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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2017

Ein absolutes Highlight

Der letzte erste Blick
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"Der letzte erste Blick" gehört zu den Büchern, auf die ich mich bereits lange vor dem Erscheinungstag gefreut habe, weil die Kurzbeschreibung einfach zu verlockend klang. Hier habe ich mir eine melancholische ...

"Der letzte erste Blick" gehört zu den Büchern, auf die ich mich bereits lange vor dem Erscheinungstag gefreut habe, weil die Kurzbeschreibung einfach zu verlockend klang. Hier habe ich mir eine melancholische und prickelnde Geschichte gewünscht und diese auch erhalten.

Die Autorin verwendet bei ihrer Geschichte einen sehr angenehmen Schreibstil, der mich direkt in den Bann ziehen konnte und dafür gesorgt hat, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und besitzen fast alle ausreichend Tiefe, das College selbst und die Umgebung sind detailliert beschrieben und auch die Dialoge sind sehr gelungen und triefen manchmal nur so vor Sarkasmus, was mich sehr gut unterhalten hat.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Emery und Dylan. Während ich mit Emery am Anfang ein paar kleinere Probleme hatte, weil ich sie und ihre oftmals viel zu abwehrende Haltung nicht verstehen konnte, wurde es mit der Zeit immer besser und ich habe sie, genau wie die anderen Charaktere, ins Herz schließen können. Dylan mochte ich dagegen von Anfang an, denn er war mal nicht der typische Bad Boy, sondern überzeugte mit Humor, Charme und Sympathie.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Emery kann ihr Studienbeginn kaum erwarten, da sie dann endlich weg aus ihrer Heimat ist und sie somit ein schweres letztes Jahr an der Highschool hinter sich lassen kann. Doch auch auf dem College gibt es ein großes Problem, denn sie muss sich ausgerechnet mit Mason ein Zimmer teilen, was für sie ein absolutes No Go ist. Gleichzeitig hat Emery auch ein leichtes Aggressionsproblem, sodass sie Mason nicht nur die Nase anknackst, sondern auch gleichzeitig negativ auffällt. Dennoch findet sie ausgerechnet durch Mason Anschluss an seine Clique und sie lässt sich immer mehr auf Freundschaften ein. Eine davon ist die Freundschaft zu Dylan.

Obwohl sie sich zunächst sehr abwehrend ihm gegenüber verhält, kommt es doch immer wieder zu mehr oder weniger ungewollter Nähe und vielen Streichen, was dafür sorgt, dass Emerys Mauer immer mehr zerbröckelt und sie sich ihm sogar öffnet. Doch viel zu spät erkennt sie, dass nicht nur sie Geheimnisse hat, sondern auch Dylan und gleichzeitig muss Emery auch erkennen, dass man vor seiner Vergangenheit nicht immer nur davon laufen kann, sondern sie einen schneller einholen kann, als einem lieb ist...

Was mir an dieser Geschichte besonders gefällt, ist der Zusammenhalt von grundlegend verschiedenen Leuten, die sich im Laufe der Zeit angefreundet haben und dennoch neue Leute, wie z.B. Emery, in ihre Gruppe hineinlassen. Dabei ist mir besonders die Offenheit und Herzlichkeit positiv aufgefallen, was in anderen Büchern doch meistens viel zu kurz kommt. Dabei merkt man auch, dass jeder der Figuren absolut interessant ist und auch das ein oder andere Geheimnis hat, sodass ich immer mehr den Eindruck bekam, dass doch nicht alles so platonisch verläuft. Diese Momente fand ich sehr gelungen, sodass ich mich bereits jetzt auf die weiteren Bände freue.

Gleichzeitig ist auch die Geschichte zwischen Emery und Dylan sehr gelungen, denn hier geht nicht alles von 0 auf 100, sondern man gibt den Figuren die nötige Zeit, was nicht nur für prickelnde Momente gesorgt hat, sondern auch die Vorfreude darauf, was aus ihnen noch werden könnte.

Das Cover ist sehr hübsch anzusehen und passt hervorragend zu Emery, die dort gut getroffen ist. Gleichzeitig ist ihr Blick dabei sehr gut getroffen, denn auch dieser passt zu ihr wie die Faust aufs Auge. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich direkt überzeugen, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Der letzte erste Blick" gehört zu den Büchern, die mich auch lange nach Beendigung noch beschäftigt haben, da ich unbedingt noch mehr über die Figuren erfahren wollte. Wer mal wieder Lust auf eine humorvolle und gleichzeitig melancholische Geschichte mit prickelnden Momenten hat, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Ein absolutes Highlight

Karma Girl
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Da Jennifer Estep für mich bereits seit einigen Jahren ein absolutes Muss ist, war ich schon wahnsinnig gespannt auf "Karma Girl", den Auftakt der "Bigtime"-Reihe. Hier habe ich mir eine spannende und ...

Da Jennifer Estep für mich bereits seit einigen Jahren ein absolutes Muss ist, war ich schon wahnsinnig gespannt auf "Karma Girl", den Auftakt der "Bigtime"-Reihe. Hier habe ich mir eine spannende und actiongeladene Geschichte erhofft und wurde nicht enttäuscht.

Da "Karma Girl" bereits immer wieder in der "Black Blade"-Trilogie angesprochen wurde, habe ich immer gehofft, dass das Buch irgendwann ins Deutsche übersetzt wird und dies wurde es zum Glück auch. Jennifer Estep verwendet dabei ihren von mir so geliebten Schreibstil: Teilweise sehr sarkastisch, teilweise salopp, aber immer unterhaltsam und wahnsinnig angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die Figuren haben mir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gefallen und ich konnte sie fast allesamt ins Herz schließen. Besonders mit Carmen hatte ich am Anfang meine Probleme, da ich sie nicht wirklich einschätzen konnte und ihre Probleme für mich nicht greifbar waren, sodass ich so manche Tat von ihr nicht nachvollziehen konnte. Je mehr ich jedoch über sie und ihre oftmals sarkastische Art erfahren habe, umso sehr habe ich sie ins Herz schließen können.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Auf der ganzen Welt gibt es Superhelden und Superschurken, die sich in diversen Städten bekämpfen. Als Carmen ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag erkennen muss, dass ihr Verlobter nicht nur ein Superheld ist, sondern sie auch mit der Superschurkin, die auch gleichzeitig ihre beste Freundin ist, betrügt, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Superhelden auf der Welt enttarnen zu wollen und enttarnt diese Schritt für Schritt in diversen Tageszeitungen, für die sie arbeitet.

Als sie nach Bigtime, der größten Stadt des Landes, kommt, möchte sie unbedingt die Fearless Five, eine Gruppe Superhelden enttarnen, was ihr bei einem Mitglied auch gelingt - jedoch mit ungeahnten Folgen, da ausgerechnet dieser Superheld kurz darauf verstirbt. Als Carmen dann auch noch von dem Schurken-Trio entführt wird, die sie dazu zwingen, die Fearless Five, ganz besonders Striker, zu enttarnen, findet Carmen keinen Spaß mehr an der Enttarnung, sondern fürchtet vielmehr um ihr Leben. Dass ihr ausgerechnet die Fearless Five aus der Misere helfen und sie beschützen wollen, ist für Carmen alles andere als leicht, zumal sie Striker nicht nur enttarnen soll, sondern auch absolut hinreißend findet...

Obwohl ich nicht der allergrößte Fan von Superhelden bin, habe ich die Geschichte rund um die Fearless Five und Carmen wahnsinnig genossen. Sie ist nicht nur sehr spannend und actiongeladen, sondern bringt auch noch eine kleine Liebesgeschichte mit sich, die nicht nur gut geschrieben ist, sondern auch bestens ins Gesamtbild passt. Carmen beweist, dass sie weit mehr als nur eine Klatschreporterin ist, während die Fearless Five immer menschlicher wirken. Zwar fand ich es ein wenig schade, wie einfach die Superhelden und Superschurken fast alle zu enttarnen waren, allerdings kann ich über diese Vorhersehbarkeit gut hinwegschauen.

