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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2018

Seichte Urlaubslektüre ohne Überraschungen, dafür mit ein paar Längen

Vielleicht mag ich dich morgen
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Der Liebesroman „Vielleicht mag ich dich morgen“ von Mhairi McFarlane ist im Mai 2015 erschienen.

Anna begegnet 16 Jahre nach ihrem Schulabschluss auf einem Klassentreffen ihren damaligen Schwarm James ...

Der Liebesroman „Vielleicht mag ich dich morgen“ von Mhairi McFarlane ist im Mai 2015 erschienen.

Anna begegnet 16 Jahre nach ihrem Schulabschluss auf einem Klassentreffen ihren damaligen Schwarm James wieder. Er hat ihre Schwärmerei allerdings nicht erwidert, sondern ihr zusammen mit allen anderen Schülern das Leben in der Schule zur Hölle gemacht, weil sie dick und pickelig war. Mittlerweile hat Anna beträchtlich abgenommen und sich auch sonst körperlich verändert – so sehr, dass sie auf dem Klassentreffen keiner erkennt und sich James zu der unbekannten Schönen hingezogen fühlt.

Bedingt durch einen Arbeitsauftrag treffen sich die beiden wieder und müssen notgedrungen (aus Annas Sicht) einige Zeit mit einander verbringen. Anna stellt fest, dass James gar nicht so oberflächlich und arrogant ist, wie sie gedacht hat und fängt an, ihn zu mögen. James dagegen hat immer noch keine Ahnung, wer Anna wirklich ist. Und somit ist eigentlich auch schon der weitere Verlauf des Buches vorbestimmt.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt gut, Annas Mobbingerfahrungen lassen einen mit ihr mitfühlen. Ihre Verwandlung vom hässlichen Entlein zum wunderschönen Schwan ist allerdings doch recht unrealistisch und folgt dem Hollywoodklischee. Die Charaktere sind gut gezeichnet, machten aber auf mich keinen allzu sympathischen Eindruck bedingt durch ihre Verhaltensweisen und Äußerungen.

Der Schreibstil ist angenehm und es liest sich flüssig, allerdings gibt es immer wieder langatmige Passagen, die die Leselust etwas eindämmen.

Im Großen und Ganzen ist der Roman sehr vorhersehbar und bedient jede Menge Klischees.

Das Cover wirkt fröhlich und spritzig, vom Titel mal abgesehen fehlt mir allerdings der Bezug zur Geschichte.

Fazit:
Seichte Urlaubslektüre ohne Überraschungen, dafür mit ein paar Längen.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Ein unterhaltsamer Roman, der einem Mut macht, auch im mittleren Alter noch was an seinem Leben zu ändern und nicht in festgefahrenen Mustern zu verharren.

Vier Mal Frau
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Der Frauenroman „Vier mal Frau" von Katharina Mosel ist im November 2017 erschienen.

Er erzählt die Geschichten von vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen ist da Mona: Sie ist ...

Der Frauenroman „Vier mal Frau" von Katharina Mosel ist im November 2017 erschienen.

Er erzählt die Geschichten von vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen ist da Mona: Sie ist gerade von ihrem Mann Lars geschieden worden und muss sich nun ein neues Leben aufbauen – neue Wohnung, ein Job und neue Ziele.

Julia ist eine taffe Geschäftsfrau, die für ihren Job lebt und Männer bislang nur als netten Zeitvertreib angesehen hat. Doch dann trifft sie auf einen, der ihr Leben auf den Kopf stellen könnte, wenn sie es denn zuließe.

Cecilia ist esoterisch angehaucht, Yogalehrerin und sehr gesundheits- und umweltbewusst. War sie doch eigentlich immer mit ihrem Leben zufrieden, stellt sie nun auf einmal fest, dass es doch ganz schön wäre, nicht immer allein zu sein.

Die drei sind schon seit vielen Jahren beste Freundinnen und unterstützen sich gegenseitig bei ihren Vorhaben.

Die vierte Frau ist Vanessa. Sie ist die neue junge Freundin von Monas Exmann. Ihr Weg kreuzt sich des Öfteren mit dem von Mona und die beiden wissen nicht so ganz, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Doch Vanessa liebt Lars und lässt sich nicht so schnell unterkriegen.

Erfrischend an dem Roman sind die „ungewöhnlichen“ Protagonistinnen. Handelt es sich dabei in den meisten Büchern doch eher um junge Erwachsene am Beginn ihres Berufslebens, sind Mona, Julia und Cecilia bereits Ende Vierzig und stehen mitten im Leben.

Auch wenn es einmal in dem Buch heißt, dass „angeblich eine Frau eher Opfer eines Terrorangriffs werden würde, als mit fast fünfzig noch einen Partner zu finden“ (Auszug aus Vier mal Frau), so gibt diese Geschichte doch Hoffnung, dass dem nicht so ist und man sich auch in späteren Jahren noch verlieben kann.

Die Freundschaft zwischen den drei Frauen ist schön mitzuerleben. Sie streiten sich zwar öfters und sind nicht immer einer Meinung, aber sie helfen einander, sind füreinander da und geben einander Halt.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen, die Charaktere kommen anschaulich rüber und besonders die vielen Unstimmigkeiten zwischen den Frauen sind amüsant mitzuverfolgen. Es wird in einer personalen Erzählperspektive erzählt, wobei sich die einzelnen Kapitel auf jeweils einen der Protagonisten konzentrieren. Der Schreibstil konnte mich nicht 100% überzeugen, es liest sich aber trotzdem flüssig und das Ende des Buches kam schneller als gedacht.

Das Cover wird von dem Schriftzug dominiert. Das Gemälde, welches Frauen darstellt, wird dadurch etwas in den Hintergrund gedrängt. Im Laden hätte es wahrscheinlich nicht meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, aber der Klappentext hat neugierig gemacht und es war auf jeden Fall interessant auch mal die Lebensgeschichten von reiferen Frauen zu lesen.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, der einem Mut macht, auch im mittleren Alter noch was an seinem Leben zu ändern und nicht in festgefahrenen Mustern zu verharren.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Ein wundervoller, gefühlvoller, historischer Roman. Sehr zu empfehlen.

Die Tochter der Toskana
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Der historische Roman „Die Tochter der Toskana“ von Karin Seemayer ist im Januar 2018 erschienen.

Antonella lebt in einem kleinen Bergdorf im Norden Italiens des Jahres 1832. Als der Müllersohn Paolo ...

Der historische Roman „Die Tochter der Toskana“ von Karin Seemayer ist im Januar 2018 erschienen.

Antonella lebt in einem kleinen Bergdorf im Norden Italiens des Jahres 1832. Als der Müllersohn Paolo um ihre Hand anhält, ist sie zunächst sehr erfreut – ist er bei den jungen Mädchen im Ort doch sehr begehrt.

Doch schon bald muss sie feststellen, dass er ein Scheusal ist. Daraufhin will sie die Verlobung auflösen, doch ihre Eltern sind dagegen. Antonella beschließt, zu fliehen. Zu ihrem Glück kommt ihr ein junger Fremder namens Marco zu Hilfe und so schleichen sie sich gemeinsam fort.

Nun beginnt eine – zumindest für den Leser – schöne Reise durch Italien. Für die beiden Protagonisten ist sie wohl eher anstrengend, kräftezehrend und teilweise gefährlich, denn sie müssen nicht nur Schnee und Regen trotzen, sondern sich auch vor Banditen und Soldaten in Acht nehmen. Doch nichtsdestotrotz genießen sie ihre gemeinsame Reise und die Zuneigung zwischen ihnen wächst immer mehr.

Aber Marco verbirgt etwas vor Antonella und als sie die Wahrheit herausfindet, muss sie eine Entscheidung treffen.

Bei dem Roman handelt es sich um einen gut recherchierten historischen Roman, der die Unruhen in Italien nach dem Wiener Kongress und der Aufteilung Italiens in mehrere Einzelstaaten aufgreift. Die Autorin bedient sich an einigen bekannten historischen Ereignissen und flicht sie geschickt in ihre Geschichte hinein.

Neben der damaligen politischen Situation wird auch das Leben sowohl in den Bergen und damit der eher armen Bevölkerung, als auch das Leben in der Stadt und der reichen Bevölkerungsschicht anschaulich dargestellt. Die unterschiedlichen Traditionen und Essgewohnheiten Italiens werden ebenso beschrieben wie auch die unterschiedlichen Dialekte, die damals gesprochen wurden.

Die personale Erzählperspektive gibt größtenteils Antonellas Erlebnisse wider. Sie ist eine bemerkenswerte junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und den Mut aufbringt, für ihre Entscheidungen einzustehen und für ihre Liebe zu kämpfen, auch wenn sie damit große Gefahren auf sich nimmt. In mancher Hinsicht ist sie auch etwas naiv, was auf ihr provinzielles Leben, der damit verbundenen fehlenden Bildung und der Tatsache, dass sie vorher ihr Dorf noch nicht groß verlassen hat, zurückzuführen ist.
Sie war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Ebenso Marco, der zwar einen etwas verschlossenen Eindruck macht, aber im Umgang mit Antonella sehr zuvorkommend, hilfsbereit und gefühlvoll ist.

Der Schreibstil ist angenehm. Man findet sehr schnell in die Geschichte hinein und sowohl die Personen als auch die Gegenden konnte ich bildlich vor mir sehen.

Karin Seemayers Ende der Geschichte ist in meinen Augen ein gelungener Kompromiss: auf der einen Seite hat das Buch einen Abschluss gefunden, mit dem ich als Leser gut leben kann, aber dennoch ist es offen genug, um ihr den Weg für eine Fortsetzung freizuhalten.

Für den nächsten Punkt muss ich eine kleine Spoilerwarnung aussprechen, aber ohne ein kleines Detail zu verraten, kann ich diesen Kritikpunkt nicht anbringen.










Normalerweise mag ich es, wenn sich Geschichten chronologisch aufbauen und nicht um die Vergangenheit eines Protagonisten ein Riesengeheimnis gemacht wird, das immer nur angedeutet und erst am Ende dann enthüllt wird. Aber in diesem Fall wäre es evtl. besser gewesen, die Kapitel über Michele zu Beginn des Buches wegzulassen. Denn so war mir schon von Anfang an klar, dass es sich bei Marco nicht um einen Wilderer oder dergleichen handelt, sondern um Michele, der geflohen ist. Die Enthüllung, die Antonella so sehr aus der Bahn geworfen hat, war für mich als Leser demnach keine Überraschung. Um hier die Spannung und Ungewissheit aufrecht zu erhalten, hätte man diesen Anfangspart evtl. weglassen können und dem Leser die Details von Marcos Leben durch seine Erklärungen Antonella gegenüber mitteilen können.

Das ist aber auch der einzige kleine Kritikpunkt, den ich habe. Ansonsten fand ich die Geschichte sehr schön und sehr gut zu lesen.

Fazit:

Ein wundervoller, gefühlvoller, historischer Roman. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Die Geschichte ist an sich interessant und gut zu lesen, konnte mich allerdings nicht übermäßig überzeugen.

Einfach zauberhaft
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„Einfach zauberhaft 1 – Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan ist 2016 erschienen. Es ist das erste Buch, das ich im Zuge des „romantischen, fantastischen, spannenden Lesewinter 2018“ gelesen habe.

Nach ...

„Einfach zauberhaft 1 – Die verfluchten Geister“ von Lucy Moregan ist 2016 erschienen. Es ist das erste Buch, das ich im Zuge des „romantischen, fantastischen, spannenden Lesewinter 2018“ gelesen habe.

Nach der Trennung ihrer Eltern muss Lily mit ihrer Mutter von London in das kleine schottische Örtchen Witford ziehen. Außer dem alten Schloss, in dem ihre Mutter einen neuen Job gefunden hat, und einer alten Kirchenruine mit Friedhof hat das Dorf nicht viel zu bieten. Lily wird alsbald von Alpträumen und komischen Lichterscheinungen verfolgt, so dass sie langsam an ihrem Verstand zu zweifeln beginnt. Doch zum Glück hat sie mittlerweile zwei Freundinnen (Sarah und Jo) gefunden, die ihr beistehen. Und dann gibt es auch noch den düsteren Jungen Ethan, der sie magisch anzieht. Mit ihnen gemeinsam versucht sie die Geheimnisse des Ortes zu lüften und die verfluchten Geister zu besiegen.

Der Roman ist in drei Zeitsträngen gegliedert. Die Gegenwart mit der Geschichte um Liliy, Sarah, Jo und Ethan. Das Jahr 1653/1654 mit der Geschichte um Alison und Lord MacCoinneach und dann noch die Geschichte um Henry St. James im Jahr 1890. Im Laufe des Buches fließen die drei Geschichten zusammen, so dass der Leser das Gesamtbild erkennt und versteht, was hinter den verfluchten Geistern steckt. Diese Zusammenführung und wie sich am Ende alles zusammenpuzzelt fand ich gut gelungen.

Die drei Geschichten werden durch hübsche kleine Grafiken (Lilie, Pentagramm, Buch mit Ketten) eingeleitet. Dadurch kann man sich gut auf die jeweilige Geschichte einlassen.

Der Schreibstil ist sehr einfach (typisch Jugendbuch), teilweise leider mehr erzählend/aufzählend als beschreibend. Die Dialoge, hauptsächlich in der Gegenwart, wirken gestellt und nicht flüssig, zudem gab es viele Wortwiederholungen. Dafür, dass es in der Geschichte sehr viele Stellen mit hohem Gruselpotential gab, kam bei mir keine wirkliche Spannung auf. Die Szenen wurden sehr schnell abgehandelt (besonders das Ende) und nicht weiter vertieft.

Das Einfühlen in die Charaktere wurde mir damit kaum möglich. Sie blieben mir zu unscharf. Und das Kopfkino lief leider nur auf Sparflamme. Lediglich die ersten Szenen aus Alisons Leben konnten mich packen. Überhaupt war dieser Teil des Romans in meinen Augen am besten geschrieben. Vor allem die Gegenwart blieb mir oft zu oberflächlich und enthielt viele nebensächliche Szenen.

Der Epilog ist in meinen Augen eher ein Prolog für den kommenden Teil. Unter einem Epilog verstehe ich einen Abschluss, der Fragen beantworten soll, die im Roman offengeblieben sind. Evtl. die (nähere) Zukunft der Protagonisten beleuchtet, wie sie nach einem dramatischen Finale mit den Ereignissen umgehen, etc. In diesem Epilog werden eher neue Fragen aufgeworfen. Ein gänzlich neues Thema wird angerissen und wirft beim Leser Fragen auf, statt sie zu beantworten. Weil ich kein Fan von Cliffhangern bin (auch wenn dieser kein richtiger ist), hätte ich eine Leseprobe vom zweiten Teil am Ende des Buches besser und passender gefunden.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist düster und magisch und weckt eine gruselige Erwartung – die in meinen Augen aber nicht ganz erfüllt werden konnte.

Fazit:
Die Geschichte ist an sich interessant und gut zu lesen, konnte mich allerdings nicht übermäßig überzeugen.

Veröffentlicht am 26.01.2018

Wirklich ein großartiges Buch

Wie das Feuer zwischen uns
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Der zweite Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry „Wie das Feuer zwischen uns“ (erschienen Juli 2017) ist eine bewegende, herzzerreißende Geschichte über den drogensüchtigen Logan, der ...

Der zweite Teil der Romance-Elements-Reihe von Brittainy C. Cherry „Wie das Feuer zwischen uns“ (erschienen Juli 2017) ist eine bewegende, herzzerreißende Geschichte über den drogensüchtigen Logan, der mit seiner Mutter ums Überleben und gegen seinen Vater kämpft, und Alyssa, einem bodenständigen Mädchen, die verzweifelt versucht mit dem „vom-Vater-Verlassen-worden-sein klar zu kommen, sowie mit einer dominanten Mutter, die an allem was auszusetzen hat.

Auf den ersten Blick scheinen Alyssa und Logan nicht viel gemeinsam zu haben, doch ihre Gefühle und Ängste ähneln sich sehr. Sie geben sich gegenseitig Halt in Zeiten der Hoffnungslosigkeit. Beide kennen die Schatten der Vergangenheit des anderen und akzeptieren sich mit all ihren Narben und Fehlern. Doch als Alyssa Logan am meisten braucht, sorgt ein Missverständnis dafür, dass Logan tiefer in den Drogensumpf versinkt und Alyssa mit ins Verderben zieht.

Einen Drogenentzug und 5 Jahre später begegnen sich die beiden wieder. Auch wenn es ihnen bewusst ist, dass es besser wäre, sich aus dem Weg zu gehen, ist die Anziehungskraft zu groß. Wieder mit seiner Vergangenheit und neuen familiären Problemen konfrontiert, muss sich Logan anstrengen, nicht in alten Verhaltensmustern zu verfallen und Alyssa erneut in Schwierigkeiten zu bringen.

Das Buch besticht durch einen fesselnden, bildlichen Schreibstil, der den Leser direkt in die Geschichte eintauchen lässt. Diverse Stilmittel, wie z.B. gekonnt eingesetzte Wiederholungen von Phrasen, Metaphern über das Feuer der Liebe und die Kälte im Herzen, sorgen für ein äußerst angenehmes Lesevergnügen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und selbst wenn ich es zwischendrin mal weglegen musste, ließ mich die Geschichte doch nicht mehr los.

Ebenfalls möchte ich positiv hervorheben, dass der Leser – im Gegensatz zu vielen Geschichten im NewAdultbereich – hier nicht über die Vergangenheit der Protagonisten im Unklaren gelassen wird. Die Geschichte ist chronologisch aufgebaut und gliedert sich in zwei Teile (eigentlich sogar in 3 Teile, wenn man den Zeitraffer der 5 Jahre als separaten Teil ansehen möchte). Die Ereignisse, die zu dem Bruch der Freundschaft von Alyssa und Logan geführt haben, werden nicht bis zum Ende hin immer wieder nur angedeutet und der Leser über die eigentlichen Beweggründe im Dunkeln gelassen. Sondern man erlebt direkt mit, was den beiden passiert und kann sich so viel besser in die Geschichte und in die Charaktere einfühlen, als es bei vielen anderen Büchern der Fall ist. Brittainy C. Cherry zeigt hier, dass ein solches Verhalten keinesfalls zu einem Spannungseinbruch führt. Im Gegenteil, der Leser erlebt ebenso wie die Protagonisten die Highs and Lows und fühlt sich nicht ausgesperrt, sondern integriert in das Geschehen.

Die Erzählperspektive wechselt zwischen Alyssas Sicht und Logans, und beide haben ihren ganz eigenen Erzählstil, ihre ganz eigenen Worte und Bilder. Der Erzählstil passt sich den Charaktereigenschaften der Protagonisten an und führt den Leser somit in zwei vollkommen unterschiedliche Welten.

Das Cover ließ mich beim ersten Anblick eher an ein Buch über einen Soldaten oder dergleichen denken, aber der traurige, sehnsüchtige Blick des Mannes spiegelt Logans Gefühlswelt sehr gut wider.

Es war das erste Buch, das ich von Brittainy C. Cherry gelesen habe, aber definitiv nicht das letzte.

Fazit:
Eine bewegende Geschichte über verschiedene Arten der Abhängigkeit, dem Recht auf eine zweite Chance, familiäre Bande und der Macht der Liebe. Wirklich ein großartiges Buch!