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Veröffentlicht am 21.09.2018

Schöne Liebesgeschichte mit coolem Setting

Change Your Color / Rache ist Metal
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„Rache ist Metal – Change your Color 1” ist ein NewAdult-Roman von Sontje Beermann.

Alexandra ist Produktmanagerin einer Kosmetiklinie in einem großen Konzern und hat sich mit ihrer kühlen, arroganten ...

„Rache ist Metal – Change your Color 1” ist ein NewAdult-Roman von Sontje Beermann.

Alexandra ist Produktmanagerin einer Kosmetiklinie in einem großen Konzern und hat sich mit ihrer kühlen, arroganten Art bei ihren Angestellten ziemlich unbeliebt gemacht. Deswegen haben die sich einen Plan ausgedacht, um es ihrer Chefin mal so richtig heimzuzahlen. Zu ihrem 10-jährigen Firmenjubiläum bekommt sie eine Kreuzfahrt geschenkt. Doch anstatt auf eine Kreuzfahrt nach Norwegen schicken sie sie auf die Metal Cruise – einem Schiff voller Metalfans.

Der Klappentext hörte sich sehr interessant an, die Leseprobe war positiv und die Vorstellung auf einer Metal Cruise mitzufahren, gefällt mir sehr gut. Somit war der Grundstein zum Lesen der Geschichte gelegt.

Der Schreibstil ist gut – flüssig, locker und leicht. Die Stimmung auf dem Schiff und auch die der Charaktere lässt sich gut nachvollziehen, auch wenn mir manchmal das gewisse Prickeln gefehlt hat.

Die Idee hinter der Geschichte finde ich sehr gut. Hinter Alexandras kühler, arroganter Art verbirgt sich eine tief verletzte und eingeschüchterte Seele, die sich versucht zu schützen. Doch die Wandlung von Alexandra und der Einsturz ihrer in vielen Jahren aufgebauten Mauern geht mir etwas zu schnell – aber die Kreuzfahrt dauert nun mal nur eine knappe Woche, somit bleibt nicht viel Zeit, um dies zu erreichen, so dass man da als Leser ein Auge zudrücken muss. ?

Insgesamt hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen, die bunte Mischung der Metal-Fans, die Landgänge und die Entstehung der Freundschaften sind gut beschrieben.

Das Cover fängt die geladene Stimmung gut ein und wirkt ansprechend.

Fazit:
Schöne Liebesgeschichte mit coolem Setting

Veröffentlicht am 19.09.2018

Mit kleineren Abstrichen gelungener Fantasy-Roman

Das Erwachen
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„Das Erwachen“ ist der erste Teil der Dunkle Götter-Trilogie von Michael Manning, eine Fantasy-Geschichte rund um Magie und Götter.

Mort wächst als einfacher Junge bei einem Hufschmied auf. Doch als plötzlich ...

„Das Erwachen“ ist der erste Teil der Dunkle Götter-Trilogie von Michael Manning, eine Fantasy-Geschichte rund um Magie und Götter.

Mort wächst als einfacher Junge bei einem Hufschmied auf. Doch als plötzlich die Magie in ihm erwacht, gerät er zunehmend in Gefahr. Denn die Magie wurde in seiner Welt ausradiert. Mit dem finsteren Lord Devon schafft sich Mort einen einflussreichen Feind, der auch noch einen dunklen Gott entfesselt hat und somit eine große Bedrohung für Mort und seine Freunde darstellt.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Im Prolog erfährt man von dem Attentat, bei dem Morts Eltern ums Leben gekommen sind. Danach beginnt Morts Geschichte.
Der Schreibstil ist flüssig, spannend und teilweise recht humorvoll geschrieben. Während Morts Part in der Ich-Erzählperspektive gehalten ist, gibt es auch noch personale Sichtweisen von anderen Personen. Dies sorgt für eine interessante Abwechslung und einen facettenreichen Blick auf das Geschehen.

Die Kapitel werden von Auszügen aus einem Magierbuch eingeleitet und geben dem Leser damit auch noch Einblicke in die Welt der Magie, wie sie vor Morts Geburt existiert hat.

Die Welt rund um Mort wird sehr stark in Schwarz und Weiß eingeteilt. Entweder sind die Charaktere von Grund auf gut oder böse, Nuancen dazwischen scheint es nicht zu geben.

Die Entwicklung von Morts Zauberkünsten und seine Versuche, sie sich selbst - nur mit Anleitung eines Buches – beizubringen, sind etwas unrealistisch (selbst für Fantasy), da es zu problemlos klappt und ihm sogar die schwierigsten Dinge wie Heilung von lebensbedrohlichen Verletzungen bei sich selber auf Anhieb gelingen. Hier eben auch Schwarz-Weiß-Sicht: Mort ist der Held der Geschichte und dem muss eben alles leicht von der Hand gehen – von kleineren Fettnäpfchen, in die er hineintritt mal abgesehen.

Trotzdem bin ich sehr gespannt, wie Mort sich weiterentwickelt, mit seiner Herkunft klarkommt und sich das Einmischen der Götter noch auf sein Leben auswirken wird.

Fazit:
Mit kleineren Abstrichen gelungener Fantasy-Roman.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Ein schönes Buch mit einer rührenden Geschichte

Der kleine Prinz
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„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery ist wohl einer der Klassiker unter den Kinderbüchern.
Der kleine Prinz will nach einem Streit mit seiner Blume fliehen und reist von Planet zu Planet.

Unterwegs ...

„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupery ist wohl einer der Klassiker unter den Kinderbüchern.
Der kleine Prinz will nach einem Streit mit seiner Blume fliehen und reist von Planet zu Planet.

Unterwegs trifft er die verschiedensten Menschen, den Eitlen, den Säufer, den Strebsamen, den Geldgierigen, bis er irgendwann auf der Erde landet und in der Wüste einen Piloten trifft, der eine Bruchlandung gemacht hat. Die beiden freunden sich an und der kleine Prinz bringt dem Piloten auf seine Weise seine Erfahrungen, die er auf der Reise gemacht hat, bei.

Der Schreibstil ist von der Wortwahl und dem Satzbau recht einfach und kindgerecht. Doch meiner Meinung nach erschließen sich die versteckten Kritiken an der Menschheit und Gesellschaft kleineren Kindern eher nicht.

Trotzdem ist es ein schönes Buch mit einer rührenden Geschichte.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Wer Kitsch und überzogene Charaktere mag, kommt hier aber auf seine Kosten.

Schmetterlingsflügel
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„Schmetterlingsflügel – Liebe nach Plan“ ist ein Liebesroman von Patricia Vonier.

Lina ist eine alleinstehende Immobilienmaklerin, die bei einer Freundin zur Untermiete wohnt, seitdem sie sich von ihrem ...

„Schmetterlingsflügel – Liebe nach Plan“ ist ein Liebesroman von Patricia Vonier.

Lina ist eine alleinstehende Immobilienmaklerin, die bei einer Freundin zur Untermiete wohnt, seitdem sie sich von ihrem langjährigen Freund getrennt hat. Mit der Trennung ist für sie ihr Traum von einer gemeinsamen Familie zerplatzt. Doch als sie bei einer Wohnungsbesichtigung den reichen Geschäftsmann Daniel kennenlernt, funkt es zwischen ihnen. Leider hat er aufgrund schlechter Erfahrungen der Liebe abgeschworen und will eine Familie nach Plan.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt gut und man erfährt auch schnell die Gründe für Linas Leben in der winzigen Einliegerwohnung, sowie ihre Einstellung zu ihrem Job und ihren Kollegen. Erzählt wird aus der personalen Sicht von Lina.

Der Roman ist insgesamt gut geschrieben (eins, zwei kleinere (Logik-)Fehler, die aber nicht übermäßig ins Gewicht fallen), der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere gut geschildert – auch wenn sie sehr kitschig und damit unrealistisch sind – aber es soll eben ein Liebesroman sein, der die Frauenherzen höher schlagen lässt.

Die Beziehung von Lina und Daniel baut sich rasant schnell auf und verläuft dann trotz deren Vorgeschichten und damit verbundenen Ängsten extrem harmonisch. Lediglich zum Ende wird mit einer etwas haarsträubenden Wendung versucht Spannung in die Beziehung zu bringen. Allerdings verläuft auch hier alles sehr schnell und unkompliziert.

Das Cover ist sehr schön, verspielt und ebenso wie der Roman leicht kitschig. Der Titel und der Schmetterling passen gut zum Inhalt des Buches, da die Schmetterlinge immer wieder in der Geschichte aufgegriffen werden.

Fazit:
Mir persönlich war es zu viel „Eitel Sonnenschein“ und der in jeder Hinsicht perfekte Mann. Ich hätte mir ein paar Ecken und Kanten mehr gewünscht, die etwas Salz in die Suppe geben.

Wer Kitsch und überzogene Charaktere mag, kommt hier aber auf seine Kosten.

Veröffentlicht am 27.08.2018

Die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen

Lotti und da wuide Vogl
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Der Romantikkrimi „Lotti und da wuide Vogel“ von Tina Sprenzel ist im Juni 2018 erschienen.

Bei dem Buch handelt es sich um die Vorgeschichte zu den „Brunnthaler Geschichten“ von Tina Sprenzel.

„Lotti ...

Der Romantikkrimi „Lotti und da wuide Vogel“ von Tina Sprenzel ist im Juni 2018 erschienen.

Bei dem Buch handelt es sich um die Vorgeschichte zu den „Brunnthaler Geschichten“ von Tina Sprenzel.

„Lotti und da wuide Vogel“ enthält zwei Zeitstränge. Zum einen die Gegenwart, in der die Protagonistin Lotti eine alte Dame ist, die sich nach vielen Jahren über ihre Verwandten erkundigt, um einen würdigen Erben zu finden. Dabei kommen immer wieder Erinnerungen auf, die in dem zweiten Zeitstrang erzählt werden. Dieser spielt um 1960. Lotti ist aus ihrem strengen Elternhaus abgehauen und versucht sich als Kellnerin alleine durchzuschlagen.

Erzählt werden beide Stränge aus der personalen Sicht von Lotti, im früheren Zeitstrang teilweise auch aus Tonis Sicht. Der Hauptcharakter Lotti ist ganz anschaulich beschrieben, die anderen bleiben relativ unscharf, was meiner Meinung nach daran liegt, dass die Erinnerungssequenzen recht kurz gehalten sind und die Geschichte um Lotti und Toni nur unzureichend erzählt wird.

Der Erzählstil ist ganz gut und flüssig. Die Gefühle kamen allerdings bei mir nicht wirklich an und es konnte mich auch nicht in seinen Bann ziehen.

Die Gegenwart war recht unspektakulär, lediglich die Blaustirnamazone Theo konnte mich gelegentlich zum Schmunzeln bringen und die Vergangenheit wurde nur sehr punktuell erzählt. Da hätte man sicherlich mehr aus den Geschehnissen machen können.

Jetzt bin ich nicht unbedingt ein häufiger Leser und Experte von Krimis, aber inwieweit dieses Buch in das Genre „Romantikkrimi“ passt, bin ich mir doch ziemlich unsicher. Denn zum einen fehlte die Spannung und zum anderen gab es auch keine wirklichen polizeilichen Ermittlungen oder dergleichen.

Fazit:
Die Geschichte konnte mich leider nicht überzeugen, auch wenn der Schreibstil ganz ansprechend ist.