Profilbild von Kleinbrina

Kleinbrina

Lesejury Star
offline

Kleinbrina ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kleinbrina über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2022

praktisches Helferlein

10 Finger Tippen für zu Hause am PC lernen - blind jedes Wort finden - Maschinenschreiben inkl. Tipp Trainer Software für den PC
0

Da ich schon immer viel an Computer geschrieben habe und mir auf meine eigene Art und Weise das 10-Finger-System beigebracht habe, mit der ich eigentlich immer gut klar gekommen bin. Allerdings lernt man ...

Da ich schon immer viel an Computer geschrieben habe und mir auf meine eigene Art und Weise das 10-Finger-System beigebracht habe, mit der ich eigentlich immer gut klar gekommen bin. Allerdings lernt man ja nie aus und somit war ich schon sehr gespannt auf den sogenannten Tipp Trainer aus dem Markt + Technik Verlag.

Hierbei sind nicht nur in Buchform sehr viele nützliche Tipps vorhanden, sondern auch in einer beigefügten Software, die dafür sorgt, dass man zusätzlich noch alles veranschaulicht bekommt.

Aber nicht nur das reine Tippen wird einem hier ausführlich Schritt für Schritt erklärt, sondern man erhält auch einen guten und simpel erklärten Einblick darüber, wie man Geschäftsbriefe nach dem DIN 5008-Standard schreibt, aber auch, wie man flüssiger und fehlerfreier schreibt, ohne dabei in Stress zu geraten.

Somit ist „10 Finger Tippen für zu Hause am PC lernen“ insgesamt ein praktisches Helferlein, dass einen Schritt für Schritt beim Lernen begleitet und dafür sorgt, dass man sich stetig verbessert.

Veröffentlicht am 24.10.2022

Das war nix

Burning Bridges
0

Die „Fletcher University“-Reihe von Tami Fischer wurde mir in den letzten ein, zwei Jahren immer wieder empfohlen und somit sind die Bände nach und nach allesamt in mein Regal gewandert. Meine Erwartungen ...

Die „Fletcher University“-Reihe von Tami Fischer wurde mir in den letzten ein, zwei Jahren immer wieder empfohlen und somit sind die Bände nach und nach allesamt in mein Regal gewandert. Meine Erwartungen waren somit auch dementsprechend hoch und ich habe mir emotionale Geschichten mit viel Humor gewünscht. Der erste Band „Burning Bridges“ sollte den Anfang machen, allerdings ist dies mein einziger Ausflug an die Fletcher University geworden, da ich das Buch nach etwas mehr als die Hälfte fast schon genervt abgebrochen habe.

Tami Fischer schreibt die Geschichte zwar durchaus flüssig und der Schreibstil ist auch alles andere als unangenehm, allerdings hat sich so mancher Logikfehler eingeschlichen, der für mich leider schon recht früh dafür gesorgt hat, dass ich mit der Geschichte nicht warm geworden bin. So wird ein Long Island Icetea schon fast so beschrieben, als sei dieser praktisch alkoholfrei und dazu behauptet Emma, sie sei in einer Bar seit Jahren Stammkundin, wird dann aber weder vom Türsteher, noch vom Besitzer des Ladens erkannt. Das wollte einfach nicht für mich zusammenpassen. Solche kleinen Logikfehler tauchen leider immer wieder auf und haben mich somit aus meinem Lesefluss gerissen, was sehr schade ist.

Das größte Problem war für mich jedoch Ella selbst, denn diese wirkt auf mich unsympathisch, selbstgefällig, egoistisch, sehr widersprüchlich und vor allem sehr naiv. Letzteres ist sicherlich eine von der Autorin bewusst geschaffene Charaktereigenschaft, allerdings hat dies weitesgehend dazu geführt, dass mich Ella immer mehr genervt hat und ich sie nicht mehr ernst nehmen konnte und ich somit auch das Interesse an ihrem Leben und somit an „Burning Bridges“ verloren habe.

Dazu hat die eingebaute Liebesgeschichte für mich keinerlei Leidenschaft, sondern wirkt schon fast wie eine Zweckbeziehung. Ella und Chase wirken fast schon zu zurückhaltend, kennen sich praktisch kaum, da sie sich oft nur selten oder kurz begegnen und somit habe ich ihnen die Leidenschaft, Liebe und Sympathie füreinander nicht abgenommen. Spannend fand ich anfänglich, dass es auch einen kleinen Crime-Anteil in dem Buch gibt. Leider ist dieser jedoch genauso voraussehbar und voller Logikfehler wie die der Rest Geschichte.

Somit habe ich leider für mich feststellen müssen, dass mich „Burning Bridges“ nicht so begeistern konnte, wie ich es anfänglich erhofft habe. Das ist sehr schade, denn eigentlich passt die Geschichte in mein Beuteschema, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2022

Überraschend spannende Geschichte

Ein Lied vom Ende der Welt
0

Die Arktis war schon immer ein faszinierender Ort für mich und es wundert mich selbst, dass ich bislang nur wenige Bücher gelesen haben, deren Setting dort angesiedelt ist. "Ein Lied vom Ende der Welt" ...

Die Arktis war schon immer ein faszinierender Ort für mich und es wundert mich selbst, dass ich bislang nur wenige Bücher gelesen haben, deren Setting dort angesiedelt ist. "Ein Lied vom Ende der Welt" von Erica Ferencik hat mich allerdings direkt angesprochen und ich muss sagen, dass sich das Buch sehr gelohnt hat, denn man bekommt hier eine spannende, melancholisch und nachdenklich stimmende Geschichte.

Ich muss zwar gestehen, dass ich am Anfang kleinere Probleme mit dem Schreibstil hatte, weil dieser teilweise sehr blumig ist, allerdings konnte ich mich schnell daran gewöhnen und habe immer mehr in die Geschichte hineingefunden. Besonders die Beschreibungen rund um die Arktis, die Forschungsstation und das oftmals beklemmende Gefühl der Protagonistin Valerie werden hier sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Vieles kann man sich dabei bildlich sehr gut vorstellen und man merkt der Autorin ihre Liebe zur Arktis an, die fast schon ansteckend ist.

"Ein Lied vom Ende der Welt" spricht nicht nur aktuelle Themen wie den Klimawandel an, sondern zeigt auch auf, wie bedrückend die Atmosphäre in einer Forschungsstation sein kann, in der man immer isoliert und auf sich selbst gestellt ist. Aber auch Naaja, ein kleines Mädchen, das im Eis gefunden wird und eine bislang noch unbekannte Sprache spricht und die Linguistin Valerie spielen eine große Rolle. Valerie möchte Naaja helfen, hat aber selbst mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen, da sie keine guten Erinnerungen an die Arktis hat, weil ihr Bruder dort auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist.

Die Geschichte thematisiert dabei nicht nur das vorsichtige Aufeinandertreffen zwischen Naaja und Valerie, sondern konzentriert sich auch auf den Tod von Valeries Bruder, der noch viele Fragen offen lässt und für ein mulmiges Gefühl sorgt. Dabei wird "Ein Lied vom Ende der Welt" überraschend spannend und bietet ein paar Twists, mit denen ich zunächst nicht gerechnet habe. Gleichzeitig liegt aber auch immer wieder eine gewisse Schwere auf der Geschichte, die dafür sorgt, dass ich stets mit Valerie mitfühlen konnte und sie auf ihrer Reise gerne begleitet habe.

Somit ist "Ein Lied vom Ende der Welt" insgesamt eine spannende, ereignisreiche und emotionale Geschichte voller Überraschungsmomente, die mit interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2022

Schöne Geschichte mit starker Botschaft

Ich will so sein wie du
0

In den letzten Jahren habe ich schon so manches Buch von Britta Sabbag gelesen. Egal, ob Liebesroman, Jugendbuch oder kleine Bilderbücher, die Autorin überzeugt immer mit tollen Ideen und einem interessanten ...

