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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2021

Es war nicht meins

Prince of Passion – Nicholas
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„Nicholas“, der erste Band der „Prince of Passion“-Reihe, stand schon eine ganze Weile bei mir ungelesen im Regal, sodass ich der Geschichte mit dem edlen Cover endlich eine Chance geben wollte. Aufgrund ...

„Nicholas“, der erste Band der „Prince of Passion“-Reihe, stand schon eine ganze Weile bei mir ungelesen im Regal, sodass ich der Geschichte mit dem edlen Cover endlich eine Chance geben wollte. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen hatte ich hier relativ hohe Erwartungen und war letztendlich doch sehr enttäuscht, da ich mit der Royal Romance leider gar nicht geworden bin.

Im Auftakt geht es um Nicholas Arthur Frederick Edward Pembrook, dem Kronprinzen von Wesco. Nicholas gilt bei den Frauen als Frauenschwarm, was er nur allzu sehr genießt. Dennoch besteht seine Familie darauf, dass er langsam sesshaft wird, eine Frau heiratet und für Erben sorgt. Nicholas hat es damit jedoch nicht allzu eilig, sodass er noch ein wenig sein Leben genießen möchte. An sich ist dabei rein gar nichts verwerflich, allerdings ist die Umsetzung meiner Meinung nach viel zu kitschig und zu gewollt, sodass ich an dem Verlauf der Geschichte so gar keinen Spaß hatte.

Emma Chase hat zwar insgesamt einen ganz netten Schreibstil, der sich flüssig und leicht lesen lässt, allerdings empfand ich die Sprache in dem Buch oftmals als ungünstig gewählt, denn besonders die royale Familie spricht oftmals so untypisch und ordinär, dass es für mich rein gar nicht gepasst hat. Dazu sind die Figuren zwar insgesamt ganz nett ausgearbeitet, allerdings fehlt es ihnen allesamt an Tiefe und Originalität, um wirklich lange im Gedächtnis zu bleiben. Manchmal ist ihr Denken und Handeln so belanglos, dass ich schon nach zehn Seiten wieder vergessen habe, was sie eigentlich fühlten und wollten.

Dazu kommen auch noch die Sexszenen. An sich sind solche Szenen in dem Genre vollkommen in Ordnung, allerdings kommt es in diesem Buch sehr oft zum Geschlechtsverkehr und die Szenen sind quasi immerzu identisch, sodass ich mich frage, ob man das wirklich gleich mehrfach in dem Buch lesen musste. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Letztendlich hat mich die Geschichte nicht gepackt, die Figuren haben sich immer mehr im Kreis gedreht und ich hatte zunehmend das Gefühl, nichts zu verpassen, wenn ich das Buch nicht beenden würde. Somit habe ich es letztendlich nach etwas mehr als zweihundert Seiten abgebrochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2021

liebevoll gestaltete Rezeptsammlung

What Mummy Makes
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„Was koche ich denn heute?“ ist eine der Fragen, die in unserem Haushalt sehr häufig aufkommen, da einem teilweise doch hin und wieder die Ideen beim Kochen fehlen. „What Mummy Makes: Einmal kochen für ...

„Was koche ich denn heute?“ ist eine der Fragen, die in unserem Haushalt sehr häufig aufkommen, da einem teilweise doch hin und wieder die Ideen beim Kochen fehlen. „What Mummy Makes: Einmal kochen für Groß und Klein“ von Rebecca Wilson ist dabei ein gutes Helferin, das einem diese Frage gut beantwortet.

Von Frühstück, über Mittagessen und Abendessen ist hier alles vorhanden, die Rezepte sollen dabei nicht länger als dreißig Minuten beanspruchen, was bei den bislang getesteten Rezepten auch ungefähr hinkommt. Ob Smoothie-Bowls, Nudelgerichte oder auch kleine Küchlein ist hier nahezu alles dabei, was das Herz begehrt. Dabei sind die Gerichte auch für Vegetarier und Veganer meistens auch gut abwandelbar, sodass dieses liebevoll gestaltete Buch für nahezu jeden kochbegeisterten Menschen geeignet ist.

