Wie ein guter B-Movie
Kill CreekVier erfolgreiche Horror-Autoren und ein verlassenes Haus mit düsterer Vergangenheit - diese Stichpunkte haben bereits ausgereicht, um mein Interesse zu wecken und somit hatte ich sehr hohe Erwartungen ...
Vier erfolgreiche Horror-Autoren und ein verlassenes Haus mit düsterer Vergangenheit - diese Stichpunkte haben bereits ausgereicht, um mein Interesse zu wecken und somit hatte ich sehr hohe Erwartungen an "Kill Creek", das aus der Feder von Scott Thomas stammt. Hier habe ich mir eine spannende, teilweise gruselige und mysteriöse Geschichte erhofft und wurde auch nicht enttäuscht, denn bis auf wenige kleine Schwächen hat mir "Kill Creek" gut gefallen.
Beim Schreibstil erkennt man schnell, dass sich der Autor stellenweise an andere Autoren aus dem Genre gehalten hat, was jedoch gar nicht schlimm ist, denn die Geschichte konnte mich sowohl mit ruhigen Momenten begeistern, als auch mit Szenen, in denen nahezu alles auf einmal passiert. Dass dabei ein Ungleichgewicht im Tempo herrscht, ist allerdings gar nicht mal problematisch, da dies bei dem Genre nicht nur sehr häufig vorkommt, sondern auch wie ein Horrorfilm aufgebaut ist.
Die Idee, dass hier vier erfolgreiche Horror-Autoren über Nacht in einem scheinbar verfluchten Haus bleiben und überprüfen wollen, was hinter dem Mythos des Hauses steckt, ist interessant und bietet ein tolles Setting. Auch die Tatsache, dass dies per Livestream weltweit übertragen wird und ein erster Todesfall mit sich bringt, sorgt für ordentlich Spannung und kleinere Wendungen, die der Geschichte gut getan haben. Auch die Autoren selbst sind interessant, wenn auch stellenweise unnahbar. Gleichzeitig ist es interessant, dass sie auch allesamt ihre Geheimnisse haben, die lieber nicht ans Tageslicht geraten sollen.
Die Auflösung, bzw. das Ende ist zwar am Ende ein wenig zu oberflächlich und brachte nicht mehr die erhoffte Spannung mit sich, allerdings ändert das nichts am insgesamt guten Eindruck.
Somit ist "Kill Creek" eine gelungene Horrorgeschichte, die sehr an B-Movies aus dem Genre erinnert und mich mit interessanten Figuren und einem tollen Setting überzeugen konnte.