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Veröffentlicht am 02.05.2023

Netter Escape-Roman

Das Geheimnis des Duke
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Du liebst die Irrungen und Wirrungen der feinen englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Dann ist dieses romantische Rätselabenteuer die perfekte Herausforderung für dich! Denn Charlets ...

Du liebst die Irrungen und Wirrungen der feinen englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Dann ist dieses romantische Rätselabenteuer die perfekte Herausforderung für dich! Denn Charlets Herz schlägt für Jasper. Doch ausgerechnet dessen Zwillingsbruder, der ihr so verhasste Arthur, soll noch in diesem Sommer ihr Ehemann werden. Eine perfekte Partie, denn Arthur wird als Erstgeborener nicht nur den Titel des Duke, sondern auch das Familienvermögen erben. Und dieses soll Charlets Familie vor dem Ruin retten.

„Das Geheimnis des Duke“ ist ein süßer Escape-Roman mit der Story von Stefanie Neeb und den Illustrationen von Toni Hamm.
Das Buch ist so aufgebaut, dass man immer ein Kapitel Geschichte hat und am Ende ein Rätsel gelöst werden muss, welches den Leser zur nächsten Doppelseite führt.
Die Seiten sind zum Auftrennen und die Rätsel geben immer drei mögliche Antworten vor, mit einem Suchbildchen. Manchmal steht ein kleiner Tipp am Rand, manchmal nicht.
Die Rätsel sind für geübte Rätsler keine Schwierigkeit 4 von 5 aber für Neueinsteiger bestimmt knifflig.
Nicht so gut hat mir die anfängliche Erläuterung gefallen. Es ist nicht zu 100% klar, wo man startet. Es gibt auch Bücher die mittendrin starten oder eben ein anfängliches Rätsel haben. Dies wird hier nicht erläutert. Ebenso wird nicht genau erklärt, ob man links oder rechts von der illustrierten Seite auftrennen muss. Das erklärt sich dann relativ schnell von selbst aber für mich war es ein bisschen „trial and error“, was ich schade fand, da es nicht an den Rätseln an sich lag. Die Rätsel sind gut gelungen und ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass sie nicht schlüssig wären. Das hat mir gefallen.
Die Illustrationen sind schön und passen gut zur Geschichte und den Rätseln.
Die Geschichte ist süß und es macht Spaß sie zu verfolgen. Sie ist nicht besonders tiefgründig, was man aber bei nicht mal 60 Seiten auch nicht erwarten kann. Ein bisschen vorhersehbar ist die Geschichte auch aber für mich lag der Reiz in der Kombination mit den Rätseln. Dazu finde ich so kleine Liebesgeschichten auch einfach schön.
Mir hat das Buch ganz gut gefallen, auch wenn es noch ein paar Verbesserungen geben könnte.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Wie weit würdest du für dein Kind gehen?

Die Herzchirurgin
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Als die erfolgreiche Herzchirurgin Anna Jones eines Abends nach Hause kommt, ist ihre Babysitterin tot, ihr kleiner Sohn verschwunden. Die Entführer stellen Anna vor die Wahl: Entweder lässt sie den beliebten ...

Als die erfolgreiche Herzchirurgin Anna Jones eines Abends nach Hause kommt, ist ihre Babysitterin tot, ihr kleiner Sohn verschwunden. Die Entführer stellen Anna vor die Wahl: Entweder lässt sie den beliebten Politiker Ahmed Shabir, der als der nächste Premierminister gehandelt wird, in zwei Tagen auf ihrem OP-Tisch sterben; oder ihr Sohn wird sein Leben verlieren.
Auch Krankenschwester Margot steht vor einem Dilemma. Sie hat enorme Schulden, beklaut die eigenen Kollegen. Kurz vor ihrer Entlarvung macht sie eine ungeheuerliche Beobachtung, die ihr Leben an den Abgrund rückt.

Jack Jordan greift in seinem Thriller „Die Herzchirurgin“ ein großes moralisches Dilemma auf und gibt ihm einen brutalen Rahmen.
Die Herzchirurgin Dr. Anna Jones soll einen berühmten Politiker am Herzen operieren, doch kurz vorher wird ihr Sohn entführt und sie erpresst. Sie soll den Politiker umbringen.
Der Autor stellt den Zwiespalt zwischen dem eigenen Kind und dem Hippokratischen Eid ziemlich gut dar. Man merkt durchweg, in welchem Dilemma Anna sich befindet. Auch ihre Gedanken nach ihrer Entscheidung fand ich recht gut nachvollziehbar. Ein bisschen zu krass fand ich es, wie kalt Anna eigentlich die ganze Zeit war. Sie zeigt sehr wenig Gefühle und wenn doch, dann nur ganz kurz. Das fand ich ein wenig übertrieben und irgendwie hat sie dadurch Menschlichkeit eingebüßt. Ob das so der Plan des Autors war, weiß ich nicht. Ihr Tick mit dem Haare Auszupfen hat sich für mich auch nicht so erklärt. Diese Erkrankung von Anne hat viel Raum im Buch eingenommen aber so richtig warum, hat sich mir nicht ergeben.
Einige Kapitel sind auch aus der Sicht der Krankenschwester Margot geschrieben. Sie ist kein sympathischer Charakter. Sie klaut und erpresst. Aber sie ist wichtig für die Geschichte und auch wenn sie „unangenehm“ ist, fand ich ihre Kapitel eigentlich ganz gut.
Einzelne Abschnitte sind auch aus Sicht einer Ermittlerin geschildert. Das fand ich eigentlich ziemlich spannend und interessant. Schade, dass es doch keinen so großen Einfluss auf alles hatte. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Autor schon auf eine Fortsetzung hinarbeitet.
Die ganze Geschichte ist etwas vorhersehbar und hat mich oft an Greys Anatomy gepaart mit Mafia erinnert. Die Spannung war durchaus da, grade als sich ein neuer Weg gegen Ende ergibt aber trotzdem war manches nicht nach meinem Geschmack. Entweder zu vorhersehbar oder zu sehr Actionfilm.
Das Ende fand ich etwas unausgereift, hier hätte man noch etwas mehr rausholen können.
Insgesamt fand ich die Geschichte ganz gut aber leider wurde zu oft das Potenzial nicht ausgenutzt. Für Thrillerfans aber ein recht guter Schmöker für ein paar entspannte Stunden.

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Veröffentlicht am 01.05.2023

Der Donnerstagsmordclub schlägt wieder zu!

Der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)
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Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von wem man ...

Da hat er sich in etwas reingeritten, der gute Marcus Carmichael. Und jetzt soll Elizabeth ihm da wieder raushelfen. Dabei sollte ihr ehemaliger Geheimdienst-Kollege doch eigentlich wissen, von wem man besser keine Diamanten mitgehen lässt, wenn man sich gerade auf einem Einsatz für den MI5 befindet. Dazu gehört ganz bestimmt: die New Yorker Mafia. Ist die erst einmal im Spiel, geht es ziemlich sicher bald jemandem an den Kragen.
Doch auch Profimörder können Fehler machen, etwa ihrem Handwerk in der Seniorenresidenz Coopers Chase nachzugehen. Denn wer hier mordet, dem ist der Donnerstagsmordclub auf den Fersen, und der macht, schneller als ihm lieb sein kann, aus dem Jäger den Gejagten. Für die vier rüstigen Senioren heißt es: Endlich ist wieder Donnerstag!

Mit „Der Donnerstagsmordclub und der Mann, der zweimal starb“ ist Richard Osman eine geniale Fortsetzung gelungen. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden und sind in sich abgeschlossen. Nur die Charakterentwicklung geht etwas weiter.
Auch Band zwei hat mich mit seinem skurrilen Charme wieder richtig begeistert und fesseln können.
Richard Osman bringt den englischen Humor und den Pragmatismus richtig gut rüber. Das Setting ist auch wieder toll beschrieben und unsere aufgeweckten Senioren bringen den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln.
Der Autor bleibt dem Aufbau aus Band eins treu. So werden die Kapitel, je nach Ereignishergang, mal aus der Sicht von einem unserer Rentner, einem der Ermittler oder einem anderen Beteiligten geschildert. Trotzdem weiß der Leser nie mehr als die Figuren.
Das hat mir richtig gut gefallen, denn so kann man nach Herzenslust miträtseln und sich über jeden Ermittlungsfortschritt freuen.
Ich finde dieser Band übertrifft den ersten, was ungewöhnliche Ermittlungsmethoden angeht, wirklich noch mal. Besonders Elizabeth zieht alle Register und lässt so manchen Kontakt spielen. Aber auch Joyce wächst über sich hinaus.
Dazu berührt das Erlebnis von Ibrahim und man hofft einfach auf ein gutes Ende.
Bis dahin wird aber fleißig ermordet und ermittelt und dabei so manches Mal nicht so ganz genau aufs Gesetz geachtet. Der Charme und der scharfe Verstand unserer Senioren sind da die gefährlichste Waffe.
Ich bin ein großer Fan der Reihe und freue mich richtig auf den dritten Band!

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Der Donnerstagsmordclub ermittelt!

Der Donnerstagsmordclub (Die Mordclub-Serie 1)
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Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie ...

Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt oder, anders gesagt, eine ehemalige Geheimagentin, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer und einen ehemaligen Psychiater. Sie wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags im Puzzlezimmer trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Als dann direkt vor ihrer Haustür ein Mord verübt wird, ist der Ermittlungseifer der vier Senioren natürlich geweckt, und selbst der Chefinspektor der lokalen Polizeidienststelle kann nur über ihren Scharfsinn staunen.

Richard Osman nimmt uns in seinem ersten Band des „Donnerstags Mordclub“ mit in die Grafschaft Kent, denn dort leben unsere Figuren in einer luxuriösen Seniorenresidenz.
Der Autor bietet uns nicht nur eine englische Location, sondern einen absolut typisch englischen Krimi. Ein bisschen musste ich immer wieder an Miss Marple denken.
In Coopers Chase haben Elizabeth (ehemalige Geheimagentin), Ron (ehemaliger Gewerkschaftsführer) und Ibrahim (ehemaliger Psychologe) den Donnerstags Mordclub gegründet. Als dann Joyce (ehemalige Krankenschwester) einzieht, zögert Elizabeth nicht lange, sie in den Club aufzunehmen. Zunächst ermitteln die vier in einem alten Fall, bei dem eine junge Frau ermordet wurde und der Freund, ganz zum Unverständnis unserer Rentner, freigesprochen wurde. Doch noch während sie den ersten Hinweisen nachgehen, passiert ein Mord vor ihrer Tür und ein anderer einige Kilometer entfernt. Natürlich stürzt sich der Club sofort in die Ermittlungen und selbst die beiden Ermittler Chris und Donna können sich dem Charme der alten Leute nicht entziehen.
Die vier ermitteln mit nicht ganz gewöhnlichen Methoden und wirbeln ganz schön viel Staub auf. Sie decken bei ihren Schnüffeleien mehr als nur ein Geheimnis auf.
Ich fand es einfach herrlich unsere Figuren zu verfolgen und mit ihnen mitzurätseln.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben, so wie es grade zum Ablauf des Falls passt. So kommt mal Elizabeth zu Wort, mal Chris oder Donna aber auch mal einer der Verdächtigen. Geleitet wird die Geschichte durch Joyce als Haupterzählerin, denn sie fasst den aktuellen Stand der Ermittlungen und ihre eigenen Gedanken dazu und zu allgemeineren Themen, die sie als Seniorin in Coopers Chase beschäftigen, in ihrem Tagebuch zusammen.
Typisch englischer Krimi gibt es ziemlich viele Handlungsstränge, die sich aber immer wieder miteinander verknüpfen und so zu einem stimmigen Ganzen werden. Man muss aufmerksam dabei sein aber kann auch selber überlegen, denn man ist als Leser nicht weiter, als es die Figuren sind.
Mir hat dieser gemütliche cozy Krimi, mit den etwas skurrilen Ermittlern wirklich viel Freude bereitet. Tolles Setting, spannender Fall, geniale Figuren und ein schlüssiges Ende. Was will das Leserherz mehr?

