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Veröffentlicht am 04.08.2017

Konnte leider nicht so ganz überzeugen

Teufelsgold
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Der Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.

Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis ...

Der Thriller „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach ist am 09.September 2016 erschienen.

Hendrik ist ein durchschnittlicher junger Mann, mit einem durchschnittlichen Job. An ihm ist nichts Besonderes. Bis zu jenem Tag, an dem er eine Tagung vertretungsweise führen soll. Dieser Tag verändert alles. Denn er entdeckt zuvor in einem Antiquariat ein altes Buch über den Stein der Weisen. Der Anfang der Geschichte fesselt ihn so sehr, dass er kurzer Hand das Buch stiehlt. Beschwingt durch die Geschichte nimmt die langweilige Tagung eine überraschend erfolgreiche Wendung. Ebenso die folgende Nacht, die er mit einer heißblütigen Frau verbringt, die ihm dann allerdings wiederum das Buch stiehlt.

Die Geschichte um den Stein der Weisen, das in den Jahren der Kreuzzüge damit hergestellte Gold und die damit verbundenen Todesfälle lassen Hendrik trotzdem keine Ruhe. Er entwickelt für sich seine eigene Form der Alchemie, bringt sein Leben auf einen neuen erfolgreichen Kurs. Dabei stößt er immer wieder auf neue Geschichten über den Stein der Weisen, die sich mit der ersten ergänzen. Gibt es den Stein der Weisen wirklich? Hendrik ist versucht mit Hilfe seines Bruders, alles daran zu setzen, diesen zu bekommen und zu beweisen, dass die Geschichten wahr sind. Welches Geheimnis birgt der Stein? Bringt er den Menschen das Gute oder ist es doch Teufelsgold?

Eschbachs Schreibstil ist angenehm und das Buch liest sich flüssig. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Allerdings hat das Buch für mich doch ziemliche Längen gehabt. Die gestaltliche Unterscheidung zwischen der Gegenwartshandlung und der alten Geschichten finde ich sehr gelungen. Zum einen ist der Übergang damit sehr klar, aber man hat auch gleich das Gefühl, selber ein altes Buch in den Händen zu halten.

Mit den Charakteren bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Hendrik hat sich im Laufe des Buches von einem Durchschnittstypen zu einem echten Ekelpaket hin entwickelt, der sein Gewissen erst auf den letzten Seiten wieder findet. Und sein Bruder ist ein gefühlskalter, arroganter Besserwisser. Hendriks Frau und Tochter bleiben sehr im Hintergrund. Und die Alchemisten in den alten Geschichten sind auch nicht unbedingt Sympathieträger.

Das Cover ist sehr reizvoll. Die goldene Schrift mit den silbernen Applikationen spiegelt die Eigenschaft des Teufelsgoldes sehr gut wieder und trifft damit den Kern der Geschichte.

Fazit:
Als großer Eschbach-Fan war dieses Buch für mich ein Muss. Allerdings konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Die Geschichte ist gut erzählt und enthält auch wieder viele interessante Fakten über das Thema, aber vor allem die Charaktere und deren Entwicklung konnten mich nicht ansprechen, so dass ich mich nicht komplett ins Buch vertiefen konnte.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Sehr gelungenes Thema

Der letzte erste Blick
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Das Buch „Der letzte erste Blick“ von Bianca Iosivoni ist ein NewAdult-Liebesroman. Der erste Teil der neuen Firsts-Reihe ist am 24.04.2017 erschienen.

Emery Lance ist auf ein College 2000 Meilen weit ...

Das Buch „Der letzte erste Blick“ von Bianca Iosivoni ist ein NewAdult-Liebesroman. Der erste Teil der neuen Firsts-Reihe ist am 24.04.2017 erschienen.

Emery Lance ist auf ein College 2000 Meilen weit weg von Zuhause gegangen, um vor ihrer Vergangenheit, ihren Mitschülern auf der Highschool, Nachbarn und sogenannten Freunden zu fliehen. Alles was sie will, ist ihr Fotografie-Studium in der Anonymität eines neuen Bundesstaates zu absolvieren. Dummerweise muss sie sich ihr Wohnheimzimmer mit Mason teilen, einem männlichen Mitbewohner, der nichts Besseres vorhat, als sie gleich am ersten Tag zu betatschen. Noch schlimmer ist seine Freundesclique, die Emery sofort bei sich aufnimmt und mit ihr abhängen will. Doch am schlimmsten ist Masons bester Freund Dylan, der es schafft, innerhalb kürzester Zeit ihre Mauern zu durchbrechen und ungewollte Gefühle in ihr zu wecken.

Entgegen der sonstigen NewAdult-Liebesromanzen handelt es sich bei Dylan erfreulicherweise mal nicht um den düsteren Bad Boy, sondern um einen echten „Good Boy“. Dylan ist fröhlich, sympathisch und überaus hilfsbereit - manchmal sogar zu sehr, „Nein-Sagen“ ist nicht seine Stärke, und damit ist der Ärger dann auch schon vorprogrammiert, wenn man einen Freund hat, der alles dafür geben würde, um die Mitbewohnerin von seinem Zimmer fernzuhalten.
Emery musste im letzten Highschooljahr miterleben, wie sich alle – Freunde, Mitschüler, sogar Lehrer und Nachbarn – gegen sie wenden, nur weil sie ihrem damaligen Freund vertraut hat und er dieses Vertrauen, nachdem sie Schluss gemacht hat, aufs Übelste missbraucht hat. Während er nicht bestraft wurde, sondern noch von seinen Freunden gelobt wurde, wird für Emery das Leben zur Hölle. Dementsprechend fällt es ihr schwer, jetzt anderen zu vertrauen und Freundschaften zu schließen, weil sie den Glauben an wahre Freundschaften verloren hat. Umso schöner ist es mitzuerleben, wie sie in der Clique um Dylan und Mason aufgenommen, akzeptiert und im Verlauf des Buches unterstützt wird.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und bildlich, die Dialoge, sowie besonders die Streiche, die sich Emery und Dylan gegenseitig spielen sind spritzig und sorgen für viele lustige Szenen. Das Buch liest sich flüssig und leicht. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Durch die (für das Genre mittlerweile üblichen) zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven (aus Emerys und aus Dylans Sicht) lernt man die Gefühle und Gedanken von beiden Charakteren sehr gut kennen und kann sich mit beiden identifizieren.

Die anderen Charaktere werden erfreulicherweise nicht so stiefmütterlich behandelt, wie in anderen Reihen, in denen die Charaktere weiterverwendet werden, sondern man erfährt auch hier schon ein paar (wenn auch wenige) Details aus deren Vergangenheit und einige Charaktereigenschaften.

Das Thema des Buches bzw. von Emerys Vergangenheit finde ich sehr gut und in der heutigen Zeit wichtig. Der Umgang bzw. die Gefahren mit den Social Media und dem Internet wird noch immer viel zu wenig wahrgenommen – besonders von jungen Leuten. Deswegen halte ich dieses Thema bei einem Buch, das hauptsächlich auf die junge Leserschaft aus ist, für sehr gelungen und wichtig.

Das Cover ist sinnlich und ansprechend. Die Playlist zu Beginn des Buches führt den Leser durch die Geschichte und bietet die Möglichkeit zu einer passenden musikalischen Leseuntermalung, wenn man das denn mag.

Fazit:
Die Geschichte ist insgesamt sehr gut gelungen. Die Charaktere gefallen mir, auch dass es wie gesagt nicht immer ein Bad Boy ist, um den es sich dreht, finde ich gut. Ich freue mich schon auf den Folgeband mit Luke und Elle.
Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung von mir und bisher auch eines meiner Highlights dieses Jahr.

Veröffentlicht am 28.07.2017

Gute Fortsetzung der Tatoo-Serie

Forever next to you - Eric & Joyce
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Das Buch „Forever next to you – Eric & Joyce“ von Amy Baxter ist ein NewAdult-Liebesroman. Der dritte Teil der neuen San Francisco Ink-Reihe über das Tattoostudio „Skinneedles“ ist am 13.06.2017 erschienen.

Eric ...

Das Buch „Forever next to you – Eric & Joyce“ von Amy Baxter ist ein NewAdult-Liebesroman. Der dritte Teil der neuen San Francisco Ink-Reihe über das Tattoostudio „Skinneedles“ ist am 13.06.2017 erschienen.

Eric ist ein Tätowierer aus L.A. und wurde von Jake für sein neues Studio „Skinneedles“ in San Francisco geworben. Als er dort eintrifft, begegnet er Joyce, einer jungen Künstlerin, die er aus L.A. kennt und mit ihr bereits eine heiße Nacht verbracht hat (Teil 2 der Serie – Simply with you).

Entgegen seiner Überzeugung niemals zweimal was mit derselben Frau anzufangen, fühlt er sich zu Joyce hingezogen, doch Joyce lässt ihn mehrfach abblitzen, hat sie doch keine Lust darauf, für ihn nur eine Bettgeschichte zu sein. Kann er ihr Vertrauen gewinnen und ihr beweisen, dass er mehr von ihr will?

Joyce hat eine schwere Kindheit hinter sich, sie war schon früh auf sich allein gestellt. Vertrauen ist nicht ihre Stärke, zu oft wurde sie von den Menschen, die sie liebt, verletzt und enttäuscht. Eric hat Bindungsängste begründet auf Verlustängsten. Beides keine gute Basis, um eine Beziehung auf zu bauen. Aber langsam und mit Hilfe ihrer neuen Freunde aus dem Skinneedles kommen sich die beiden näher.

Die Geschichte kommt diesmal ohne den für dieses Genre so typischen Bad Boy aus, denn auch wenn Eric vorgibt, nur One-Night-Stands zu haben, kommt diese Eigenart bei ihm doch so gar nicht zum Tragen. Im Gegenteil, er überrascht Joyce immer wieder mit seinem Gentleman-likeen Benehmen. Joyce wartet mit einigen Geheimnissen auf, die auch etwas Spannung in das Buch bringen. Allerdings sind auch hier (wie im Vorgänger auch) die „Bösewichte“ doch noch relativ harmlos, so dass alles ziemlich glimpflich von statten geht – aber es ist ja auch ein Liebesroman und kein Thriller oder Krimi.

Der Schreibstil ist auch in diesem Teil wieder sehr ansprechend und bildlich, die Dialoge spritzig und nicht gestellt, das Buch liest sich flüssig und leicht. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Wenn man die Vorgeschichte nicht kennt, ist es sicherlich nicht schlimm, sowohl was den ersten Teil anbelangt als auch die direkte Vorgeschichte von Eric und Joyce. Allerdings fand ich es gut, es vorher gelesen zu haben, weil man manche Andeutungen dann doch besser nachvollziehen kann.

Auch hier bleiben die anderen Charaktere (wie schon im ersten Teil) zu meist eher dezent im Hintergrund.

Das Setting ist passend gewählt und ja auch schon bekannt.

Das Cover ist sinnlich und ansprechend. Die Playlist zu Beginn des Buches führt den Leser durch die Geschichte und bietet die Möglichkeit zu einer passenden musikalischen Leseuntermalung, wenn man das denn mag.

Fazit:
Die Geschichte ist insgesamt gut gelungen, wobei mir der erste Teil doch etwas besser gefallen hat – von den Charakteren her und der gesamten Story.

Veröffentlicht am 28.07.2017

Eine Geschichte, die im wahrsten Sinne unter die Haut geht

Never before you - Jake & Carrie
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Das Buch „Never before you – Jake & Carrie“ von Amy Baxter ist ein NewAdult-Liebesroman. Der erste Teil der neuen San Francisco Ink-Reihe über das Tattoostudio „Skinneedles“ ist am 01.04.2017 erschienen.

Jake ...

Das Buch „Never before you – Jake & Carrie“ von Amy Baxter ist ein NewAdult-Liebesroman. Der erste Teil der neuen San Francisco Ink-Reihe über das Tattoostudio „Skinneedles“ ist am 01.04.2017 erschienen.

Jake ist aus New York geflohen, vor seiner Vergangenheit, vor seiner Gang und deren kriminellen Machenschaften. Jake wurde als Kind von seinem Vater verlassen und hegt seitdem einen starken Hass bzw. Verachtung ihm gegenüber. Dass der ihm jetzt nach dessen Tod das alte Tattoostudio in San Francisco hinterlassen hat, kommt ihm gerade recht, passt es doch perfekt für einen Neuanfang in einer anderen Stadt. Aber es reißt auch alte Wunden auf.

In San Francisco lernt er die zurückhaltende Carrie kennen, die ihm bei dem Bürokram helfen soll. Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Allerdings macht sie immer früh Feierabend und verschwindet dann geheimnisvoll. Was hat sie zu verbergen und kommt Jake über seine Vergangenheit hinweg?

Jake und Carrie bergen beide eine dunkle Vergangenheit, die sie geprägt und beeinflusst hat. Während Jake anfangs eher mürrisch, düster und abweisend erscheint, ist Carrie hilfsbereit, freundlich und offen. Gleichzeitig kommt bei ihr aber auch immer wieder eine schüchterne, zurückgezogene Seite durch. Sie hilft ihren Freunden und tut alles für sie, hat aber gleichzeitig Schwierigkeiten andere um Hilfe zu bitten, wenn es bei ihr mal brenzlig wird.

Carrie ist so ein typischer Charakter, den man sofort ins Herz schließt, gern hat und mitfiebert, bei allem, was dem passiert. Dagegen kommt Jake anfangs eher als Bad Boy daher, kann diesen Status meiner Meinung nach aber nicht sehr lange aufrecht erhalten, weil er dafür doch viel zu sympathisch und lieb ist. Seine Ausdrucksweise ist erfrischend, und die Begegnungen mit Carrie sorgen immer wieder für Kribbeln im Bauch. Die erotischen Szenen sind heiß, ohne billig rüber zu kommen.

Manche Szenen wirken ein wenig schnell abgehandelt (z.B. die Erklärungen zu Carries Vergangenheit und die Schlussszene), was schade ist, da es sicher Potenzial für mehr gehabt hätte. Aber im Großen und Ganzen ist die Geschichte in sich stimmig.

Der Schreibstil ist sehr ansprechend und bildlich, die Dialoge spritzig und nicht gestellt, das Buch liest sich flüssig und leicht. Der Erzählstrang ist klar, und die Handlung baut sich nachvollziehbar auf. Man wird mitten in die Geschichte hineingeworfen, aber in meinen Augen auf eine gute Art, so dass man gleich völlig abtauchen kann. Durch die zwei unterschiedlichen Erzählperspektiven (aus Carries und aus Jakes Sicht) lernt man die Gefühle und Gedanken von beiden Charakteren sehr gut kennen und kann sich mit beiden identifizieren.

Die anderen Charaktere bleiben zu meist eher dezent im Hintergrund, was bei Buchreihen, die diese Charaktere evtl. für weitere Bände verwenden wollen, aber nichts Neues ist. Bei dem Folgeroman über Joyce und Eric finde ich es okay, da die beiden im ersten Teil nur einen kurzen Gastauftritt haben, aber bei Carries Vergangenheit stört es mich schon, dass die zurückgehalten wird, um daraus evtl. noch eine Geschichte zu machen. In diesem Fall geht es auf Kosten des Lesers und des Lesevergnügens.

Das Setting ist passend gewählt. Und die Wahl von Carries Nebenjob sorgt auch immer wieder für spannende Momente neben der klassischen Liebesgeschichte. Die Beschreibungen der Stadt wirken authentisch und lassen San Francisco vor den Augen erblühen.

Das Cover ist sinnlich und ansprechend. Die Playlist zu Beginn des Buches führt den Leser durch die Geschichte und bietet die Möglichkeit zu einer passenden musikalischen Leseuntermalung, wenn man das denn mag.

Fazit:
Das Rad wird hier sicher nicht neu erfunden - wobei die Berufswahl der beiden Protagonisten doch wirklich mal was anderes ist -, aber die Geschichte ist insgesamt sehr gut gelungen. Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen und die Nachfolgebände auf meiner Wunschliste gelandet. Trotz der erwähnten Szenen, die für mich nicht 100%ig stimmig waren und die zu einem Sternabzug geführt haben, gibt es von mir eine Leseempfehlung. Schöne, sowie spannende Lesestunden garantiert.

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar und an Amy Baxter für die liebevolle Begleitung der Leserunde.

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Veröffentlicht am 03.07.2017

Viel Erotik, wenig Handlung, fieser Cliffhanger

For 100 Days - Täuschung
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Das Buch „For 100 Days - Täuschung“ von Lara Adrian ist am 1. September 2016 erschienen und ist der erste Teil einer erotischen Liebesroman-Trilogie.

Avery ist Künstlerin und hält sich mit einem Job ...

Das Buch „For 100 Days - Täuschung“ von Lara Adrian ist am 1. September 2016 erschienen und ist der erste Teil einer erotischen Liebesroman-Trilogie.

Avery ist Künstlerin und hält sich mit einem Job als Kellnerin mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie kurz davor steht, aus ihrer Wohnung zu fliegen und auf der Straße zu sitzen, kommt eine Kundin mit einer rettenden Idee – Claire muss für 4 Monate nach Tokio und braucht jemanden, der auf ihre Wohnung aufpasst. Avery nimmt den Job an und findet sich in einer Traumwohnung in einem Luxusviertel von New York wieder. Dort begegnet sie auch Nick, einem arroganten, gutaussehenden Milliardär. Zwischen den beiden knistert es heftig. Doch Avery darf sich ihm nicht offenbaren, zu schrecklich ist ihre Vergangenheit. Und auch Nicks Vergangenheit ist düster und schmerzhaft.

Die Geschichte um Avery und Dalton wird aus Averys Sicht geschildert, und man wird mitten in die Geschehnisse hineingeworfen. Bruchstücke von Averys Vergangenheit erfährt man immer mal so zwischendurch aus ihren Gedankengängen, was leider zur Folge hat, dass die Spannung diesbezüglich nicht richtig aufgebaut wird. Die endgültige Aufdeckung ihrer Geschichte birgt keine Überraschung mehr.
Nick bleibt dagegen bis zum Schluss verschlossen, und seine angeblichen Verletzungen aus der Vergangenheit werden nur durch Gerüchte und Vermutungen angedeutet. Wahrscheinlich soll die erst in einem der folgenden Teile aufgedeckt werden.

Der Schreibstil ist bildlich und liest sich gut, allerdings kommt es sehr häufig zu Wort- bzw. Phrasenwiederholungen, auch innerhalb einer Szene.

Die Erotik steht meines Erachtens sehr im Fokus im Gegensatz zu der Handlung. Avery mutiert immer mehr zu einem Betthäschen, dass sich alles – wirklich alles – von Nick gefallen lässt – bei ihrer Vergangenheit empfinde ich das nicht als sehr glaubwürdig.

Am Ende des ersten Teils kommt dann noch ein fieser Cliffhanger, der nicht nötig gewesen wäre. Die Szene hätte man auch für den zweiten Teil aufsparen können, da sie für den ersten Teil nicht von Belang ist.

Fazit:
Viel Erotik, wenig Handlung, fieser Cliffhanger. Im Großen und Ganzen war es ganz nett zu lesen, wer seichte Erotik mag, hat hier ein gut geschriebenes Buch.
Der Cliffhanger wäre nicht notwendig gewesen. Für mich ist das eine fiese Mache, um den Leser zu ködern, die weiteren Teile zu kaufen. Wenn mir eine Reihe gut gefällt, dann mache ich das sowieso. Cliffhanger finde ich dagegen unschön, weil sie den Leser unzufrieden zurücklassen.