In den letzten Jahren habe ich schon so manches Buch von Britta Sabbag gelesen. Egal, ob Liebesroman, Jugendbuch oder kleine Bilderbücher, die Autorin überzeugt immer mit tollen Ideen und einem interessanten und liebevollen Schreibstil und somit konnte mich auch „Ich will so sein wie du“ wieder einmal überzeugen.

„Ich will so sein wie du“ erzählt die Geschichte von Löwe und Tiger, die sich immer gegenseitig aus dem Weg gehen, da sie neidisch aufeinander sind und immer Selbstzweifel bekommen, wenn sie in der Nähe des anderen sind. Während der Löwe den Tiger um seine Streifen bewundert, wünscht sich Tiger eine so volle Mähne wie der Löwe. Doch erst als beide dem anderen nacheifern wollen, merken sie, dass sie von anderen Tieren nicht nur anders wahrgenommen werden, sondern sich auch immer mehr selbst verlieren.

Die Botschaft, dass man sich immer selbst so lieben und akzeptieren soll, wie man ist, wird sehr schön an jüngere Leser vermittelt und zeigt, dass jeder seine Schwächen und Stärken hat und auf seine eigene Art und Weise einzigartig ist.

Auch die vielen detailreichen Illustrationen von Igor Lange sind wunderschön und passen immer perfekt zur Geschichte. Besonders schön ist auch, dass in den Illustrationen ein kleines Suchspiel eingebaut ist, denn auf jeder Seite ist eine kleine Schildkröte versteckt, die man suchen soll.

Somit ist „Ich will so sein wie du“ insgesamt eine schöne Geschichte mit einer starken Botschaft, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Perfekt zum Vorlesen oder für Erstleser geeignet!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2022

Lieblose Übersetzung, schlechtes Lektorat

Nordische Märchen
0

Ich habe schon immer eine große Schwäche für Märchen gehabt, da ich es immer interessant und faszinierend fand, welche Welten und Wesen in jeder Geschichte gezeichnet und vorgestellt werden. Somit habe ...

Ich habe schon immer eine große Schwäche für Märchen gehabt, da ich es immer interessant und faszinierend fand, welche Welten und Wesen in jeder Geschichte gezeichnet und vorgestellt werden. Somit habe ich mich auch sehr auf die nordischen Volksmärchen aus Norwegen, Schweden, Finnland, Island und Dänemark gefreut. Leider war ich jedoch am Ende sehr enttäuscht.

Über die Aufmachung kann man absolut nicht meckern. Die Illustrationen sind wunderschön, detailliert, zu jeder Geschichte durchaus passend und man merkt, welche Arbeit und Liebe Ulla Thynell in die Illustration gesteckt hat.

Das Problem selbst sind auch nicht die Geschichten, denn diese sind meistens ganz ansprechend, wenn auch oft nur oberflächlich und manchmal auch ohne Leidenschaft ausgearbeitet, sodass es den ein oder anderen Logikfehler gibt.

Was für mich in diesem Fall schon fast unverzeihlich ist, sind die vielen Rechtschreib- und Zeichenfehler, die ein absoluter No Go sind. Hier gibt es durchaus ein Lektorat, von daher verstehe ich nicht, wie es so viele kleinere Übersetzungsfehler und Rechtschreibfehler geben konnte, denn viele Sätze ergeben entweder nur wenig bis gar keinen Sinn, oder aber die Wörter sind falsch geschrieben oder sind teilweise zu modern gewählt, sodass es nicht ganz passend ist.

Hier hätte man definitiv deutlich mehr Herzblut in die Übersetzung und dem Lektorat hineinstecken müssen, um den Illustrationen und Märchen gerecht zu werden, was hier jedoch leider nicht geschehen ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover