Düsterer und guter Einstieg
Magic Drowned in BloodLark ist Vampirin, da sie vor zwei Jahren gestorben ist und zu dem Zeitpunkt den Vampirismus Virus in sich trug. Damit gehen viele Fähigkeiten einher, man verliert aber seine Magie. Bei Lark ist es anders. ...
Lark ist Vampirin, da sie vor zwei Jahren gestorben ist und zu dem Zeitpunkt den Vampirismus Virus in sich trug. Damit gehen viele Fähigkeiten einher, man verliert aber seine Magie. Bei Lark ist es anders. Sie ist gefühlt keine vollwertige Vampirin, was ihre Mitstudenten am Nightcastle sie spüren lassen. Sie lässt sich die meiste Zeit davon nicht unterkriegen, aber natürlich trifft es sie. Die düstere Atmosphäre kommt gut rüber und ich fand es spannend die Welt der Vampire kennenzulernen und wie es dort an der Schule abläuft. Denn auch Menschen sind dort als Blutspender mit der Chance nach einigen Jahren selbst zum Vampir zu werden. Ich fand es gut, dass wir erst mit dem Alltag von Lark starten und auch einen Einblick in ihre Vergangenheit erhalten.
Doch relativ schnell kommt auch Dynamik in das Geschehen, denn alle drei Jahre werden Studentinnen vom Prinzen als Schattengeliebte ausgewählt und als Tribut mitgenommen. Mittlerweile ist es freiwillig sich zur Wahl zu stellen. Lark hat da absolut kein Interesse daran. Sie will einfach nur den Abschluss hinter sich bringen und dort weg. Doch dann wird ihr Name verlesen und sie muss an den tödlichen Prüfungen teilnehmen. Der Grund, warum sie da teilnehmen muss, fand ich schon relativ eindeutig und nicht überraschend. Fand es da etwas naiv von ihr, dass sie da nicht mal drüber nachgedacht hat. Die Prüfungen waren fesselnd und spannend gestaltet. Auch wenn sie sich am Anfang gewehrt hat, hängt sie sich immer mehr rein. Immerhin geht es oft um ihr Leben. Aber auch für die Prinzen erwärmt sie sich immer mehr. Am Anfang konnte ich das noch nachempfinden. Mit der Zeit fand ich sie aber blauäugig.
Schon zu Beginn ist sie recht schnell einem Leibwächter nahegekommen als sie noch nicht wusste, dass er zum Prinzen gehört. Er ist aber auch charmant. Im Laufe der Spiele kommt sie dem Prinzen Loras näher. Fand ich zuerst sehr prickelnd, aber sie entwickelte sich leider immer mehr von einer schlagfertigen jungen Frau zu einem verliebten schüchternen Mädchen. Ich fand die Charaktere aber alle interessant und sympathisch. Besonders neugierig war ich auf Payne und Tarabas. Tarabas wirkt besonders düster, aber man merkt schnell, dass da mehr hinter steckt. Daher verwunderte es mich, woher der Hass von Lark ihm gegenüber kommt. Ich konnte das nicht so richtig greifen. Dazu auch, dass sie seine Aussagen kaum hinterfragt. Schwierig. Aber das sind eher Kleinigkeiten, die mir aufgefallen sind.
Fazit:
Ein düsterer Einstieg, der mir gut gefallen hat. Die Vampirwelt hat einiges an Potential, weil es auch noch die Magie gibt und Lark eben beides vereint. Die Spiele zur Auswahl waren besonders spannend. Auch die Charaktere waren mir sympathisch und authentisch. Nur Larks Entwicklung fand ich in manchen Aspekten nicht ganz so gut gelungen, weil sie sich eher negativ entwickelt hat und ich ihre Wut manchmal nicht verstanden habe.
4/5 Sterne