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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2020

Wie ein guter B-Movie

Kill Creek
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Vier erfolgreiche Horror-Autoren und ein verlassenes Haus mit düsterer Vergangenheit - diese Stichpunkte haben bereits ausgereicht, um mein Interesse zu wecken und somit hatte ich sehr hohe Erwartungen ...

Vier erfolgreiche Horror-Autoren und ein verlassenes Haus mit düsterer Vergangenheit - diese Stichpunkte haben bereits ausgereicht, um mein Interesse zu wecken und somit hatte ich sehr hohe Erwartungen an "Kill Creek", das aus der Feder von Scott Thomas stammt. Hier habe ich mir eine spannende, teilweise gruselige und mysteriöse Geschichte erhofft und wurde auch nicht enttäuscht, denn bis auf wenige kleine Schwächen hat mir "Kill Creek" gut gefallen.

Beim Schreibstil erkennt man schnell, dass sich der Autor stellenweise an andere Autoren aus dem Genre gehalten hat, was jedoch gar nicht schlimm ist, denn die Geschichte konnte mich sowohl mit ruhigen Momenten begeistern, als auch mit Szenen, in denen nahezu alles auf einmal passiert. Dass dabei ein Ungleichgewicht im Tempo herrscht, ist allerdings gar nicht mal problematisch, da dies bei dem Genre nicht nur sehr häufig vorkommt, sondern auch wie ein Horrorfilm aufgebaut ist.

Die Idee, dass hier vier erfolgreiche Horror-Autoren über Nacht in einem scheinbar verfluchten Haus bleiben und überprüfen wollen, was hinter dem Mythos des Hauses steckt, ist interessant und bietet ein tolles Setting. Auch die Tatsache, dass dies per Livestream weltweit übertragen wird und ein erster Todesfall mit sich bringt, sorgt für ordentlich Spannung und kleinere Wendungen, die der Geschichte gut getan haben. Auch die Autoren selbst sind interessant, wenn auch stellenweise unnahbar. Gleichzeitig ist es interessant, dass sie auch allesamt ihre Geheimnisse haben, die lieber nicht ans Tageslicht geraten sollen.

Die Auflösung, bzw. das Ende ist zwar am Ende ein wenig zu oberflächlich und brachte nicht mehr die erhoffte Spannung mit sich, allerdings ändert das nichts am insgesamt guten Eindruck.

Somit ist "Kill Creek" eine gelungene Horrorgeschichte, die sehr an B-Movies aus dem Genre erinnert und mich mit interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Spannend

Die Lüge
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Da ich Thriller und Krimis, die in Schweden spielen, sehr mag, habe ich mich schon sehr auf "Die Lüge" von Mattias Edvardsson gefreut und mich auf eine spannende und ereignisreiche Geschichte eingestellt. ...

Da ich Thriller und Krimis, die in Schweden spielen, sehr mag, habe ich mich schon sehr auf "Die Lüge" von Mattias Edvardsson gefreut und mich auf eine spannende und ereignisreiche Geschichte eingestellt. Diese habe ich auch letztendlich erhalten, auch wenn ich zugeben muss, dass die Geschichte nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt.

"Die Lüge" liest sich nicht nur sehr flüssig, sondern auch spanneennd. Der Autor schafft es mit nur wenigen, knackigen Worten für Spannung zu sorgen, indem er sich auf das Wesentliche konzentriert und auf blumige Umschreibungen komplett verzichtet. Dies gilt auch für die Dialoge, die manchmal dadurch zwar sehr nüchtern daherkommen, was aber insgesamt gut zu den Figuren und zum Setting passt. Die Figuren sind gelungen. Zwar sind hier und da die typischen Stereotypen enthalten, die natürlich allesamt ihre Geheimnisse haben und damit nicht nur eine einzige Lüge im Raum steht, allerdings fand ich sie dennoch fast allesamt sehr interessant.

Hierbei steht der Mord, an dem die 19-jährige Stella beschuldigt wird, deutlich im Vordergrund. Aus verschiedenen Perspektiven wird daher die Vergangenheit, aber auch die Gegenwart rund um diesen Fall erzählt. Hierbei ist es besonders interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Figuren einige Momente auffassen und empfinden. Hierbei wird auch schnell klar, dass der Mord an dem Mann zwar insgesamt deutlich im Vordergrund steht, es allerdings auch sehr viele andere Dinge gibt, die in diesem Buch aufgedeckt werden, denn hier gibt es nicht nur eine große Lüge, sondern gleich mehrere.
Diese werden auf unterschiedliche Art und Weise aufgedeckt, denn diese sind mal traurig, mal schockierend, denn letztendlich gibt es immer jemanden, der einen anderen Menschen nur beschützen möchte. Sei es aus Selbstschutz, Liebe oder anderen Dingen.

Die Auflösung rund um Stella, ihren Eltern Adam und Ulrika und Co. hat mir insgesamt gut gefallen, allerdings hätte ich es noch ein wenig besser gefunden, wenn der Autor insgesamt mehr Verwirrungen und Wendungen in die Geschichte eingebaut hätte, damit die Spannung bis zum Schluss konsequent aufrecht erhalten bleibt.

Das Cover hat mich direkt angesprochen und passt nahezu perfekt zur Geschichte und zur Atmosphäre, die in dem Buch vorherrscht. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen und war der Grund, weshalb ich dem Buch nur allzu gerne eine Chance gegeben habe.

Somit ist "Die Lüge" insgesamt ein spannender und ereignisreicher Thriller mit interessanten Figuren, der aber nicht ganz ohne kleinere Schwächen auskommt. Wer sich für Thriller aus Skandinavien im Allgemeinen interessiert, sollte "Die Lüge" eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 16.05.2020

Es war nicht meins....

Ein Moment für die Ewigkeit
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Da ich früher ein großer Fan von Abbi Glines war, aber schon länger mehr keines ihrer Bücher gelesen habe, weil mich viele ihrer Werke zuletzt enttäuscht hatten, wollte ich der Autorin nach langer Zeit ...

Da ich früher ein großer Fan von Abbi Glines war, aber schon länger mehr keines ihrer Bücher gelesen habe, weil mich viele ihrer Werke zuletzt enttäuscht hatten, wollte ich der Autorin nach langer Zeit mal wieder eine Chance geben. Ausgesucht habe ich mir dafür "Ein Moment für die Ewigkeit". Leider entpuppte sich die Geschichte jedoch zum absoluten Flop für mich, sodass dies wohl auch mein letztes gelesene Buch von der Autorin sein wird.

Zugegeben: Der Schreibstil der Autorin ist schon immer sehr einfach gehalten, aber dieses Mal liest sich das Buch sehr lieblos und lustlos. Besonders zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt ist das Niveau sehr unterschiedlich, dass ich mich ernsthaft gefragt habe, ob Abbi Glines letztendlich keine Ideen mehr hatte. Leider sind auch die Figuren sehr blass und austauschbar. Sie sind zwar an sich stellenweise sympathisch und ich konnte mich besonders stellenweise in Vale hineinversetzen, allerdings gibt es keine einzige Figur, die bei mir sonderlich lange im Gedächtnis bleiben wird, da sie austauschbar und ohne Tiefe sind.

Außerdem enttäuscht es mich zunehmends, dass Abbi Glines in ihrer "Wunderschöne, unsichere Frau trifft auf den sexy Bad Boy"-Schiene festgefahren ist. Dies mag zwar bei einigen ihrer Reihen gut funktioniert haben, allerdings wünsche ich mir da doch mehr Vielseitigkeit und Figuren, die man nicht bereits nach den ersten zehn Seiten genau einschätzen kann.

Die Liebesgeschichte wirkt größtenteils kitschig, klischeehaft und vorhersehbar. Abbi Glines hat zwar hier und da ein paar kleinere Wendungen und Verwirrungen eingebaut, aber letztendlich verläuft sie doch im Großen und Ganzen so, wie man es erwartet, was ich sehr schade finde.

Das Cover sieht war an sich ganz gut aus, hat aber so gar nichts mit den bisherigen Werken von der Autorin gemeinsam, die quasi allesamt aufeinander abgestimmt waren, was ein wenig irritiert. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen sehr gut. Schade, dass der Inhalt letztendlich nicht mithalten konnte.

Kurz gesagt: Obwohl ich Abbi Glines grundsätzlich immer sehr gerne gelesen habe, hat mich "Ein Moment für die Ewigkeit" doch sehr enttäuscht. Das Buch wirkt lieblos geschrieben, die Figuren sind ohne jegliche Tiefe und auch sonst habe ich den typischen Stil von Abbi Glines sehr vermisst. Sehr schade, hier wäre mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 14.05.2020

Gute Unterhaltung

Dann bleiben wir eben zu Hause! (Die Online-Omi 13)
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In Zeiten der Corona-Krise haben die Menschen leider nur wenig zu lachen. Dass es aber auch anders sein kann, beweist Renate Bergmann mit "Dann bleiben wir eben zu Hause!". Obwohl ich Renate Bergmann sehr ...

In Zeiten der Corona-Krise haben die Menschen leider nur wenig zu lachen. Dass es aber auch anders sein kann, beweist Renate Bergmann mit "Dann bleiben wir eben zu Hause!". Obwohl ich Renate Bergmann sehr gerne auf Twitter folge, war ich dennoch skeptisch, ob mir das Buch wirklich gefallen wird, allerdings konnte mich das doch recht dünne Buch tatsächlich gut unterhalten.

Renate Bergmann ist das Pseudonym von Torsten Rohde, der regelmäßig die neuesten Abenteuer von der Rentnerin auf Papier bringt. Da Frau Bergmann mit ihren 82 Jahren und "ein bisschen Zucker" zu den Risikogruppen in Deutschland gehört, begibt sie sich freiwillig in Quarantäne und erzählt dabei von ihrem Alltag. Hierbei wird nicht nur ausführlich über das Home Office ihrer Familie geschrieben, sondern auch von Freunden und Bekannten und wie deren Alltag durch das Virus eingeschränkt ist. Dabei ist Frau Bergmann stets aktuell und mit Menschen via Skype, WhatsApp und Telefon in Kontakt. Gleichzeitig gibt es auch zahlreiche kleinere Haushaltstipps, Rezepte und Ideen, was man in der Quarantänezeit alles daheim machen kann.

So charmant und witzig das Buch auch ist, so schnell merkt man, dass es innerhalb kürzester Zeit geschrieben wurde und noch schneller in Druck gegangen ist, denn die gerade einmal achtzig Seiten wurden durch gleich mehrere Rezepte und deren ausführlicher Beschreibung sehr in die Länge gestreckt, sodass das Buch sonst vielleicht nur auf sechzig Seiten gekommen wäre. In diesen verrückten Zeiten ist das in Ordnung, allerdings merkt man schon, dass man noch schnell etwas zu dem Thema Quarantäne veröffentlichen wollte, bevor es wieder veraltet ist.

Kurz gesagt: "Dann bleiben wir eben zu Hause!" ist ein kurzes, knackiges Buch rund um das Thema Quarantäne in Corona-Zeiten, das mich trotz kleinerer Bedenken gut unterhalten konnte. Wer Renate Bergmann mag oder einfach nur etwas zum Lachen braucht, sollte diesem Buch eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Japan für Zuhause

Kochen wie in Japan
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Da ich die japanische Küche bereits seit Jahren sehr liebe und besonders gerne Ramen-Rezepte ausprobiere, war ich schon sehr gespannt auf "Kochen wie in Japan" von Kaoru Iriyama. Auf knapp 140 Seiten werden ...

Da ich die japanische Küche bereits seit Jahren sehr liebe und besonders gerne Ramen-Rezepte ausprobiere, war ich schon sehr gespannt auf "Kochen wie in Japan" von Kaoru Iriyama. Auf knapp 140 Seiten werden hierbei insgesamt sechzig Rezepte präsentiert, die nicht nur Schritt für Schritt erklärt werden, sondern auch relativ simpel nachzukochen sind.

Ob Suppen, Reis- und Nudelgerichte, Fisch, andere Hauptspeisen oder auch Desserts: Hier ist für jeden Etwas dabei. Viele der Rezepte sind vegetarisch, teilweise auch vegan, sodass nicht nur Fleisch- und Fischliebhaber hier tolle Rezepte entdecken können.

Neben den vielen tollen Rezepten gibt es auch immer wieder kleinere Anekdoten über die Küche Japans, die nicht nur sehr charmant geschrieben sind, sondern auch wissenswert sind.

Somit ist "Kochen wie in Japan" eine wunderbare und inspirierende Rezeptsammlung, die ich jedem wärmsten empfehlen kann, der sich zukünftig vermehrt mit der japanischen Küche beschäftigen möchte.

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