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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2017

Nicht mein Fall

Kalt
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Bei "Kalt" von Eric Berg gehen die Meinungen bereits seit einigen Monaten stark auseinander. Manche mögen die Geschichte, andere raten von dem Buch ab, von daher war ich schon sehr gespannt auf den Jugendthriller. ...

Bei "Kalt" von Eric Berg gehen die Meinungen bereits seit einigen Monaten stark auseinander. Manche mögen die Geschichte, andere raten von dem Buch ab, von daher war ich schon sehr gespannt auf den Jugendthriller. Leider muss ich allerdings sagen, dass ich auch zu denen gehöre, die von der Geschichte nicht begeistert sind, da die Geschichte für meinen Geschmack einfach zu viele Schwächen besitzt.

Problem ist, dass in der Geschichte oftmals rein gar nix passiert und vieles nur vor sich hinplätschert, dann wiederum überschlagen sich die Ereignisse, nur um danach wieder in gähnende Langeweile überzugehen. Dies ist sehr schade, denn man hätte aus den abgeschiedenen Moorlandschaften so viel mehr machen können, aber leider hat dies nie zu mehr Spannung beigetragen.

Eine klasse auf Exkursion in Finnland, zwei verschwundene Lehrer, ein toter Schüler: Mehr Potential geht quasi nicht, doch leider wurden die Figuren so lieblos dargestellt, dass ich mich weder mit ihnen anfreunden, noch mit ihnen mitfiebern konnte. Dazu kommt leider, dass die Geschichte oftmals sehr vorhersehbar ist und für mich somit leider keine Überraschungen parat gehalten hat.

Das Cover ist dagegen ansehnlich und passt hervorragend zur Geschichte, sodass es hier absolut nichts zu meckern gibt. Dafür habe ich allerdings Kritik an der Kurzbeschreibung, denn diese verrät bereits viel zu viel, sodass man in der Geschichte kaum noch überrascht wird. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Kurz gesagt: "Kalt" hätte an sich eine spannende Geschichte sein können, allerdings wurde das vorhandene Potential nie vollends genutzt, sodass ich mich weder mit den Figuren, noch mit dem Setting großartig anfreunden konnte. Dies ist sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Veröffentlicht am 26.01.2017

Wunderbare Geschichte

Eleanor & Park
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Obwohl ich bereits einige Bücher von Rainbow Rowell gelesen habe und "Eleanor & Park" direkt am Erscheinungstag bei mir einziehen durfte, habe ich das Buch zu meiner Schande erst jetzt, knapp zwei Jahre ...

Obwohl ich bereits einige Bücher von Rainbow Rowell gelesen habe und "Eleanor & Park" direkt am Erscheinungstag bei mir einziehen durfte, habe ich das Buch zu meiner Schande erst jetzt, knapp zwei Jahre später, gelesen. Nun, wo ich es endlich gelesen habe, muss ich sagen, dass ich schwer begeistert bin und mich das Buch absolut begeistern und berühren konnte.

Rainbow Rowell besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt, mich zum Nachdenken anregen und mich gleichzeitig sehr berühren konnte. Die Kapitel sind kurz und knackig und werden abwechselnd aus der Sicht von Park und Eleanor erzählt. Dadurch habe ich nicht nur eine Menge über die beiden Charaktere erfahren, sondern konnte sie auch direkt ins Herz schließen.

Park und Eleanor sind beide Außenseiter, was jedoch für beide nicht weiter schlimm ist. Während Park der einzige Asiate in seiner Siedlung und auf seiner Schule ist und damit nicht immer gänzlich klar kommt, fällt Eleanor besonders durch ihre oftmals wahllos ausgesuchte Kleiderwahl und den wirren, roten Haaren auf. Während Park allerdings von den meisten seiner Mitschüler geduldet wird, hat es Eleanor als neue Schülerin an der Schule besonders schwer und muss sich täglich mit Mobbing auseinandersetzen. Auch Park wollte zunächst nichts mit Eleanor zu tun haben und hat sie nur widerwillig neben sich im Bus sitzen lassen, da alle anderen Plätze bereits besetzt waren.

Nach und nach lassen sie sich jedoch immer mehr aufeinander ein, beginnen die ersten Gespräche und erkennen, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie zuvor angenommen haben. Beide lieben Comics und Musik, beide sind kleine Nerds und auch sonst scheinen sie sich in nahezu jeder Hinsicht zu ergänzen. Was Park jedoch nie wissen darf, ist ihre familiäre Situation, denn Eleanor muss bei ihrem Stiefvater unter den ärmlichsten Bedingungen leben und sich ein Zimmer mit ihren Geschwistern teilen, die sogar auf dem Boden schlafen müssen.

Trotz der vielen Geheimnisse, die Eleanor in sich trägt, passiert jedoch das, was zunächst vollkommen unmöglich erscheint: Sie verlieben sich ineinander und erleben gemeinsam eine aufregende, aber auch verwirrende Zeit. Allerdings haben es die beiden 16-Jährigen auch nicht immer leicht, da Eleanors Geheimnisse ihr irgendwann fast zum Verhängnis werden...

Wer glaubt, dass es sich bei "Eleanor & Park" um eine typische Teenie-Geschichte handelt, der wird verblüfft sein, denn die Geschichte bietet so viel mehr: Liebe, Freundschaft, die Suche nach sich selbst, Vorurteile überwinden und die wunderbare Welt der Musik. Sehr gut finde ich auch, dass die Geschichte mitten in den achtziger Jahren spielt, denn somit gibt es hier kein Internet oder Smartphones, mit denen man sich schnell mal verabreden kann, dafür aber immer wieder kleinere Hürden, die bewältigt werden müssen.

Das Cover ist meiner Meinung nach ein absoluter Hingucker und passt hervorragend zur Geschichte, denn hier sind Eleanor und Park im Bus angebildet, in dem sie sich nicht nur kennen lernten, sondern auch die ersten Gefühle entstanden sind. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Kurz gesagt: Rainbow Rowell konnte mich mit "Eleanor & Park" voll und ganz begeistern. Der Schreibstil ist absolut wunderbar, die Figuren liebevoll ausgearbeitet und gleichzeitig gibt es hier so viele wunderbare und melancholische Momente, die mich nicht nur berühren, sondern auch nachdenklich stimmen konnten. Ich hätte das Buch am liebsten die gesamte Zeit über umarmt und kann diese wunderbare Geschichte somit nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Gelungener Abschluss

Endgame
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Nachdem ich die ersten beiden Bände der "Endgame"-Trilogie innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, musste auch unbedingt der dritte und letzte Band "Die Entscheidung" gelesen werden. Hier hatte ich ...

Nachdem ich die ersten beiden Bände der "Endgame"-Trilogie innerhalb weniger Stunden verschlungen habe, musste auch unbedingt der dritte und letzte Band "Die Entscheidung" gelesen werden. Hier hatte ich mir einen actionreichen Abschluss mit vielen Wendungen gewünscht, was ich auch letztendlich bekommen habe.

Man muss zwar sagen, dass James Freys Schreibstil nach wie vor nicht gerade das Gelbe vom Ei ist und ich mir ein wenig mehr Anspruch gewünscht hätte, allerdings konnte mich der Autor wieder einmal mit seinen vielen Ideen überzeugen und vor allem auch unterhalten. Dazu lernt man manche Spieler weiterhin näher kennen, während andere dagegen immer mehr in den Hintergrund rücken und dort keinerlei Entwicklung mehr stattfindet. Dennoch habe ich die Spieler bei der oftmals turbulenten Suche nach dem Sonnenschlüssel sehr gern begleitet.

Auch hier geht es für ein Jugendbuch wieder einmal sehr brutal zu und man muss sich von einigen Spielern fast schon zu schnell verabschieden, allerdings konnte mich "Die Entscheidung" dennoch wieder einmal vollkommen überzeugen, auch wenn der Band auch nicht gänzlich ohne Schwächen auskommt.

Die wohl größte Schwäche ist für mich das Ende. An sich ist dies vollkommen nachvollziehbar, sodass man sich da eigentlich nicht beschweren kann. Mein Problem ist nur, dass ich jemand ganz anderen den Sieg gegönnt hätte. Da dies jedoch wie immer reine Geschmacksache ist, kann man sicherlich auch noch Wochen über das Ende diskutieren.

Das Cover ist schlicht, wirkt aber aufgrund des Symbols sehr edel. Sehr schön sind auch die vielen Codes, die man auf dem Schutzumschlag ertasten kann, sodass man erst auf den zweiten Band erkennt, wie detailliert das Cover letztendlich doch ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und fasst Endgame gut zusammen, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: "Die Entscheidung" ist insgesamt ein spannender und actionreicher Abschluss der "Endgame"-Trilogie, den ich sehr gerne gelesen habe. Zwar kann man sich sicherlich über so manche Charakterentwicklung und vor allem über das Ende streiten, allerdings war es für mich dennoch ein rundum gelungener Abschluss und ich finde es sehr schade, dass schon wieder alles vorbei ist. Somit kann ich "Die Entscheidung" und die gesamte Trilogie nur empfehlen.

Veröffentlicht am 21.01.2017

Nett

Solo für Girl Online
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Nachdem ich den ersten Band der "Girl Online"-Reihe noch sehr gemocht habe und den zweiten Band dagegen eher enttäuschend fand, war ich schon sehr gespannt darauf, wie mir "Solo für Girl Online" gefallen ...

Nachdem ich den ersten Band der "Girl Online"-Reihe noch sehr gemocht habe und den zweiten Band dagegen eher enttäuschend fand, war ich schon sehr gespannt darauf, wie mir "Solo für Girl Online" gefallen würde. Meine Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht allzu hoch und das war auch genau richtig so, denn leider konnte mich auch dieser Band nie ganz überzeugen.

Mein Problem mit Zoe Sugg ist nach wie vor, dass ich nicht weiß, wie viel Anteil die Autorin hierbei tatsächlich an der Geschichte hat, seit bereits beim ersten Band herausgekommen ist, dass „Girl Online“ von einer Ghostwriterin geschrieben wurde. Es ist von daher etwas schwierig für mich, mich hierbei gänzlich auf den Schreibstil einzulassen, dennoch muss man sagen, dass die Geschichte trotz allem recht unterhaltsam ist, auch wenn ich einige Dialoge wieder einmal misslungen finde. Dennoch liest sich die Geschichte locker und flott, sodass man hier durchaus ein paar unterhaltsame Lesestunden erleben kann, wenn man seine Erwartungen vorher hinunterschraubt.

Ein weiteres Problem ist allerdings auch, dass die Geschichte doch sehr oberflächlich ist. Dies war zwar auch schon bei den Vorgängern so, allerdings hat es mich dabei weniger gestört. Dazu hat die Geschichte auch mit ordentlich Klischees zu kämpfen und war doch sehr vorhersehbar, was mich doch etwas enttäuscht hat, Gleichzeitig waren es mir wieder einmal viel zu wenig Blogartikel, sodass man das Thema stellenweise wieder verfehlt hat.

Dennoch muss man sagen, dass sich Penny gut weiterentwickelt hat, sie deutlich reifer erscheint und wieder mehr auf eigenen Beinen steht und ihr eigenes Ding durchzieht. Dies habe ich im zweiten Band sehr vermisst, da sie sich immer mehr an Noah geklammert hat und sehr viel ihrer eigenen Persönlichkeit verloren ging. Nun, wo Noah allerdings untergetaucht ist und Penny wieder allein ist, war sie mir wieder viel sympathischer, auch wenn sie wohl nie zu meinen absoluten Lieblingsfiguren aller Zeiten gehören wird. Zwar gibt es auch hier erneut eine kleine Liebesgeschichte, allerdings fand ich diese ganz gut geschrieben.

Mein Problem bleibt jedoch weiterhin, dass hier alles einfach nur furchtbar nett ist und mir vieles manchmal als zu belanglos erscheint, sodass ich leider nicht so mit Penny mitfühlen und mich in sie hineinversetzen konnte, wie ich es mir zuvor gewünscht habe.

Das Cover ist ein wahrer Hingucker, denn die vielen kleinen Fotos passen perfekt zu Penny und ihrem Leben, gleiches gilt auch für die Farbe, die sehr mädchenhaft wirkt und dadurch gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, da sie sich gut und stimmig liest.

Kurz gesagt: "Solo für Girl Online" war insgesamt ein netter, wenn auch nicht überragender dritter Band, bei dem sich zwar besonders Penny gut weiterentwickelt hat, der ansonsten aber doch eher belanglos war. Hier ist alles so furchtbar nett und voller Klischees, sodass das Buch für zwischendurch sicherlich ganz nett ist, mich aber nicht mehr so unterhalten konnte, wie ich es mir erhofft habe.

Veröffentlicht am 17.01.2017

Spannende Geschichte

Angstmädchen
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Vor knapp einem Jahr habe ich "Skalpelltanz" von Jenny Milewski gelesen. Obwohl mich dies nicht hundertprozentig überzeugen konnte, wollte ich der Autorin dennoch noch einmal eine Chance geben und habe ...

Vor knapp einem Jahr habe ich "Skalpelltanz" von Jenny Milewski gelesen. Obwohl mich dies nicht hundertprozentig überzeugen konnte, wollte ich der Autorin dennoch noch einmal eine Chance geben und habe es mit ihrem neuesten Werk "Angstmädchen" versucht. Hier muss ich sagen, dass es gut war, dass ich der Autorin noch eine Chance gegeben habe, denn "Angstmächen" konnte mich bis auf kleinere Schwächen überzeugen.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, bringt immer wieder spannende Momente mit sich, gleichzeitig ist der Schreibstil aber auch wenig anspruchsvoll. Dies ist schade, denn hier habe ich mir etwas mehr erhofft. Dennoch liest sich die Geschichte wirklich gut, auch wenn es neben den vielen spannenden Momenten auch durchaus ein paar sehr vorhersehbare Momente gibt. Die Figuren sind dagegen gut gezeichnet, sodass man sich immerhin zum Teil in sie hineinversetzen und die Angst deutlich spüren kann.

"Angstmädchen" ist dabei schnell erzählt: Die doch sehr schüchterne und zurückhaltende Malin zieht in ein Studentenwohnheim ein und muss zu ihrer Freude erkennen, dass das Zimmer großzügig geschnitten ist und sogar eine Badewanne besitzt, was sie besonders glücklich macht. Dieses Glück schwindet doch relativ schnell, als sie erfährt, dass eine andere Studentin sich dort die Pulsadern aufgeschnitten hat. Seitdem geschehen immer wieder merkwürdige Momente, die Malin nicht nur überfordern, sondern ihr auch große Angst machen und sie bekommt immer mehr den Verdacht, dass sie in ihrem Zimmer doch nicht so allein ist, wie sie zunächst immer gedacht hat...

Wenn man erst einmal weiß, worum es in "Angstmädchen" geht, wird man schnell feststellen, dass es sich hierbei nicht um einen normalen Thriller handelt, sondern eher in Richtung Mystery und Horror geht. Dies könnte sicherlich dazu führen, dass viele Leser dadurch enttäuscht sind, weil das Buch als Thriller beworben wird, mich hat es dagegen rein gar nicht gestört.

Die Covergestaltung ist zwar an sich gelungen, für mich persönlich allerdings nicht der größte Hingucker, obwohl das Buch durchaus ins Auge sticht. Die Kurzbeschreibung hat mir dagegen schon eher gefallen, sodass ich "Angstmädchen" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Angstmädchen" ist eine spannende und gelungene Geschichte, die zwar eher Horror als Thriller ist, mich aber dennoch aufgrund einer interessanten Protagonistin und einem gut ausgearbeiteten Plot überzeugen konnte. Somit kann ich Jenny Milewskis zweiten Roman allen Thriller- und Horrorfans nur empfehlen.