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Veröffentlicht am 14.04.2024

Tolle Ideen und Ratschläge rund ums Hochbeet

Hochbeet - Jetzt durchstarten!
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Hochbeete - Ihre Bedeutung hat in den letzten Jahren zugenommen, bieten sie doch einen hohen Komfort für den Gärtner, aber auch insgesamt bessere Wachstumsbedingungen.
Viele Hobbygärtner versuchen einfach ...

Hochbeete - Ihre Bedeutung hat in den letzten Jahren zugenommen, bieten sie doch einen hohen Komfort für den Gärtner, aber auch insgesamt bessere Wachstumsbedingungen.
Viele Hobbygärtner versuchen einfach durchzustarten und dabei helfen Deborah und Florian Hucht mit ihrem Buch „Hochbeet - jetzt durchstarten - Spielerisch gärtnern und erfolgreich ernten“.

Ich gebe zu, ich bin auch eine von den Hobbygärtnerinnen, die sich etwas im Internet belesen haben und dann einfach darauf losgestartet ist und das mit mehr oder minder mäßigem Erfolg.
Dies war für mich der Grund, mir „professionelle“ Hilfe in Form dieses Buchs zu nehmen.
In sieben Kapiteln führen die Autoren durch das Buch und damit durch die Welt des Hochbeetes. Angefangen vom Anlegen, über Insektenschutz bis hin zu den unterschiedlichen Bepflanzungsformen. Das Ganze findet auch auf verschiedenen Leveln statt, die liebevoll nach Gemüsearten benannt sind. Auch gibt es ausgeprägte Tipps rund um die Pflege der Pflanzen im Hochbeet.
Was mir an diesem Buch wirklich gut gefällt ist, dass der Text kurz und prägnant und nicht ausschweifend gehalten ist. Die Gestaltung wird auch durch sehr viele Fotos und kleine Grafiken aufgelockert, was Freude macht, sich mit diesem Buch und damit mit dem eigenen Hochbeet zu beschäftigen.
Auch die Beispiele, die im Buch angebracht werden, haben mir gefallen. Ich persönlich fand die Vorstellung des sogenannten „Square Gardenings“ wirklich interessant, da es gerade für mich als Besitzerin dreier relativ kleiner Hochbeete eine gute und effiziente Anbauform darstellt.
Ebenfalls interessant für mich ist das Kapitel über die Wege der Schädlingsbekämpfung, da wir hier bei uns sehr viel mit Kohlschädlingen zu tun haben, sind die Hilfestellungen für mich hier sehr interessant.

Kurz um: Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle frischen Hobbygärtner, da es eine leichte und absolut hilfreiche Anleitung darstellt, die nicht hochtrabend oder belehrend wirkt. Vor allem die Fotos und Grafiken machen es den Gärtnernden sehr leicht und geben wirklich tolle Ratschläge!
Ich denke aber, dass auch schon gestandene Hobbygärtner hier den ein oder anderen Tipp finden werden!

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Veröffentlicht am 11.04.2024

Das Dynamit und der Frieden

Botschafterin des Friedens
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Die junge Berta hat ihren eigenen Kopf. Möchte ihre Mutter sie gut verheiraten, so möchte Berta doch lieber selbstständig sein, Geld verdienen und ihr Leben nach ihrer eigenen Auffassung leben und sich ...

Die junge Berta hat ihren eigenen Kopf. Möchte ihre Mutter sie gut verheiraten, so möchte Berta doch lieber selbstständig sein, Geld verdienen und ihr Leben nach ihrer eigenen Auffassung leben und sich nicht der Gesellschaft anpassen.
Als sie Sekretärin Alfred Nobels wird, fängt sie erstmals an, sich mit Kriegen und ihren Folgen zu beschäftigen, ohne zu ahnen, dass die Realität sie schneller einholt als gedacht. Damit ist Bertas Kampfgeist geweckt.

„Botschafterin des Friedens - Bertha von Suttner“ ist der 11. Band der Reihe „Bedeutende Frauen, die die Welt verändern“ von Eva Grübl.
Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Es erzählt des Leben der jungen Berta, aber auch der gestandenen Frau, kurz nach dem Tod Alfred Nobels.
Die Liebe zu ihrem Mann sowie die Freundschaft zu Alfred Nobel sind der rote Faden der Geschichte, dienen als wunderbare Orientierung und Verbindung zueinander.
Was mir an dieser Reihe sehr gut gefällt ist, dass die Bücher von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben sind, die aber dennoch alle ähnliche Schreibstile haben. 
Der Schreibstil Eva Grübls ist flüssig lesbar, sodass die Seiten nur so dahinflogen und die Geschichte Berta Suttners wird Lesenden sehr anschaulich rübergebracht.
Berta wirkt dabei nahbar, strebsam und sehr menschlich. Sie hat aber auch einen sturen Charakter und ist in ihrer Intelligenz auch so manchem Mann ihrer Zeit weit voraus.
Weitere begleitende Charakter sind Arthur von Suttner, Bertas Ehemann und Alfred Nobel.
Auch die familiären Verflechtungen werden anschaulich und ungeschönt dargestellt.
Sehr interessant fand ich die Beschreibungen von Alfred Nobels Denk- und Handlungsweisen, seine Überlegungen und Bestrebungen zum Dynamit, aber auch den Weg hin zum „Nobelpreis“.

Alles in allem eine tolle Geschichte über eine wirklich interessante Frau, von der ich bisher so gut wie nichts wusste. Auf jeden Fall eine Empfehlung für all jene, die sich gerne mit Geschichte beschäftigen!

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Ein spannender Einblick

Ein deutscher Kanzler
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Ein Land in einer Wirtschaftskrise Anfang der 2000er und Anfang 2020 in einer nie dagewesenen Pandemie ab 2020. All dies stellt eine Herausforderung für die Politik und die Regierung unseres Landes dar. ...

Ein Land in einer Wirtschaftskrise Anfang der 2000er und Anfang 2020 in einer nie dagewesenen Pandemie ab 2020. All dies stellt eine Herausforderung für die Politik und die Regierung unseres Landes dar. Doch niemand hätte damit gerechnet, dass sich an diese schwere Phase ein Krieg mitten in Europa anschließt. Genau diesem neuen Kapitel in der Geschichte Europas und der Bundesrepublik Deutschland musste sich Olaf Scholz kurz nach Beginn seiner Kanzlerschaft stellen.

„Ein deutscher Kanzler - Olaf Scholz, der Krieg und die Angst“ von Daniel Brössler ist eine Berichterstattung aus dem direkten Umfeld von Olaf Scholz. Der Autor hat den Kanzler dabei stetig begleitet und seine Entscheidungsfindungen, die Diskrepanzen und Diskussionen hautnah mitbekommen.
Das Buch ist dabei in mehrere große Abschnitte unterteilt, die einer großen thematischen Überschrift zugeordnet sind. Diese unterteilen sich nochmals in mehrere Unterabschnitte, die ebenfalls nach einer Thematik oder einem Ereignis betitelt sind. Diese Unterteilung fand ich für das Lesen sehr angenehm.
Auch stellt der Autor die einzelnen handelnden Personen im politischen Umfeld Olaf Scholz’, aber auch der weiteren Akteure (politische und militärische Berater etc.).
Der Einstieg des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es gibt einen Überblick über viele bisherige deutsche Kanzler, aber auch über die Entwicklung des Olaf Scholz. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch, weil es die Zusammenhänge innerhalb seiner Kanzlerschaft gut erklärt.
Olaf Scholz ist jemand, den man verstehen muss und dieses Verständnis erwirkt Daniel Brössler mit seinem Buch sehr gut. Er stellt die Herausforderungen, Zwiespalte und Interessenskonflikte des Kanzlers dar, skizzierte diese anschaulich und zeigt genau auf, wie Olaf Scholz zu welcher Entscheidung gelangt ist. 
Der Autor schafft es aber auch mit diesem Buch die Zusammenhänge innerhalb Europas und der NATO klar darzustellen. Auch hierbei bringt er den ein oder anderen Staatschef und dessen jeweilige Haltung dem Lesenden näher und erklärt auch dabei historische Zusammenhänge. Dabei beschreibt er auch anschaulich deren Wesen und Konflikte, aber auch deren Vergangenheit und ihre Entwicklung.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, für all jene, die wissen möchte, wie Olaf Scholz die z.T. schwierigsten Entscheidungen gefällt hat, die bisher ein Kanzler fällen musste. Nach meinem Empfinden bringt Daniel Brössler hier dem deutschen Volk seinen Kanzler näher, wenn es denn auch das Interesse dafür hat!! Für mich eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Eine Einschränkung und ihre positiven Folgen

Die Frauen vom Reichstag: Ruf nach Veränderung
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Sophie Maytrott ist gezeichnet durch eine Polioerkrankung in ihrer Kindheit. Dennoch hat ihr diese Krankheit etwas Gutes gebracht, Bildung und damit auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen.
Genau wie ...

Sophie Maytrott ist gezeichnet durch eine Polioerkrankung in ihrer Kindheit. Dennoch hat ihr diese Krankheit etwas Gutes gebracht, Bildung und damit auch ein gewisses Maß an Selbstvertrauen.
Genau wie Marlene von Runstedt ist sie Juristin. Beide Frauen verbindet die Arbeit als Abgeordnete, aber auch eine Freundschaft.
Wenn die verheiratete Sophie nicht bei ihrem Mann in München ist, lebt sie in Berlin in einem Zimmer der Wohnung von Marlene und ihrem Vater. Damit ist sie auch eng mit dessen Kanzlei verbunden und bekommt hier eine spannende Aufgabe an der Seite von Max Emden, Partner in der Kanzlei von Runstedt.

„Die Frauen vom Reichstag: Ruf der Veränderung“ ist der zweite Band der Parlamentarierinnen-Reihe von Micaela A. Gabriel.
Auch in diesem Band spielt die Protagonistin des ersten Buches, Marlene von Runstedt, eine große Rolle. Doch Hauptcharakter ist Sophie von Maytrott.
Sophie wird als eine Person beschrieben, deren Entwicklung beeinträchtigten Menschen sehr viel Mut macht. Ihre körperliche Einschränkung missfällt ihr verständlicherweise, dennoch wirkt sie auch als eine Chance. Diese Chance, die ihr Bildung und damit den Weg in die Juristerei ermöglicht hat. Auch hat sie sich zwar den gesellschaftlichen Konventionen gebeugt, dennoch verfolgt sie zielstrebig ihre Karriere, auch außerhalb der Familie und erweitert dadurch stetig ihren Horizont.
Ich finde dieses Buch sehr authentisch im Erzählstil. Es zeigt eine Aufgeschlossenheit gegenüber Frauen in der Berufstätigkeit, aber gleichzeitig auch das Gegenteil, das die Ewiggestrigen, die dieses Buch beschreibt, immer noch verfolgen - die Hörigkeit der Frau und ihre einzige Rolle als Hausfrau und Mutter an der Seite des erfolgreichen Mannes.
Auch sind die Gefühle und Emotionen der beiden Frauen, ihre Denk- und Handlungsweisen sehr nachvollziehbar beschrieben. 
Die Handlungsstränge um Sophie und Pater Harnack, Sophie und die Schülertragödie, aber auch Marlene und Max von Emden bringen eine gewisse Spannung in dieses Buch, da die Frage nach der Auflösung dieser Situationen die Geschichte des Buches prägt.
Was mir, ebenso wie im ersten Roman, nicht so gut gefallen hat, ist dass das eigentliche Thema des Buches, die Frauen und ihre Rollen im Reichstag, zu kurz kommen. Die beängstigenden Veränderungen in der Politik und der deutschen Gesellschaft werden zwar immer mal wieder erwähnt, aber dennoch sind dies eher Randhandlungen.

Zusammenfassend: Ein sehr interessantes Buch, das sich schnell und begeisternd lesen lässt. Einzig das eigentliche Hauptthema kommt zu kurz. Dennoch eine Empfehlung für all jene, die gerne historische Romane über erfolgreiche und mutmachende Frauen lesen!

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Veröffentlicht am 03.04.2024

Spannende Begabung

Die verkaufte Sängerin
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Cristina stammt aus einer Gauklerfamilie. Ihr Part liegt dabei weniger nicht auf dem athletischen, sondern im sängerischen Bereich. Als solche wird sie von einer Abordnung des Herzogs von Sachsen-Meiningen ...

Cristina stammt aus einer Gauklerfamilie. Ihr Part liegt dabei weniger nicht auf dem athletischen, sondern im sängerischen Bereich. Als solche wird sie von einer Abordnung des Herzogs von Sachsen-Meiningen entdeckt. Da ihre zänkische und missgünstige Tante nur auf einen Moment hoffte, sie loszuwerden, nutzt sie diesen aus und Cristina wird an den Hof des Herzogs verkauft.
Doch auch hier ist ihr nicht jeder wohlgesonnen.

„Die verkaufte Sängerin“ von Iny Lorentz ist der Start einer neuen Trilogie des Autorenpaars.
Das Cover reiht sich dabei in die bisherigen Buchcover ein.
Das Buch unterteilt sich in 10 Abschnitte, die immer unter einer großen Überschrift spielen, die den Teil charakterisiert. Diese Übersichtlichkeit und die Länge der Kapitel gefallen mir dabei sehr gut.
Die Geschichte rundum Cristina ist eine typische Geschichte aus der Feder der beiden.
Die Atmosphäre des Buches, eingerahmt von der historischen Kulisse Mitteldeutschlands, machen es leicht, sich in die Geschichte hereinzufinden. Allein die Benennung der Städte und Burgen, die man auch jederzeit auf Karten und Fotos nachvollziehen kann, geben einem ein inneres Bild vor Augen.
Der Mix aus unterschiedlichsten Protagonisten verschiedenster Herkunft, Nationalität und Charaktereigenschaften beleben die Geschichte.
Dennoch muss ich sagen, erinnert mich die Geschichte auch an die vorherigen Bücher der Autoren, wie die Reihen um „Die Wanderhure“ oder „Die Wanderapothekerin“, aber auch an weitere Reihen. Kurzum: Es fehlt eine Art Alleinstellungsmerkmal und dementsprechend fehlt mir auch etwas an Originalität.
Cristina selbst ist eine sehr sympathische, aber auch beeindruckende Figur, deren Entwicklung ich gerne verfolgt habe. Vor allem ihre Begabung war sehr interessant, da ich davon vorher nur selten etwas gehört habe. Zu ihren Mentoren hatte ich am Anfang eine distanzierte Haltung, aber mit dem Fortlaufen der Geschichte kam ich auch mit ihnen sehr gut klar und bin daher gespannt wie es mit Cristinas Karriere und ihrem Umfeld weitergeht. 
Ich denke, dass auch die spannenden Elemente, die in diesem Buch gerade zum Ende vorkamen noch nicht ihren Höhepunkt gefunden haben und ihr Widersacher auch im nächsten Band eine Rolle spielen wird.

Alles in allem ein typischer Iny Lorentz-Roman, der Fans historischer Romane gefallen wird.

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