Was man hierbei jedoch beachten muss, ist, dass die Autorin aus Großbritannien kommt und dabei auch viele Rezepte eher typisch für die britische Küche ist. Deutsche Hausmannskost ist somit eher nicht hier vorzufinden, was jedoch auch alles andere als schlimm ist, da die Rezepte vielfältig sind und somit nahezu jeden Geschmack treffen dürften.

Veröffentlicht am 20.10.2021

"Wir legen uns als Aspirin C in den See und lösen uns auf..."

Gespenster zählen
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Auf „Gespenster zählen“ von Martin Peichl und Matthias Ledwinka bin ich nur durch großem Zufall gestoßen. Auch als ich es in den Händen hielt, war ich noch ein wenig am Zweifeln, ob ich das Buch tatsächlich ...

Auf „Gespenster zählen“ von Martin Peichl und Matthias Ledwinka bin ich nur durch großem Zufall gestoßen. Auch als ich es in den Händen hielt, war ich noch ein wenig am Zweifeln, ob ich das Buch tatsächlich lesen möchte, da es eine große Schwere und Melancholie ausstrahlt und ich nicht sicher war, ob ich mich dieser auch tatsächlich stellen möchte. Als ich jedoch erst einmal mit dem Lesen angefangen habe, wurde mir bewusst, wie tiefgründig und wichtig dieses Buch tatsächlich ist, denn „Gespenster zählen“ überzeugt mit großartigen texten und wunderschönen Fotografien.

Neben den tollen Texten von Martin Peichl sind auch die Fotos von Matthias Ledwinka ein absolutes Highlight, denn hier werden nicht nur Landschaften sehr schön abgelichtet, sondern vor allem auch Orte und Gegenstände, die teilweise in Vergessenheit geraten sind. Obwohl sie dabei auf dem ersten Blick doh sehr schlicht wirken, kann man hierbei jedoch trotzdem eine Menge entdecken und herauslesen, wenn man sich darauf einlassen kann.

Die Texte selbst sind tiefgründig, sehr direkt, mal blumig, mal schon fast fordernd, aber immer ehrlich und regen den Leser dazu an, über das Geschriebene nachzudenken. Gleichzeitig werfen die Texte auch Fragen auf, mit denen man sich letztendlich auseinandersetzen muss, auch wenn es manchmal ein wenig schwer ist, weil man sich hier ganz bewusst mit Trauer und Verlust auseinander setzen muss.

„Gespenster zählen“ ist trotz der Dicke, bzw. Dünne von gerade einmal 160 Seiten und 69 Texten ein Buch, das Zeit braucht und zwischendurch auch mal weggelegt werden muss, um die Texte wirklich zu verinnerlichen, aber auch um sie zu verarbeiten.

Somit ist „Gespenster zählen“ insgesamt ein nachdenklich stimmendes, wortgewaltiges Werk mit wunderschönen Fotografien, das einen mit Wahrheiten konfrontiert, einen umarmt, aber auch gleichzeitig immer wieder daran erinnert, dass man sich mit sich selbst, seiner Trauer und seinen Verlusten auseinandersetzen muss. Von mir gibt es eine glasklare Empfehlung.

Veröffentlicht am 12.10.2021

Tolle Mischung aus Horror und Drama

Das Haus der finsteren Träume
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Geschichten rund um Geisterhäuser haben mich schon immer fasziniert, da ich die Atmosphäre in den Büchern meistens immer sehr gut inszeniert finde. Somit fiel mein Interesse auch schnell auf "Das Haus ...

Geschichten rund um Geisterhäuser haben mich schon immer fasziniert, da ich die Atmosphäre in den Büchern meistens immer sehr gut inszeniert finde. Somit fiel mein Interesse auch schnell auf "Das Haus der finsteren Träume", was sehr vielversprechend klang. Meine Erwartungen waren sehr hoch und bis auf kleine Abstriche wurde ich hierbei nicht enttäuscht.

"Das Haus der finsteren Träume" ist Shaun Hamills Debütroman, was man zwar hier und da zwar merkt, allerdings merkt man auch schnell, dass der Autor sich im Horror-Genre bestens auskennt, denn in diesem wortgewaltigen Roman ist die düstere und schaurige Stimmung nahezu perfekt. Gleichzeitig geht es hier aber nicht nur um ein unheimliches Haus, sondern vor allem auch um eine Familiengeschichte, die erstaunlich tiefgründig ist und dabei gut und ausführlich erzählt wird.

Erzählt wird dabei die Geschichte aus der Sicht von Noah, dem jüngsten Kind der Familie Turner. Mit seinen Eltern Harry und Margaret sowie seinen Geschwistern Eunice und Sydney lebt er in dem sogenannten Geisterhaus. Während seine Mutter und seine Geschwister eher weniger an Geister und Monster glauben, allgemein skeptisch sind und gerne die Sicht vor allem verschließen, ist Noah schon offener für die Welt der Geister und Monster und ist somit genauso wie sein Vater fasziniert von allem, was scheinbar im Haus und der Umgebung vor sich geht.

Grundsätzlich hat "Das Haus der finsteren Träume" dabei eine Menge an Grusel, überraschenden Momenten und Drama zu bieten, allerdings werden Leser, die hier einen reinen, möglicherweise sogar blutigen Horrorroman erwarten, enttäuscht werden, denn in diesem Werk findet der Horror oft nur im Kopf statt und ist teilweise sehr komplex, was für das Genre teilweise ungewöhnlich ist, von mir aber sehr gern gesehen wird.

Kurz gesagt: "Das Haus der finsteren Träume" ist insgesamt eine spannende, gruselige, aber auch tiefgründige und nachdenkliche Geschichte, die sich flott lesen lässt und neben Geistern und Monstern auch eine Familiengeschichte beinhaltet, die teilweise tragischer nicht sein kann. Von mir gibt es somit eine klare Empfehlung.

Veröffentlicht am 29.09.2021

spannender Thriller

Der Nachlass
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Nachdem ich bereits einige Thriller aus der Feder von Jonas Winner gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk "Der Nachlass", das auf den ersten Blick sehr interessant und spannungsgeladen ...

Nachdem ich bereits einige Thriller aus der Feder von Jonas Winner gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf sein neuestes Werk "Der Nachlass", das auf den ersten Blick sehr interessant und spannungsgeladen klang und somit direkt mein Interesse wecken konnte. Somit habe ich mir von "Der Nachlass" auch einiges versprochen und wurde am Ende nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und spannend und auch die Figuren haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, da sie allesamt gut ausgearbeitet sind und man sie dementsprechend gut kennen lernt und die meisten ihrer Bewegungssgründe und Gefühle nachvollziehen kann. Einzig etwas verwirrend und aus dem Lesefluss gebracht haben mich die vielen Zeitsprünge. Diesen werden zwar an jedem Kapitelanfang immer mit dem jeweiligen Datum versehen, was an sich gelungen ist, allerdings hat dies das ein oder andere Mal dann doch etwas gestört, weil mal hier und da ein Zeitsprung für mich nicht ganz gepasst hat.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Hedda Laurent ist verstorben, was bei ihrer Familie für große Trauer sorgt. Ernüchterung kommt aber schnell auf, als es zur Testatementseröffnung kommt, denn Hedda hat in ihrem Testament verfasst, dass es nur einen einzigen Erben geben wird. Wer das ist, stellt sich erst nach einem Wettkampf heraus, der die Familie nicht nur an ihre Grenzen bringt, sondern auch einige Gefahren, Erinnerungen und Überwindung mit sich bringt. Dabei wird auch die Vergangenheit der Familie durchleuchtet und aufgezeigt, was dazu geführt hat, dass Hedda einen Wettkampf austragen lässt.

Die Aufgaben führen dabei nicht nur teilweise die Teilnehmer an ihre Grenzen, sondern auch den Leser, denn manche der Aufgaben sind nicht nur brutal, sondern vor allem auch sehr ekelerregend, sodass ich das Buch tatsächlich das ein oder andere Mal zur Seite legen musste, weil der Autor die jeweiligen Situationen sehr detailiert schildert, sodass ich mir das meiste tatsächlich bildlich vorstellen konnte.

Kurz gesagt: "Der Nachlass" ist ein schonungsloser und spannender Thriller, der nicht nur mit interessanten und teilweisen ekelerregenden Aufgaben beeindrucken kann, sondern vor allem mit einer Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Von mir gibts eine klare Empfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere