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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2017

Spannende Geschichte

Regenzeit
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"Regenzeit" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Albträume" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe ...

"Regenzeit" ist eine knapp fünfzig Seiten lange Kurzgeschichte, die in Deutschland in der Kurzgeschichten-Sammlung "Albträume" erschienen ist. Da ich schon viele Kurzgeschichten aus der „Story Selection“-Reihe von Stephen King gelesen habe, musste auch diese unbedingt auf meinem Reader landen und ich muss sagen, das mich der Autor wieder einmal überzeugen konnte.

Stephen King konnte dabei wieder einmal mit seinem grandiosen Schreibstil bei mir punkten: Stellenweise salopp, immer direkt, es wird nichts beschönigt und gleichzeitig kann man sich in nahezu jeden einzelnen Moment hineinversetzen, sodass "Regenzeit" letztendlich sehr gut durchdacht wirkt.

Hierbei geht es um die Stadt Willow im Bundesstaat Maine. Obwohl Maine im Sommer gerne von Touristen belagert wird, ist Willow nahezu frei von Touristen und das aus einem durchaus guten Grund, denn hier regnet es alle sieben Jahre, genauer gesagt am 17. Juni, Kröten vom Himmel, die ein Opfer erhalten wollen. Zur gleichen Zeit treffen John und seine Ehefrau Elise in Willow ein und wollen dort den Sommer über verbringen. Sie werden direkt gewarnt, nicht in dem Ort zu übernachten, allerdings nehmen sie sämtliche Warnungen nicht ernst und müssen mit den schlimmsten Konsequenzen rechnen...

So gut und spannend die Geschichte auch erzählt wird und so gut die Kröten auch dargestellt werden, fand ich das Ende ein wenig enttäuschend. Zwar ist die Geschichte durchweg interessant und vieles wird auch gut erklärt, allerdings hätte ich gerne noch viel mehr erfahren, wieso ausgerechnet Willow heimgesucht wird und warum es ausgerechnet Kröten sind.

Das Cover ist nicht besonders ansprechend und enthält lediglich den Namen des Autors und den Titel. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, denn diese liest sich so interessant, dass ich direkt mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: „Regenzeit“ ist eine spannende Geschichte mit einem schonungslosen Ritual und interessanten Figuren, sodass ich mich durchaus das ein oder andere Mal gegruselt habe. Somit kann ich auch diese Kurzgeschichte nur wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 25.06.2017

Vielversprechender Auftakt

Jade & Shep
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Da ich bislang jedes Buch von Monica Murphy gelesen habe und die "Fair Game"-Trilogie von englischsprachigen Blogs bereits gefeiert wurde, habe ich mich sehr auf "Jade & Shep", dem Auftakt der Trilogie, ...

Da ich bislang jedes Buch von Monica Murphy gelesen habe und die "Fair Game"-Trilogie von englischsprachigen Blogs bereits gefeiert wurde, habe ich mich sehr auf "Jade & Shep", dem Auftakt der Trilogie, gefreut. Hier habe ich mir eine spannende und prickelnde Geschichte erhofft und wurde nicht enttäuscht.

Monica Murphy konnte mich auch hier mit ihrem unvergleichbaren Schreibstil wieder einmal überzeugen. Das Setting ist super, die Figuren gut ausgearbeitet, ab und zu erlebt man sarkastische und spannende Momente und die prickelnden Augenblicke dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen. Dazu liest sich die Geschichte wieder einmal sehr flott, sodass ich das Buch leider viel zu schnell wieder ausgelesen habe.

Mit Jade und Shep lernt man hier zwei ganz besondere Figuren kennen, auf die man sich einfach einlassen muss. Während Shep doch sehr der Draufgänger ist und stellenweise auch oberflächlich wirkt, ist Jade mir dagegen von Anfang an sympathisch gewesen, auch wenn sie stellenweise sehr unsicher wirkt. Dies ist aber nicht schlimm, da man sich als Frau so besser in sie hineinversetzen kann.

Die Geschichte zwischen Jade und Shep ist sehr prickelnd und stellenweise auch sinnlich, allerdings alles noch im Rahmen, sodass die Autorin hier schöne Szenen beschreibt, die allerdings auch manchmal alles andere als romantisch sind. Dadurch wurde hier eine tolle Atmosphäre zwischen ihnen geschaffen, die mir gefallen hat. Zwar muss man auch sagen, dass die Geschichte an vielen Stellen sehr vorhersehbar wirkt, allerdings lässt sich dies bei dem Genre auch nur schwer vermeiden.

Bei dem Cover bin ich vor allem froh, dass man hierbei das Cover der US-Ausgabe übernommen hat, denn dies passt meiner Meinung nach perfekt zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Jade & Shep“ ist ein würdiger, prickelnder und gut ausgearbeiteter Auftakt der „Fair Game“-Trilogie und konnte mich mit interessanten Figuren und einem tollen Schreibstil überzeugen. Somit freue ich mich bereits auf die anderen beiden Bände.

Veröffentlicht am 24.06.2017

Gelungener Auftakt

Dunkles Omen – Ein Cainsville-Thriller
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Bücher von Kelley Armstrong habe ich schon immer gerne gelesen, da sie mich immer mit einem packenden Schreibstil und vielen Ideen begeistern konnte, von daher war ich auch schon sehr auf "Dunkles Omen" ...

Bücher von Kelley Armstrong habe ich schon immer gerne gelesen, da sie mich immer mit einem packenden Schreibstil und vielen Ideen begeistern konnte, von daher war ich auch schon sehr auf "Dunkles Omen" gespannt. Dies ist der Auftakt der "Cainsville"-Reihe, die derzeit aus fünf Bänden besteht, in Deutschland jedoch erst der erste Band erschienen ist. Hier habe ich mir eine spannende und ereignisreiche Geschichte erhofft und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist wieder einmal sehr gelungen: Spannend, packend, sehr detailliert und mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren. Die Geschichte wird dabei nicht nur zum Großteil aus der Sicht von Olivia erzählt, sondern auch immer mal wieder von verschiedenen Menschen. Dadurch lernt man die einzelnen Figuren nicht gut kennen, sondern bekommt auch einen guten Einblick in das Leben in Cainsville.

In "Dunkles Omen" geht es um Olivia, die eigentlich alles hat, was man sich nur wünschen kann: Ein sicheres Zuhause, einen tollen Verlobten und eine Welt, in der ihr sämtliche Türen offen stehen. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als Olivia erfährt, dass sie eigentlich Eden heißt und die Tochter von Serienmördern ist. Da sie dies ausgerechnet über die Presse erfährt, die ihr aufgelauert haben, droht ihre heile Welt nicht nur zu zerbrechen, sondern sie begibt sich auch an den Ort, an dem die Morde ihrer Eltern begonnen haben: In Cainsville. Doch auch hier muss sie feststellen, dass es in der Stadt einige Geheimnisse gibt und sie dort bereits erwartet wird...

Wer hier einen typischen Thriller erwartet, der könnte möglicherweise enttäuscht sein, wer sich jedoch mit einer großen Portion Mystery anfreunden kann, wird hier eine spannende Geschichte voller Geheimnisse vorfinden, die mit interessanten Figuren daher kommt. Zwar muss ich zugeben, dass ich am Anfang meine Probleme mit Olivia hatte, allerdings hat sich dies im Laufe der Geschichte deutlich gebessert, sodass ich das Buch nur noch selten aus den Händen legen konnte.

Das Cover passt nicht nur hervorragend zur Geschichte, sondern ist auch sonst ein absoluter Hingucker, der bestens zu dem Genre passt. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Dunkles Omen" besticht nicht nur mit einem herausragenden Schreibstil, sondern auch mit einem genialen Setting, interessanten Figuren und vielen Geheimnissen, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe. Ich freue mich bereits auf den zweiten Band "Zeit der Schatten", der bereits im September erscheint.

Veröffentlicht am 18.06.2017

Großartig!

Murder Park
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Nachdem mir bereits "Die Zelle" von Jonas Winner sehr gefallen hat, wollte ich unbedingt mehr aus der Feder des Autors lesen und habe "Murder Park" bereits lange vor seinem Erscheinungstag entgegengefiebert. ...

Nachdem mir bereits "Die Zelle" von Jonas Winner sehr gefallen hat, wollte ich unbedingt mehr aus der Feder des Autors lesen und habe "Murder Park" bereits lange vor seinem Erscheinungstag entgegengefiebert. Nun, wo ich das Buch endlich in den Händen halten durfte, war es auch direkt wieder ausgelesen, da ich es einfach nicht aus den Händen legen konnte.

Da ich Geschichten, die einen verlassenen Freizeitpark thematisieren, schon immer interessant fand, hat der Autor für mich das perfekte Setting geschaffen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte liest sich durchweg flüssig und spannend und auch die Figuren haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen, da sie allesamt gut ausgearbeitet wurden. Interessant fand ich auch die vielen Interviews, die die Geschichte abrunden.

In der Geschichte geht es um den Freizeitpark Zodiac Island, der vor mehr als zwanzig Jahren nach einer Mordserie geschlossen wurde und nun wieder eröffnet werden soll. Hierbei soll es sich dieses Mal allerdings um den sogenannten Murder Park handeln, zwar auch wieder ein Freizeitpark, allerdings ein Park, der mit den Ängsten der Menschen spielen soll. Getestet werden soll das Projekt von insgesamt zwölf Personen, einer davon ist Paul, aus dessen Sicht auch die Geschichte erzählt wird.

Was hierbei ein anfänglicher Spaß ist, wird allerdings schnell zu einer bösen Realität, denn der Murder Park macht seinem Namen alle Ehre und bringt die Morde mit auf die Insel. Für alle ein Albtraum, zumal man den Murder Park nicht so einfach verlassen kann, da die nächste Fähre erst in drei Tagen kommt...

"Murder Park" entpuppt sich hierbei nicht nur als eine spannende und schockierende Geschichte, sondern lässt den Leser auch stets direkt am Geschehen teilnehmen. Da die Geschichte aus der Sicht von Paul erzählt wird, ist man immer nur auf seinem Wissensstand und muss selbst mitgrübeln, um zu erfahren, wer der Mörder auf der Insel ist. Dabei ist die Geschichte stets packend und hat mich auch so schnell nicht mehr losgelassen.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker. Der Freizeitpark ist dabei gut abgebildet, die dunklen Wolken sowie das Wasser runden das Gesamtbild ab, sodass es bestens zum Genre passt. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich vom ersten Momentan an überzeugen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Murder Park" ist ein spannungsgeladener Thriller mit einem großartigen Setting, interessanten Figuren und einem packenden Schreibstil, der mir jede Menge Gänsehaut beschert hat. Ich bin somit mehr als begeistert und kann dieses Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 18.06.2017

gelungenes Spin-Off

Finding Cinderella
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Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der "Hopeless"-Reihe gelesen habe, war ich schon sehr auf das Spin-Off "Finding Cinderella" gespannt. Hier habe ich mir eine schöne, unterhaltsame und melancholische ...

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände der "Hopeless"-Reihe gelesen habe, war ich schon sehr auf das Spin-Off "Finding Cinderella" gespannt. Hier habe ich mir eine schöne, unterhaltsame und melancholische Geschichte gewünscht und diese auch zum Glück bekommen.

Colleen Hoovers Schreibstil ist dabei wieder ganz großes Kino: Die Geschichte liest sich leicht und flüssig und ich liebe es, dass Six und Daniel endlich mehr Zeit erhalten und man mehr über die beiden Figuren erfährt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein können, hat man hier eine tolle Konstellation geschaffen, die mich berühren und zum Schmunzeln bringen konnte.

Sky trägt ihr Herz auf der Zunge und ist oftmals sehr tough, Daniel ist dagegen sehr humorvoll, smart, aber auch unglaublich sympathisch, sodass man die beiden Figuren nur ins Herz schließen kann. Während Six die beste Freundin von Sky ist, ist Daniel der beste Freund von Dean. Obwohl Dean nicht gerade davon begeistert ist, dass Daniel ein gewisses Interesse an Six zeigt, treffen sie sich dennoch heimlich und stellen fest, dass es ganz gut zwischen ihnen klappt. Allerdings hat auch Six ein Geheimnis, das sämtliche Fortschritte zwischen ihnen zu zerstören droht...

So schön die Geschichte rund um Daniel und Six auch ist, so gibt es einen Kritikpunkt: Das Ende! Dieses kam viel zu plötzlich und ich hatte das Gefühl, als hätte die Autorin nicht mehr die nötige Zeit bekommen, um die Geschichte zwischen Daniel und Six ausführlicher zu beenden. Dennoch ändert das nichts an dem ansonsten positiven Eindruck.

Das Cover ist gelungen und passt sich farblich den ersten beiden Bänden an. Die beiden Models sind gut ausgewählt sodass ich mir besonders Six gut vorstellen konnte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Finding Cinderella" ist ein gelungenes Spin-Off zur "Hopeless"-Reihe und konnte mich mit interessanten Figuren, einem angenehmen und mitreißenden Schreibstil und vielen tollen Momenten voll und ganz in den Bann ziehen, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe.