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Veröffentlicht am 08.02.2022

Großartiges Romandebüt, sprachlich perfekt umgesetzt

Krone des Himmels
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Der Roman beginn in Frankreich Ende des 12. Jahrhunderts mit zwei Handlungssträngen. In einem davon lernen wir Étienne d‘Arembour kennen. Als Drittgeborener hat er keinen Anspruch auf das Erbe, auch wird ...

Der Roman beginn in Frankreich Ende des 12. Jahrhunderts mit zwei Handlungssträngen. In einem davon lernen wir Étienne d‘Arembour kennen. Als Drittgeborener hat er keinen Anspruch auf das Erbe, auch wird er von seinem Vater nicht anerkannt, denn er hat einen verkrüppelten Fuß und muss ständig Demütigungen einstecken. Eines Tages hat er genug von den ewigen Prügeln und Erniedrigungen und verlässt heimlich das väterliche Anwesen. Nach einem Überfall, bei dem er fast sein Leben verliert, nimmt sich der Wundarzt Caspar seiner an, und sie setzen die Reise, die sie ins Heilige Land führt, gemeinsam fort. In Caspar findet Étienne einen guten Lehrer und das erste Mal in seinem Leben einen Menschen, der wie ein Vater zu ihm ist.

Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Aveline kennen. Die junge Frau ist ebenfalls auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Sie schließt sich einer Pilgergruppe an, denn sie möchte am Grab Jesu um Vergebung für ihre Sünden und um Seelenrettung beten.

Vor den Mauern von Akkon finden die beiden Handlungsstränge zusammen. Da gewisse Umstände während Avelines Reise dazu geführt haben, dass man sie für einen jungen Mann hielt, der zudem sehr gut mit Pfeil und Bogen umgehen kann, ist sie letztendlich als Bogenschütze ins Heilige Land gekommen und kämpft im christlichen Heer. Davon ahnt Étienne bei ihrer ersten Begegnung noch nichts, aber im Lauf der Geschichte erfährt er Avelines gefährliches Geheimnis.

Es ist die Zeit des 3. Kreuzzugs, an dem viele wichtige historische Persönlichkeiten beteiligt waren, so zum Beispiel Richard Löwenherz und Friedrich Barbarossa. Die Autorin nimmt einen mit in dieses fremde Land und die damalige Zeit, und es ist ihr gelungen, mich vollends mit diesem Roman zu fesseln. Sie hat sehr genau recherchiert und erzählt detailreich und plastisch. Viele historische Ereignisse rund um die Belagerung von Akkon finden wir in diesem Roman wieder, und man erfährt nicht nur sehr viel über das christliche Heer, sondern man lernt auch die Sichtweise der Muslime kennen.

Neben den großen Ereignissen der Weltgeschichte kämpft jeder der Protagonisten seinen eigenen, persönlichen Kampf. Da entstehen innige Freundschaften, und sogar die Liebe kommt ins Spiel, aber es gibt auch eine andere Seite, und so mancher offenbart Neid, Wut und gar Hass. In dieser großartigen historischen Kulisse haben die fiktiven Charaktere ihren Platz gefunden und agieren sehr glaubwürdig. Besonders gut hat mir gefallen, dass es hier keine harten Fronten, keine Schwarz-Weiß-Malerei gibt, sondern dass man sowohl auf Seite des europäischen Heers als auch bei den Sarazenen Gutes wie Schlechtes findet. Mit Étienne und Aveline aber auch mit Caspar, dem scharfzüngigen, oft ein wenig mürrischen Wundarzt, der aber im Grunde seines Herzens ein gütiger, loyaler und hilfsbereiter Mensch ist, hat Juliane Stadler wunderbare und vielschichtige Charaktere geschaffen, die perfekt in die Kulisse des ausgehenden 12. Jahrhunderts passen, sich behaupten müssen und nicht nur einmal über sich hinaus wachsen. Wenn man dann noch weiß, dass es sich hier um den Debütroman der Autorin handelt, kann man ihr nur gratulieren, wie großartig er gelungen ist.

Ich habe das Hörbuch, gesprochen von Tobias Kluckert, gehört und jede Minute genossen. Der Sprecher ist mir schon von anderen historischen Hörbüchern bekannt, und ich finde die Art, wie er den Geschichten Leben einhaucht, wie er Stimmungen und Emotionen wiedergibt und wie feinfühlig er Dialoge spricht, grandios.

Ich lese gerne und viele historische Romane und kann sagen, hier war alles stimmig, und die Autorin braucht sich mit ihrem Debüt auch vor den Großen des Genres nicht zu verstecken.

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Veröffentlicht am 04.02.2022

Spektakuläres Wiedersehen mit Enja

Der Weg der Highlanderin
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Nach einem großartigen ersten Band, den ich im vergangenen Sommer gelesen habe, gab es nun ein Wiedersehen mit der mutigen Kriegerin Enja, die als Kind aus dem hohen Norden kam, Schiffbruch erlitt und ...

Nach einem großartigen ersten Band, den ich im vergangenen Sommer gelesen habe, gab es nun ein Wiedersehen mit der mutigen Kriegerin Enja, die als Kind aus dem hohen Norden kam, Schiffbruch erlitt und von Sklavenhändlern gerettet wurde, um dann in den Orient verkauft zu werden. Über ihr Schicksal dort, über ihre Ausbildung zur Assassinin und ihre Verbundenheit zu Hassan I-Shabbah ging es im ersten Band.
Der zweite Teil spielt weitgehend in Schottland in den Jahren 1306 bis 1314. Es gibt zwar auch Rückblicke, in denen wir mehr über die Reise von Enja und ihrem treuen Freund Cathal erfahren, als sie beschlossen, den Orient zu verlassen und nach Schottland zu gehen. Hier erlebt man auch die Begegnung und den Beginn einer Freundschaft mit Sir Colin Alexander Maxwell, der Enja sehr verbunden ist, nachdem sie ihm medizinische Hilfe geleistet hat.
Enjas Geschichte fügt sich nahtlos in die historischen Ereignisse um den schottischen Unabhängigkeitskampf gegen die Engländer. Bei der Verteidigung ihrer Burg Caerlaverock und für den Schutz der Menschen, die dort leben und ihr am Herzen liegen, beweist sie stets großen Mut und Einfallsreichtum. Im Verlauf der Handlung wird man immer wieder Zeuge ihrer Heldentaten, und sie lässt sich so manchen Schelmenstreich einfallen. Sie ist schon eine ganz besondere Frau, wenn auch nicht frei von Selbstüberschätzung, die ihr nicht nur einmal fast zum Verhängnis wird. Ich mag Heldengeschichten, vor allem wenn sie so gut geschrieben sind wie dieser Roman. Frauen kommen in derartigen Romanen meist zu kurz, darum finde ich es außerordentlich gut, dass wir es hier mit einer Heldin zu tun haben. Enja steht ihren männlichen „Konkurrenten“ in nichts nach. Sie ist ebenso tapfer und wagemutig, sie hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und steht immer für die Unterdrückten und Wehrlosen ein. Sie hat ein großes Herz, und sie ist schön. All diese Attribute verleihen ihr das Zeug zum Heldenstatus. Natürlich ist auch ihr Jugendfreund Cal wieder mit dabei, den ich von Anfang an sehr gerne mochte. Auch er ist ein außergewöhnlicher Mensch, nach außen eine Kampfmaschine, jedoch sehr sensibel und mit einem weichen, liebenden Herzen. Es würde Seiten füllen, wenn ich auf all die interessanten und zum großen Teil liebenswerten Charaktere eingehen würde, denn es gibt viele davon in diesem Roman. So wundervoll wie das schottische Land, so sind auch die Menschen beschrieben, die dort leben. Die Autorin schreibt so bildhaft und lebendig, dass ich stets das Gefühl hatte, unmittelbar dabei zu sein, gerade bei Ereignissen wie den Highland-Games.
Die historischen Fakten, die dem Roman ein solides Grundgerüst geben, sind tadellos recherchiert, und die Autorin hält sich sehr eng an die realen Daten. Bei kleinen Terminverschiebungen hat Eva Fellner aber auch schon mal ihre künstlerische Freiheit in Anspruch genommen.
Auch dieser zweite Teil hat mir wieder sehr gefallen. Es ist eine großartige Geschichte, reich an Abenteuer und Spannung, manchmal humorvoll aber zum Teil auch hoch dramatisch. Die Protagonisten durchleben die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen, von Liebe, Hoffnung, Freude und Treue bis hin zu Trauer, Ängsten, Wut und Hass.
Zum Ende des Romans schreibt die Autorin im Nachwort noch einige Erklärungen, denn der Schluss von Enjas Geschichte ist sehr emotional und phantastisch, ja fast märchenhaft, sagenumwoben. Man kann nun sagen, er ist unrealistisch, aber ich finde, wieso sollte nicht auch einmal eine Frau den Stoff zu einer Heldensage liefern. Enja hat auf jeden Fall das Zeug dazu!

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Veröffentlicht am 31.01.2022

Wer oder was ist Chevalier d’Eon de Beaumont?

Die militante Madonna
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Man könnte sagen, dies ist ein biografischer Roman, denn es geht darin um Chevalier d’Eon de Beaumont, ein Mann bzw. eine Frau mit vielen Gesichtern, der im 18. Jahrhundert gelebt hat. Ich verwende für ...

Man könnte sagen, dies ist ein biografischer Roman, denn es geht darin um Chevalier d’Eon de Beaumont, ein Mann bzw. eine Frau mit vielen Gesichtern, der im 18. Jahrhundert gelebt hat. Ich verwende für ihn das maskuline Substantiv, weil er, historischen Quellen zufolge, männlichen Geschlechts war, auch wenn man sich zu seinen Lebzeiten da nie sicher sein konnte.
Er erzählt über sein Leben und seine Erlebnisse. Da geht es um seine Geschäfte und Intrigen und um sein Verhältnis zu anderen Zeitgenossen, beispielsweise zu König Louis XV von Frankreich. So schildert er auch seine Begegnungen mit Pierre de Beaumarchais, wobei laut seinen Worten die Beziehung zu ihm sehr zwiespältig und kompliziert war. Auch die Witwe Cole, bei der er zeitweilig lebte, hat es wirklich gegeben. D‘Eon schildert die Ereignisse kurzweilig. Sein Leben ist turbulent, und genauso erzählt er auch darüber. Aber er bleibt eigentlich immer sehr distanziert und lässt sich nicht wirklich in die Karten schauen. Die Beschreibungen der verschiedenen Charaktere, mit denen er zu tun hat, sind meist eher oberflächlich. Da gibt es beispielsweise seinen Freund Morande und einen Lord X, der seinen Namen nicht genannt haben möchte, und beide spielen eine große Rolle in Eons Leben, aber ich muss gestehen, dass ich aus keiner der genannten Personen wirklich schlau geworden bin. Es geschieht sehr viel in diesem Roman, aber letztendlich dreht sich alles um die Wetten, die auf Eons wahres Geschlecht abgeschlossen wurden. Was mir jedoch am meisten Rätsel aufgegeben hat, ist nicht, ob Eon nun ein Mann, eine Frau oder auch beides gewesen ist, sondern in welcher Form er zu den Lesern des 21. Jahrhunderts spricht.
Ich zitiere: „Jetzt, wo ich jahrhundertealt bin und schon vor langer Zeit den endgültigen Sieg über meinen Pierre Caron de Beaumarchais für mich reklamiert habe, in dem ich ihn überlebt und mich unter die wirklich langlebigen Genies wie Voltaire und Franklin eingereiht habe, jetzt wo die Wetten auf mein Geschlecht längst Vergangenheit sind und die Börse in Jonathons Kaffeehaus zu Staub zerfallen ist, jetzt wo sich absolut niemand mehr an mich erinnert, kann ich mich bei Morande für seine Hilfe am Ende meines sterblichen Lebens bedanken.“
Später geht es dann um seinen Tod, über den er ebenfalls eine Bemerkung macht. In welcher Form spricht er zu den Menschen in der Gegenwart, als Geist oder aus dem Grab heraus? Die Sichtweise ist originell wenn auch etwas kompliziert. Ansonsten habe ich auch immer mal wieder Logikfehler in der Geschichte entdeckt, die mich gestört haben.
Letztendlich ist es ein kurzweiliger, historischer Roman mit biografischen Zügen, der amüsant zu lesen ist, mich aber nur mittelprächtig beeindrucken konnte.

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Veröffentlicht am 29.01.2022

Ein Roman wie ein Gemälde

In Zeiten des Tulpenwahns
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Dieser Roman spielt im so genannten Goldenen Zeitalter in Holland. In der Geschichte, die erzählt wird, geht es um den Gärtner Nicolaes Verbeeck und seine Tochter Margriet. Nicolaes hat bei einem Brand ...

Dieser Roman spielt im so genannten Goldenen Zeitalter in Holland. In der Geschichte, die erzählt wird, geht es um den Gärtner Nicolaes Verbeeck und seine Tochter Margriet. Nicolaes hat bei einem Brand seine Frau verloren. Er wurde dabei schwer verletzt. Die Brandnarben in seinem Gesicht erinnern ihn immer wieder an die Tragödie, als er seine kleine Tochter aus den Flammen trug, seine Frau jedoch nicht retten konnte.
Inzwischen ist die damals Zweijährige zu einer schönen jungen Frau herangewachsen. Margriet ist Nicolaes‘ Ein und Alles. Sein Kind möchte er glücklich sehen,und als sich Margriet verliebt, lässt er nichts unversucht, sie mit einer angemessenen Mitgift auszustatten. Nach langem Zögern wagt er es, in den damals florierenden Handel mit Tulpenzwiebeln einzusteigen. Es war die Zeit im 17. Jahrhundert, als mit Tulpenzwiebeln spekuliert wurde und die Preise ins Unermessliche stiegen. Der Roman hat seinen Titel völlig zurecht, denn das, was damals in Holland ausgebrochen war, konnte man wahrlich nur als „Tulpenwahn“ bezeichnen. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Es ist ein eher leiser Roman, der auf schöne, ausdrucksstarke Bilder setzt. Viele Szenen sind so wunderbar und vollkommen beschrieben, dass man sie wie ein Gemälde vor sich sieht und die Atmosphäre spürbar wird. Daneben kann die Geschichte jedoch auch mit sehr viel Spannung aufwarten, und auch wenn sich so manche Dramen abspielen, so sind diese nie reißerisch dargestellt, sondern fügen sich schicksalsergeben in die Handlung ein. Es ist eine Geschichte mit intensiv gezeichneten Charakteren, und auch wenn sie kein klassisches Happy End zu bieten hat, so ist ihr Ausgang für mein Empfinden realistisch und absolut passend. Ich habe in diesem Roman Liebe und Freude aber auch Trauer und Leid erlebt, und die Geschichte hallt immer noch stark in mir nach. Das Buch stellt für mich ein Kleinod in der Bücherwelt dar, und ich nehme es immer wieder gerne zur Hand, um einzelne Passagen erneut zu lesen und den Zauber der Worte auf mich wirken zu lassen, denn ich habe dabei stets farbenprächtige Bilder vor Augen.

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Veröffentlicht am 26.01.2022

Greta Thunberg - ein eindrucksvoller Blick hinter die Kulissen

Gretas Weg
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Ich denke mal, die meisten wissen, wer Greta Thunberg ist, zumindest würden sie die junge Frau optisch erkennen. Allerdings was man über sie in den Medien erfahren hat bzw. noch erfährt, ist recht oberflächlich ...

Ich denke mal, die meisten wissen, wer Greta Thunberg ist, zumindest würden sie die junge Frau optisch erkennen. Allerdings was man über sie in den Medien erfahren hat bzw. noch erfährt, ist recht oberflächlich und zeigt nur ansatzweise etwas von ihrer Persönlichkeit. Die Journalistin Alexandra Urisman Otto und der Fotograf Roger Turesson haben Greta eine längere Zeit auf ihrem Weg begleitet und an ihren Erlebnissen und Erfahrungen teilgehabt. Daraus entstand dieses Buch. Greta nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Klimakrise geht. Sie hat mittlerweile eine große Anhängerschaft und wird von vielen gefeiert und verehrt wie ein Popstar, aber sie muss auch viele Anfeindungen aushalten. Beide Extreme sind nicht gut und entsprechen nicht dem, was Greta beabsichtigt. Ihr geht es nicht um die eigene Person, sondern um die Sache, das wird in diesem Buch immer wieder deutlich. Hinter den Aktionen, die aus Gretas erstem Schulstreik entstanden, wird viel vermutet, und es gibt zahlreiche Theorien. Hier wird mit derartigen Vorurteilen aufgeräumt, ihre Eltern würden sich an Gretas „Ruhm“ bereichern. Klar, ihre Eltern unterstützen sie, richten sich aber mit ihrem Verhalten nach der Tochter. Sie tun etwas für Greta, nicht Greta für sie.
Auf ausdrucksstarken Fotos und auch im begleitenden Text erfährt man etwas über die wahre Greta, die vor Kummer um die Natur- und Klimazerstörung regelrecht krank wurde und daraufhin ihr Leben änderte. Ihre Familie war an ihrer Seite und musste ebenfalls Beschimpfungen und wilde Drohungen erdulden, aber das ist für sie kein Grund, aufzugeben.
Das Buch zeigt auch die mutlosen Phasen, die es bei Greta ebenfalls gab, Zeiten, wenn Greta glaubte, all ihre Bemühungen wären umsonst gewesen und ihre Reden auf taube Ohren gestoßen.
Aber es gibt auch berührende Momente, beispielsweise die Begegnungen im Standing-Rock-Reservat in South Dakota, wo die Menschen Greta einen besonderen Namen gaben: Die Frau, die aus dem Himmel kam.
Man kann von den Schulstreiks halten was man mag, und sicher waren auch Jugendliche dabei, die anschließend nicht Gretas Ehrgeiz besaßen, den versäumten Unterrichtsstoff aufzuholen, aber grundsätzlich haben die jungen Menschen ja Recht! Sie wollen noch viele Jahrzehnte auf diesem Planeten leben, und die Aussichten sind fatal, denn es wird viel zu wenig getan, um die Klimakrise aufzuhalten. Wenn ich die aktuelle Politik beobachte, so werden Probleme nicht gelöst sonder zerredet. Nur lässt sich der CO2-Ausstoß nicht durch Diskussionen verringern sondern nur durch Handeln. Wenn man sich die Tabellen und Grafiken zur globalen Lagen ansieht, wird einem Himmelangst.
Bücher wie dieses sind wichtig und sollten viel mehr gelesen werden. „Gretas Weg“ beschreibt sehr deutlich die Brisanz des Umwelt-Themas. Die eindrucksvollen Bilder runden das Buch sehr gut ab.

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