Profilbild von KittyCatina

KittyCatina

Lesejury Star
offline

KittyCatina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KittyCatina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

Interessante Fortsetzung, aber schwer verdaulich

The Master and The Marionette (The Pawn and The Puppet 2)
0

Also, wer den ersten Band dieser Reihe schon grausam fand, ihn gar gerade nur so ertragen konnte, der sollte von diesem hier vielleicht Abstand nehmen, dieser hatte nämlich einige sehr explizite What-the-F...- ...

Also, wer den ersten Band dieser Reihe schon grausam fand, ihn gar gerade nur so ertragen konnte, der sollte von diesem hier vielleicht Abstand nehmen, dieser hatte nämlich einige sehr explizite What-the-F...- Momente und die hatten nichts mit Sex zu tun, wenn es auch in diesem Roman einige, wenn auch noch recht wenige, erotische Szenen gab. Oftmals habe ich mich sogar gefragt, ob man als Autor nicht selbst schon ein bisschen psychopathische Tendenzen haben muss, um so etwas zu schreiben. Vor allem die Folterszenen fand ich dabei extrem perfide und böse.

Bevor es dazu kommt, treffen die beiden Protagonisten nach ihrer Flucht aus dem Emerald Lake Asylum aber erst einmal auf verschiedene Figuren, die endlich auch den Fantasy-Part der Geschichte etwas mehr zum Tragen bringen. So gibt es hier die sogenannte Nachtschattenhorde, Nachkommen von Dunkelelfen, als auch die Sturmweisen, die ich aber nicht so richtig einordnen konnte. Überhaupt fand ich den ersten Part des Buches etwas verwirrend, was vor allem daran lag, dass mir entweder einfach die Vorstellungskraft oder dem Buch die Lebendigkeit gefehlt hat. Jedenfalls hat mir hier irgendetwas gefehlt. Der zweite Part war dann gespickt mit super viel Gewalt, Missbrauch und Folter. Dieser war echt interessant und spannend, weil auch einiges ans Licht kam, womit ich nicht gerechnet hätte. Allerdings war er auch echt schwer zu ertragen und hätte ruhig um einiges kürzer sein können. Am Ende gab es dann noch einmal einen echt unerwarteten Cliffhanger, der auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band macht. Ansonsten war die Liebesgeschichte zwischen Skylenna und Dessin hier noch intensiver, obwohl die zwei immer wieder getrennt wurden, und man lernt auch mehr Alter, also Persönlichkeiten, von ihm kennen, die allesamt echt interessant sind und ganz verschiedene Fähigkeiten haben.

Alles in allem fand ich auch diesen Band wieder super düster und vor allem, was die ganze Folter angeht, kaum zu ertragen. Allerdings hatte die Geschichte auch etwas Packendes und ich wollte durchaus wissen, wie die Geschichte weitergeht. Die Liebesgeschichte ist ebenfalls sehr intensiv und ich bin extrem gespannt, wie es mit Skylenna und Dessin weitergeht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2026

Geheimnisse, Grausamkeiten und eine beschützerische Liebe

The Pawn and The Puppet (The Pawn and The Puppet 1)
0

Jetzt habe ich inzwischen schon so viel über dieses Buch gehört, dass ich es mir gleich zu Gemüte geführt habe, und ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, denn die Geschichte ist schon sehr ...

Jetzt habe ich inzwischen schon so viel über dieses Buch gehört, dass ich es mir gleich zu Gemüte geführt habe, und ich muss sagen, dass ich etwas zwiegespalten bin, denn die Geschichte ist schon sehr komplex, mit relativ vielen Charakteren und einigen Irrungen und Wirrungen. Andererseits konnte ich es, nachdem ich einmal in der Geschichte drin war und sich auch Skylenna und Dessin endlich nähergekommen sind, kaum noch aus der Hand legen.

Dabei fand ich das Worldbuilding echt interessant und gut gemacht, ziemlich düster, aber auch vielschichtig. Ich mochte die Mischung aus Dark Romance und Fantasy, wobei das Fantastische noch nicht allzu sehr zum Tragen kam. Ebenfalls mochte ich die Chemie zwischen Skylenna und Dessin, die zwar anfangs noch nicht besonders prickelnd war und auch komplett ohne Sex auskam, aber vom Beschützerinstinkt der beiden für den jeweils anderen geprägt war. Erst später wurde die Beziehung der beiden immer inniger, und obwohl nicht von Liebe gesprochen wird, so wirkte ihr Umgang miteinander sehr liebevoll. Es gab aber auch einiges an Gewalt in diesem Buch, einmal in Form der wirklich grausamen Behandlungen, die in der Emerald Lake Anstalt angewandt werden und die kaum zu ertragen sind, dann durch die bösartigen Übergriffe auf Skylenna, aber auch ausgehend von Dessin, der viel mehr ist als einfach nur multipel. Und dann gibt es noch die Geschichte rund um Skylennas Schwester Scarlett, bei welcher die Ursachen für ihren Tod bis gegen Ende noch ungeklärt sind. Ein großes Problem war allerdings für mich, dass irgendwie keine Bilder vor meinem inneren Auge auftauchen wollten, womit die Geschichte ziemlich eindimensional blieb und was ich sehr schade fand.

Was die Charaktere angeht, so fand ich diese durchaus interessant. Vor allem Dessin ist eine extrem vielschichtige Figur, die mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten schwer zu greifen, aber auch sehr besonders ist. Dazu kommt, dass er recht mysteriös ist, aber trotz der vielen Gewalt, die von ihm ausgeht, irgendwie nicht wirklich böse. Skylenna fand ich liebenswert, aber im Gegensatz zu Dessin nicht wahnsinnig besonders. Dennoch hat sie ein gutes Herz, und schon allein dafür, dass sie so viel durchmachen musste und muss, aber auch so viel Mitgefühl hat, muss man sie einfach mögen.

Alles in allem muss ich sagen, passiert in diesem Buch ziemlich viel, was manchmal etwas überfordernd sein kann. Außerdem werden im Laufe der sehr düsteren, bedrückenden Geschichte viele Fragen aufgeworfen, die am Ende echt unerwartete Antworten bekamen. Auf jeden Fall sind die meisten Trigger hier tatsächlich ernst zu nehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2026

Eine emotionale Reise durch tiefe Traurigkeit hin zum Vertrauen zu Gott

Die Hütte
0

Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz ...

Schon lange hatte ich dieses Buch im Regal stehen, habe mich aber nie so richtig daran getraut, schließlich geht es hier um ein wirklich ernstes und auch sehr tiefgründiges Thema, welches nicht immer ganz leicht zu verstehen ist.

So geht es hier im ersten Teil darum, wie Mackenzie seine Tochter verliert und in ein tiefes Loch fällt. Im zweiten Teil, der um einiges länger ist, geht es um ein Treffen mit der heiligen Dreifaltigkeit in einer Hütte im Wald. Diese kommt in Gestalt einer schwarzen, mütterlichen Frau, eines palästinensisch aussehenden, jungen Mannes und einer asiatischen, ätherisch wirkenden Frau daher, die sich als Gott selbst, Jesus und den Heiligen Geist herausstellen. In zahlreichen, tiefgründigen Gesprächen lernt Mackenzie dabei die drei immer besser kennen, verstehen und findet immer mehr zurück zum Glauben und vor allem zum Vertrauen in Gott. Es geht aber auch um Vergebung, um Liebe und Gemeinschaft mit Gott, Jesus und dem Heiligen Geist. Diesbezüglich macht Mackenzie eine sehr emotionale Reise, die ihn nicht unbedingt zu einem besseren Mann macht, aber zu einem Mann mit Hoffnung, der sich nicht mehr von seiner Trauer verschlingen lässt.

Geschrieben empfand ich das Buch dabei als wirklich gut, vor allem die Zitate vor jedem Kapitel haben wirklich viel Aussagekraft und leiten das jeweilige Kapitel gut ein. Ich fand aber auch, dass der Fokus im Buch sehr auf Dialogen und Gesprächen lag, die vielleicht nicht unbedingt jeder versteht, die aber auch sehr zum Nachdenken anregen, gerade, wenn man noch keine innige Beziehung mit Gott führt und ihn oftmals nicht versteht. Was mir allerdings gefehlt hat, war ein kleiner Teil, der die sogenannte „Große Traurigkeit“ gezeigt hätte, um Macks Innenleben noch besser zu verstehen. Stattdessen geht es gleich nach dem Verschwinden von Milly mit dem Besuch in der Hütte weiter. Ansonsten war die Geschichte aber, trotz des traurigen Themas, super schön und hat mir persönlich einige neue Erkenntnisse gebracht.

Alles in allem hat dieses Buch, obwohl ich nicht komplett überzeugt davon war, wirklich viel Aussagekraft über den Glauben selbst, aber auch über die Beziehung zu Gott, und eventuell findet der eine oder andere dadurch noch etwas Zugang zu diesem Thema, wenn sie oder er sich dafür öffnet. Ich glaube aber auch, dass das Thema leider nicht jeden interessieren wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2026

Toller Schreibstil, spannende Geschichte über Bücher und mehr

Die Bibliothek im Nebel
0

Wie schon im ersten Band, war auch hier wieder der Schreibstil großartig, sehr bildlich und zum Teil sogar echt poetisch. Ebenfalls war die Atmosphäre wieder großartig, mystisch, spannend und ein Stück ...

Wie schon im ersten Band, war auch hier wieder der Schreibstil großartig, sehr bildlich und zum Teil sogar echt poetisch. Ebenfalls war die Atmosphäre wieder großartig, mystisch, spannend und ein Stück weit schaurig.

Die Geschichte hat mir dabei, bis auf ein paar Stellen, die ich etwas an den Haaren herbeigezogen fand, wirklich gut gefallen und ich wurde super unterhalten. Diese spielt wieder einmal in drei verschiedenen Zeitebenen, die allesamt ihren gewissen Reiz hatten. Es geht wieder um Okkultismus, um Familie und um die Liebe, vor allem aber um die Bücher und das Geschäft mit Büchern, wobei die Geschichte aber nur zu einem relativ kleinen Teil im graphischen Viertel spielt. Vielmehr findet man sich oftmals auch in Frankreich wieder, an der Côte d’Azur, oder auch auf einem Schiff von Russland nach Leipzig. Im Mittelpunkt steht dabei das Geheimnis rund um Mara, welches sich durch das ganze Buch hindurchzieht und damit den roten Faden bildet, um den noch weitere Handlungen gesponnen wurden, die allesamt mit dieser mysteriösen Frau zu tun haben. Auch gibt es hier ein paar Morde, ausreichend Dramatik und eine ganze Menge Detektivarbeit, welche ich echt spannend und interessant fand.

Was die Charaktere angeht, so sind die Protagonisten hier der junge Artur, den man immer wieder, auch in anderen Zeitebenen, antrifft, sowie Liette und Thomas Jansen, wobei es mir bei Thomas manchmal so vorkam, als wäre er mehr oder weniger nur Mittel zum Zweck. Wirklich tief ging dieser Charakter jedenfalls nicht. Dafür fand ich Artur richtig toll, sehr sympathisch und loyal. Liette hingegen fand ich sowohl als Kind als auch als Erwachsene echt super, selbstständig, schlau und unerschrocken. Richtig schön fand ich aber auch, dass es ein Wiedersehen mit Grigori aus Band eins gibt und man erfährt, wie er letztendlich im „Montecristo“ gelandet ist.

Alles in allem fand ich auch diesen Band wirklich großartig, spannend, mysteriös und auf recht bodenständige Art sogar romantisch und dramatisch. Jetzt fehlt mir nur noch der letzte Band und ich freue mich darauf, ihn demnächst zur Hand zu nehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2026

Bücher, Liebe und Familiengeheimnisse im alten Leipzig

Die Bücher, der Junge und die Nacht
0

Und wieder einmal hat es mich mit Kai Meyer ins grafische Viertel der Vergangenheit von Leipzig verschlagen, wobei die Geschichte natürlich nicht nur dort spielt, sondern auch an anderen Orten. Auf jeden ...

Und wieder einmal hat es mich mit Kai Meyer ins grafische Viertel der Vergangenheit von Leipzig verschlagen, wobei die Geschichte natürlich nicht nur dort spielt, sondern auch an anderen Orten. Auf jeden Fall war sie aber wieder richtig gut, spannend und sogar ein wenig mysteriös.

Erzählt wird die Geschichte in drei verschiedenen Zeitebenen, in denen es teilweise um verschiedene, aber teilweise auch um wiederkehrende Charaktere geht, und welche alle miteinander zusammenhängen. So begleitet man 1933 Jakob, 1941 den Jungen Robert, Jakobs Sohn, welcher mit dem etwas mysteriösen Mercurio auf der Jagd nach bestimmten Büchern ist, und 1971 ebenfalls Robert, der nach und nach mit der Geschichte der Familie Pallandt konfrontiert wird, die unmittelbar mit seiner eigenen Herkunft zusammenhängt. Die unterschiedlichen Zeitebenen haben dabei ihren ganz eigenen Charme, wobei ich gerade die Ereignisse 1933 am interessantesten fand und vor allem auch das Setting. Zudem spielt hier das Thema Okkultismus und der Nationalsozialismus erneut eine Rolle, aber mehr oder weniger im Hintergrund. Vor allem geht es natürlich um Bücher, aber auch um die Liebe und um Familiengeheimnisse. Das alles hat der Autor wieder super bildlich und flüssig zu Papier gebracht. Die Geschichte war echt packend und mitreißend, fühlte sich zudem sehr realistisch an und die Atmosphäre war einfach nur großartig. Zudem gab es einige Wendungen und am Ende war dann zwar einiges wie erwartet, aber manches auch komplett unerwartet.

Was die Charaktere angeht, so gibt es schon ziemlich viele Hauptfiguren, was etwas verwirrend für mich war. Die zahlreichen Nebenfiguren haben es mir dann aber teilweise wirklich schwer gemacht, alle auseinanderzuhalten, und vor allem war mir manchmal nicht ganz klar, wer nun eigentlich mehr und wer weniger wichtig für die Geschichte ist. Ansonsten sind aber auch diese super realistisch geschrieben und ich habe sie gern begleitet. Vor allem, denke ich, wird mir Grigori, mit seiner etwas frechen Art, im Gedächtnis bleiben.

Alles in allem empfand ich diesen Band der Reihe als wieder echt super, atmosphärisch und spannend. Es gibt einige Rätsel, Verschwörungen und sympathische Charaktere. Auf jeden Fall bin ich gespannt auf weitere Bände der Reihe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere