein Krimi, bei dem die Spannung anfangs auf Sparflamme kocht, dann aber durchgehend spürbar ist. Die Neugier auf weitere Bände wird dadurch geweckt. 

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