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Veröffentlicht am 03.09.2019

Spannender Pferdekrimi

Triple Crown
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In diesem Krimi geht es auf die Rennbahn. Dort wird versucht, die Pferde mit illegalen Methoden zum Sieg zu führen. Die Behörde FACSA nimmt sich diesem Problem an und schickt einen Ermittler undercover ...

In diesem Krimi geht es auf die Rennbahn. Dort wird versucht, die Pferde mit illegalen Methoden zum Sieg zu führen. Die Behörde FACSA nimmt sich diesem Problem an und schickt einen Ermittler undercover in den Rennstall. Doch die Gefahr droht nicht nur auf dem Platz, sondern auch aus den eigenen Reihen.

Eigentlich arbeitet Jeff für die Briten, doch diesmal wird er von den Kollegen in die USA geholt. Dort steht der "Triple Crown" an, ein Erfolg, den ein Pferd nur dann bekommt, wenn es drei große Rennen hintereinander gewinnt. Allerdings herrscht der Verdacht, dass einige Trainer nachhelfen, indem sie die Pferde dopen. Deshalb werden von der FACSA Razzien durchgeführt, die die Übeltäter entlarven sollen. Jedoch verlaufen sie nicht immer erfolgreich, und der Vizedirektor Tony ist misstrauisch geworden: Gibt es einen Maulwurf bei der Behörde, der die Trainer vorher warnt?

Jeff beginnt vor Ort undercover zu ermitteln und findet einige ungeheuerliche Tatsachen heraus, mit denen bei den Rennen getrickst wird. Ich finde Jeff sehr sympathisch und humorvoll. Er bringt die nötige Cleverness und Einsatzbereitschaft mit, um den Fall zu lösen. Als der Arme zwischendurch hungern muss, weil er immer zu spät zu den Mahlzeiten erscheint und nichts mehr abkriegt, hat er mir doch sehr leid getan. Aber er lässt sich nie hängen, sondern nimmt es mit Humor und konzentriert sich weiter auf seine Sache. Als er von einem anderen Pferdepfleger schikaniert wird, verhält er sich äußerst vorbildhaft, auch wenn er dafür ein paar blaue Flecke einstecken muss.

Für mich ist Jeff die tragende Figur in diesem Roman, da man immer wissen will, wie es mit ihm weitergeht. Spannend sind zudem natürlich die medizinischen Hintergrundinfos zu den Dopingmethoden und dem Umgang mit den Pferden. Ich fand es sehr interessant, mal hinter die Kulissen eines Galopprennens zu schauen, war aber auch mehr als einmal schockiert, was da so vor sich geht. Ich hoffe, dass das nicht allzusehr der Wirklichkeit entspricht, befürchte aber, dass es das schon tut.

Positiv fand ich bei diesem Krimi außerdem, dass es keine übertriebenen Gewaltdarstellungen gab. Es geht hier um die Ermittlung wie im Stil von Sherlock Holmes, ohne dass viel Blut fließt. Trotzdem ist es spannend und super geschrieben, so dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Bisher kannte ich den Autor Felix Francis noch gar nicht, aber durch "Triple Crown" bin ich auf den Geschmack gekommen und werde definitiv noch mehr von ihm lesen.

Für alle Krimifreunde, die es gerne wie ich ruhig und zum Miträtseln haben, ein absoluter Geheimtipp. Wenn ihr noch dazu Pferdesport-Fans seid, dann umso mehr!

Veröffentlicht am 24.08.2019

Aufregendes Drachenabenteuer

Silberdrache (Silberdrache 1)
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Siris Mutter ist sehr krank. Während sie im Krankenhaus liegt, kommt Siri bei einer Pflegefamilie unter. Nur ein geheimnisvoller Drachenstein und die Geschichten ihrer Mutter bleiben ihr, um die Hoffnung ...

Siris Mutter ist sehr krank. Während sie im Krankenhaus liegt, kommt Siri bei einer Pflegefamilie unter. Nur ein geheimnisvoller Drachenstein und die Geschichten ihrer Mutter bleiben ihr, um die Hoffnung nicht aufzugeben.

Was Siri nicht ahnt, ist, dass die Erzählungen ihrer Mutter nicht nur Geschichten sind: Denn Drachen existieren wirklich! Sie leben in einer Parallelwelt, die von den sogenannten Raptoren beherrscht wird. Diese bösartigen Drachen werden von der Familie Lennix abgerichtet, um die Macht über das Land zu vergrößern. Auf diese Weise haben sie ihre Welt beinahe schon zugrunde gerichtet. Die einzige Hoffnung ist nun ein Silberdrache, der das Portal zu einer neuen Welt öffnen kann.

Als Joss eines Tages ein silbernes Ei vor die Füße rollt, weiß er noch nichts von diesen Dingen. Doch sehr bald schon werden er und seine Schwester Allie mitten hinein gezogen in ein großes Abenteuer.

Als ich dieses Buch entdeckte, hat mich in erster Linie das Cover angesprochen. Der Drache sieht einfach toll aus und glitzert sehr schön vor dem blauen Hintergrund. Natürlich lese ich als Fantasyfan auch gerne Bücher über Drachen. Nicht nur der Klappentext hat mich neugierig gemacht, sondern auch, dass es ein neues Buch von Angie Sage ist. Ich habe ihre Reihe über Septimus Heap schon gern gemocht und war deshalb sehr gespannt, ob sie mich auch mit Silberdrache überzeugen konnte.

Die Geschichte hat interessante Charaktere und ist spannend geschrieben. Von den Drachen mochte ich besonders Bellacrux und natürlich Lysander. Über Joss habe ich mir oft die Haare gerauft, weil er so unüberlegt gehandelt hat. Seine Schwester Allie ist die schlauere und sympathischere von beiden. Trotzdem mochte ich auch Joss, weil er schließlich Verantwortung für Allie und Lysander übernimmt. Interessant ist auch so manche Charakterentwicklung auf der bösen Seite: Auch hier reflektiert der ein oder andere das Geschehen und lernt daraus. Dadurch wird klar, dass die Entscheidung, ob man gut oder böse ist, immer bei einem selbst liegt, egal wie die Umstände auch sein mögen. Während die einen nach Macht streben, sehnen sich die anderen nach Freiheit und Liebe.
Für meinen Geschmack hätte dieses Thema ruhig noch ein bißchen mehr herausgearbeitet werden können. Das gilt im übrigen auch für die weiteren Konflikte der Story, die alle doch recht oberflächlich blieben und mir etwas zu schnell gelöst wurden. Dennoch hat das der Spannung keinen Abbruch getan, denn es passiert so viel, dass immer wieder neue Hindernisse auftreten, die die Hauptfiguren zu überwinden haben.

Es war toll, diese Geschichte zu lesen und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil. Das Ende war dramatisch und ein paar Fragen bleiben noch offen. Wer gerne Kinderbücher liest und Drachen mag, dem kann ich diese neue Reihe wirklich empfehlen.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Packendes Ende einer tollen Reihe

Unheilvolle Nähe
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Im letzten Teil der Serie gibt es nochmal richtig viel Action und Spannung: Im beschaulichen Cape Refuge werden zwei Mädchen entführt und wieder einmal gerät der Polizeichef in Verdacht. Währenddessen ...

Im letzten Teil der Serie gibt es nochmal richtig viel Action und Spannung: Im beschaulichen Cape Refuge werden zwei Mädchen entführt und wieder einmal gerät der Polizeichef in Verdacht. Währenddessen lüftet Sadies Mutter Sheila ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit.

Erneut hat es mich an die Küste des Städtchens Cape Refuge verschlagen. Nach drei Bänden kenne ich mich auf der Halbinsel bereits gut aus und genieße es jedesmal, das Polizeirevier oder das Hannover House zu besuchen, Blair bei ihrer Arbeit als Journalistin zu begleiten oder mit Sadie am Strand entlang zu gehen. Es könnte so schön sein, wenn nicht auch diesmal wieder dunkle Wolken am Horizont auftauchten: Eines Morgens entdeckt Nachwuchspolizist Scott im Bootshaus die Leiche eines Mädchens. Da der Mord einer Szene in einem Kriminalroman ähnelt, gerät schnell der Schriftsteller in Verdacht, der sich gerade im Ort befindet. Doch nach und nach tauchen immer mehr Zweifel auf, als zwei Mädchen verschwinden und eine weitere Leiche entdeckt wird. Und plötzlich häufen sich die Beweise gegen den Polizeichef des Städtchens.

Wieder einmal konnte mich Terri Blackstock mit dieser Reihe voll überzeugen. Trotz mehrerer Verdächtiger und Motive war ich mir recht sicher, wer der Mörder ist, nur um am Ende voll überrascht zu werden. Ich bin durch die letzten Seiten nur so geflogen, weil es unheimlich spannend war. Ein richtig gutes Ende für die Reihe, die mir insgesamt sehr viel Lesespaß bereitet hat.

Auch in diesem Teil spielt der christliche Glaube eine Rolle, wenn auch nicht so ausgeprägt wie bei den Vorgängerbänden. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber auch das Nachwort der Autorin, das sich an jedes ihrer Bücher anschließt. Hier erfährt man viel darüber, was sie bewogen hat, die Bücher zu schreiben und welche Erlebnisse und Gedanken sie inspiriert haben. Es hat mir gut gefallen, dadurch mehr über die Hintergründe zu erfahren.

Leider ist mit diesem vierten Buch die Reihe Cape Refuge beendet. Die Charaktere werden mir tatsächlich fehlen, da ich sie allesamt sehr ins Herz geschlossen habe. Vielleicht schreibt Terri Blackstock ja irgendwann nochmal einen fünften Band, der Jahre später spielt und erzählt, wie sich die Personen weiterentwickelt haben. Das wäre toll.

Wenn ihr die Serie noch nicht kennt, dann fangt auf jeden Fall bei Band 1 an, da die Geschehnisse aufeinander aufbauen. Man kann sicher auch jeden Band einzeln für sich lesen und verstehen, aber dann entgehen einem sicher ein paar Feinheiten, die auf die Vorgänger anspielen.
Empfehlenswert ist Cape Refuge auf jeden Fall für Christen, die gerne spannende Geschichten lesen, die sich mit dem Glauben und der persönlichen Weiterentwicklung beschäftigen. Ich finde es für Jugendliche und für Erwachsene gut geeignet. Die Fälle sind kreativ erdacht und laden zum Miträtseln ein. Für mich war es die perfekte Sommerlektüre und ich hatte viel Freude daran.

Veröffentlicht am 06.07.2019

Spannend bis zum Schluss

Falsche Wahl
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In diesem dritten Teil der Cape Refuge Reihe geht es um die Bürgermeisterwahl der Stadt. Drei Kandidaten stehen bereit, doch dann geschieht ein Mord, der alles auf den Kopf stellt.

Der Polizeichef bekommt ...

In diesem dritten Teil der Cape Refuge Reihe geht es um die Bürgermeisterwahl der Stadt. Drei Kandidaten stehen bereit, doch dann geschieht ein Mord, der alles auf den Kopf stellt.

Der Polizeichef bekommt wieder alle Hände voll zu tun, als die Frau eines Bürgermeisterkandidaten ermordet aufgefunden wird. War es ihr eigener Ehemann? Hatte er eine Geliebte? Oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter?
Ich habe mich gefreut, dass es wieder viel zu rätseln gab. Mehrere Verdächtige bieten sich an und wechseln sich ab, je mehr Puzzleteile entdeckt werden. Das Ende hat mich dann aber echt umgehauen! Nie wäre ich auf diese Lösung gekommen, dabei habe ich die ganze Zeit gedacht, ich wüsste, wer der Mörder ist.
Nach wie vor begeistern mich auch die Lebensgeschichten der Protagonisten, die in jedem Band weitererzählt werden. Diesmal geht es wieder etwas mehr um die junge Teenagerin Sadie, was mich sehr gefreut hat, da ich sie sehr mag. Aber auch die anderen Charaktere und Beziehungen kommen nicht zu kurz.
Neben vielen verschiedenen Glaubensfragen beleuchtet Terri Blackstock diesmal das Thema Zauberei und Magie. Sie führt einen zwielichtigen Wahrsager ein, der eine sehr interessante Figur ist und eine große Rolle im Roman spielt. Außerdem geht es viel um die medizinische Frage der Kinderlosigkeit. Die Verzweiflung der Frauen wird hier gut dargestellt und beschrieben, zu was sie alles bereit sind, um den Wunsch nach einem Baby nicht aufgeben zu müssen. Das fand ich sehr bewegend.
Mich konnte dieser dritte Band der Reihe erneut in den Bann ziehen. Es ist schon fast schade, dass es nun nur noch einen letzten Teil gibt, der auf mich wartet. Ich kann die Serie besonders christlichen Lesern weiterempfehlen, die gerne Büchern lesen möchten, in denen es auch wirklich um Gott und den Glauben geht. Viele alltägliche Probleme wie Lügen, Nächstenliebe, Jüngerschaft und Vergebung werden zwischen den unterhaltsamen Zeilen betrachtet, so wie das wirkliche Leben eben ist. Auch die Protagonisten in Cape Refuge sind nicht perfekt und haben mit sich und der Welt zu kämpfen. Die Autorin versteht es außerordentlich gut, christliche Lösungswege aufzuzeigen, ohne mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen oder die Spannung der Geschichte zu vernachlässigen. Auch nach drei Bänden habe ich immer noch nicht genug von dieser Reihe und freue mich schon auf den letzten Teil.

Veröffentlicht am 01.06.2019

Spannender zweiter Teil

Die einzige Hoffnung
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In Cape Refuge, dem beschaulichen Örtchen an der amerikanischen Küste, geschieht ein furchtbares Unglück: Polizeichef Cade fährt einen Mann an, der ihm bei strömendem Regen vors Auto läuft. Der Mann stirbt ...

In Cape Refuge, dem beschaulichen Örtchen an der amerikanischen Küste, geschieht ein furchtbares Unglück: Polizeichef Cade fährt einen Mann an, der ihm bei strömendem Regen vors Auto läuft. Der Mann stirbt noch am Unfallort und kurz darauf verschwindet Cade spurlos. Die Bewohner des Ortes rätseln, was wirklich passiert sein könnte.

Besonders Blair macht sich große Sorgen um Cade. Schnell stellt sie fest, dass die Polizei nicht wirklich etwas unternimmt, um ihn zu finden. Keiner glaubt daran, dass hinter seinem Verschwinden ein Verbrechen stecken könnte. Also nimmt Blair die Sache selbst in die Hand und begibt sich damit in große Gefahr.

Nachdem ich vom ersten Band dieser Reihe sehr begeistert gewesen war, habe ich mich schon lange auf den zweiten Teil gefreut. Es war toll, wieder nach Cape Refuge zurückzukehren und die liebgewonnenen Charaktere wiederzutreffen. Das Hannover House bekommt wieder einen Neuzugang und Blair kämpft nach wie vor mit ihrem Glauben. Sie und Cade stehen diesmal ganz klar im Fokus der Geschichte. Dabei entwickelt sich vor allem Blair enorm weiter.

Es steckt wieder so viel in dieser Geschichte, über das es sich nachzudenken lohnt. Ein Schwerpunkt ist die Frage, wo wir Menschen Zuflucht finden können, wenn wir in Not sind. Weitere Themen sind der Umgang mit Lügen, Gehorsam und Vergebung. Besonders Morgan hat ihre liebe Mühe mit der jungen Sadie - bis sie selbst auch in Schwierigkeiten gerät. Plötzlich steht sie selber vor der Entscheidung, ob sie ihren Mann Jonathan anlügen soll oder nicht.

Ich finde es so schön, dass Terri Blackstock in ihren Geschichten nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern ihre Charaktere authentisch handeln lässt. Denn gerade durch die Fehler, die sie begehen, können sie lernen und wieder umkehren. Weder Morgan noch Cade oder andere Figuren sind hier perfekt - und gerade deshalb sind sie auf Gottes Hilfe angewiesen.

Mich konnte das Buch wieder durchgehend fesseln, auch wenn ich Blair zwischendurch am liebsten genommen und geschüttelt hätte. Morgan hat es wirklich nicht leicht mit ihrer Schwester. Über Blairs Entwicklung freue ich mich sehr und bin gespannt, was die Zukunft in ihrem neuen Job für sie bereit hält. Ich freue mich, dass jetzt noch zwei weitere Romane dieser tollen christlichen Reihe auf mich warten!

Wenn ihr die Cape Refuge-Reihe noch nicht kennt, dann fangt am besten bei Band 1 an. Zwar würde ich meinen, dass man Band 2 auch ohne Vorwissen versteht, aber es macht die Geschichte schon reicher, wenn man den Ort sowie die Personen dort kennt und ihre Beziehungen zueinander einordnen kann.