Das Cover ist nicht nur wunderschön anzusehen und comichhaft, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung konnte mich ebenfalls direkt ansprechen, sodass ich "Karma Girl" nur zu gern eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Karma Girl" ist eine spannende, unterhaltsame und actiongeladene Geschichte voller Wortwitz und Superhelden, sodass ich großen Spaß an der Geschichte hatte. Wer sich für Geschichten aus dem Marvel Universum begeistern kann, der wird auch "Karma Girl" sehr schnell ins Herz schließen.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Spannende Geschichte mit kleineren Schwächen

Smoke
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"Smoke" gehört zu den Büchern, die ich ohne Empfehlung wohl niemals gelesen hätte, da ich nicht wirklich wusste, was mich bei dem Buch erwarten wird. Da ich jedoch bereits viele positive Bewertungen gelesen ...

"Smoke" gehört zu den Büchern, die ich ohne Empfehlung wohl niemals gelesen hätte, da ich nicht wirklich wusste, was mich bei dem Buch erwarten wird. Da ich jedoch bereits viele positive Bewertungen gelesen habe, wurde ich dann doch neugierig und habe der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben.

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte an sich viele kleinere Schwächen besitzt, ich jedoch über die meisten von ihnen hinwegsehen konnte. Zwar finde ich, dass der Autor sich besonders zum Ende hin etwas zu sehr verloren hat und dadurch viele Fragen noch offen geblieben sind, allerdings fand ich den Schreibstil ansonsten sehr angenehmen und spannend gestaltet. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, sämtliche Orte sind detailliert und liebevoll beschrieben, sodass man sich vieles bildlich vorstellen konnte und auch die Dialoge lesen sich gut, ohne holprig zu wirken.

Da die Geschichte im viktorianischen England spielt, war das für mich schon ein klarer Pluspunkt, ebenso die Tatsache, dass es sich hierbei mehr oder weniger um eine Internatsgeschichte handelt, denn solche Geschichten habe ich schon immer gerne gelesen. Hierbei geht es um den Rauch, der die Stadt beherrscht, für die Menschen mittlerweile allerdings vollkommen normal ist. Wer sich nicht an Regeln hält, der muss damit leben, dass ein gewisser Rauch dem Körper entweicht, sodass man auch direkt merkt, wenn jemand etwas angestellt hat. Für die Schüler Thomas und Charlie stellt sich jedoch immer mehr die Frage, wieso manche Menschen mehr Rauch ausstrahlen als andere und schon bald kommt eine weitere Frage auf: Werden wir wirklich alle gleich behandelt oder gibt es doch gewisse Unterschiede zwischen den Menschen? Dass sich Charlie und Thomas dabei das ein oder andere Mal der Gefahr aussetzen, ist für die beiden Jungs jedoch kein Grund, die Suche nach der Wahrheit aufzugeben...

Was mich besonders beeindruckt hat, ist das wunderschöne Cover, das nicht nur ein toller Hingucker ist, sondern auch bestens zur Geschichte und zum Buchtitel passt. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich "Smoke" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Smoke" ist eine spannende und ereignisreiche Geschichte, die mir trotz vieler kleinerer Schwächen und einem nicht ganz so toll ausgearbeiteten Ende gut gefallen hat, sodass ich die Geschichte sehr gerne gelesen habe. Somit kann ich "Smoke" auch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Verstörende und packende Geschichte

Geständnisse
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Da ich immer wieder auf der Suche nach packenden Thrillern bin, bin ich zufällig auch auf "Geständnisse" von Kanae Minato gestoßen und habe dem Buch aufgrund der interessanten Kurzbeschreibung gerne eine ...

Da ich immer wieder auf der Suche nach packenden Thrillern bin, bin ich zufällig auch auf "Geständnisse" von Kanae Minato gestoßen und habe dem Buch aufgrund der interessanten Kurzbeschreibung gerne eine Chance gegeben. Hier habe ich mir eine spannende und verstörende Geschichte erhofft und wurde nicht enttäuscht.

Da die Geschichte aus gleich mehreren Perspektiven erzählt wird, bekommt man hier einen sehr guten Einblick in die Gefühle und Gedanken der Figuren, bekommt aber auch ein Gespür dafür, in welche Richtung die Geschichte schlagen könnte. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge, aber auch die Monologe lesen sich spannend, teilweise sehr emotional und manchmal auch komplett emotionslos, sodass man hier doch sehr viele Emotionen und Eindrücke erhält.

In "Geständnisse" geht es um die vierjährige Tochter von der Lehrerin Moriguchi, die in der Schule im Schwimmbecken hilflos ertrinkt. Da jedoch nicht alle an die Theorie glauben, dass das Kind einfach so ertrunken ist, kommen immer mehr erschütternde Wahrheiten ans Tageslicht, die ohne Strafe und Rache nicht davon kommen und man somit nicht nur ein Wechselbad der Gefühle erlebt, sondern auch oftmals erschreckende Momente, die aufzeigen, was Rache und Trauer doch bewirken können.

Das Cover ist schlicht, aber passend und schön zugleich. Die Kurzbeschreibung hat mich ebenfalls direkt angesprochen, sodass ich "Geständnisse" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Geständnisse" ist eine packende und teilweise verstörende Geschichte, die mich beeindrucken, schockieren und gleichzeitig unterhalten konnte, sodass ich diesen Psychrothriller nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Nachdenklich stimmende Geschichte

Hier sind Drachen
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Obwohl Husch Josten für mich schon lange keine Unbekannte mehr ist, ist "Hier sind Drachen" tatsächlich mein ersten Buch von ihr, von daher war ich schon sehr gespannt, wie sie das Thema "Terror" behandelt ...

Obwohl Husch Josten für mich schon lange keine Unbekannte mehr ist, ist "Hier sind Drachen" tatsächlich mein ersten Buch von ihr, von daher war ich schon sehr gespannt, wie sie das Thema "Terror" behandelt hat. Dabei hat sie das Thema hervorragend ausgearbeitet, schreibt feinfühlig, stellt aber auch gleichzeitig viele Fragen, die durchaus zum Nachdenken anregen.

Da das Thema Terror auch nach den Anschlägen von Paris immer noch in den meisten Köpfen der Menschen und leider aktueller denn je ist, wurde hier eine interessante Geschichte geschaffen, die sich trotz der bedrückten Thematik angenehmen lesen lässt und durchaus auch unterhalten kann. Die Dialoge sind wahnsinnig gut ausgearbeitet, ebenso die Figuren, sodass man hier nichts bemängeln kann.

Erzählt wird hier die Geschichte über die Journalistin Caren, die einen Tag nach den schrecklichen Terroranschlägen in Paris von Heathrow nach Paris fliegen möchte, doch nicht vom Fleck kommt, da auch dort nach einem Anruf Alarmbereitschaft herrscht. Carmen wird zunehmend nervöser und lässt sich nur schwer beruhigen. Lediglich ein älterer Mann neben ihr bleibt komplett ruhig und unterhält sich mit ihr nicht nur über das Thema Terror, sondern auch über das Schicksal, was zu einem interessanten Dialog führt, der mich durchaus zum Nachdenken anregen konnte.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt bestens zu einer typischen Flughafenszene, die Kurzbeschreibung liest sich gut und konnte mein Interesse wecken. Ein Kritikpunkt ist für mich allerdings der Preis, denn 16 Euro für gerade einmal knapp 160 Seiten finde ich doch ein wenig happig. Hier wäre ein angemessenerer Preis von z.B. 12 EUR durchaus kundenfreundlicher gewesen.

Kurz gesagt: "Hier sind Drachen" ist eine faszinierende und nachdenklich stimmende Geschichte rund um die Terroranschläge in Paris im Jahr 2015, aber auch über das Schicksal, die mit interessanten Figuren und einem angenehmen Schreibstil bestückt ist. Trotz der schweren Thematik konnte mich das Buch dennoch unterhalten, sodass ich es nur empfehlen kann.