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Veröffentlicht am 30.01.2020

Ernährung wieder wertschätzen

Einfach fasten - gesünder leben
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Gesunde Ernährung ist immer ein Thema - zumindest bei mir. So bin ich vor einiger Zeit auch auf das Thema Fasten gestoßen und versuche mich seitdem im 16:8 Intervallfasten, was auch ganz gut klappt. Für ...

Gesunde Ernährung ist immer ein Thema - zumindest bei mir. So bin ich vor einiger Zeit auch auf das Thema Fasten gestoßen und versuche mich seitdem im 16:8 Intervallfasten, was auch ganz gut klappt. Für mich steht dabei die Gesundheit im Vordergrund und nicht so sehr das Abnehmen, wobei das natürlich auch ein positiver Nebeneffekt ist. In diesem Zusammenhang bin ich auf das neue Buch von Ruth und Dietmar Pfennighaus aufmerksam geworden. Das Berater-Ehepaar ist viel im naturheilkundlichen und seelsorgerlichen Bereich unterwegs und teilt in dem neuen Buch „Einfach fasten – gesünder leben“ seine persönlichen Erfahrungen zum Fasten mit uns.

Beide Autoren beschreiben zunächst, wie sie selbst zum Fasten gekommen sind und was sie daran begeistert. Hier merkt man schon, dass es ihnen um ein ganzheitliches Konzept geht und nicht nur um eine kurze Anleitung. Es geht darum, Essen wieder als etwas Besonderes wahrzunehmen und nicht als etwas, das man zwischendurch tut, ohne darüber nachzudenken.

Die Autoren folgen schwerpunktmäßig dem Fasten nach dem Buchinger-Prinzip und dem „basischen fasten“, das man eine Woche oder einen Tag lang durchführen kann. Die Fastentage werden an sich gut beschrieben, aber was mir komplett fehlt, sind jegliche Mengenangaben. Als Anfänger weiß man also nicht, wie viel man von den Lebensmitteln essen darf. Wie groß ist denn ein „großer Rohkostsalat“? Und wie viel Suppe darf ich pro Tag essen?

Dazu kommt, dass mich manche Angaben wirklich verwirrt haben: Auf der einen Seite steht, dass ich mittags Kartoffeln essen darf und eine Seite später ist es nur noch Brühe. Erst nach einigem Hin- und Herblättern habe ich den Aufbau endlich verstanden: Die Kartoffel gibt es eine Woche vor dem Fasten, die Brühe dann, wenn’s richtig losgeht. Die Struktur im Buch ist zwar da, aber optisch nicht gut gelöst, da die Zwischenüberschriften durch Kursivschrift kleiner aussehen als der Text. Außerdem sind manche Zeilenabstände (z. B. bei Aufzählungen) so groß, dass man den Überblick verliert, was jetzt wozu gehört. Zumindest habe ich das so empfunden.

Der große Pluspunkt dieses Buches ist für mich der zweite große Teil des Buches, in dem der seelsorgerliche Part in den Vordergrund tritt. Diese Abschnitte enthalten Texte, die man während des Fastens zur Ermutigung lesen kann und die zum Durchhalten motivieren. In diesem Part gibt es 20 „Schätze“ zu entdecken, die sich mit Themen wie Dankbarkeit, Gelassenheit, Entscheidungsfreiheit u. a. beschäftigen. Hier kann man auf ca. 70 Seiten während und auch außerhalb der Fastenzeit auftanken und die eigene Achtsamkeit durch viele Impulse verbessern.

Leider gab es hier die ein oder andere Bemerkung in den Texten, die mich gestört hat. Beispielsweise heißt es auf Seite 173: „Ich weiß jetzt, weshalb ich keine Krimis sehe oder lese. Mein Leben ist auch so schon spannend und abwechslungsreich genug.“. Das geht mir ein bißchen zu weit in Richtung Bevormundung und muss meiner Meinung nach nicht sein. Denn dadurch gewinnt das ansonsten gute Buch so einen Unterton, dass ich als Leser es nicht drauf habe und mir von den tollen Autoren mal eine Scheibe abschneiden kann (wobei ich wirklich nicht glaube, dass es so gemeint ist!). Aber vielleicht bin ich da auch zu empfindlich.

Im Anhang des Buches findet man noch einige Rezepte, zu denen es auch endlich Mengenangaben gibt. Dafür fehlt hier eine Portionsgröße, so dass ich nicht weiß, ob die Rezepte für eine, zwei oder vier Personen gedacht sind. Sehr schön finde ich den Abschnitt über das Fasten während der Chemotherapie, in dem Dietmar Pfennighaus seine eigenen Erfahrungen damit beschreibt. Das ist ein interessanter Hinweis für Betroffene und Angehörige.

Insgesamt bin ich ein wenig enttäuscht von diesem Fastenbuch und bin damit nicht so gut zurechtgekommen. Den einen oder anderen guten Impuls habe ich aber mitgenommen und bin mir sicher, dass viele, die vielleicht schon ein bißchen mehr Erfahrung mit dem Fasten haben, dieses Buch mögen werden.

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Veröffentlicht am 17.01.2020

Eine neue Sichtweise auf die Bergpredigt

Die Bergpredigt aus jüdischer Sicht
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Wer kennt sie nicht: Die Bergpredigt von Jesus, in der er die 10 Gebote aus dem Alten Testament auf den Kopf stellt. Aber ist das wirklich so? Wie müssen wir seine Worte verstehen? Manchmal hilft es, eine ...

Wer kennt sie nicht: Die Bergpredigt von Jesus, in der er die 10 Gebote aus dem Alten Testament auf den Kopf stellt. Aber ist das wirklich so? Wie müssen wir seine Worte verstehen? Manchmal hilft es, eine andere Perspektive einzunehmen. Wir dürfen nicht vergessen: Jesus war Jude und ist unter Juden aufgewachsen. Seine Bergpredigt richtete sich zunächst an das jüdische Volk! Was das konkret bedeutet, dem geht der messianische Jude Anatoli Uschomirski in diesem wunderbaren Buch auf den Grund.

Uschomirski bespricht in seinem Buch nicht alle Teile der Bergpredigt (Matthäus 5,1-7,29), sondern setzt ein paar Schwerpunkte, damit das Buch nicht zu umfangreich wird. Dabei erklärt er zunächst, weshalb das Matthäus-Evangelium dem Muster der fünf Bücher Mose gleicht und welche Gemeinsamkeiten Mose mit Jesus hat. Schon diese Einleitung fand ich sehr interessant.
Der erste Teil der Bergpredigt beginnt dann mit einem Überblick über die Seligpreisungen („Glückselig sind, die…“, Matthäus 5,1-12). Beim Lesen dieses Kapitels wie auch des gesamten Buches ist es wichtig, in die „Schuhe der damaligen Zuhörer zu schlüpfen“ (S. 19), also die jüdische Perspektive einzunehmen. Der Autor erklärt schön übersichtlich, welche Zielgruppe mit den „geistlich Armen“, den „Trauernden“, usw. gemeint ist. Insgesamt sind mir die Ausführungen allerdings etwas zu kurz gewesen. In diesem Teil hätte Anatoli Uschomirski bestimmt noch viel mehr zu sagen gehabt und es hätte für mich ruhig noch ausführlicher sein dürfen.
Im Anschluss an die Seligpreisungen beschäftigt sich der Autor mit zwei Gleichnissen der Bergpredigt (Matthäus 5,13-16): Das Salz der Erde und das Licht der Welt. Er beleuchtet hier das Problem der „Werksgerechtigkeit“ und wie es entstanden ist, gibt Hinweise auf das kommende Gericht Gottes und was ein christlicher Lebensstil damit zu tun hat.
An diesen Abschnitt schließt sich der zweite Teil des Buches nahtlos an, in dem es um Gesetz und Gerechtigkeit geht (Matthäus 5,17-20). Uschomirski stützt sich bei seiner Auslegung auf die hebräische Sprache und Bedeutung sowie immer wieder auf weitere Schriftstellen aus der Bibel. Er folgt somit der Regel, dass sich die Bibel selbst am besten auslegt, was ich sehr gut finde. Man merkt, dass Uschomirski hier sehr gründlich arbeitet, indem er auch immer wieder den Kontext der jeweiligen Bibelstellen berücksichtigt. Das schafft Vertrauen zu christlichen Lesern wie mir, die sich auf dieses Experiment einlassen. Denn zusätzlich zur biblischen Auslegung geht der Autor auch immer wieder auf jüdische Überlieferungen aus dem Talmud ein, die auf Christen erstmal befremdlich wirken. Aber diese jüdischen Auslegungen sind eben genau das, was Jesus und das jüdische Volk damals kannten und wonach sie gelebt haben. Auf diesem Wissen baut Jesus auf und vor diesem Hintergrund müssen wir seine Worte auch verstehen.
Der dritte und letzte Teil des Buches beschäftigt sich mit dem Vaterunser bzw. der Frage, wie wir beten sollen (Matthäus 6,1-13). Ausführlich wird auf jeden Abschnitt des Vaterunsers eingegangen und erklärt, was es heißt, wenn wir Gott um unser tägliches Brot bitten oder um Vergebungsbereitschaft anderen gegenüber, usw. Besonders gut finde ich, dass Anatoli Uschomirski auch die schwierigen Passagen des Gebets nicht ausspart und intensiv darauf eingeht, was der Abschnitt „Und führe uns nicht in Versuchung“ (Matthäus 6, 13) bedeutet.
Den Abschluss dieser Reise in die jüdische Gedankenwelt bildet ein Anhang aus Worterklärungen, die mir beim Lesen sehr hilfreich waren. Ich bin nicht so bewandert in jüdischen Begriffen, deshalb habe ich hier gerne nachgeschlagen, was genau z. B. mit dem Wort „Zedaka“ gemeint ist ( nämlich „Wohltätigkeit“) und welche Rolle das in der jüdischen Tradition spielt.

Das Buch „Die Bergpredigt aus jüdischer Sicht“ ist eine großartige Fundgrube für Christen und Juden gleichermaßen, das man immer wieder zur Hand nehmen und darin nachschlagen kann.
Ich hatte beim Lesen zuerst noch die christliche Brille auf und so fühlten sich viele Erklärungen für mich holprig an. Ich konnte die jüdischen Auslegungen und Traditionen erst nicht nachvollziehen. Als ich dann aber verstanden hatte, dass ich die Perspektive wechseln muss, konnte ich richtig von den Auslegungen profitieren. Das wurde ab dem Zeitpunkt, wo der Autor ausführlicher wurde, immer besser. Ich musste mich also erst einlesen und einfühlen, um die jüdische Sichtweise einzunehmen. Es hilft einerseits dabei, Juden besser verstehen zu können, aber auch, mit ihnen besser über Jesus als Messias sprechen zu können. Und es hat auch einen großen Einfluss auf mein christliches Leben, wenn ich verstehe, was mein Lebensstil mit meinem Glauben zu tun hat.
Dieses Buch kann ich auf jeden Fall allen empfehlen, die sich intensiver mit der Bergpredigt auseinandersetzen möchten, aber auch jedem, der im Glauben wachsen will und besser verstehen möchte, was Jesus uns mit seinen Worten sagen möchte. Ich wünsche mir jetzt eine ganze Auslegungsreihe von Anatoli Uschomirski in diesem Stil, deren Bände auch gerne etwas dicker sein dürfen.

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Veröffentlicht am 19.12.2019

Toller Begleiter für das Jahr

Mein Stück Himmel für heute
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Das Jahr ist fast vorbei und wieder kommt die Zeit, sich mit neuen Kalendern, Terminplanern und Co fürs nächste Jahr einzudecken. Für mich gehört jedes Jahr auch ein Andachtsbuch dazu, mit dem ich morgens ...

Das Jahr ist fast vorbei und wieder kommt die Zeit, sich mit neuen Kalendern, Terminplanern und Co fürs nächste Jahr einzudecken. Für mich gehört jedes Jahr auch ein Andachtsbuch dazu, mit dem ich morgens wach werden oder abends zu Bett gehen kann. Die Suche danach gestaltet sich nicht immer ganz einfach, da mir die meisten Andachtsbücher oft zu oberflächlich sind. Deshalb habe ich mich diesmal für "Mein Stück Himmel für heute" entschieden.

Wie man es von Andachtsbüchern gewohnt ist, gibt es auch hier immer einen Bibelvers pro Tag und eine kurze Auslegung dazu. Wer möchte kann auch etwas mehr lesen, denn es wird ebenfalls angegeben, in welchem Kontext der Vers steht. Das gefällt mir sehr gut, da mir ein einzelner Vers meist zu wenig ist. Sehr hübsch ist in diesem Zusammenhang die Gestaltung in roter und schwarzer Schrift. So habe ich gleich den Vers immer wieder zur Hand, wenn ich ihn z. B. über den Tag verteilt auswendig lernen möchte. Dazu enthält das Buch noch ein rotes Lesebändchen, damit man jeden Tag gleich loslegen kann, ohne erst zum richtigen Datum blättern zu müssen.

Ein weiterer Pluspunkt ist der Verzicht auf die Jahreszahl, so dass ein immerwährender Kalender entsteht, den man jedes Jahr wieder benutzen kann. Die Monate sind dabei durch jeweils eine rote Seite getrennt, so dass man sich schnell zurechtfindet.

Eine Besonderheit ist außerdem, dass in diesem Buch die wichtigsten Texte der Bibel vorkommen. So kann man sich in einem Jahr durch die wichtigsten Passagen arbeiten und bekommt einen guten Überblick über das Buch der Bücher. Auch für Einsteiger absolut empfehlenswert, die mehr über biblische Geschichten wissen wollen.

Die Andachten sind gut durchdacht, tiefgründig und unterstützen die Bibelabschnitte mit lebensnahen Impulsen. Sie sind nicht zu kurz und nicht zu lang, so dass man sie gut in den Alltag integrieren kann. Mir gefällt es sehr gut, dass das Buch nicht nur von einem Autor geschrieben ist, sondern von über 50 verschiedenen christlichen Schriftstellern. Das bringt immer wieder neue Sichtweisen und andere Schwerpunkte in die Impulse. In diesem Zusammenhang ist auch das Autorenverzeichnis im Anhang eine tolle Zugabe. Denn ich erfahre immer gerne etwas über die Menschen hinter den Texten.

Ein Muss und auch hier nicht vergessen, ist das Bibelstellenverzeichnis. So kann ich z. B. alle Texte zu Jesaja auf einen Blick finden, wenn ich sie gerne am Stück lesen will, statt auf verschiedene Monate aufgeteilt. Und ich kann eine bestimmte Stelle, die ich suche, schneller finden. Das gehört für mich zu einem Andachtsbuch unbedingt dazu.

Wer sich also wie ich in seiner Stillen Zeit gerne mit Bibeltexten beschäftigt, für den ist dieses schöne Andachtsbuch genau das Richtige. Für Bibellese-Anfänger ist es bestimmt ein schönes Geschenk und auch für Paare finde ich es geeignet, denn man liest sich gemeinsam durch die wichtigsten Stellen der Bibel und kann sich über die Auslegungen austauschen.

Seit langem endlich mal wieder ein Andachtsbuch, das mich sowohl inhaltlich als auch mit seiner Ausstattung begeistern konnte!

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Sehr hilfreich und ermutigend

Überwinderleben
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Viele Christen kennen das Gefühl, dem Anspruch einer christlich perfekten Lebensführung nicht zu genügen. Das Gute, was man tun will, tut man nicht und tut stattdessen das Böse, was man eigentlich nicht ...

Viele Christen kennen das Gefühl, dem Anspruch einer christlich perfekten Lebensführung nicht zu genügen. Das Gute, was man tun will, tut man nicht und tut stattdessen das Böse, was man eigentlich nicht tun will. Das wiederum wirkt sich auf unsere Beziehung zu Gott und unsere Mitmenschen aus und nicht zuletzt auch auf das Selbstbild. Inga M. Haase hat in ihrem Buch "Überwinderleben" unzählige Hilfsmittel zusammen gestellt, um wieder mit sich und Gott ins Reine zu kommen, den Glauben zu stärken und siegreich durchs christliche Leben zu gehen.

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis verrät schon, dass die Autorin zu allen wichtigen Situationen des Lebens Hilfestellung geben will. Ob es die Stille Zeit mit Gott ist, die einfach nicht gelingen will, der Krach mit der Familie oder der ungeliebte Beruf - es gibt immer die Möglichkeit, an sich zu arbeiten und die Situation zu verändern. In diesem Buch finden sich viele Tipps, mit denen man einen Schritt in die richtige Richtung tun kann, ohne sich damit zu überfordern, gleich perfekt sein zu müssen.

Das Buch ist in sechs Kapitel eingeteilt, die verschiedene Aspekte des Lebens betrachten: Das eigene Glaubensleben, der Charakter, das Berufsleben, Beziehungen, der geistliche Dienst und der Umgang mit Niederlagen.
Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die Probleme und lässt an ihren eigenen Siegen und auch ihrem Versagen teilhaben. Ihre freundschaftliche Art baut schnell Vertrauen zum Leser auf, so dass man immer wieder gespannt ist, welche Lösungen sie für den persönlichen Alltag vorschlägt.

Damit es nicht nur beim Lesen bleibt, fordert sie immer wieder in einem "Überwinder-Training" auf, über sich selber nachzudenken und die eigenen Knackpunkte zu finden. Durch gezielte Fragen und Aufgaben gelingt es, dass dieses Buch wirklich zu einem "Workshop" wird, mit dem man regelmäßig und nachhaltig arbeiten kann. Aus diesem Grund finde ich das Buch ebenfalls auch für Hauskreise oder Kleingruppen geeignet, die sich vertrauen und gemeinsam im Glauben wachsen wollen.

Besonders gut gelungen finde ich außerdem auch die Ausstattung des Buches. Die übersichtliche Gliederung wird durch einen farbigen Text unterstützt: Durch blaue Schrift findet man sofort wichtige Bibelzitate, Trainingsaufgaben und Infokästen mit zusätzlichen Tipps. Denn es wird oft vorkommen, dass man beim ersten Durchlesen des Kapitels gar nicht alles aufnehmen kann, sondern im Nachhinein nochmals blättert. Durch Absätze und passende Zwischenüberschriften findet man sich sehr gut zurecht und auch das Lesebändchen ist sehr hilfreich.

Dieses wertvolle Buch eine große Ermutigung für den christlichen Alltag. Man fühlt sich trotz aller Fehler angenommen und wertgeschätzt, aber bekommt dennoch die Chance, dass man nicht bei seinen Fehlern stehen bleiben muss, sondern sich weiterentwickeln kann. Dieses Kunststück muss man als Autorin erst einmal schaffen. Inga M. Haase ist es hervorragend gelungen, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen, sondern ein "Wir"-Gefühl zu erzeugen. Hier findet man wirklich Tipps, die es auf den Punkt bringen und nicht viel drumherum reden. Die passenden Bibelstellen gibt es auch gleich mit dazu, so dass man dort nachschlagen und es prüfen kann. Eine echte Hilfe eben.

Ich bin total begeistert von diesem Buch und werde immer wieder damit arbeiten.

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Veröffentlicht am 23.11.2019

Fünfte Folge der Hochwaldsaga

Die Verstoßene
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Die Familiensaga der Grünings und Wedells geht weiter! Im fünften Teil der Hochwald-Saga führt uns Michael Meinert zu den Anfängen des Ersten Weltkriegs. Claus Ferdinand muss als Soldat an die Front, während ...

Die Familiensaga der Grünings und Wedells geht weiter! Im fünften Teil der Hochwald-Saga führt uns Michael Meinert zu den Anfängen des Ersten Weltkriegs. Claus Ferdinand muss als Soldat an die Front, während Franzi aus Ostafrika zurück in die Heimat kommt, um bei ihrer Tochter Viola zu sein. Als Franzi in Wölfelsgrund auf ihre alte Internatsfreundin Lydia trifft, ahnt sie nicht, dass diese ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt.


Als Lydia Franzi ihre Schuld gesteht, ist es für die Freundin keine Frage, dass sie ihr in ihrer Not hilft. Gemeinsam fassen sie den Entschluss, als Frontschwestern an die französisch-deutsche Grenze zu gehen. Dass sie dabei vielen Gefahren ausgesetzt sind, liegt auf der Hand. Sie sind ein tolles Team: Hoffnungsvoll, waghalsig und immer mit Gott an ihrer Seite, schlagen sie sich bis ins Lazarett durch, krabbeln durch Kriegsgräben und landen schließlich sogar in französischer Gefangenschaft.

Auch dieser Teil hat wieder alle meine Erwartungen an einen historischen Roman von Michael Meinert erfüllt. Er versteht es wirklich, die Spannung während des gesamten Buches aufrecht zu erhalten, so dass es schwerfällt, das Buch beiseite zu legen. Inzwischen fühle ich mich so eng mit den Charakteren verbunden, dass ich immer furchtbar mitfiebere, wenn jemand verletzt wird oder in Lebensgefahr gerät. Und ich freue mich so, dass es immer noch Rahel gibt - sie bleibt die gute Seele des Hauses.

Franzi hat mich in diesem Teil echt überrascht. Im letzten Buch hat sie mich noch öfters zur Weißglut getrieben, aber inzwischen ist aus ihr eine tolle Frau geworden. Es ist beeindruckend, wie selbstlos sie Lydia und ihrem Bruder Claudinand hilft. Sie hat ja auch in Afrika einiges mitgemacht, deshalb ist es umso bemerkenswerter, dass sie sich schon wieder in solch große Gefahr begibt.

Doch auch, wenn man die Charaktere nicht kennt, lohnt es sich, einen Blick in den Hochwald zu werfen. Ich finde sogar, dass sich dieser fünfte Band besonders gut dazu eignet, neu in die Reihe einzusteigen. Die beiden Protagonisten sind für alle fast unbekannt, und Franzi schließt man bestimmt auch ohne Vorwissen ins Herz.

Sehr schön hat der Autor auch diesmal wieder Glaubensthemen in die Geschichte verwoben. Vergebung ist ein großes Thema, besonders, wenn Gott bereits vergeben hat, aber Christen es untereinander nicht können. Die Auseinandersetzung damit fand ich in diesem Buch wieder sehr gelungen. Beide Seiten werden beleuchtet und sind nachvollziehbar. Wie oft richten gläubige Menschen übereinander, obwohl das Gericht allein Gottes Sache ist. Besonders bewegt hat mich in diesem Zusammenhang auch das Nachwort. Es ist immer ein Highlight für mich, das Vorwort und Nachwort dieser Bücher zu lesen, weil es die Geschichte in einen wahren Kontext setzt. Ich schätze diese persönlichen Zeilen von Michael Meinert sehr.

Mir gefällt die Hochwaldsaga auch im fünften Band noch unheimlich gut und ich hoffe, dass es noch viele weitere Teile geben wird!