Profilbild von Klusi

Klusi

Lesejury Star
offline

Klusi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Klusi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2020

Tolle Rezepte für einen Genuss ohne Reue

Essen gegen Arthrose
0

Da ich selbst von Arthrose betroffen bin und in der Vergangenheit schon starke Probleme mit der Hüfte hatte, bin ich vor einiger Zeit auf dem Kanal des Ehepaars Liebscher-Bracht gelandet. Dr. Petra Bracht ...

Da ich selbst von Arthrose betroffen bin und in der Vergangenheit schon starke Probleme mit der Hüfte hatte, bin ich vor einiger Zeit auf dem Kanal des Ehepaars Liebscher-Bracht gelandet. Dr. Petra Bracht ist Ernährungsexpertin, und ihr Mann, Roland Liebscher-Bracht, ist Schmerztherapeut. Durch die beiden Schmerzspezialisten habe ich diverse Übungen kennen und schätzen gelernt und habe meine Ernährung zum Anfang dieses Jahres auf vegetarisch, ja zu 90 % sogar auf vegan umgestellt. Seitdem bin ich stets auf der Suche nach guten Rezepten ohne tierische Bestandteile und war natürlich neugierig, als ich erfahren habe, dass das Ehepaar Liebscher-Bracht ein Buch zusammen mit dem bekannten Koch Johann Lafer herausbringen wird, und ich kann sagen, das Ergebnis der Zusammenarbeit von den Schmerzspezialisten mit dem Sternekoch kann sich wirklich sehen lassen!
Es ist ein großformatiges Buch und umfasst 264 Seiten. Auf den ersten ca. 30 Seiten erfährt man Johann Lafers persönliche Geschichte, denn er hat, was wohl bisher die wenigsten wussten, selbst starke Arthrose in den Knien. In diesem Buch schildert er seinen Leidensweg und auch die Erfahrungen, die er gemacht hat, als er zum Ehepaar Liebscher-Bracht kam. Sowohl in dem was er beschreibt als auch in einem Video, das ich darüber gesehen habe, merkt man ihm seine anfänglichen Zweifel an, und er macht auch kein Hehl daraus, dass er zu Beginn sehr skeptisch war, ob ihm diese Methode wirklich helfen könnte. Johann Lafer beschreibt auch sehr ehrlich, dass er sich nicht vorstellen konnte, seine Ernährung auf rein pflanzlich umzustellen, denn gerade als Koch ist sein Hauptanliegen, wohlschmeckende Speisen zu kreieren und zu servieren. Seine persönliche Gesundheitssituation hat dann doch dazu geführt, dass er sich auf die Vorschläge und Behandlungsmethoden der Liebscher-Brachts eingelassen hat. Einige Übungen bei Kniearthrose sind auch gleich zu Beginn im Buch zu finden. Ab Seite 33 beginnt aber dann der Hauptteil, denn hier hat Johann Lafer, in Absprache mit Frau Dr. Bracht, mit 28 ausgesuchten pflanzlichen Lebensmitteln, die wegen ihrer guten Inhaltsstoffe besonders hilfreich bei Gelenkschmerzen sind, insgesamt 84 tolle Rezepte entwickelt, alle vegan und sehr wohlschmeckend, das konnte ich mittlerweile schon ausprobieren.
Die speziellen Lebensmittel, denen jeweils ein eigener Abschnitt gewidmet ist, sind im Buch alphabetisch geordnet. Das reicht von A wie „Algen“ bis W wie „Walnüsse“. Entstanden sind lauter leckere Gerichte aus frischen, weitgehend regionalen Komponenten. Besonders gefällt mir an den Rezepten, dass sie sich eigentlich alle auch von Laien einfach umsetzen lassen und dass die meisten Zutaten gut erhältlich sind.
Zu beginn eines jeden Abschnitts wird die Haupt-Zutat vorgestellt und genau erklärt, welche wertvollen Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe etc.) darin stecken und wie sie sich auf unsere Gesundheit auswirken.
Jedes einzelne Rezept wird auch mit einem brillanten, ganzseitigen Foto vorgestellt, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. Noch nie war es so einfach, sich gesund und zugleich mit vollem Genuss zu ernähren. Ich habe nun schon einiges ausprobiert, und sogar mein Mann, der gerne Fleisch isst, hat zugegeben, dass die Gerichte in diesem Buch sehr lecker sind. Gerne lässt er sich immer öfter auch mal ein veganes Gericht von mir servieren und tut bei der Gelegenheit auch seiner Gesundheit etwas Gutes.
Folgende Gerichte habe ich bisher nachgekocht (bzw. gebacken) und war begeistert:
Das Walnuss-Möhren-Brot ist einfach zu machen, schmeckt aromatisch und ist wunderbar saftig. Es ist purer Genuss mit wenigen, hochwertigen Zutaten, und bei so einem frischen, leckeren Brot kann ich gut auf Wurst oder Käse verzichten.
Ebenfalls sehr einfach in der Zubereitung und dabei sehr lecker ist die Brokkoli-Nudel-Pfanne. Eigentlich wären für dieses Gericht Pfifferlinge vorgesehen, aber da es diese momentan nicht frisch gibt, habe ich sie durch Champignons ersetzt. Auch diese Variante hat uns ausgezeichnet geschmeckt, und das Original-Rezept mit Pfifferlingen werde ich auf jeden Fall im Spätsommer, zur Pfifferlings-Zeit, kochen.
Kürzlich habe ich die Grill-Avocado mit Melonen-Zwiebel-Salat ausprobiert. Bisher kannte ich Avocado nur roh, und Mann und Tochter waren anfangs skeptisch, weil sie sich die Kombination aus gegrillter Avocado mit süßer Melone und herzhafter Zwiebel nicht recht vorstellen konnten. Sie wurden eines Besseren belehrt und waren begeistert vom Ergebnis. Auch hier hat man wenig Aufwand mit großem Effekt, und die gegrillte Avocado mit dem Salat schmeckt einfach köstlich und wird künftig häufiger unsere Grillabende bereichern. Man sieht, auch aufs Grillen muss man bei veganer Ernährung nicht verzichten.
Neben diesen Rezepten, die sich bereits bewährt haben, stehen noch viele auf meiner To-do-Liste. In nächster Zeit möchte ich beispielsweise den Brotsalat mit Artischocken und Bohnen, die geschmorten Spitz-Paprika mit Gewürz-Pilaw oder die gegrillten Zucchini mit Oliven-Polenta ausprobieren, und ich möchte Knäckebrot selbst backen. Auch für den „süßen Zahn“ gibt es interessante Rezepte, beispielsweise in Form von Gewürzbirnen mit Maronen-Crumble, Schoko-Mandel-Muffins oder Himbeer-Avocado-Tarte. Das klingt alles sehr verführerisch, und aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit dem Buch, bin ich zuversichtlich, dass die Rezepte auch sicher gelingen.
Alle Gerichte sind so wohlschmeckend, dass sie nicht nur Veganer oder Vegetarier überzeugen, denn sie bieten einen Genuss ohne Reue.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 20.05.2020

Sinnvolle, abwechslungsreiche Übungen, die wirklich Spaß machen

Mein megaschlaues Vorschulbuch
0

Gerade momentan, wo Kindergärten und Schulen nach wie vor mit eingeschränkten Kapazitäten arbeiten, wünschen sich viele Eltern, schöne, interessante und lehrreiche Spiele und Übungsblätter, gerade für ...

Gerade momentan, wo Kindergärten und Schulen nach wie vor mit eingeschränkten Kapazitäten arbeiten, wünschen sich viele Eltern, schöne, interessante und lehrreiche Spiele und Übungsblätter, gerade für die Kinder, die nach den kommenden Sommerferien eingeschult werden.
In Sachen Vorschule hat der Kaufmann-Verlag ein sehr schönes und umfangreiches Buch herausgebracht, das mit vielen Rätseln, Zahlenspielen, Denkaufgaben und anderen Übungen aufwarten kann. Das Buch ist sehr vielseitig aufgebaut und bietet auf 130 Seiten jede Menge Rätselspaß. Die abwechslungsreichen Rätsel sind alltagsbezogen und wunderschön farbig illustriert. Hier können Kinder ab vier Jahren vertraute Gegenstände entdecken, die sie aus ihrem persönlichen Umfeld gut kennen. Aber auch Märchenhaftes ist dabei. Die Kinder lernen spielerisch und mit Spaß, die Aufgaben zu lösen. Für jedes Spiel oder Rätsel und für jede Aufgabe steht eine komplette, großformatige Seite zur Verfügung.
Immer wieder werden die Kinder zum Vergleichen, Kombinieren und Auswählen, zum Verbinden von Zahlen oder zum Ausmalen gleich gekennzeichneter Felder animiert. Es werden auf einfache Weise vielfältige Fähigkeiten eingeübt.
Egal ob bei schlechtem Wetter, auf längeren Autofahrten, bei Wartezeiten oder einfach, weil es Freude macht, das schön gestaltete Buch wird sicher immer gerne zur Hand genommen.
Ab Seite 132 sind zu allen Aufgaben die passenden Musterlösungen zu finden, auch diese ansprechend farbig und schön übersichtlich dargestellt.
Ich finde, dies ist ein sehr gelungenes Vorschulbuch, das den Kindern auch wirklich Spaß macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 17.05.2020

Eigentlich "Thema verfehlt" und trotzdem ein sehr hilfreiches, gutes Kochbuch

Zuckerfrei Express
0

An diese Rezension gehe ich mit leicht gemischten Gefühlen, was daran liegt, dass ich mir von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet habe. Klar, der Titel sagt bereits aus, dass es hier um ein zuckerfreies ...

An diese Rezension gehe ich mit leicht gemischten Gefühlen, was daran liegt, dass ich mir von diesem Buch etwas ganz anderes erwartet habe. Klar, der Titel sagt bereits aus, dass es hier um ein zuckerfreies Leben geht. Ich habe gehofft, mehr Alternativen zum Zucker zu finden, denn ich möchte mich zwar gesund ernähren, dabei aber nicht ganz auf süßen Genuss verzichten. Süß muss ja nicht zwangsläufig Zucker sein, und weitgehend halte ich es schon so, dass ich beispielsweise mein Frühstücksmüsli ausschließlich mit frischen oder ganz wenig mit getrockneten Früchten „süße“. Das reicht mir völlig aus.

Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, im Buch mehr Möglichkeiten für süße Gerichte ohne Zucker zu finden. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, denn es gibt nur ganz wenige süße Snacks oder Desserts. In der Hauptsache findet man im Buch schnelle kleine Hauptgerichte und sehr viele Salate in allen Variationen. Volle fünf Sterne kann ich nicht geben, denn meine Erwartungen an das Buch wurden nicht erfüllt. Dafür überrascht die Autorin jedoch mit einer Vielfalt an Rezepten, an die man eigentlich sowieso nie Zucker gibt. Zwar ist das Thema des Buches nicht unbedingt getroffen, aber unabhängig von meinen Erwartungen und dem Buchtitel sind die Rezepte zum großen Teil sehr gut. Mir gefällt, dass man alles sehr einfach und schnell umsetzen kann und dass man nicht viele ausgefallene Zutaten benötigt, sondern die meisten Rezepte mit wenigen, frischen Sachen zubereiten kann. Klar, Salate kreiere ich meist aus den vorhandenen Zutaten zu, die meine Küche hergibt, aber ab und zu möchte man doch mal etwas Neues ausprobieren, und hier findet man unkomplizierte und doch raffinierte Kombinationen. Bis auf Lachs, der in einigen Rezepten verwendet wird und einem Thunfisch-Salat sind die Vorschläge vegetarisch. Vieles kann auch von Veganern mit kleinen Abwandlungen gut umgesetzt werden, beispielsweise indem man den angegebenen Feta-Käse durch eine vegane Feta-Variante ersetzt. Praktisch ist auch, dass die Zutatenlisten meist so kurz sind, dass man sich nicht unbedingt einen Einkaufszettel schreiben muss, denn die wenigen Sachen kann mir gut merken. So kommt es, dass ich dieses Kochbuch gut finde, obwohl es eigentlich sein Thema verfehlt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.05.2020

"Unter Tränen gelacht" - der Titel ist perfekt gewählt!

Unter Tränen gelacht
0

Bettina Tietjen ist eine bekannte Fernsehmoderatorin. In diesem Buch schildert sie die letzten Jahre ihres Vaters. Der einst erfolgreiche Architekt erkrankte an Demenz, und die Autorin erzählt hier ihre ...

Bettina Tietjen ist eine bekannte Fernsehmoderatorin. In diesem Buch schildert sie die letzten Jahre ihres Vaters. Der einst erfolgreiche Architekt erkrankte an Demenz, und die Autorin erzählt hier ihre ganz persönliche Geschichte und die ihrer Familie in dieser Zeit. Eine gute Freundin hatte mir das Buch empfohlen, und ich beschloss, mir über mein Audible-Abo das Hörbuch zu holen. Diese Entscheidung war sehr gut, wie ich im Nachhinein feststelle, denn Bettina Tietjen spricht das Hörbuch selbst. Vieles was sie hier mit eigenen Worten und sehr sympathisch und einfühlsam erzählt, habe ich selbst in ähnlicher Weise schon erlebt und konnte ihre Gedanken und Worte nur allzu gut nachvollziehen.
Einerseits ist es ein ernstes, fast trauriges Buch, denn man weiß bereits den Ausgang. Aber die Autorin schildert auch die schönen, die fröhlichen Momente, die sich oft aus der Situation heraus ergaben. Sie erzählt sehr persönlich über ihre Erfahrungen, beginnend, als ihr Vater noch allein in seinem Haus lebte bis hin zu der Zeit im Seniorenheim. Frau Tietjen geht sehr ins Detail, sie spricht so manches kritische Thema an, verschweigt nichts, und vieles, was sie erzählt, macht betroffen. Die Entscheidungen, die sie immer wieder, zusammen mit ihrer Schwester, treffen musste, hat sie sich nicht leicht gemacht, aber letztendlich hat sie das Richtige getan. Im stolzen Alter von 89 Jahren schlief Burchard Schniewind friedlich für immer ein. Auch wenn er in seinen letzten Jahren viel vergaß, sich kaum noch an sein früheres Leben erinnern konnte und oft krank war, so konnte er die Zeit doch in Würde verbringen und noch viele Glücksmomente erleben.
„Unter Tränen gelacht“ – der Titel ist wirklich perfekt gewählt! Auch ich habe mich beim Hören häufig dabei ertappt, dass ich schmunzeln musste, dann wiederum hatte ich auch öfter Tränen in den Augen. Demenz ist ein Thema, das viele alte Menschen und ihre Familien betrifft. Ist die Krankheit einmal da, wird sie der Betroffene vermutlich nicht wieder los. Aber dies ist auch ein hoffnungsvolles Buch, denn mit einem demenzkranken Angehörigen kann man noch viele schöne, positive Erlebnisse haben.
Mich hat dieses Hörbuch emotional sehr beschäftigt und nachdenklich gemacht, und ich kann es jedem, der in irgend einer Form mit Demenzkranken zu tun hat, wärmstens empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

Unterhaltsamer historischer Krimi

Die Kompassmacherin
0

Im Mittelpunkt des Romans steht Katharina, die das Handwerk des Kompassmachers von ihrem Vater erlernt hat. Nach dessen Tod lebt sie bei ihrem Onkel. Sehr gerne würde sie von der Innung anerkannt werden ...

Im Mittelpunkt des Romans steht Katharina, die das Handwerk des Kompassmachers von ihrem Vater erlernt hat. Nach dessen Tod lebt sie bei ihrem Onkel. Sehr gerne würde sie von der Innung anerkannt werden und ihre Meisterprüfung ablegen, aber ihr Onkel vertröstet sie ständig. Auch setzt Katharina alles daran, mehr über die Hintergründe zu erfahren, die zum Weggang ihres Vaters aus Nürnberg und letztendlich zu seinem Tod führten. Ludwig, der Sohn eines guten Freundes ihres Vaters kommt ihr zur Hilfe. Bald merkt Katharina, dass sie sich durch ihre Nachforschungen selbst in Gefahr bringt. Was hat es mit den Gerüchten auf sich, die ihr über ihren Vater zu Ohren kommen? Und welche Rolle spielt ihr Onkel in der ganzen Angelegenheit? Wer meint es wirklich ehrlich mit ihr, und wem kann sie vertrauen? Es gibt viele Fragen, die geklärt werden wollen.
Der Roman ist zum Teil ein historischer Krimi, aber er birgt auch eine Liebesgeschichte. Zwar ist eine Jahreszahl angegeben, aber die Handlung könnte auch jederzeit ein paar Jahre früher oder später stattfinden, denn markante historische Ereignisse finden nicht statt. Was an historischen Fakten in die Geschichte hinein spielt, ist die Tatsache, dass zur damaligen Zeit in Nürnberg die Zünfte verboten waren. Die Handwerker wurden durch das Rugamt kontrolliert. Für einige Handwerksgruppen gab es ein Reise- und Wanderverbot; die Meister durften die Stadt nicht verlassen. Auch war es damals nicht üblich, dass Frauen ein Handwerk erlernten oder ausübten, geschweige denn ihren eigenen Betrieb führten. Diese Probleme stellen den Hintergrund zu Katharinas Lage und dem Schicksal ihres Vaters dar. Sie ist eine besonnene und zugleich mutige junge Frau, die ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten möchte. Für die Zeit, in der sie lebt, wirkt sie fast etwas zu modern. Neben ihr und Ludwig sowie ihrem Onkel gibt es weitere wichtige Charaktere im Roman. Da ist einmal Ludwigs bester Freund Theo, ein sympathischer und aufgeschlossener junger Mann, und auch Magda, Katharinas Magd und Vertraute, spielt eine wichtige Rolle.
Der Roman ist insgesamt flüssig und weitgehend kurzweilig geschrieben. Allerdings gibt es einerseits ein paar Längen, wogegen andere Passagen gerne etwas ausführlicher hätten dargestellt werden können. Vor allem zum Ende hin entwickelt die Handlung ein Tempo, wobei sich die Ereignisse fast überschlagen und einiges für mein Empfinden nicht hundertprozentig geklärt wurde.
Der Roman ist unterhaltsam und zeitweilig auch spannend, und es hat Spaß gemacht, ihn zu lesen. Die kritische Betrachtung der damaligen Geschlechterrollen und die Identitätsprobleme mehrerer Charaktere sollten vermutlich Tiefgang in die Geschichte bringen. Ich hatte aber das Gefühl, die Autorin wollte hier zu viel auf einmal in den Roman integrieren, wodurch die Geschichte zeitweise etwas überfrachtet wirkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere