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Kobina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2025

Who even is the ship?

A Dance of Lies
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Der Einstieg in dieses Buch war für mich ehrlich gesagt etwas holprig – vieles ging sehr schnell und wirkte ein wenig gehetzt, fast so, als wollte die Geschichte unbedingt zum eigentlichen Schauplatz springen, ...

Der Einstieg in dieses Buch war für mich ehrlich gesagt etwas holprig – vieles ging sehr schnell und wirkte ein wenig gehetzt, fast so, als wollte die Geschichte unbedingt zum eigentlichen Schauplatz springen, ohne sich lange mit dem Weg dorthin aufzuhalten. Dadurch hat sie mich anfangs leider nicht komplett gepackt.

Aber: Die zweite Hälfte hat das Ganze ziemlich gut rausgerissen! Plot und Figuren wurden spürbar lebendiger und detaillierter, Intrigen und Machtspielchen traten in den Vordergrund. Eine facettenreiche Welt entstand, die ich gerne weiter erkunden möchte. Zu dem Zeitpunkt war ich davon überzeugt, dass es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt – umso mehr überrascht war ich, als ich erfuhr, dass es nur eine Dilogie ist. Ein bisschen schade, weil man merkt, dass in der Welt noch SEHR viel Potenzial steckt.

Ein riesiges Plus gibt’s für die Hauptfigur: Eine Protagonistin mit einer Behinderung, die nicht magisch „geheilt“ wird oder plötzlich Superkräfte bekommt, sondern einfach sie selbst ist – stark, klug und realistisch. Das sieht man immer noch viel zu selten in Fantasybüchern.

Zum Thema Romance: Während des Marketings hieß es mal „Who even is the ship?“, und ja – das trifft es ziemlich gut. Obwohl man den ersten Mann ziemlich schnell als potentiellen Loveinterest ausschließen kann, bleibt die Frage doch noch eine ganze Weile bestehen. Trotz dass Liebe und Besessenheit Hauptmotivatoren der Handelnden ausmachen, bleibt es dabei aber in einem Rahmen, den man einfach genießen kann, ohne sich über zu viel Turtelei oder ähnliches ärgern zu müssen. Selbst JETZT bin ich mir noch nicht sicher, ob (und) wer am Ende an Vaselies Seite stehen wird.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Pinke Verwirrung

Barbie - In Real Life
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Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies ...

Not gonna lie: Ich bin immer noch irritiert von diesem Buch.
Am ehesten lässt es sich wohl als Coffeetablebook bezeichnen. Wir haben hier einige Bilder von einem Instagram-Account, der verschiedene Barbies in verschiedenen Posen zeigt. Dazu dann immer irgendeinen Satz, den wohl jeder so oder so schon ähnlich mal von sich gegeben hat.
Soll das Feminismus sein? Oder was möchte dieses Buch ausdrücken?
Ich kann nicht sagen, dass ich es schlecht fand - aber halt auch nicht gut. Schwierig, es zu bewerten, wenn man die ganze Zeit nur den Sinn dahinter sucht... ^^"

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Mein erstes Mal Romantic Suspense

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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„Loverboy“ war mein erstes Mal mit Romantic Suspense – und es wird definitiv nicht das Letzte sein!

Schon seit einer Weile folge ich Antonia Wesseling auf Social Media und war immer mal wieder neugierig, ...

„Loverboy“ war mein erstes Mal mit Romantic Suspense – und es wird definitiv nicht das Letzte sein!

Schon seit einer Weile folge ich Antonia Wesseling auf Social Media und war immer mal wieder neugierig, ob ihr Schreibstil zu mir passt. Jetzt hab ich’s ausprobiert und weiß, dass ich mich jederzeit wieder an ihren Büchern bedienen kann :)

Die Geschichte war richtig spannend, ich war komplett drin. Die Hinweise wurden genau richtig gestreut: So, dass man beim Miträtseln auf die nächsten Wendungen kommen konnte, ohne dass sie einem dabei ins Gesicht sprangen.
Die Charaktere waren zwar anstrengend, aber auf die gute Art: Keine schwarz/weiß-Klischees, sondern komplexe Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

Auch das Hörbuch hat gut funktioniert. Die Sprecher:innen waren angenehm gewählt; ihre Lesegeschwindigkeit passte super zusammen, sodass man die Geschwindigkeit zu Beginn anpassen konnte, ohne zwischen den POVs ständig nachjustieren zu müssen.

Einziger Wermutstropfen: Das Cover ist ein absoluter Traum, aber der Farbschnitt … leider gar nicht meins. Also muss ich zunächst auf die zweite Auflage warten, bevor ich mir eine Trophäe fürs Regal holen kann ;)

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Caraval für Erwachsene

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Obwohl ich viel im Gothic-Genre unterwegs bin (sei es bei Büchern, Kleidung oder Musik), muss ich zugeben, dass mich da Cover von "Phantasma" (Kaylie Smith) erstmal eher abgeschreckt hat. Mit dem prominenten ...

Obwohl ich viel im Gothic-Genre unterwegs bin (sei es bei Büchern, Kleidung oder Musik), muss ich zugeben, dass mich da Cover von "Phantasma" (Kaylie Smith) erstmal eher abgeschreckt hat. Mit dem prominenten Totenschädel und den Rosen, dazu in dieser Metallicoptik, war es mir einen Touch too much. Allerdings verriet mir der Klappentext, dass es unsere Protagonistin eine Nekromantin ist und diesbezüglich konnte ich noch nie "Nein" sagen :D
Im Buch selbst waren der Goth alles andere als zu viel. Atmosphäre, Stimmung und Ästhetik waren einfach Chefskiss. Beim Lesen hatte ich insgesamt sehr viel Spaß. Wenn man "Caraval" (Stephanie Garber) kennt, wird man allerdings ziemlich schnell merken, dass hier viele Parallelen gezogen wurden. Nur richtet sich "Phantasma" an ein deutlich erwachseneres Publikum, was man sowohl an den Gewalt- als auch an den Spice-Szenen merkt. Das macht das Buch absolut nicht schlecht - nur halt recht vorhersehbar.
Ein echtes Highlight war die gelungene, zeitgemäße Darstellung von OCD. Auch wenn es immer mehr aufkommt, ist es doch noch immer recht selten, dass psychische Erkrankungen respektvoll und realistisch dargestellt werden. In "Phantasma" hat die Autorin ihre eigenen Erfahrungen verbaut und macht dies ausgezeichnet.
Unterm Strich: Wer Lust auf eine dunkle, ästhetische Geschichte hat und kein Problem damit hat, dass sie nicht gerade das Rad neu erfindet, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Humor top, Loveinterests flop

Blood of Hercules
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Ich bin etwas zwiegespalten, was Blood of Hercules angeht.

Auf der einen Seite: Der Humor ist absolut fantastisch. Ich habe selten so viel beim Lesen gelacht. Trocken, sarkastisch und einfach voll mein ...

Ich bin etwas zwiegespalten, was Blood of Hercules angeht.

Auf der einen Seite: Der Humor ist absolut fantastisch. Ich habe selten so viel beim Lesen gelacht. Trocken, sarkastisch und einfach voll mein Ding. Auch die Welt und die Figuren haben mir grundsätzlich sehr gefallen, insbesondere die Schlange als Sidekick.

Aber dann gibt’s eben auch die andere Seite: Die beiden Hauptloveinterests in diesem Band sind eider maximal unspannend. Nicht nur, dass sie hoch toxisch sind; ihr Verhalten geht auch durchgehend in eine sehr unangenehme und zugleich langweilige Richtung (non-con vibes). Ihre Dynamik mit der Protagonistin ist eher anstrengend als elektrisierend.
Die beiden anderen Loveinterests hingegen wirken sehr anziehend, insbesondere da sie bereits in ihrer Liebe zu einander gefestigt sind. Bete wirklich dafür, dass sie sehr viel mehr Auftritt in Band zwei haben!

Was sich für mich wirklich gezogen hat, war das Spartaner-Bootcamp. Klar, es soll hart sein, aber das war’s dann auch: "Alles tut weh, alle sind grausam, bitte lasst mich einfach sterben." Und das in Dauerschleife. Vielleicht war das sogar handwerklich clever, immerhin fühlt man mit der Protagonistin. Aber angenehm zu lesen war's nicht.

Am Ende werden einige frühere Szenen noch mal aus anderen Perspektiven gezeigt. An sich cool – aber diese Rückblicke hätten an der ursprünglichen Stelle sehr viel mehr Sinn gemacht. So waren die ursprünglichen Szene leider trocken und nicht wie verhofft spannend.

Fazit: Super Humor, tolle Nebencharaktere, aber leider auch toxische Loveinterests und ein langatmiger Mittelteil. Ich hoffe sehr, dass Band zwei die Stärken stärker ausspielt – das Potenzial ist definitiv da.

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