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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2024

Unglaubliche Kindheitsgeschichte

Das einzige Kind
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Hera Lind hat mit „Das einzige Kind“ wieder eine unglaubliche wahre Begebenheit in ihrer bildhaften Schreibweise erzählt.
Unsere Hauptperson Fritz Peters-Engl oder auch Djoko ist mit seiner Geschichte ...


Hera Lind hat mit „Das einzige Kind“ wieder eine unglaubliche wahre Begebenheit in ihrer bildhaften Schreibweise erzählt.
Unsere Hauptperson Fritz Peters-Engl oder auch Djoko ist mit seiner Geschichte auf Hera Lind zugekommen und hat damit die beste Entscheidung getroffen.
Seine Kindheit beginnt ärmlich aber recht glücklich, bis nach wenigen Jahren die Ustascha gegen die Jugoslawen in den Kampf gezogen sind und die Partisanen auch bald von den Deutschen überrollt wurden und der zweite Weltkrieg seinen Gang nahm.
Djoko ist als kleines Kind von nicht mal vier Jahren mittendrin und verliert bald seine Familie und alles, was ihm lieb ist.
Nur durch viele Menschen, die dem kleinen mutigen Jungen wohlgesonnen waren und in deren Herzen er sich geschlichen hat, ging seine Flucht immer weiter, bis zu einem sicheren Zuhause.
Seine ersten Jahre waren von absolutem Schrecken und all der Grausamkeit des Krieges geprägt und für mich ist es ein Wunder, dass er überhaupt durchgehalten und überlebt hat.
Hera Lind beschreibt die Geschehnisse und Menschen sehr passend für die damalige Zeit und die damaligen Gegebenheiten. Man wird mehr als achtzig Jahre zurückversetzt und für mich gab es so viele Gänsehautmomente im Guten wie im Schlechten.
Die Geschichte ist gut recherchiert und Fritz Peters-Engl hat sich unglaubliche Mühe gegeben seinen Weg vom kleinen Dorfjungen, zum jüngsten Rottenführer der SS bis zum Wiener Gymnasiasten niederzuschreiben und erinnert sich dabei an so viele Details, dass man als Leser manchmal nicht glauben kann, dass alles wirklich so passiert ist. Gleichzeitig fühlt man sich so in die Geschichte hineinversetzt, dass es sich wirklich zu einem Pageturner entwickelt.
Ich bin wieder einmal begeistert von Hera Linds Werk. Für mich eine klare Empfehlung und meinen großen Respekt an Fritz Peters-Engl, dass er solchen Mut bewiesen hat.

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Veröffentlicht am 25.01.2024

Unglaublich schön!

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Jennifer Quinn hätte nie gedacht, dass in ihrem Leben noch etwas Aufregendes passiert. Seit fast sechzig Jahren ist sie glücklich mit Bernard verheiratet, und die beiden genießen ihre Tage in einem kleinen ...

Jennifer Quinn hätte nie gedacht, dass in ihrem Leben noch etwas Aufregendes passiert. Seit fast sechzig Jahren ist sie glücklich mit Bernard verheiratet, und die beiden genießen ihre Tage in einem kleinen englischen Dorf. Mrs. Quinns Leidenschaft ist das Backen, die vielen Familienrezepte gehören zu ihren wertvollsten Erinnerungen. Dennoch spürt sie, dass sie etwas wagen muss, bevor es zu spät ist. Heimlich bewirbt sie sich für eine beliebte TV-Backshow und erfüllt sich dadurch nicht nur einen großen Traum, sondern setzt auch alles aufs Spiel. Denn was niemand ahnt: In Mrs. Quinns Leben gibt es ein dunkles Geheimnis, das sie jahrzehntelang gut gehütet glaubte, und dem sie sich nun endlich stellen muss.

Ich liebe dieses Buch! Olivia Ford hat mit „Der späte Ruhm der Mrs. Quinn“ ein unglaublich tolles Wohlfühlbuch geschrieben.
Wir begleiten Jenny Quinn, die sich mit 77 Jahren heimlich bei einer Backshow bewirbt und dort mit ihren Familienrezepten alle um den Finger wickelt.
Während Jenny Rezepte auswählt und backt, kocht ihre Vergangenheit immer wieder hoch, die der Leser in Rückblenden erleben darf.
Jenny ist mir dabei unheimlich an Herz gewachsen. Sie ist ehrlich, bodenständig und nett und ich liebe ihre Ehe und ihre Liebe zu Bernard.
Er ist auch ein ganz toller, liebenswürdiger Charakter.
Auch die ganzen anderen Figuren haben das Buch allesamt bereichert. Sie waren der Zuckerguss auf dem Kuchen.
Jennys Geheimnis ist herzergreifend und der Autorin ist es gelungen, die berührende Geschichte ohne großes Drama zu erzählen. Es passte perfekt zusammen.
Die unterschiedlichen Rezepte werden alle anschaulich beschrieben, so dass man direkt Hunger bekam und ein Gefühl dafür, warum genau diese Rezepte Jenny so wichtig waren. Dabei hatte man nie das Gefühl ein Kochbuch zu lesen.
Die Autorin hat hier ein wunderbar stimmiges Wohlfühlbuch, mit tollen Figuren und einer ebenso tollen Geschichte geschrieben. Von Anfang bis Ende eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 19.01.2024

Keine typische Lovestory

Was wir uns versprechen (Light in the Dark 3)
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Alicia kann es kaum glauben, als sie einen Praktikumsplatz in einer renommierten Werbeagentur ergattert. Nie hätte sie gedacht, ihrem Traumjob als Texterin so nahezukommen. Wenn da nur nicht ihr Freund ...

Alicia kann es kaum glauben, als sie einen Praktikumsplatz in einer renommierten Werbeagentur ergattert. Nie hätte sie gedacht, ihrem Traumjob als Texterin so nahezukommen. Wenn da nur nicht ihr Freund Timon wäre, der ihr den Erfolg nicht gönnt. Alicia versucht, sich aus ihrer toxischen Beziehung zu lösen, aber schafft es nicht. Doch dann trifft sie zufällig Julian wieder, ihren besten Freund aus Kindertagen. Obwohl Julian mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, ist er fürsorglich, charmant und zuvorkommend – das komplette Gegenteil von Timon. Die beiden geben sich ein Versprechen, das mehr verändert, als sie sich eingestehen.

„Was wir uns versprechen“ ist der dritte Band der „Light in the Dark“-Reihe von Antonia Wesseling. Die Reihe sticht einfach hervor, da die Autorin besonders vor psychischen Erkrankungen und anderen gesellschaftlichen „Schwächen“ nicht zurückschreckt.
Auch in Band 3 traut sie sich an Themen wie z.B. toxische Beziehungen und Stottern heran.
Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, kennt Alicia schon und wird auch andere Figuren wiedertreffen. Man muss die ersten beiden Bücher aber nicht gelesen haben.
Die Kapitel spielen abwechselnd aus der Sicht von Alicia und Julian.
Die Zwei kennen sich seit der Kindheit und waren beste Freunde, bis der Kontakt abgebrochen ist. Jetzt treffen sie sich durch Zufall wieder. Julian kämpft mit seinen Unsicherheiten und seinem Stottern und Alicia mit ihrer toxischen Beziehung und der Angst nicht genug zu sein.
Wir begleiten die Zwei dabei, wie sie ihre Kämpfe ausfechten, Siege erzielen und Rückschläge erleiden. Dabei hat mir wirklich gut gefallen, wie menschlich und nah die Autorin alles rüberbringt. Da ich selbst schon psychische Gewalt in Beziehungen erlebt habe, konnte ich besonders Alicias Seite nachempfinden.
Die Lovestory von Alicia und Julian steht nicht wirklich im Vordergrund, dadurch gibt es in diesem Buch keine typische Lovestory. Das hat es für mich nur interessanter gemacht und beide Figuren noch stärker.
Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und habe beide Protagonisten immer weiter liebgewonnen, je besser ich sie kennengelernt habe. Und ich habe mich über jede bekannte Figur gefreut.
Für mich ist Band drei ebenso gut gelungen, wie die ersten beiden Bände!
Nicht nur für Fans der Reihe eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 13.01.2024

Schönes Finale

Eine neue Liebe (Sunset River 3)
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Endlich scheint ein Happy End für Isobel und Michael in greifbare Nähe zu rücken. Doch ihre zarte Liebe wird auf eine weitere harte Probe gestellt, weil Michael Angst davor hat, sich offen zu seinen Gefühlen ...

Endlich scheint ein Happy End für Isobel und Michael in greifbare Nähe zu rücken. Doch ihre zarte Liebe wird auf eine weitere harte Probe gestellt, weil Michael Angst davor hat, sich offen zu seinen Gefühlen zu bekennen. Für Isobel wird die Situation zunehmend unerträglich, und sie sieht keinen anderen Ausweg, als sich gegen die Hoffnung zu entscheiden.
Als dann auch noch das Schicksal zuschlägt und ein dramatischer Unfall plötzlich alles auf den Kopf stellt, steht die Liebe zwischen Isobel und Michael vor einer letzten, großen Prüfung.

„Sunset River – Eine neue Liebe“ ist der dritte und somit finale Teil von Josefine Weiss Trilogie. Ich finde immer noch, dass man auch alle drei Bände in einem Buch hätte veröffentlichen können. Die Bücher bauen nahtlos aufeinander auf und müssen in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.
Wir befinden uns immer noch in dem Hin und Her zwischen Michael und Isobel. Ich finde, sie geht sehr viele Kompromisse ein, wohingegen Michael sich von seiner Angst komplett bremsen lässt und zum Egoisten wird.
Isobel zeigt sich aber stark und genau das, hat mir gefallen. Isobel ist sowieso mein Liebling in dieser Reihe. Dicht gefolgt von Jill.
Schön ist, dass wir auch ihre beste Freundin endlich kennen lernen.
Michael hat auch seinen dramatischen Aha-Moment. Hier sind der Autorin die Gefühlslagen sehr gut gelungen. Ich konnte die Gefühle aller Beteiligten unheimlich gut nachfühlen.
Der Schreibstil bleibt konstant leicht zu lesen und auch im dritten Band bin ich durch die Seiten geflogen.
Das Ende hat mir auch gut gefallen und ich bin ein bisschen traurig, dass wir erst mal nicht mehr so schnell nach Sunset River zurückkehren werden. Vielleicht gibt es ja noch mal ein Spinoff mit Tiara und Trevor?

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Schöner zweiter Band

Ein neues Leben (Sunset River 2)
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Isobels Traum von der großen Liebe ist geplatzt. Trotz ihrer verletzten Gefühle stimmt sie einer Freundschaft mit ausgerechnet dem Mann zu, der die Schuld an ihrem Leid trägt - Michael. Doch schon bald ...

Isobels Traum von der großen Liebe ist geplatzt. Trotz ihrer verletzten Gefühle stimmt sie einer Freundschaft mit ausgerechnet dem Mann zu, der die Schuld an ihrem Leid trägt - Michael. Doch schon bald wird deutlich, wie schwierig dieser Weg der Freundschaft ist. Zum Glück hat sie in ihrer neuen Heimat Sunset River gute Freunde gefunden, die ihr auch in den schwersten Zeiten Hoffnung schenken. Als Isobel dann jedoch völlig unerwartet mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, gerät ihr neues, liebgewonnenes Leben vollends aus den Fugen.

„Sunset River – Ein neues Leben“ ist der zweite Band von Josefine Weiss Trilogie. Die Bücher sollten auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge gelesen werden, da sie aufeinander aufbauen. In meinen Augen hätte es auch ein ganzes Buch sein können, da die einzelnen Bücher recht kurz sind. Aber das nur nebenbei.
Der Schreibstil bleibt sich treu. Josefine Weiss beschreibt das süße Städtchen Sunset River total schön und auch die Bewohner wachsen mir immer weiter ans Herz.
Es geht auch dieses Mal weiterhin um dieses hin und her zwischen Isobel und Michael und um die schwierige Beziehung zu Piper und Richard. Ohne zu spoilern kann ich nicht viel schreiben aber für meinen Geschmack hätte es etwas mehr vorwärts gehen können.
Schön fand ich es, dass wir erleben konnten, wie Isobel immer mehr in die Gemeinschaft hineinwächst und ihre ersten großen Herausforderungen meistern muss.
Diese wunderbaren Kleinstadt Momente, in denen alle zusammenhalten, liebe ich.
Dieser Teil hat mich nicht ganz so begeistert wie Band 1 aber trotzdem liebe ich Sunset River und freue mich schon auf den dritten Teil!

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