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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2025

Frauenpower

Tanz ins Leben
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Für Amalia könnte es nicht besser laufen. Ihr Theaterstück war ein Erfolg und nun steht die Produktion des Films bevor. Doch nicht alle gönnen ihr diesen Erfolg.
Damit Amalia auch den Wiener Teil der Familie ...

Für Amalia könnte es nicht besser laufen. Ihr Theaterstück war ein Erfolg und nun steht die Produktion des Films bevor. Doch nicht alle gönnen ihr diesen Erfolg.
Damit Amalia auch den Wiener Teil der Familie kennenlernt, organisiert Georg ein Familientreffen bei Therese in Wien. Doch nach einem Anruf seiner Haushälterin bei Therese brechen die Hamburger wieder in die Heimat auf.

„Tanz ins Leben“ von Ellin Carsta ist Band 3 der Reihe „Die Kinder der Hansens“.
Charakteristisch für diese Reihe sind die Zitate am Anfang eines jeden Kapitels, die wie Tagebucheinträge wirken und die Situation der Person, die dieses Zitat gesprochen hat, nachvollziehbar und zusammenfassend darstellt.
Dieses Buch stand für mich für Frauenpower. Gerade die Stärke der Hansen-Frauen kommt hier wieder deutlich raus. Dies betrifft aber nicht nur die junge Generation, sondern auch nochmal rückblickend auf die vorherige Generation.
Was mir mittlerweile bei dieser Reihe richtig gut gefällt, ist die Rolle des Georg Hansen. Er ist die heimliche graue Eminenz der Familie und wirkt für mich als Erzähler der Geschichten. Seine Rückblicke, aber auch seine Einschätzungen der aktuellen Familienmitglieder sind fundiert, nicht überheblich und absolut menschlich.
Auch Therese steht ihm dabei in nichts nach und ist eine Konstante dieser Reihe.
Besonders der Zusammenhalt der jungen Generation kommt hier auch wieder zur Geltung, was gerade an der Schlussszene wunderbar nachvollziehbar ist.

Alles in allem eine schöne Fortsetzung der Reihe, die Lust auf mehr macht!
Eine Empfehlung für alle Hansen-Fans!

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Besondere Freundschaften

Der Buchspazierer
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Karls Leben sind Bücher. Als Buchhändler im Ruhestand ist er noch bei seiner alten Wirkungsstätte angestellt und liefert täglich spazierend Bücher an Kunden aus. Seine Kunden sind aber genau wie Karl besonders. ...

Karls Leben sind Bücher. Als Buchhändler im Ruhestand ist er noch bei seiner alten Wirkungsstätte angestellt und liefert täglich spazierend Bücher an Kunden aus. Seine Kunden sind aber genau wie Karl besonders. Als sich dann eines Tages die kleine Schascha bei seinen Spaziergängen dazugesellt, lernt Karl das Leben auf eine andere Art zu genießen.

„Der Buchspazierer“ von Carsten Henn ist ein Roman, der eine andere Sicht auf das Leben, aber auch den Umgang mit Menschen und Büchern gibt. Es ist ein Werk, das sehr tiefgreifend wirkt. Auch wenn Carsten Henn Karl anfangs als unnahbar und ein bisschen verschroben darstellt, ist dieser ein herzensguter Mensch, der gern seinesgleichen etwas Gutes tut. Seinesgleichen sind Menschen, die nicht den Normen der Gesellschaft entsprechen, die bunt sind, etwas zu verbergen haben oder einfach vom Leben gezeichnet sind.
Karl Kollhoffs Geschichte in Verbindung mit Schaschas „Eingreifen“ steht dafür, einmal über den Tellerrand hinauszusehen, sich die Zeit zu nehmen, sein Gegenüber zu studieren, zu lernen, deren Gefühlswelt zu erkunden und ihnen eine helfende Hand zu reichen, als ein stiller, helfender Gast zu fungieren.

Dieses Buch ist eine absolute Empfehlung für alle, die Bücher lieben, die ein Herz für Menschen haben, nicht über andere lachen und gern über den Tellerrand hinausschauen. 
Als Bücherfan ist dieses Buch einfach ein Muss!!


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Veröffentlicht am 03.01.2025

Die neue Generation

Das Erbe der Greiffenbergs - Hoffnungsvolle Aussichten
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Ludwig hat das Familienunternehmen „Feinkost Greiffenberg“ wieder übernommen, was nicht unbedingt zu Begeisterung bei den Familienmitgliedern führt. Als dann noch der junge Sky Gercke auftaucht und damit ...

Ludwig hat das Familienunternehmen „Feinkost Greiffenberg“ wieder übernommen, was nicht unbedingt zu Begeisterung bei den Familienmitgliedern führt. Als dann noch der junge Sky Gercke auftaucht und damit droht, Firmeninterna zu veröffentlichen, spaltet sich die Familie endgültig.

„Das Erbe der Greiffenbergs - Hoffnungsvolle Aussichten“ ist Band 3 der „Chiemsee-Saga“ von Isabell Schönhoff um das Familienunternehmen.
Auch hier ist es wieder charakteristisch, dass eine kleine Überschriften das jeweilige Kapitel einleitet. Ich finde, dies fast dasselbige immer sehr treffend zusammen.
Besonders hat mir das Wiedersehen mit den Greiffenberg-Frauen gefallen. Pauline hat einen unwahrscheinlichen Ehrgeiz über die vergangenen Bücher entwickelt. Antonia ist zugänglicher geworden und schottet sich nicht mehr so ab und auch Resis Selbstbewusstsein hat sich enorm verändert. Diese Veränderungen sind sehr gut nachvollziehbar vom ersten bis zum letzten Band dargestellt. Auch der Wunsch der Frauen nach Selbstbestimmung wurde gut aufgezeigt und zieht sich gerade am Beispiel von Pauline durch diesen letzten Band.
Die Geschichte um Sky sorgt für Spannung und zieht sich fast von der ersten bis zur letzten Seite durch das Buch durch und sorgt damit für Abwechslung.
Irritiert war ich etwas von Ludwigs Auftreten. Dafür, dass Oma Elsa das heimliche Familienoberhaupt ist, hat sie sich für mein Empfinden doch sehr lange aus der Geschichte um die Führung der Firma rausgehalten. Das schien mir in den vorherigen Bänden etwas anders.

Alles in allem ein schöner Abschluss dieser Familiensaga und ein wunderbarer Gegenwartsroman. Es empfiehlt sich jedoch, die vorherigen Bände zu lesen, um diesem folgen zu können.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Altkluges aus dem Bienenstock

The Maid
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Molly ist Zimmermädchen im Regency Grand Hotel. Als solches versetzt sie die Zimmer immer in einen Zustand der Perfektion zurück. Doch eines Morgens findet sie in einem solchen den toten Mr. Black. Eine ...

Molly ist Zimmermädchen im Regency Grand Hotel. Als solches versetzt sie die Zimmer immer in einen Zustand der Perfektion zurück. Doch eines Morgens findet sie in einem solchen den toten Mr. Black. Eine Woche des Auf und Abs für Molly beginnt.

„The Maid“ von Nita Prose ist Band 1 der Reihe „Regency Grand Hotel“. Gelesen wird das Buch in der Hörbuchversion von Anna Thalbach.
Ich mag Anna Thalbach ja aufgrund ihrer ganz eigenen Stimme, doch in der Kombination mit Molly war das auf Dauer anstrengend.
Zu Anfang des Buches war Molly mir sehr sympathisch. Sie ist ein einfacher und bodenständiger Mensch. Als solcher guckt sie zu erfolgreicheren Menschen oder auch älteren Menschen auf und nimmt sich deren Tipps zu Herzen und vor allem auch an. Gerade ihre Grandma und ihr Vorgesetzter Mr. Snow sind dabei ihrer größten Vorbilder und manchmal auch Columbo. Die Dinge, die Molly sich annimmt, erfährt der Leser und das meist nicht nur einmal. Dabei wurde sie mir im Laufe des Buches immer unsympathischer, weil es altklug und einfach nervig wirkte und gerade dabei wurde auch Anna Thalbachs Stimme leider sehr anstrengend.
Die Geschichte geht über eine Woche und jeder Wochentag wird einzeln vorgestellt. Auch das war manchmal sehr langatmig, aber nachvollziehbar dargestellt.
Absolut überrascht hat mich das Ende. Damit hatte ich nun gar nicht mehr gerechnet.

Es war eine abwechslungsreiche Geschichte, aber sie konnte mich leider nicht überzeugen.
Wer jedoch Weisheiten und Belehrungen mag, die eher wirken als redete eine altkluge 15-jährige, der ist hierbei gut aufgehoben.

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Familienangelegenheiten

Glück des Augenblicks
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Amala Hansen ist der Durchbruch in Hamburg, der Heimatstadt ihrer Mutter gelungen. Nun stehen neue Aufgaben bevor, doch es gibt jemanden in der Verwandtschaft, der ihr den Erfolg neidet und Stolpersteine ...

Amala Hansen ist der Durchbruch in Hamburg, der Heimatstadt ihrer Mutter gelungen. Nun stehen neue Aufgaben bevor, doch es gibt jemanden in der Verwandtschaft, der ihr den Erfolg neidet und Stolpersteine in den Weg legt.
Bei Therese in Wien läuft Franz Gefahr, dass sich Geschichte wiederholt.
Eduard, Marthas Sohn ist mit seinem Spirituosenhandel sehr erfolgreich, doch er spielt mit dem Feuer und hat dabei Angst, seine Familie mit hineinzuziehen.

„Glück des Augenblicks“ ist Band 2 der Reihe „Die Kinder der Hansens“ von Ellin Carsta. 
Ich war relativ schnell wieder in der Geschichte drin. Nur für die ganzen Familienverstrickungen habe ich etwas länger gebraucht, um zu reflektieren, wer mit wem verheiratet war und wer wessen Vater, Kind etc. ist.
Was ich an der Geschichte etwas anstrengend finde, sind die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge, die es gibt. Da gibt es Hamza, der aber in diesem Teil hier nicht wirklich eine Rolle spielt. Da gibt es die Familie in Philadelphia, in Wien, Eduard in Berlin und Hamburg, Richard in Hamburg, Friederike und ihre Familie, in diesem Teil in Hamburg und Amala und Georg, ebenfalls in Hamburg. Die Autorin hat damit versucht, allen gerecht zu werden, was aber manchmal auch sehr anstrengend zu verfolgen ist.
Was mir richtig gut gefällt, sind die Zitate, die jedes Kapitel einleiten. Das war für mich immer eine gute Zusammenfassung der jeweiligen Situation.

Alles in allem eine schöne Fortsetzung der bekannten Reihe. Eine Empfehlung für all jene, die die Hansens bisher auch schon begleitet haben und historische Romane mögen. Wer jedoch die Vorgängerromane nicht kennt, wird es hier schwer haben, dem roten Faden zu folgen.

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