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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2019

Schöne Sammlung

Keine Ahnung, ob das richtig ist
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Nachdem ich bereits „Eines Tages, Baby“, „Jetzt, Baby“, „Wir können alles sein, Baby“ und "Keine Ahnung, ob das Liebe ist" von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger ...

Nachdem ich bereits „Eines Tages, Baby“, „Jetzt, Baby“, „Wir können alles sein, Baby“ und "Keine Ahnung, ob das Liebe ist" von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr neuestes Werk „Keine Ahnung, ob das richtig ist, welches ebenfalls Poetry-Slam Texte beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass mich das Buch insgesamt ganz gut berühren konnte und unterhalten hat.

„Keine Ahnung, ob das richtig ist“ besteht – wie auch ihre anderen Werke – aus zahlreichen Texten und Illustrationen von Julia Engelmann, die sich bei der Ausarbeitung des Buches wieder einmal wirklich große Mühe gegeben hat. Ich muss zwar sagen, dass ich auch hier einige Texte wieder einmal als sehr kommerziell und zu durchdacht empfunden habe, allerdings muss ich ebenfalls zugeben, dass mir sehr viele Texte zugesagt und aus dem Herzen gesprochen haben, sodass man aus Engelmanns Texten definitiv einiges mitnehmen kann.

Positiv ist auch, dass die Texte sich mittlerweile deutlich erwachsener und reifer lesen. Julia Engelmann hat zwar bereits auch früher eine gewisse Tiefe in ihre Texte gelegt, allerdings empfand ich diese in „Keine Ahnung, ob das richtig ist“ weitaus tiefgründiger, als ihre bisherigen Veröffentlichungen, die oftmals noch unausgereift wirkten.

Wunderschön ist wieder einmal die Aufmachung des Buches. Obwohl dies wieder relativ dünn ist, hat man sich dennoch wieder sehr viel Mühe gegeben. Dies fängt mit der Covergestaltung an und endet mit den Illustrationen im Buch, die gut zu den einzelnen Texten passen. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal schwammig, allerdings habe ich hierbei auch nicht allzu viel erwartet, da man die Texte schließlich nicht vorweg nehmen kann.

Kurz gesagt: „Keine Ahnung, ob das richtig ist“ ist für mich – neben „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“ – die bislang beste Textsammlung von Julia Engelmann, die mich mit ihren Texten berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin somit von ihren Texten positiv überrascht und freue mich bereits auf weitere Werke von ihr.

Veröffentlicht am 26.10.2019

kindgerechter Gruselfaktor

Willkommen in Monsterville
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Zwischendurch darf es auch gerne mal ein Kinderbuch sein - und da es gerade so gut in die Jahreszeit passt, fiel meine Wahl auf "Willkommen in Monsterville" von Adam Monster. Meine Erwartungen waren hierbei ...

Zwischendurch darf es auch gerne mal ein Kinderbuch sein - und da es gerade so gut in die Jahreszeit passt, fiel meine Wahl auf "Willkommen in Monsterville" von Adam Monster. Meine Erwartungen waren hierbei recht hoch angesetzt und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, besitzt einen großen Gruselfaktor, ist aber dennoch kindgerecht, sodass Leser ab dem 9. Lebensjahr hier durchaus ihren Spaß haben dürften. Die Figuren, aber auch die Monster, Mumien, Vampire und Werwölfe sind gut beschrieben, und auch Bens neuer Wohnort Ost-Emerson wird so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein.

Die Idee, dass Ben und seine Freundin Lucy die Einzigen im Ort sind, die die Monster sehen können, ist nett gemacht und sorgt dabei für einige spannende und gruselige Momente. Gleichzeitig werden hier aber auch ernstere Themen angesprochen, denn Ben und seine Mutter sind nach der Scheidung der Eltern von New York nach Ost-Emerson gezogen, sodass Ben nicht nur die Scheidung seiner Eltern verkraften muss, sondern auch eine neue Umgebung, was ihn anfänglich schwer fällt.

Wunderschön und sehr passend sind auch die Illustrationen von Thomas Hussung, der den Monstern und der Umgebung Leben einhaucht. Dabei werden die Monster, Zombies und Co. mal niedlich, mal gruselig, aber immer sehr detailliert dargestellt, sodass es dabei immer wieder was zu entdecken gibt.

