Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Kurzweilig

A Curse of Shadows and Ice
0

Felix Osiris ist schon jahrzehntelang verflucht und bekannt als der Schattenkönig, ein Monster. Angeblich kommt irgendwann eine Frau, die den Fluch brechen kann. Es weiß aber keiner wie. Die Frau soll ...

Felix Osiris ist schon jahrzehntelang verflucht und bekannt als der Schattenkönig, ein Monster. Angeblich kommt irgendwann eine Frau, die den Fluch brechen kann. Es weiß aber keiner wie. Die Frau soll Arabella sein, die Tochter des Königs Altheas. In ihrer Heimat Althea ist sie zwar Prinzessin, aber vom Pech verfolgt. Sie sieht sich also selbst als verflucht. Als wäre das nicht genug ist sie auch immer anders behandelt worden als ihre Schwester und weniger wert. Nur einer ist für sie da, Nathaniel, der für den König arbeitet und bald Berater ist. Entsprechend will sie dort nicht weg, aber Felix lässt ihr keine andere Wahl und so macht sie sich mit ihm auf den Weg nach Eldiria, um ihn zu heiraten. In Eldiria ist vieles anders. Es fängt mit der Magie an, die dort erlaubt ist zu nutzen. Ich finde das ganze Thema Magie kam hier aber etwas zu kurz. Ich hatte bis zum Schluss viele Fragen, was alles möglich ist und wie sich die Magie so äußert.

Der Fluch ist das Hauptthema des Buches, entsprechend fand ich es gut, dass es im Fokus blieb. Arabella und Felix haben viel ausprobiert, um den Fluch zu brechen oder ihn wenigstens abzuschwächen. Dabei kommt heraus, dass Arabella magische Fähigkeiten besitzt. Nach und nach lernt sie die kennen und kann so dem Volk helfen. Fand ich spannend. Generell waren sie, was das angeht, oft ehrlich zueinander. Dennoch fand ich die Storyline ziemlich vorhersehbar.

Von Anfang an setzt sich Felix für seine Frau ein und hält zu ihr. Er ist fürsorglich, aber auch ziemlich grenzüberschreitend. Ich finde die ersten Annäherungen viel zu forsch und absolut nicht schön. Aber entsprechend gut fand ich auch, dass Arabella zuerst versucht hat, ihn umzubringen. Hätte ich nicht gedacht. Die Situation wurde fast schon amüsant. Aber dann kamen die intimen Szenen, die wirkten so plump. Es war zwischen den beiden alles sehr körperlich und selbst da habe ich das Verlangen nicht gespürt. Natürlich kommen sie sich bei den ganzen Versuchen den Fluch zu brechen näher. Arabella merkt schnell, dass Felix kein Monster ist, wie er dargestellt wird. Dass er auch nur Opfer der Umstände ist. Felix war mir aber oft zu besitzergreifend, besonders was Nathaniel anbelangt und dann noch von Anfang an. Dass Arabella ihn damit dann noch provoziert, macht es natürlich nicht besser. Das war echt unnötig. Auch das Abstandhalten am Ende fand ich irgendwie nicht passend.

Fazit:

Ein kurzweiliges Buch mit einer eher seichten Liebesgeschichte. Arabella und Felix sind sympathische Charaktere, ihre Beziehung finde ich aber leider gar nicht prickelnd und teilweise sogar eher problematisch. Das ganze Thema rund um den Fluch ist ganz interessant aufgebaut, aber da fehlten auch viele Erklärungen zur Magie. Bei der Kürze des Buches natürlich schlecht möglich ohne es mit Informationen zu überladen. Entsprechend war es eine nette Unterhaltung, bei der man recht schnell ahnte, worauf es hinausläuft.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2026

Guter Einstieg

Casino Durable - All in with the Devil
0

Dawn hat sich mit Betrügen über Wasser gehalten. Ihre Mutter war süchtig und ihr Stiefvater hat Dawn und ihre Zähl-Talente ausgenutzt, kein einfaches Leben für sie also. Als sie aber einen Mord beobachtet, ...

Dawn hat sich mit Betrügen über Wasser gehalten. Ihre Mutter war süchtig und ihr Stiefvater hat Dawn und ihre Zähl-Talente ausgenutzt, kein einfaches Leben für sie also. Als sie aber einen Mord beobachtet, ist sie besonders in Gefahr. Sie wäre die Nächste. Ihr einziger Ausweg ist das Gefängnis, weswegen sie sich in das berühmt berüchtigte Casino Durable schleicht und dort offensichtlich betrügt, um erwischt zu werden. Doch vorher kann sie nicht anders und spielt ein bisschen aus Spaß. Gabriel Durable ist Erbe und Sicherheitschef des Casinos und merkt schnell, dass was mit Dawn nicht stimmt. Die ersten Dialoge der beiden haben mir total gut gefallen. Dawn hatte nichts zu verlieren und hat die Durables ordentlich provoziert. Sie will ja ins Gefängnis. Die haben aber gemerkt, was sie drauf hat und das Potential in ihr erkannt. Schon seit längerer Zeit ist es so, dass jemand das Casino infiltriert, aber sie wissen nicht wer. Mit jemanden, der ebenfalls kriminelle Energie hat, könnten sie eine ganz neue Perspektive darauf kriegen. Hier fand ich es besonders gut, dass Dawn nicht die erstbeste Gelegenheit genommen hat. Erst als die Durables anfingen, sie mit Drohungen in eine Ecke zu drängen, gab sie ihnen nach.

Gabriel ist nicht begeistert von seinem eigenen Deal. Er kann es nicht wirklich ab, Hilfe anzunehmen. Aber er hat kaum eine andere Wahl. Warum sie aber unbedingt in seiner Suite schlafen soll, war doch eher nicht ganz nachvollziehbar, auch nicht mit seinen Erklärungen. Ihre Zusammenarbeit ist zu Beginn schon amüsant. Dawn lässt sich nicht viel gefallen, sie ist tough. Gabriel dagegen ist total mürrisch. Sie holt ihn also sehr aus seiner Komfortzone, weswegen er sie zunächst meidet. Dennoch nimmt sie ihren Teil des Deals ernst und sucht nach Sicherheitslücken. Diese findet sie sogar relativ schnell und auch gehäuft. Doch Gabriel will nichts wirklich davon hören, ihre Diskussionen werden sehr hitzig und emotional. Aber er sieht es ein, dass sie gute Punkte hat und hört ihr zu. Die beiden reden viel über ihre Ängste und räumen Streitigkeiten schnell aus dem Weg, das fand ich gut. Aber ich fand dennoch, dass sie sich etwas zu schnell angenähert haben. Entsprechend konnte ich da nicht so richtig mitfühlen. Die Beziehung, die sich aufgebaut hat, war aber schön und sehr auf Augenhöhe.

Sowohl Gabriel als auch Dawn haben ihre Päckchen zu tragen und beiden fällt es schwer zu vertrauen. Und doch müssen sie genau das tun. Infolgedessen machen sie beide eine tolle Entwicklung durch, weil sie sich genau dem stellen müssen. Wobei ich Dawns Entwicklung fast noch ein bisschen besser und authentischer fand. Schade fand ich, dass das Casino Setting doch so kurz kam. Ich hätte mir öfter Szenen in den einzelnen Räumen gewünscht. Das war leider nur am Anfang der Fall. Stattdessen bekommen Events und alles drum herum mehr Raum. Auch Action-Szenen gibt es einige. Und natürlich rettet Gabriel Dawn ständig. Hier war Dawn doch etwas zu unvorsichtig. Und die Heilung nach dem Kampf war mir etwas zu unrealistisch schnell. Die Konstellation von Gabriel und Dawn ist interessant, zwei Seiten einer Medaille.

Fazit:

Ein guter Einstieg in die Reihe, wobei es noch Luft nach oben gibt. Gabriel und Dawn sind zwei interessante Charaktere, die beide eine Entwicklung durchmachen. Sie stehen auf unterschiedlichen Seiten, Casino-Inhaber und Betrüger. Genau das macht die ganze Sache so interessant, weil Dawn auch so tough ist und Gabriel herausfordert. Das Casino-Setting ist spannend, aber kommt mir im Laufe des Buches dennoch etwas zu kurz. Natürlich kommen sie sich näher, wobei ich das nicht ganz greifen konnte. Auch sind die Action-Szenen etwas zu unrealistisch.

4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2026

Düster

Deeply Forbidden
0

Gia Bennett ist persönliche Assistentin von Tatum Blackthorn, skrupelloser CEO von GS Properties. Er ist Gia gegenüber ein ziemliches Arschloch, aber sie bleibt wegen den ganzen Zulagen ihres Jobs da. ...

Gia Bennett ist persönliche Assistentin von Tatum Blackthorn, skrupelloser CEO von GS Properties. Er ist Gia gegenüber ein ziemliches Arschloch, aber sie bleibt wegen den ganzen Zulagen ihres Jobs da. Immerhin muss sie ihre Mutter pflegen. Sie lässt sich lange nicht alles gefallen und gibt auch oft genug Konter, was Tate aber zu gefallen scheint. Immerhin scheint schon zu Anfang des Buches die Eifersucht hier und da durch zu blitzen. Als dann aber die Krankheit ihrer Mutter ein neues Stadium erreicht und nichts mehr hilft, braucht sie Tates Hilfe. Es gibt eine medizinische Studie, die helfen könnte. In dieses Programm kommen aber nur die wenigsten. Besonders in dem Stadium. Gia bietet ihm dafür viel an, doch er will nur eins: Sie als Frau. Da bleibt er auch konsequent. Als Erklärung dafür nennt er sie kompetent und gut genug, um Erben zu zeugen. Weil Gia so verzweifelt ist, stimmt sie dem zu. Aber nicht, ohne selbst Bedingungen an diese Ehe zu stellen. Schlau von ihr sich da nicht blindlings reinzustürzen. Denn natürlich will sie möglichst schnell und einfach wieder aus dem Deal raus.

Tate ist für mich eine sehr interessante Person. Er ist skrupellos, kalt und brutal. Und ja, auch hinter der Fassade. Nachdem sein Vater ermordet wurde, ist er hinter den Mördern seines Vaters her und legt sich mit der irischen Mafia an. Dabei geht er ziemlich brutal und gefühllos vor. Kein Wunder, seine Kindheit, in die wir immer wieder kurze Einblicke erhalten, war wirklich schlimm. Da hat man schon ordentlich Mitleid mit ihm. Aber entsprechend schleppt Tate viel mit sich rum. Er kennt kaum Grenzen und ist ziemlich herrisch. Mit ihm muss man also erst mal warm werden. Aber genau deswegen ist seine Entwicklung besonders spannend.

Der Anfang ihrer Ehe verläuft so, wie man es sich vorstellt. Tate hat kein Interesse an einer romantischen Beziehung und behandelt sie genau wie zuvor. Sie genauso und provoziert ihn entsprechend. Für ihn ist die Ehe eher so nebenbei, seine Arbeit ist wichtiger. Dennoch muss er sie nun schützen. Nachdem er sich mit der irischen Mafia angelegt hat, ist Gia als seine Frau in Gefahr, weswegen er Leibwächter holt. Das passt Gia gar nicht. Das habe ich nicht verstanden. Ist ihr ihr Leben denn nichts wert? Die beiden haben viele Diskussionen, immerhin bietet sie ihm ordentlich die Stirn. Dabei kommen sie sich natürlich etwas näher. Aber noch ausschlaggebender ist der Moment, wo er sie vor einer Gefahr gerettet hat. Da küsst sie ihn plötzlich. Woher kam das denn? Sie lernt Tates dunkle Seiten kennen, die ihr offensichtlich zu gefallen scheinen. Es folgen einige spicy Szenen. Die Orte waren für mich teilweise etwas drüber, aber gut. So oder so kommen sie sich durch die gegenseitige Provokationen kommen immer näher. Und man merkt, dass Tate mehr Gefühle für Gia und mehr Spaß am Leben entwickelt. Über die Zeit bemüht er sich immer mehr um sie. Diese Veränderung geschah aber langsam und authentisch. Noch ein Punkt, der für mich etwas kurz war, war das Thema rund um Gias Mutter. Insbesondere zum Ende hin habe ich deutlich mehr Emotionen von Gia erwartet, die nicht kamen.


Fazit:

Ein düsteres Buch mit Mafia-Setting. Tate ist moralisch sehr dunkelgrau. Er ist brutal, gefühl- und skrupellos. Und doch taut er über das Buch langsam aber sicher für Gia auf. Ich fand seine Entwicklung total authentisch und wirklich schön. Gia als sein Gegenpart fand ich sympathisch und auch stark, weil sie sich nicht alles gefallen lassen hat. Aber leider auch an manchen Stellen etwas naiv. Die spicy Szenen fand ich teilweise etwas drüber.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Zäh

When Shadows Darken the Sun
0

Die Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin ...

Die Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin und gemeinsam mit einem kleinen Team reisen sie mit ihren Lichtwölfen an den Schattenhof, wo sie relativ schnell auf Nox, dem Primar des Schattenhofes, und sein Gefolge treffen. Schon das erste Aufeinandertreffen zeigt, wie es auch weiterlaufen wird. Nox wirkt etwas überheblich, aber Cass stellt sich ihm relativ schnell entgegen. Schon da fand ich sie ziemlich frech und etwas zu forsch. Doch bei der Begegnung geschieht noch etwas Unerwartetes. Denn ein Lichtkrieger wird aus dem Nebel angegriffen und mitgenommen. Cass eilt direkt hinterher, der Rest nicht. Auch hier wieder, was ist mit den anderen Kämpfern des Lichthofes. Dass die Schattenkrieger nicht loslaufen, ist klar.

Bevor die eigentlichen Spiele beginnen, gibt es ziemlich viel Vorgeplänkel. Tatsächlich sind die Spiele leider ziemlich schnell am Ende abgehandelt. Viel eher geht es um die Zeit vor den Spielen und die ganzen Machtkämpfe. Denn natürlich will der Schattenhof die Primarin vorführen und verunsichern. Ständig geht Cass dazwischen, was ich einfach zu viel fand. Als Zofe ist sie denkbar ungeeignet. Ich fand aber eben auch dieses Machtgehabe ziemlich drüber und eher langweilig. Es hat sich extrem gezogen. Ich wurde von dem Buch nicht gefesselt. Dazu wurden ziemlich viele Nebenaspekte beschrieben, die die Story einfach nicht weitergebracht haben. Lieber hätte ich mehr über die Kräfte selbst erfahren, denn das war bis zum Ende für mich ein großes Fragezeichen. Und dann ging es auch noch für Cass und Nox auf eine Mission, um den verletzten Soldaten zu retten. Ja, ich weiß, dass diese Mission die beiden zusammenschweißen sollte. Sie reden viel mehr miteinander, merken, wie der andere drauf ist, lernen viel über den anderen Hof und natürlich kommen sie sich durch Gefahren und gemeinsames Kämpfen näher. Alles sehr nette Ideen. Aber auch das hat mich leider total gelangweilt. Erst mal war es leider absolut kein Enemies to lovers, weil die zwei eigentlich nie richtige Feinde waren und es sehr schnell in die Richtung Schwärmerei ging. Es wirkte alles plump runtergeschrieben und die Kämpfe hatten keinen richtigen Spannungsbogen. Dazu war die Annäherung mir viel zu klischeehaft und mit zu viel Schwärmerei. Es wurde ständig erwähnt, wie mutig Nox Cass doch findet. Dann teilen die sich ein Bett und wachen natürlich kuschelnd auf. Kitschig. Also ich habe leider absolut kein Kribbeln geschweige denn Funken gespürt.

Als dann endlich die eigentlichen Spiele anstehen, gibt es natürlich noch ein Drama. Denn nach der Annäherung stehen sie sich nun als Feinde gegenüber. Wer hat wen nun getäuscht? Und was steckt dahinter? Können die ihre Mission hinter sich lassen und so tun als wäre nichts gewesen? Die Spiele selbst sind mir leider viel zu schnell abgehandelt. Gerade das hätte glaube ich noch richtig Spannung in das Buch bringen können.


Fazit:

Für mich war das Buch leider wirklich langweilig und zäh. Ich musste mich stellenweise zwingen weiterzulesen. Das Vorgeplänkel vor den Spielen hat die Spannung nicht erhöht, sondern das Buch künstlich in die Länge gezogen. Ich weiß, dass Nox und Cass sich in der Zeit näherkommen sollen, aber das wirkte sowieso so unglaublich konstruiert und klischeehaft, dass man sowieso kein Kribbeln spürte. Kein richtiges Enemies-to-lovers. Daher hätte man das deutlich kürzen können. Generell wirkte vieles einfach zu nebensächlich, dafür wurden die Kräfte eher als gegeben angesehen und kaum näher erläutert.

2/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2026

Hat Potential

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
0

Lainey arbeitet als Medizinstudentin im Krankenhaus, yay, mein Lieblingssetting! Dort muss sie Parker betreuen, der eine Platzwunde am Kopf hat. Für Lainey, die noch nicht voll ausgebildet ist, ist das ...

Lainey arbeitet als Medizinstudentin im Krankenhaus, yay, mein Lieblingssetting! Dort muss sie Parker betreuen, der eine Platzwunde am Kopf hat. Für Lainey, die noch nicht voll ausgebildet ist, ist das eine Herausforderung, die sie annimmt. Dabei flirtet Parker permanent mit ihr. Das war schon irgendwie süß, aber auch amüsant. Lainey geht darauf aber sowieso nicht ein. Außerdem will sie nach ihrem Ex Abstand von solchen Typen. Doch bei der Versorgung der Wunde geht etwas schief und kurz darauf wird Lainey verklagt und verliert ihren Studienplatz an der Penn. Entsprechend ist sie nicht gut auf ihn zu sprechen. Nach einiger Zeit gibt es eine Neuigkeit, denn ihre Stiefschwester heiratet Laineys Ex-Freund. Unangenehm. Als wäre das nicht genug, macht ihre Mutter ihr Druck und will sie auf der Hochzeit mit einem anderen verkuppeln. Sie braucht also dringend ein Date.

Parker ist Boxer und ihm steht demnächst ein großer Kampf bevor. Aber der Kampf bereitet ihm Sorge, da er seine Schulter ausgekugelt hat und er eigentlich noch mehr Ruhe braucht. Sein Kumpel schlägt ihm eine Beziehung vor, die die Pause erklären würde. Auch er braucht also ein Date. Wie der Zufall es will, treffen sie sich auf einer Party. Die Gespräche dort waren schon ziemlich künstlich. Aber Parker hat Interesse an Lainey, der, wie sie merkt, sich gar nicht mehr an sie erinnert. Lainey erkennt ihn aber durchaus und hält Abstand. Es kommt direkt zu noch mehr Zufällen, die dadurch nur umso konstruierter wirken, wodurch sie natürlich bei ihm schlafen muss. Das war mir dann doch zu viel der Zufälle. Es wirkte zu erzwungen.

Für das Fake-Dating stellen sie gemeinsam Regeln auf. Die wichtigste Regel, keine Gefühle. Natürlich. Und so wenig Intimität wie möglich. Als die Hochzeit näher rückt, müssen sie sich aber dennoch näher kennenlernen, um den Schein zu wahren. Fand ich gut, aber mir fehlte hier schon das Kribbeln. Die Hochzeit selbst war ebenfalls nicht ganz so gelungen. Ihre Stiefschwester ist toxisch. Ihr Ex problematisch. Parker hat sich aber unglaublich bemüht und war wirklich süß. Und dennoch, es ging alles zu schnell. Die Szenen hatten kaum Raum sich zu entfalten, da ging schon die nächste los und die ersten Gefühle waren da. Es gab aber auch lustige Momente, die das Ganze aufgelockert haben.

Ich fand es unglaublich schade, dass das Medizinstudium und auch generell das Krankenhaus-Setting so kurz kam. Da hätte ich mir viel mehr gewünscht. Eigentlich trägt das auch kaum was zur Handlung bei außer halt ihr Kennenlernen. Genauso ging es mir auch mit dem Thema Boxen. Gut, Parker ist verletzt, aber da hätte ich mir auch mehr gewünscht. Für mich fehlten hier viele Gefühle, es ging alles Schlag auf Schlag, ohne dass die Gefühle hier richtig Raum bekamen oder ein richtiges Kribbeln einsetzen konnte. Auch das Thema der Anklage wurde am Anfang so hochgebauscht, was dann aber mit so schnell aufgelöst wurde und dann war es kein Thema mehr.


Fazit:

Die Story hat Potential und war auch eine ganz nette Unterhaltung, aber es hat auch Luft nach oben. Insbesondere das Setting kam für mich zu kurz, das hätte man fast schon austauschen können, so wenig wurde es einbezogen, was wirklich schade ist. Parker und Lainey sind zwei sympathische Charaktere, die in vielen Dingen offen kommunizieren. Aber leider konnte ich ihre Annäherung nicht so richtig mitfühlen. Dafür wirkten die Szenen oft etwas zu konstruiert und gingen zu schnell.

3/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere