Konnte leider nicht so ganz überzeugen
TeufelsgoldDer Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.
Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis ...
Der Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.
Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis zu jenem Tag, an dem er eine Tagung vertretungsweise führen soll. Dieser Tag verändert alles. Denn er entdeckt zuvor in einem Antiquariat ein altes Buch über den Stein der Weisen. Der Anfang der Geschichte fesselt ihn so sehr, dass er kurzer Hand das Buch stiehlt. Beschwingt durch die Geschichte nimmt die langweilige Tagung eine überraschend erfolgreiche Wendung. Ebenso die folgende Nacht, die er mit einer heißblütigen Frau verbringt, die ihm dann allerdings wiederum das Buch stiehlt.
Die Geschichte um den Stein der Weisen, das in den Jahren der Kreuzzüge damit hergestellte Gold und die damit verbundenen Todesfälle lassen Hendrik trotzdem keine Ruhe. Er entwickelt für sich seine eigene Form der Alchemie, bringt sein Leben auf einen neuen erfolgreichen Kurs. Dabei stößt er immer wieder auf neue Geschichten über den Stein der Weisen, die sich mit der ersten ergänzen. Gibt es den Stein der Weisen wirklich? Hendrik ist versucht mit Hilfe seines Bruders, alles daran zu setzen, diesen zu bekommen und zu beweisen, dass die Geschichten wahr sind. Welches Geheimnis birgt der Stein? Bringt er den Menschen das Gute oder ist es doch Teufelsgold?
Eschbachs Schreibstil ist angenehm und das Buch liest sich flüssig. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Allerdings hat das Buch für mich doch ziemliche Längen gehabt. Die gestaltliche Unterscheidung zwischen der Gegenwartshandlung und der alten Geschichten finde ich sehr gelungen. Zum einen ist der Übergang damit sehr klar, aber man hat auch gleich das Gefühl, selber ein altes Buch in den Händen zu halten.
Mit den Charakteren bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Hendrik hat sich im Laufe des Buches von einem Durchschnittstypen zu einem echten Ekelpaket hin entwickelt, der sein Gewissen erst auf den letzten Seiten wieder findet. Und sein Bruder ist ein gefühlskalter, arroganter Besserwisser. Hendriks Frau und Tochter bleiben sehr im Hintergrund. Und die Alchemisten in den alten Geschichten sind auch nicht unbedingt Sympathieträger.
Das Cover ist sehr reizvoll. Die goldene Schrift mit den silbernen Applikationen spiegelt die Eigenschaft des Teufelsgoldes sehr gut wieder und trifft damit den Kern der Geschichte.
Fazit:
Als großer Eschbach-Fan war dieses Buch für mich ein Muss. Allerdings konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist gut erzählt und enthält auch wieder viele interessante Fakten über das Thema, aber vor allem die Charaktere und deren Entwicklung konnten mich nicht ansprechen, so dass ich mich nicht komplett ins Buch vertiefen konnte.