Somit ist "Willkommen in Monsterville" insgesamt ein spannender und gruseliger Auftakt der "Monsterville"-Reihe, der besonders in die Halloween- und Herbstzeit passt. Klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 26.10.2019

Abgebrochen

Die Arena: Grausame Spiele
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"Die Arena: Grausame Spiele" gehört für mich zu den Büchern, die ich in diesem Jahr unbedingt lesen wollte, sodass ich es mir direkt am Erscheinungstag gekauft habe. Meine Erwartungen waren somit enorm ...

"Die Arena: Grausame Spiele" gehört für mich zu den Büchern, die ich in diesem Jahr unbedingt lesen wollte, sodass ich es mir direkt am Erscheinungstag gekauft habe. Meine Erwartungen waren somit enorm hoch, allerdings war ich am Ende so enttäuscht, dass ich das Buch nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe.

Das wohl größte Problem an dem Buch ist wohl die Tatsache, dass es zwar anfänglich sehr interessant klang, ich allerdings immer wieder das Gefühl hatte, bereits etwas Ähnliches gelesen zu haben. So wirkte es schon fast so, als hätte man gleich mehrere Bücher zu einem zusammengeschrieben. Man muss zwar zugestehen, dass der Zirkus mal ein anderes Setting ist, allerdings gab es das ganze Drumherum bereits haufenweise in anderen Büchern.

Dazu wirken die Figuren stellenweise sehr unsympathisch und blass, sodass ich mit keinem einzigen Charakter wirklich mitfiebern konnte, was mehr als schade ist. Ben und Hoshiko, aus deren Sicht das Buch abwechselnd erzählt wird, sind zwar an sich nett ausgearbeitet, allerdings sehr austauschbar, da sie bereits an sehr viele andere Figuren aus Dystopien erinnern.

Zudem gibt es hier noch eine Liebesgeschichte, die nicht so wirklich in die Geschichte hineinpassen möchte und alles andere als authentisch wirkt Gleichzeitig ist das Buch viel zu brutal, was doch teilweise sehr schockierend ist, wenn man bedenkt, dass das Buch bereits für Leser ab zwölf Jahren geeignet ist.

Somit bin ich von der Geschichte insgesamt sehr enttäuscht und habe es nach knapp 270 Seiten abgebrochen.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Berührende Geschichte

Wer ist Edward Moon? - Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2020
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Nachdem ich die letzten Werke von Sarah Crossan geradezu verschlungen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt ihr neuestes Werk „Wer ist Edward Moon?“ lesen möchte. Meine Erwartungen ...

Nachdem ich die letzten Werke von Sarah Crossan geradezu verschlungen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt ihr neuestes Werk „Wer ist Edward Moon?“ lesen möchte. Meine Erwartungen an die Geschichte waren riesig und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Sarah Crossan beweist hierbei wieder einmal, wie einfühlsam ihre Sprache doch ist. Oberflächlichkeiten sind hier Mangelware und die Geschichte liest sich trotz der doch ernsten Thematik leicht und flüssig, sodass ich leider viel zu schnell durch die Seiten geflogen bin. Dazu sind die Figuren liebevoll gezeichnet, man lernt sie und ihr Leben ausreichend kennen, allerdings muss ich auch zugeben, dass mir nicht jede Figur sympathisch ist, was bei diesem Werk allerdings auch keine Voraussetzung ist.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des 17-jährigen Joe Moon, der vollkommen auf sich allein gestellt zu seinem Bruder durchs halbe Land reist, um ihn in seinen letzten Tagen im Todestrakt zu besuchen. Sein Bruder Edward, der gerade einmal zehn Jahre älter ist, wurde wegen Mordes an einem Polizisten zum Tode verurteilt und soll in wenigen Wochen per Giftspritze hingerichtet werden. Für Joe, der seinen Bruder immer als Vorbild und Bezugsperson angesehen hat, brechen somit harte Zeiten an, da er ohne Job und Geld auf sich allein gestellt ist.

Neben den aktuellen Geschehnissen im Todestrakt wird auch die Vergangenheit von Joe und Edward durchleuchtet, denn hierbei darf man als Leser feststellen, wie eng die beiden Brüder immer miteinander befreundet waren. Gleichzeitig lernt man auch das doch sehr kaputte Familienleben der Moons kennen. Neben Edward und Joe gibt es noch deren Schwester Angela und eine Tante, die sich um den Zusammenhalt der Familie kümmert. Während der Vater bereits verstorben ist, kümmert sich ihre Mutter nur wenig um ihre Kinder und lebt lieber ihr eigenes Leben.

Auch das Leben im Todestrakt ist sehr schwere Kost, denn hier stellt man sich selbst immer wieder die Frage, ob Edward wirklich ein Mörder ist, oder ob er - wie er behauptet - nur hereingelegt wurde. Gleichzeitig ist es auch interessant, wie sehr Edward und dessen Anwalt um eine Begnadigung, bzw. Aufschiebung der Todesstrafe kämpfen. Hierbei wird nicht nur immer immens Hoffnung geschöpft, sondern auch aufgezeigt, welch psychische Belastungen ein Häftling im Todestrakt durchstehen muss.

Das Cover verbreitet eine gewisse Melancholie, ist aber dennoch schön anzusehen und passt hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Kurz gesagt: "Wer ist Edward Moon" ist eine emotionale und nachdenklich stimmende Geschichte, die zwar mit einer sehr schweren Thematik daher kommt, aber dennoch durchaus auch unterhaltsam sein kann. Neben interessanten Figuren bekommt man einen authentischen Einblick in einen Todestrakt und erlebt sämtliche Emotionen hautnah mit. Wer bereits andere Bücher von Sarah Crossan mochte, wird auch "Wer ist Edward Moon" lieben.

Veröffentlicht am 18.10.2019

klischeehaft und belanglos

OMG, diese Aisling!
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Als ich zum ersten Mal von "OMG, diese Aisling!" gehört habe, habe ich mir hierbei eine perfekte Mischung aus "Bridget Jones", den typischen Frauenromanen von Kerstin Gier und der "Schnäppchenjägerin"-Reihe ...

Als ich zum ersten Mal von "OMG, diese Aisling!" gehört habe, habe ich mir hierbei eine perfekte Mischung aus "Bridget Jones", den typischen Frauenromanen von Kerstin Gier und der "Schnäppchenjägerin"-Reihe erhofft. Meine Erwartungen waren somit sehr hoch angesetzt, aber leider war ich am Ende doch sehr enttäuscht, da mich das Buch leider nicht überzeugen konnte.

Man muss zwar sagen, dass sich "OMG, diese Aisling!" im Großen und Ganzen sehr flott liest, aber leider muss man auch sagen, dass alles doch insgesamt sehr belanglos und chaotisch wirkt. Man merkt zwar, dass man sich bei der Ausarbeitung der Figuren etwas gedacht hat, allerdings sind diese leider auch sehr häufig unsympathisch und zu sehr aufgesetzt, sodass ich mich mit Aisling und Co. nicht anfreunden konnte.

Das größte Problem bei "OMG, diese Aisling!" sind jedoch die zahlreichen Klischees, die zunehmends nerviger wurden. Natürlich muss man bei diesem Genre mit dem ein oder anderen Klischee rechnen, allerdings gibt es hier eine Aneinanderreihung von Klischees und chaotischen Momenten, die man bereits aus zahlreichen anderen Büchern aus dem Genre kennt, sodass ich hier weder großartig überrascht, noch unterhalten werden konnte.

Gleichzeitig ist sämtliches Handeln der Charaktere einfach nicht nachvollziehbar, sodass die vielen Abschnitte, die in Aislings Leben geschehen, einfach nur anstrengend sind und bei mir für so manches Kopfschütteln gesorgt haben. Die Freundschaften, die in diesem Buch geschlossen werden, wirken wie Zweckbeziehungen und das sogenannte Liebesdreieick, das hier entstanden ist, ist ebenfalls alles andere als glaubwürdig, sodass ich das Buch am liebsten schon vorzeitig abgebrochen hätte.

Somit konnte mich "OMG, diese Aisling!" mit seinen vielen Klischees und aufgesetzten Figuren leider nicht überzeugen.