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Veröffentlicht am 22.03.2019

Spannender Auftakt

Das magische Geheimnis der Familie Bernauer Dunkle Versuchung (Band 1)
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Die Familie Bernauer ist sehr vermögend, einflussreich und wohnt gemeinsam in einem riesigen Anwesen. Sie haben ein Geheimnis, das kaum jemand kennt, denn in ihren Adern fließt uraltes Hexenblut! Großmutter ...

Die Familie Bernauer ist sehr vermögend, einflussreich und wohnt gemeinsam in einem riesigen Anwesen. Sie haben ein Geheimnis, das kaum jemand kennt, denn in ihren Adern fließt uraltes Hexenblut! Großmutter Aurora ist das unbestrittene Oberhaupt. Sie führt ein strenges Regiment und unterrichtet ihre Enkel in den magischen Künsten. Ihr besonderer Liebling ist Fiona, denn sie wird einmal das Erbe antreten und das mächtige Familienimperium leiten. Fiona ist sich ihrer bevorzugten Stellung innerhalb der Familie durchaus bewusst. Auch bei ihren Freunden stehen sie und ihre Cousinen gerne im Mittelpunkt. Doch eines Tages nimmt ein Fremder Kontakt zu Fiona auf und gewährt ihr Einblicke in die schwarze Magie. Wird Fiona ihm und seinem Angebot widerstehen können?

Es handelt sich bei diesem Buch um den ersten Band einer Trilogie, in deren Mittelpunkt die magische Familie Bernauer steht. Im Fokus der Handlung stehen die achtzehnjährige Fiona und ihre Cousine Zoe, die gleichzeitig ihre beste Freundin ist. Beide machen es einem beim Lesen nicht gerade leicht, positive Eigenschaften an ihnen zu entdecken. Denn die Mädchen sind egoistisch, eingebildet, schrecklich verwöhnt und haben keine Probleme damit, andere zu mobben. Dennoch gelingt es der Autorin von Anfang an, die Handlung so interessant und fesselnd zu erzählen, dass man großzügig darüber hinwegsieht und gespannt das Geschehen verfolgt.

Die Familie Bernauer besteht aus einer Vielzahl von Mitgliedern. Da sie alle auf dem Anwesen wohnen, sollte man zu Beginn konzentriert lesen, um sie alle richtig zuzuordnen und die Beziehungen untereinander besser einschätzen zu können. Der Stammbaum der Bernauers befindet sich allerdings am Anfang des Buchs. Dort kann man also problemlos nachschlagen, falls man doch einmal die Übersicht verlieren sollte. Da die Charaktere aber sehr gut eingeführt werden, bekommt man recht schnell einen Überblick über die unterschiedlichen Familienmitglieder.

Auch wenn die Hauptcharaktere nicht gerade sympathisch wirken, gerät man schon recht früh in den Bann der Erzählung. Denn Paula Böhlmann beschreibt Handlungsorte und Protagonisten so lebendig, dass man alles mühelos vor Augen hat. Hin- und hergerissen beobachtet man das Geschehen und mag manchmal kaum glauben, was man liest. Denn der Reiz der schwarzen Magie übt schon bald eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Fiona aus, die die Familie in eine katastrophale Situation bringt. Der erste Band der Trilogie gipfelt in einem Finale, das die Neugier auf den nächsten Teil weckt.

Ich habe mich beim Lesen dieses Auftaktbandes äußerst gut und spannend unterhalten. Bereits nach wenigen Seiten war ich mitten im Geschehen und habe das Ganze atemlos verfolgt. Auch wenn mir die Hauptcharaktere nicht gerade sympathisch waren, gestehe ich mal, dass gerade das den besonderen Reiz dieser Handlung für mich ausgemacht hat. Ich bin wirklich gespannt, wie es mit der Familie Bernauer weitergehen wird und freue mich schon auf den Folgeband.

Veröffentlicht am 20.03.2019

Ich hatte mir etwas mehr erhofft

Das kleine Café im Gutshaus
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Nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten, kehrt Lara McDonald in ihre schottische Heimat zurück. Sie träumt davon, eine eigenes Café zu eröffnen. Denn Backen ist Laras große Leidenschaft und ihre Kreationen ...

Nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten, kehrt Lara McDonald in ihre schottische Heimat zurück. Sie träumt davon, eine eigenes Café zu eröffnen. Denn Backen ist Laras große Leidenschaft und ihre Kreationen sind sensationell. Da sie von der Erfüllung ihres Traums noch weit entfernt ist, arbeitet sie in Kittys Café. Die ist allerdings wenig begeistert von Laras Backkünsten und entpuppt sich als herrische und ständig schlecht gelaunte Chefin. In dem Café lernt Lara Lord Hugo Carmichael kennen. Als der Lord überraschend stirbt, wird auch Lara zur Testamentseröffnung eingeladen. Sie erhält die Möglichkeit, auf dem Gut des Lords ein Café zu eröffnen. Laras Freude wird allerdings durch den Enkel des verstorbenen Lords etwas getrübt, denn er verhält sich ihr gegenüber äußerst arrogant und abweisend.....

Der Einstieg ins Geschehen gelingt mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Die beschriebenen Szenen kann man sich mühelos vorstellen. Laras Backkünste werden so anschaulich beschrieben, dass einem beim Lesen das Wasser im Munde zusammenläuft. Allzu hungrig sollte man bei der Lektüre also nicht sein, da sonst die Gefahr besteht, dass man großen Appetit auf Kuchen, Torten oder andere Leckereien bekommt.

Die Hauptprotagonistin Lara wirkt von Anfang an sympathisch. Dennoch wirken die Charaktere insgesamt eher blass, sodass man das Geschehen etwas distanziert betrachtet. In Laras Leben passiert einiges, dennoch plätschert die Geschichte eher gemächlich vor sich hin. Es kommt zwar zu einigen Schwierigkeiten, doch diese werden immer recht schnell aus dem Weg geräumt. Die Liebesgeschichte, die ja eigentlich im Mittelpunkt stehen sollte, wirkt nicht besonders emotional. Das Knistern zwischen den Hauptprotagonisten kommt beim Lesen leider nicht richtig rüber. Die überraschenden Enthüllungen zum Ende sind außerdem ziemlich vorhersehbar und auch zwischendurch werden einige gängige Klischees bedient.

Ich habe mich beim Lesen dieses Romans recht gut unterhalten. Nicht weniger - aber leider auch nicht mehr! Die Beschreibungen der Landschaft, der Tortenkreationen und des Gutshauses haben mir sehr gut gefallen, da ich mir alles mühelos vorstellen konnte. Die Hintergrundkulisse für die Handlung fand ich überaus gelungen. Die Liebesgeschichte konnte mich allerdings nicht begeistern, da die Figuren auf mich zu farblos wirkten, viel zu viele Klischees bedient wurden und die Handlung für mich zu vorhersehbar war. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb "nur" drei von fünf möglichen Sternchen.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Spritziger und humorvoller Schreibstil

Cows
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Tara ist Anfang 40, alleinerziehend und versucht ihren Job mit ihrem Mutterdasein bestmöglich zu vereinbaren. Sie ist gut in ihrem Job, auch wenn sie sich, als einzige Frau, ständig behaupten muss. Die ...

Tara ist Anfang 40, alleinerziehend und versucht ihren Job mit ihrem Mutterdasein bestmöglich zu vereinbaren. Sie ist gut in ihrem Job, auch wenn sie sich, als einzige Frau, ständig behaupten muss. Die Lifestylebloggerin Cam nimmt in ihrem erfolgreichen Blog kein Blatt vor den Mund. Sie steht dazu, dass sie gerne Single ist und kinderlos bleiben möchte. Auch wenn nicht alle Leserinnen und Leser ihrer Meinung sind, steht Cam zu ihrer Überzeugung und versucht anderen Mut zu machen. Stella wünscht sich sehnlichst ein Kind, denn ihre Gesundheit hängt am seidenen Faden und wenn sie eigene Kinder bekommen möchte, dann muss sie schnellstmöglich handeln. Doch der Mann an ihrer Seite ist noch unentschlossen. Die Schicksale dieser drei unterschiedlichen Frauen beginnen sich zu verknüpfen, als Tara in einem äußerst privaten Moment in der Bahn gefilmt wird. Das Video wird ins Netz gestellt und damit beginnt für Tara eine wahre Hetzjagd...

Im Zentrum der Handlung stehen die drei unterschiedlichen Hauptprotagonistinnen Tara, Cam und Stella. Durch wechselnde Perspektiven beobachtet man die drei Frauen und erfährt in den jeweiligen Kapiteln einiges über sie. Zunächst hat man keine Ahnung, wie sich die unterschiedlichen Handlungsfäden miteinander verknüpfen werden, denn Tara, Cam und Stella kennen sich nicht. Die einzige Verbindung ist Cams Blog, den Tara und Stella regelmäßig lesen.

Die Charaktere sind vollkommen unterschiedlich, doch sie alle haben eins gemeinsam: Sie gehen ihren Weg, ohne sich dafür zu entschuldigen. Obwohl die Charaktere äußerst lebendig wirken, ist es nicht immer leicht, sich beim Lesen vollkommen mit ihnen zu identifizieren. Aber das muss man auch nicht, denn es steht einem frei, sich seine eigenen Gedanken zu machen und Überlegungen anzustellen, wie man selbst gehandelt hätte. Dabei stellt man allerdings einige Male fest, dass man selbst ins Schubladendenken verfällt und deshalb den Spiegel vorgehalten bekommt. Das geschieht aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit einer gut abgestimmten Prise Humor. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen.

Obwohl die Geschichte durchgehend interessant ist, wirkt sie im Mittelteil leider etwas zäh. Man hat beim Lesen stellenweise das Gefühl, dass man auf der Stelle tritt und dass es nicht richtig vorangeht. Es kommt dann allerdings zu überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man bei der Stange bleibt und das Buch am Ende mit einem guten Gefühl zusammenklappt.

Ich habe mich beim Lesen dieser Lektüre größtenteils gut unterhalten gefühlt. Denn der spritzige Schreibstil konnte mich begeistern und die unterschiedlichen Schicksale wirkten auf mich interessant. Allerdings hatte ich etwa in der Mitte es Buchs einen kleinen Durchhänger, da die Geschichte, für meinen Geschmack, etwas zu sehr auf der Stelle trat. Eine, für mich, vollkommen unerwartete Wendung hat dann aber dafür gesorgt, dass ich wieder mitten im Geschehen war und unbedingt erfahren wollte, wie alles enden wird. Da mich das Gelesene zum Nachdenken angeregt hat und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, vergebe ich auf meiner persönlichen Bewertungsskala vier Sternchen und die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen.

Veröffentlicht am 13.03.2019

Ich hatte mir deutlich mehr erhofft

Wie du mir
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Die junge Comedian Dana Diaz lernt nach einem Auftritt die IT-Spezialistin Amanda kennen. Im Verlauf ihrer Unterhaltung stellt sich heraus, dass beide Frauen wiederholt Opfer von Belästigungen und Missbrauch ...

Die junge Comedian Dana Diaz lernt nach einem Auftritt die IT-Spezialistin Amanda kennen. Im Verlauf ihrer Unterhaltung stellt sich heraus, dass beide Frauen wiederholt Opfer von Belästigungen und Missbrauch waren und das bisher stillschweigend hingenommen haben. Doch das soll sich nun ändern. Amanda schlägt einen Pakt vor: Dana soll sich an den Peinigern von Amanda rächen und im Gegenzug übt Amanda Vergeltung an den Männern, die Dana in der Vergangenheit belästigt haben. Eigentlich hält Dana diese Rachepläne für einen Scherz. Doch schon bald zeigt sich, dass Amanda es ernst meint - todernst!

Amy Gentrys Thriller ist in der Ich-Perspektive, aus der Sicht der Comedian Dana, geschrieben und behandelt ein brandaktuelles Thema. Der Plot, dass zwei Frauen sich gegen die Belästigungen wehren und gemeinsam auf einen Rachefeldzug gehen, lässt auf ein spannendes Leseerlebnis hoffen, bei dem brisante und aktuelle Probleme angesprochen werden. Doch diese Hoffnung ist leider etwas trügerisch, denn Spannung und Nervenkitzel, also das, was einen Thriller ausmacht, sucht man über weite Teile der Handlung vergeblich. Denn das Geschehen plätschert zunächst träge vor sich hin.

Am Anfang lernt man die Hauptprotagonistin Dana näher kennen. Obwohl man durch die gewählte Erzählperspektive ja quasi in ihrer Haut steckt, fällt es nicht immer leicht, sich auf sie einzulassen oder ihre Gedanken nachzuvollziehen. Man beobachtet das Geschehen deshalb eher distanziert. Danas Berufsalltag als Comedian nimmt großen Raum ein. Die ausschweifenden Erklärungen sollen wahrscheinlich dafür sorgen, dass Dana lebendiger wirkt und dass man sich besser in sie hineinversetzen kann, doch das funktioniert nicht richtig, denn durch die langatmigen Beschreibungen tritt die Handlung auf der Stelle und wirkt sehr zäh. Das ändert sich auch erst spät. Etwa 100 Seiten vor Schluss wird endlich Fahrt aufgenommen und die bisher vermisste Spannung stellt sich langsam ein.

Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn die Inhaltsangabe ließ mich auf einen spannenden Inhalt hoffen. Leider vergeblich - denn durchgehende Spannung, Nervenkitzel und das Gefühl, in den Sog der Ereignisse zu geraten, stellten sich bei mir nicht ein. Auf mich wirkte die Handlung über weite Teile zäh und langatmig. Mit den Protagonisten konnte ich mich ebenfalls nicht identifizieren, denn ich habe sie eher distanziert betrachtet. Zum Ende hin gab es glücklicherweise noch etwas Spannung und ein paar unverhoffte Wendungen. Deshalb kann ich mich gerade noch zu einer Bewertung von drei knappen Sternen hinreißen lassen.

Veröffentlicht am 12.03.2019

Interessanter Auftakt einer neuen Thriller-Serie

Dark Call - Du wirst mich nicht finden
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Holly Wakefield ist Kriminalpsychologin. Ihr Spezialgebiet sind Serienmörder. Sie arbeitet in einer Klinik und versucht dort, zu Mördern und Serienkillern durchzudringen und sie zu therapieren. Hollys ...

Holly Wakefield ist Kriminalpsychologin. Ihr Spezialgebiet sind Serienmörder. Sie arbeitet in einer Klinik und versucht dort, zu Mördern und Serienkillern durchzudringen und sie zu therapieren. Hollys Wissen über Serienmörder ist ziemlich umfassend. Sie hat nahezu alles zum Thema gelesen und gibt dieses Wissen in Vorlesungen weiter. Nun wird sie ihre theoretischen Kenntnisse zum ersten Mal in der Praxis anwenden müssen, denn Detective Inspector Bishop hat es mit einem in Szene gesetzten Mordfall zu tun und zieht Holly als Profilerin hinzu. Schon bald wird den beiden klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der bald wieder zuschlagen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt....

Es handelt sich um den Auftaktband zu einer neuen Thriller-Serie um die Kriminalpsychologin Holly Wakefield. Der Einstieg verläuft zunächst eher gemächlich. Denn man lernt Holly näher kennen und bekommt einen Einblick in ihr Berufs- und Privatleben. Obwohl sie sympathisch wirkt, hat man das Gefühl, dass Holly von einem dunklen Geheimnis umgeben wird. Doch was das sein könnte, kann man nicht genau greifen. Das macht auf jeden Fall neugierig, sodass man die Handlung interessiert verfolgt, obwohl die Spannung gerade anfangs eher auf Sparflamme kocht. Denn Holly scheint ein wandelndes Lexikon im Bereich Serienmörder zu sein und teilt ihr immenses Wissen zu diesem Thema gern und recht häufig. Dadurch kann man zwar nachvollziehen, dass Holly vom Thema regelrecht besessen zu sein scheint, doch die Handlung treiben die ständigen Wissenseinschübe nicht so richtig voran.

Der Schreibstil ist allerdings flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Deshalb sollte man beim Lesen nicht zu zartbesaitet sein, denn die Tatorte des Serienmörders haben es wirklich in sich. Man kann sich lebhaft vorstellen, was die Opfer durchgemacht haben.

Ab etwa der Hälfte des Buchs, nimmt die Handlung dann allerdings Fahrt auf. Es kommt zu einigen Wendungen, die dafür sorgen, dass sich die bisher vermisste Spannung einstellt. Zum Ende hin gelingt es Mark Griffin sogar, die Spannung auf ein hohes Niveau zu ziehen, sodass man gespannt das große Finale verfolgt und sich nicht mehr vom Gelesenen lösen mag. Auch hier gibt es noch Wendungen, die für Überraschung sorgen.

Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb war ich auf den Auftaktband dieser neuen Serie sehr gespannt. Der Einstieg verlief für meinen Geschmack etwas zu gemächlich, obwohl ich nachvollziehen kann, dass die Hauptperson, die ja auch im Mittelpunkt weiterer Bände stehen soll, genau eingeführt wird. Dennoch zog sich diese Einführung anfangs ein wenig. Ab etwa der Hälfte des Thrillers, kam ich dann doch noch auf meine Kosten, da sich die bisher vermisste Spannung endlich einstellte und zum Ende hin stetig anstieg.