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Veröffentlicht am 29.04.2023

Süße Chaos-Lovestory

Du bist mein Lieblingsgefühl
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Max ist ein Romantiker. Nela nicht. Als sie sich ausgerechnet in einem Brautmodenladen begegnen, schlägt jedoch bei beiden unwiderruflich der Blitz ein. Das Problem: Nela trägt bei dieser Begegnung ein ...

Max ist ein Romantiker. Nela nicht. Als sie sich ausgerechnet in einem Brautmodenladen begegnen, schlägt jedoch bei beiden unwiderruflich der Blitz ein. Das Problem: Nela trägt bei dieser Begegnung ein Hochzeitskleid. Und Max hilft einer Frau mit ihrer Corsage. Für beide ist klar, dass der jeweils andere bald heiratet – und damit tabu ist. Doch als der Zufall Max und Nela erneut zusammenführt, werden die guten Vorsätze auf die Probe gestellt. Möge die Hochzeitssaison beginnen!

„Du bist mein Lieblingsgefühl“ von Kyra Groh ist ein toller Liebesroman für Zwischendurch. Perfekt, um sich einfach mal abzulenken und an nichts außer Nela und Max denken zu müssen.
Das Prinzip ist klassisch und ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die ein Buch dieser Art schon mal gelesen hat. Zwei Personen verlieben sich Hals über Kopf aber aufgrund eines Missverständnisses finden sie lange nicht zueinander.
Nun, ich weiß nicht wie es euch geht aber ich mag es auch mal Geschichten zu lesen, bei denen man das Grundprinzip kennt und dann neugierig zu sein, wie es dieses Mal umgesetzt wurde.
Nela ist eine kleine Chaotin und will sich eigentlich überhaupt nicht binden. Sie will sich nicht ständig anpassen müssen und ihr Leben einschränken. Max will die heile, kleine, perfekte Familie und das am liebsten sofort. Und so lange er das nicht hat, vergräbt sich das Programmier-Ass in seiner Arbeit.
Das Kennenlernen der Zwei ist lustig und die Chemie zwischen den beiden stimmt auf Anhieb. Beide bekommen sich gegenseitig nicht mehr aus dem Kopf und ja, darum dreht es sich sehr lange in diesem Buch.
Unterhaltsam wird die Geschichte durch so einige Fettnäpfchen, in die die beiden treten. Dazu durch Nelas Freundeskreis und Max Schwester und seinen besten Freund. Ich finde, man merkt gut, dass der Autorin Dynamiken zwischen den Figuren leicht fallen und gut gelingen.
Wir lernen die beiden immer besser kennen und können ihre Annäherungen richtig gut mitverfolgen, denn die Kapitel sind mal aus Max und mal aus Nelas Sicht geschrieben.
Die Geschichte ist an dem Punkt, auf den wohl alle Leser hinfiebern noch nicht zu ende und bietet noch ein bisschen Chaos und Drama. Ich finde es gut, dass es weiterging aber so hätte ich es nicht unbedingt gebraucht.
Hier ist auch mein Kritikpunkt an dem Buch. Die Geschichte zieht sich in der Kennenlern- und Chaosphase manchmal ziemlich doll. Es wiederholt sich sehr viel, grade wenn die beiden voneinander schwärmen und rumjammern. Da hätten es ein paar Seiten weniger sein dürfen. Dafür war der Grund des Dramas dann irgendwie ein bisschen oberflächlich und schnell abgearbeitet. Dadurch wurde es fast langweilig und vorhersehbar. Hier hätte es gerne mehr Tiefe sein dürfen oder ein Verzicht des Dramas.
Insgesamt hat mir das Buch aber wirklich gefallen und mir gute Laune bereitet. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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