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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2020

Guter Jugendthriller

A Good Girl’s Guide to Murder
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Obwohl ich auf "A Good Girl’s Guide to Murder" sehr gespannt war, war ich auch mindestens genauso skeptisch, da der Klappentext sehr an "One Of Us Is Lying" von Karen M. McManus erinnert. Dennoch habe ...

Obwohl ich auf "A Good Girl’s Guide to Murder" sehr gespannt war, war ich auch mindestens genauso skeptisch, da der Klappentext sehr an "One Of Us Is Lying" von Karen M. McManus erinnert. Dennoch habe ich "A Good Girl’s Guide to Murder" gerne eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht, denn hier erhält man einen spannungsgeladenen und packenden Jugendthriller.

Holly Jackson besitzt einen angenehmen Schreibstil, der sich fast durchweg spannend und flüssig liest. Die Figuren sind gut gezeichnet, authentisch und man lernt sie ausreichend kennen, um mit ihnen mitzufiebern. Gleichzeitig ist auch die Aufmachung des Buches sehr gelungen.

"A Good Girl’s Guide to Murder" ist dabei schnell erzählt: Vor fünf Jahren verschwand die Schülerin Andie Bell spurlos und nicht nur die Polizei, sondern auch der gesamte Ort sind sich sicher, dass nur ihr damaliger Freund Sal als Täter infrage kommt. Dies scheint sich auch für alle zu bestätigen, als dieser sich kurz darauf selbst das Leben nimmt, sodass Andies Fall schnell von der Polizei abgeschlossen wurde. Aber es gibt auch Menschen, die auch nach Jahren immer noch an Sals Unschuld glauben - so auch Pippa. Pippa nutzt ein Schulprojekt, um den Fall von damals noch einmal aufzurollen und möchte dabei auch gleichzeitig beweisen, dass Sal nicht für Andies Verschwinden verantwortlich ist. Dabei ahnt sie jedoch nicht, was sie damit alles in Bewegung setzt und scheint dabei auch schnell sehr in Gefahr zu geraten.

Pippas Ermittlungen werden sehr glaubwürdig erzählt und werden immer wieder durch Botschaften, Projekteinträge und anderes belegt, was "A Good Girl’s Guide to Murder" sehr authentisch wirken lässt und somit für noch mehr Spannung sorgt. Dabei mochte ich auch das Zusammenspiel zwischen Pippa und Ravi, Sals jüngerem Bruder, der sich ebenfalls an den Ermittlungen beteiligt.

Kurz gesagt: "A Good Girl’s Guide to Murder" ist ein spannender und ereignisreicher Jugendthriller, der mit authentischen und interessanten Figuren sowie einem tollen Schreibstil überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Gute Geschichte, aber kein Must Have

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Obwohl ich mich sehr auf "Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" gefreut habe, habe ich mich auch gleichzeitig gefragt, ob man diese eigenständige Fortsetzung von "P.S. Ich liebe dich" wirklich braucht. ...

Obwohl ich mich sehr auf "Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" gefreut habe, habe ich mich auch gleichzeitig gefragt, ob man diese eigenständige Fortsetzung von "P.S. Ich liebe dich" wirklich braucht. Nun, man kann dieses Buch sicherlich lesen und dieses kann auch tatsächlich überzeugen, allerdings ist es insgesamt eine Fortsetzung, die man nicht zwingend gebraucht hätte, da der Charme aus "P.S. Ich liebe dich" oftmals sehr verloren ging.

Dabei ist die Geschichte wirklich nicht schlecht: Der unverkennbare Schreibstil von Cecelia Ahern konnte mich wieder einmal überzeugen. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, ist teilweise sehr unterhaltsam, stimmt aber auch nachdenklich und ist sehr emotional. Während sich viele der Figuren wie Holly, aber auch ihre beste Freundin weiterentwickelt haben, bemerkt man aber auch, dass andere Figuren scheinbar jahrelang auf der Stelle standen, ohne auch nur eine einzige Entwicklung mitzumachen, was ich sehr schade finde. Die neuen Figuren, die hier eingebaut wurden, finde ich allesamt sympathisch, allerdings habe ich Daniel, der in "P.S. Ich liebe dich" zu Hollys engsten Freunden gehörte, schmerzlich vermisst, denn dieser wird in "Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" nicht einmal namentlich erwähnt, was sehr schade ist.

"Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" spielt sieben Jahre nach "P.S. Ich liebe dich" und zeigt, dass sich Holly mittlerweile ein neues Leben ohne ihren verstorbenen Ehemann Gerry aufgebaut hat. Sie hat einen Job, den sie liebt, pflegt weiterhin den Kontakt zu ihren Freunden und hat einen neuen Partner an ihrer Seite. Nachdem sie ihre Geschichte in einem Podcast erzählt hat, wird sie von einer kleinen Gruppe von Menschen angesprochen, die sich der "P.S. Ich liebe dich"-Club nennt. Die Mitglieder sind allesamt schwer krank und wollen ihren Liebsten noch letzte Botschaften hinterlassen, wie es auch Gerry bei Holly gemacht hat. Holly soll den Mitgliedern dabei helfen, allerdings fällt sie dadurch ein Stück weit in ihre eigene Vergangenheit zurück, was viele Erinnerungen und Emotionen in ihr hervorholt.

An sich ist die Idee wirklich nicht schlecht und ich habe das Buch auch sehr gerne gelesen, da ich es schön finde, dass man noch einmal einen so ausführlichen Blick in Hollys Leben erhält. Das Problem ist jedoch, dass manches für mich nicht mehr so funktioniert hat. Holly wirkt plötzlich unreifer als noch vor sieben Jahren, ihre Schwester ist weiterhin so verrückt wie eh und je und mag nicht wirklich erwachsen werden und auch bei allen anderen wirkt es so, als wäre die Zeit still gestanden, was doch sehr unglaubwürdig ist. Zwar haben einige in der Zeit Kinder bekommen, allerdings reicht mir dies nicht aus, um von einer wirklichen Weiterentwicklung zu sprechen. Trotzdem ist "Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" eine emotionale Geschichte, die mich gepackt hat und bei der ich auch das ein oder andere Tränchen verdrückt habe.

Kurz gesagt: "Postscript – Was ich dir noch sagen möchte" ist insgesamt eine interessante und emotionale Fortsetzung von "P.S. Ich liebe dich". So schön das Wiedersehen mit Holly, Sharon, John und Co. auch ist, so wenig hätte man die Fortsetzung auch gebraucht. Dennoch: Wer schon immer mal wissen wollte, wie es mit Holly nach Gerrys Tod weiterging, wird nun endlich seine Antwort bekommen. Für Fans der Autorin ist die Geschichte somit ein Muss.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Solide Geschichte

Mein Herz so schwarz
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Auf der Suche nach spannenden Thrillern bin ich unter anderem auf "Mein Herz so schwarz" von Jenny Blackhurst gestoßen. Da der Thriller nicht nur sehr spannend, sondern auch mysteriös klang, wollte ich ...

Auf der Suche nach spannenden Thrillern bin ich unter anderem auf "Mein Herz so schwarz" von Jenny Blackhurst gestoßen. Da der Thriller nicht nur sehr spannend, sondern auch mysteriös klang, wollte ich diesem unbedingt eine Chance geben. Nun, der erhoffte Kracher blieb leider aus, allerdings ist "Mein Herz so schwarz" für zwischendurch ganz gut geeignet und schenkt einen ein paar spannende Lesestunden.

Jenny Blackhurst erzählt die Geschichte spannungsgeladen und flüssig, manchmal jedoch ein wenig auch zu ausschweifend, was nicht unbedingt ins Genre passt, da der Spannungsbogen hierbei ein wenig gelockert wird. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt diese ausreichend kennen und ich konnte mich auch teilweise in sie hineinversetzen.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Am Tag ihrer Hochzeit stürzt sich Evie in den Tod. Obwohl ihre Leiche nicht gefunden wird, gibt es ausreichend Zeugen, die beweisen können, dass sie von einer Klippe gestürzt ist. Obwohl die Polizei direkt ihre Ermittlungen aufnimmt, ermitteln auch Evies beste Freundin Rebecca und Evies Ehemann auf eigene Faust, um zu erfahren, was Evie dazu bewegt hat, von der Klippe zu springen. Dabei kommen viele Geheimnisse ans Tageslicht, die zeigen, dass man Evie vielleicht doch nicht so gut kannte, wie man immer geglaubt hat.

Da "Mein Herz so schwarz" hauptsächlich aus der Sicht von Rebecca erzählt wird, lernt man diese nicht nur gut kennen, sondern auch die gemeinsame Vergangenheit mit Evie, die seit Kindheit an miteinander befreundet sind. Dabei wird die Geschichte allerdings leider nicht immer logisch erzählt, denn es häufen sich kleinere Logikfehler, die man zwar hier und da verzeihen kann, allerdings machte dadurch einiges keinen Sinn, was mehr als schade ist.

Kurz gesagt: "Mein Herz so schwarz" ist ein netter Thriller für zwischendurch mit interessanten Figuren, der hier und da einige wirklich spannende Szenen mit sich bringt, aber insgesamt der ganz große Kracher fehlte, um wirklich begeistert zu sein.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

Süße Geschichte

Spring! Vor allem über deinen Schatten
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"Spring! Vor allem über deinen Schatten" ist mir zunächst durch sein leider viel zu überladenes Cover aufgefallen, sodass ich ein wenig skeptisch war. Da die Kurzbeschreibung jedoch eine süße Geschichte ...

"Spring! Vor allem über deinen Schatten" ist mir zunächst durch sein leider viel zu überladenes Cover aufgefallen, sodass ich ein wenig skeptisch war. Da die Kurzbeschreibung jedoch eine süße Geschichte verspricht, habe ich mir doch noch einen Ruck gegeben und der Geschichte eine Chance gegeben. Zwar konnte mich die Geschichte letztendlich nicht gänzlich überzeugen, allerdings habe ich hier eine schöne Geschichte zwischen zwei jungen Mädchen vorgefunden, die durchaus unterhalten kann.

Mina Teichert besitzt einen sehr schönen und angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flott lesen lässt. In "Spring! Vor allem über deinen Schatten" erzählt sie die Geschichte von Coco und Pebbels, zwei ungleichen Mädchen, die als Freundinnen jedoch perfekt zusammenpassen und sich gegenseitig ergänzen.

Während Pebbels sehr ruhig wirkt, stets höflich ist und gerne im Hintergrund bleibt, ist Coco sehr viel lauter, fordender und liebt es im Vordergrund zu stehen. Was zunächst wie Tag und Nacht klingt, entpuppt sich als perfekte Freundschaft zwischen den ungleichen Mädchen, da sie nicht nur voneinander lernen, sondern auch jeweils von der anderen inspiriert werden. Dabei wird die Geschichte auf witzige Art erzählen. Gleichzeitig gibt es auch einen kleinen Kriminalfall in dieser Geschichte, denn Cocos Vater wird beschuldigt, einen Diebstahl begangen zu haben und Coco und Pebbels setzen alles daran, um seine Unschuld zu beweisen.

Obwohl mich die Geschichte sicherlich gut unterhalten kann und diese vor allem altersgerecht erzählt und jungen Lesern eine schöne Botschaft mit gibt, bin ich dennoch nicht gänzlich überzeugt, da mir insgesamt der ganz große Kracher gefehlt hat, um vollends begeistert zu sein.

Kurz gesagt: "Spring! Vor allem über deinen Schatten" ist eine schöne Geschichte über eine Mädchenfreundschaft, die voller kleiner Botschaften und Wortwitz steckt. Zwar ist es für mich nicht das größte Highlight, allerdings konnte mich die Geschichte trotz kleinerer Schwächen überzeugen.

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Veröffentlicht am 11.06.2020

Süß, aber oberflächlich

No Sweeter Kiss
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Nachdem mir bereits der erste Band der "Sweeter in the City"-Reihe einigermaßen gefallen hat, wollte ich auch dem zweiten Band "No Sweeter Kiss" eine Chance geben und war schon sehr gespannt, ob sich die ...

Nachdem mir bereits der erste Band der "Sweeter in the City"-Reihe einigermaßen gefallen hat, wollte ich auch dem zweiten Band "No Sweeter Kiss" eine Chance geben und war schon sehr gespannt, ob sich die Autorin in ihrem Schreibstil ein wenig gebessert hat und der Geschichte und den Figuren mehr Tiefe verleiht. Leider ist dies nicht der Fall, sodass ich von "No Sweeter Kiss" leider nicht allzu sehr begeistert bin.

Die Geschichte liest sich zwar wieder recht zügig, allerdings wirkt alles wieder sehr oberflächlich, was mehr als schade ist, denn die Geschichte bietet an sich sehr vieles, was man ausführlicher und tiefgehender thematisieren könnte. Leider bleiben jedoch die Figuren dabei flach und besitzen kaum Ecken und Kanten und aufgrund dessen konnte ich mich kaum in sie hineinversetzen. Dies ist sehr schade, denn wenn ein Autor in seinen Büchern alles immer nur andeutet, kann dies auf Dauer nicht gut gehen.

"No Sweeter Kiss" ist dabei schnell erzählt: Bens Leben ändert sich von einem auf den anderen Tag, als seine Frau nicht nur ihn, sondern auch die gemeinsame Tochter verlässt. Für ihn beginnt dadurch nicht nur ein neues Leben, sondern er nimmt sich auch fest vor, in absehbarer Zeit nicht mehr sein Herz zu verschenken. Dieses Vorhaben bröckelt jedoch immer mehr, als er auf seine neue Nachbarin Mary trifft. Mary kennt man bereits aus dem ersten Band "No Sweeter Summer", da sie dort als Lilas Schwester eine kleine Nebenrolle spielt.

Die Art und Weise, wie Ben und Mary dabei miteinander umgehen, ist stellenweise süß, manchmal auch ein wenig anstrengend, da besonders Ben aufgrund seiner Erfahrungen oftmals recht ruppig daher kommt. An sich ist dies wirklich eine schöne, wenn auch vorhersehbare Geschichte, die kleinere Höhen und Tiefen mit sich bringt, allerdings hätte mir diese deutlich besser gefallen, wenn man den Figuren noch mehr Tiefe verliehen und dem Leser noch intimere Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt offenbart hätte.

Kurz gesagt: "No Sweeter Kiss" ist insgesamt eine süße Geschichte, die für einen verregneten Lesenachmittag gut geeignet ist. Allerdings verzichtet die Autorin auch hier wieder einmal auf eine gewisse Tiefe und lässt die Geschichte leider durchgehend oberflächlich erscheinen. Kann man mögen, muss man aber nicht.

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