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Veröffentlicht am 20.11.2024

Eine Frau geht ihren Weg

Die Hofreiterin – Das Versprechen der Liebe
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Endlich muss sich Irma nicht verstecken und darf ganz offiziell als erste und einzige Hofreiterin ihre Ausbildung an der Spanischen Hofreitschule absolvieren.
Dennoch gestaltet sich das Leben für sie nicht ...

Endlich muss sich Irma nicht verstecken und darf ganz offiziell als erste und einzige Hofreiterin ihre Ausbildung an der Spanischen Hofreitschule absolvieren.
Dennoch gestaltet sich das Leben für sie nicht einfach. Zum Einen ist da ihre verbotene Liebe zu Stephan, zum anderen das fehlende Erklärungsgespräch mit den Lieben daheim und der fehlenden Liebe der Mutter und dann läuft ihr auch noch der Reporter Michael Brunner über den Weg, was Irma zum Nachdenken bringt.

„Die Hofreiterin - Das Versprechen der Liebe“ von Franziska Stadler ist Band 2 der Dilogie „Die Hofreiterin von Wien“.
Ich finde schon das Cover dieses Buches wunderschön und schlicht. Gleichzeitig finde ich es interessant, weil es dem Leser zeigt, welche Uniform die junge Irma während ihres Alltags an der Hofreitschule trägt.
Auffällig ist, dass in diesem Band zwar immer noch die Spanische Hofreitschule eine große Bedeutung hat, allerdings dreht sich das meiste um Irmas Privatleben und weniger um die Schule.
Dennoch muss ich sagen, dass ich sehr fasziniert von den Abläufen dieser Ausbildung bin. Das ist der tiefgreifenden Recherche der Autorin zu verdanken. In diesem Band schildert sie fundierter die Ausbildung mit ihren einzelnen Stufen, also in Irmas Fall von der Elevin zur Bereiteranwärterin. Auch die Abläufe der Prüfung sind dabei realistisch beschrieben.
Ich finde, dass ich in diesem Teil eine ganz andere Irma kennengelernt habe. Das ist dem Umstand geschuldet, dass Irma sich nicht mehr als Mann verkleiden muss sondern so agiert, wie sie es von sich aus tun würde. Franziska Stadler stellt sie dabei als bemerkenswerte Frau dar. Irma ist äußerst fortschrittlich, aber gleichzeitig bescheiden. Sie ist intelligent und gegenüber den Menschen, die ihr was bedeuten, herzensgut.
Ich finde auch ihre einzelnen zwischenmenschlichen Beziehungen spannend dargestellt. Diese sind ein Garant für Abwechslung - sei es die Beziehung zu Mizzi Kasper, die zu ihrer Mutter oder ihrer Artistenfreundin, als auch zu den Freunden daheim oder ihrem Freund Johann.
Ich finde Irma auch sehr emanzipiert dargestellt. An mancher Stelle fand ich sie auch schon zu vernünftig, gerade im Umgang mit Michael Brunner.
Interessant waren auch die unterschiedlichen Meinungen der weiblichen Charaktere des Romans zu Lebensentwürfen.
Im Verlauf des Buches ist immer eine unterschwellige Spannung vorhanden. Gerade, was den Verlauf ihrer Ausbildung oder ihres Liebeslebens betrifft, aber auch, was das Leben in der Heimat betrifft.
Was mir ein bisschen zu kurz gekommen ist, war die Beschreibung des Trecks. Ichs stelle mir das super spannend und nicht einfach vor, aber leider war das Ganze nur oberflächlich beschrieben.

Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die mich ab der ersten Seite wieder gefesselt hatte. Hier merkt man einfach die Symbiose von Mensch und Tier vor dem Hintergrund der Geschichte der Spanischen Hofreitschule, die die Autorin eindrucksvoll darstellt und die bis heute anhält.
Eine Empfehlung für alle Fans von Wien, von Pferden und der Reiterei und von historischen Romanen.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Geheimnisse

Vanille, Punsch und Winterzauber
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Rumliegende Socken, rumstehende Gläser, Staubkörner auf der Oberfläche, schiefe Nägel in der Wand - alles Dinge, die Antonia verrückt machen und ihren Zwang aufzuräumen zum Vorschein bringen. Das macht ...

Rumliegende Socken, rumstehende Gläser, Staubkörner auf der Oberfläche, schiefe Nägel in der Wand - alles Dinge, die Antonia verrückt machen und ihren Zwang aufzuräumen zum Vorschein bringen. Das macht aber wiederum ihr Umfeld verrückt und so steht die 36-jährige bald allein da und muss versuchen, ihr Leben neu zu ordnen und das auch noch kurz vor Weihnachten.

„Vanille, Punsch und Winterzauber“ ist Band fünf der „Winterknistern-Reihe“ der bekannten Autorin Stina Jensen.
Antonia ist wirklich ein schwieriger Charakter und es ist durchaus verständlich, dass ihr Umfeld entsprechend reagiert. Dennoch wirkt auch jedes Umfeld, in dem sie sich bewegt, unaufgeräumt, sodass ich nach kurzer Zeit ihre innere Unruhe nachvollziehen konnte und sie somit sympathischer wurde.
Conny ist wirklich ein Mann, der sich so gibt, wie er ist. Er verstellt sich nicht, ist bei sich und kämpft für das Gute im Menschen und das Gute im Leben. Dabei regt so mancher seiner Charakterzüge auch zum Nachdenken an. Das bedeutet, dass Stina Jensen es mit diesem Roman auch wieder schafft, alltägliche und wichtige Dinge darzustellen, die in der Gesellschaft aber oftmals verpöhnt sind. Er spielt auf jeden Fall eine Rolle, mit der ich zu Beginn so nicht gerechnet hätte, was das Ganze sehr interessant machte.
Genauso schreibt die Autorin über Mut, Liebe und Verzeihen. Auch hier gibt es den ein oder anderen Nebensatz, über den man durchaus mal nachdenken sollte.
Auch hier begegneten mir wieder Figuren, die ich aus den verschiedenen Romanen der Autorin kenne. Dementsprechend wirkte dieser Roman auf mich auch wieder sehr familiär.

Mein Fazit: Wieder ein wundervoller, weihnachtlicher, romantischer und in gewissem Maße auch minimalistischer Roman, der auch zum Nachdenken anregt.
Eine absolute Empfehlung für alle Weihnachtsfans!

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Geschichten aus dem wahren Leben

Sterne, Zimt und Winterträume
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Johannas Mann Rahul kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Von heute auf morgen ist die junge Witwe alleinerziehend. Nachdem sie sich zu ihrem Großvater geflüchtet hat, muss sie zum Ende ihrer Elternzeit ...

Johannas Mann Rahul kommt bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Von heute auf morgen ist die junge Witwe alleinerziehend. Nachdem sie sich zu ihrem Großvater geflüchtet hat, muss sie zum Ende ihrer Elternzeit wieder in ihren Job zurückkehren, was sich als alleinerziehende Mutter nicht so einfach darstellt. 
Als sie den Astrophysiker Nick kennenlernt, erlebt ihr Alltag einen frischen Aufwind.

„Sterne, Zimt und Winterträume“ ist Band drei der „Winterknistern-Reihe“ von Stina Jensen.
Stina Jensen beschreibt mit Johanna eine Figur, wie sie alltäglich oft zu finden ist - eine Mutter, die ihr Leben mit Kind allein bewältigen muss, da die Familie zu weit weg ist und der Partner aus verschiedenen Gründen nicht mehr greifbar ist. Sie zeigt gegen welche Vorurteile und mit welchen Problemen diese Frauen zu kämpfen haben. Ich finde das sehr realitätsnah, da es eine ungeschminkte Wahrheit zeigt, die viele ignorieren.
Ich muss zugeben, dass ich aber gerade am Anfang Probleme hatte, mit der Figur der Johanna klarzukommen. Ihre Einstellung zu ihrem Mann Rahul war für mich nicht ganz nachvollziehbar, ebenso ihre Reaktion auf das, was er hinterlassen hat.
Doch im Laufe der Zeit, als ich als Leser immer mehr ihren Alltag begleiten durfte, wurde sie mir deutlich sympathischer. Sie kämpft sich durch ihren Alltag, sie kämpft für ihr Kind und sie rafft sich immer wieder dafür auf - die typische Mutterfigur!!
Astrophysiker Nick bringt etwas Frisches in die Geschichte. Mit seiner verklärt wirkenden, aber doch äußerst menschlichen Art, ist er etwas Besonderes.
Auch die Parallelen zu Big Bang-Theory fand ich äußerst gelungen und diese stellten für mich ein Highlight und damit eine Auflockerung dar.
Überrascht hat mich Paula. Mit ihren Charaktereigenschaften hätte ich so nicht gerechnet.
Was mir immer besonders an Stina Jensens Romanen gefällt, sind die wiederkehrenden Figuren - hier in Form von Sina und Milla.
Auch die Geschichte um Pava war sehr auflockernd und sprach eine äußerst wichtige Thematik an.

Fazit: Ein wunderbarer Weihnachtsroman mit Handlungen, die mehr als dem wahren Leben entsprechen und bei denen sich sicher der ein oder andere wiederfindet.
Eine Empfehlung für alle Weihnachts- und Stina Jensen-Fans!

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Veröffentlicht am 10.11.2024

Eindrucksvolle Darstellungen

Alles Sisi
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Sisi - Der Mythos der herzensguten Kaiserin, die in Wahrheit ein eher unnahbarer Mensch war. 
Genau dies spiegelt auch das Cover des Buches „Alles Sisi - Die Kaiserin in Infografiken“ von Verena Erdinger ...

Sisi - Der Mythos der herzensguten Kaiserin, die in Wahrheit ein eher unnahbarer Mensch war. 
Genau dies spiegelt auch das Cover des Buches „Alles Sisi - Die Kaiserin in Infografiken“ von Verena Erdinger wider. 
Sisi war eine Person, die oftmals nicht greifbar war, eine in sich selbst versunkene Person, die sich um ihr Leben betrogen und im goldenen Käfig lebend fühlte.
All dies bringt die Autorin in vier Kapiteln zu Sisis Leben rüber. Dabei wechseln sich Texte mit Infografiken ab.
Ich muss zugeben, ich habe in diesem Buch wenig Neues erfahren, allerdings ist es Verena Edinger eindrucksvoll gelungen, das Bekannte anschaulich herüber zu bringen. Die Infografiken zeigen gut Verhältnisse auf und machen so Sisis Leben deutlich greifbarer als es mir bisher bewusst war.
Was für mich wiederum neu war, waren viele Dinge aus Sisis alltäglichem Leben - Rezepte zur damaligen Zeit, verbunden mit Kalorienangaben ihrer Speisen. Auch das Vorstellen ihrer Turnübungen in Grafiken fand ich wirklich sehr interessant.
Das Buch wirkt in seiner Aufmachung sehr elegant. Die Farben sind gedeckt und nicht zu auffällig. Was mir jedoch etwas negativ aufgefallen ist, sind die dunklen Seiten, auf denen zum Teil eine ähnliche Schriftfarbe verwendet wurde, sodass ich beim Lesen manchmal Probleme hatte, die Schrift richtig zu erkennen. Hier hätte ich mir eine etwas hellere Schriftfarbe gewünscht.

Alles in allem fand ich dieses Buch unwahrscheinlich eindrucksvoll, flüssig geschrieben und eindrucksvoll nachvollziehbar dargestellt. Ich empfinde es als absolutes Muss für all jene, die sich für Kaiserin Elisabeth interessieren!!

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Eine kulinarische Weltreise

L wie Lafer
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Johann Lafer bietet hier mit dem Werk "L wie Lafer" eine umfassende Reise durch die kulinarische Welt seiner 100 Lieblingsgerichte.
Auf knapp unter 300 Seiten wird den Lesern und (Hobby-)Köchen Lust am ...

Johann Lafer bietet hier mit dem Werk "L wie Lafer" eine umfassende Reise durch die kulinarische Welt seiner 100 Lieblingsgerichte.
Auf knapp unter 300 Seiten wird den Lesern und (Hobby-)Köchen Lust am Nachkochen vermittelt. Das Buch selbst überzeugt durch eine sehr hochwertige Haptik, eine klare Struktur und fantastische Fotoaufnahmen der jeweiligen Gerichte.
Von A wie Ahornsirup bis Z wie Zwetschgenknödel wird hier ein breites Spektrum der heimischen, aber auch der internationalen Küche abgebildet.
In den einzelnen Kapiteln geht der Autor im Aufbau einer typischen Menüfolge nach. Von der Vorsuppe bis zum Dessert ist an alles gedacht.
Im Bereich Hauptspeisen findet man Alternativen von Fleisch über Fisch bis hin zu vegetarischen Varianten. Ein rein veganes Kapitel findet sich hingegen nicht.
Lafer-typisch gelingt es dem Verfasser leider nicht immer, den Spagat zwischen Haute Cuisine und klassischer Hausmannskost zu treffen. Vermeintlich einfache Gerichte werden zuweilen sehr ausladend und kompliziert beschrieben, hochanspruchsvolle und exotische Speisen dagegen auf einer Doppelseite kurz abgehandelt.
Zum Schmökern, Stöbern und Erleben ist das Buch eine klare Empfehlung an alle Leser.
Für Küchenanfänger ist es zum Nachkochen allerdings eher weniger geeignet. Allein aufgrund der nicht immer haushaltstypischen Zutatenlisten empfiehlt sich hier schon etwas Küchenerfahrung. Nur dafür würde ich bei der Bewertung einen halben Stern abziehen.

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