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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2018

Herzerwärmend schön

Eine Liebe auf Guernsey
1

Plötzlich steht alles Kopf und in Kates beschaulicher Welt als Touristenführerin auf der Insel Guernsey ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr so, wie es einmal war.

Brian, ihr Exfreund, eigentlich ...

Plötzlich steht alles Kopf und in Kates beschaulicher Welt als Touristenführerin auf der Insel Guernsey ist von einem Tag auf den anderen nichts mehr so, wie es einmal war.

Brian, ihr Exfreund, eigentlich eine stete Größe in ihrem Leben möchte heiraten und bittet sie, seine Trauzeugin zu sein, was Kate vor die Frage stellt, ob sie noch tiefere Gefühle für ihn hegt. Dann verstirbt ihre liebenswerte blinde Nachbarin und sie muss sich um deren Blindenhund Amy kümmern. Ihre Stiefmutter hat zu all dem Chaos auch noch einen Unfall, und sie muss in deren Souvenirshop aushelfen.

Wie, um Himmels Willen, soll sie das alles schaffen, und von Hunden, geschweige denn ausgebildeten Blindenhunden, hat sie schon gar keine Ahnung.

Irgendwie kommt sie zu der Erkenntnis, dass sie, trotz all der freundichen Menschen um sie herum, doch keine nähergehenden Bindungen hat, richtig gute Freunde, die ihr zur Seite stehen könnten.

In dieser Situation lernt sie den sympathischen Matthew, einen ausgebildeten Hundetrainer und dessen blinden Sohn Alfie kennen, der schreckliche Angst vor Hunden hat. Matthew musste aus diesem Grund seinen Beruf aufgeben und arbeitet nun als Übersetzer von zu Hause aus.

Langsam entwickelt sich aufgrund der zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Alfi und den beiden Erwachsenen eine wunderschöne, leise anwachsende Liebesgeschichte, die sich sehr schön liest, weil sie von der Autorin, Pippa/Mirjam (unter diesem Namen habe ich schon einige wunderbare Bücher von ihr gelesen) sehr sensibel und subtil beschrieben wird. Nicht verkitscht, sondern herzerwärmend liebevoll in Szene gesetzt.

Und das zeichnet die Autorin vor allem anderen aus. Die liebevolle, detailgenaue und lebensnahe Entwicklung ihrer Charaktere, mit welchen man mitleben und mitfühlen kann, sich den Emotionen voll hingeben kann. Natürlich ist es vor allem Amy, die Blindenhündin, die der Leser sofort ins Herz schließt und ihre bedingungslose Liebe zu ihren Menschen.

Über dreihundert Seiten Lektüre, die entspannt und das Herz erwärmt, haben mir so manche schöne Lesestunde beschert, die ich allen Lesern sehr gerne ans Herz legen möchte, mit vollen 5 Sternen.



Autor: Pippa Watson

Veröffentlicht am 17.04.2018

Eine willensstarke Frau die niemals aufgibt

Liontu
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Mit diesem Roman ist Anne Bernhardi ein wunderschöner historischer Roman gelungen, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Sehr schön und tiefgründig ausgearbeitete Charaktere, die ...

Mit diesem Roman ist Anne Bernhardi ein wunderschöner historischer Roman gelungen, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Sehr schön und tiefgründig ausgearbeitete Charaktere, die sofort vor unserem inneren Auge lebendig werden, eine Sprache, die der damaligen Zeit perfekt angepasst ist und Schauplätze, die uns die uns lebendig und lebensecht dargestellt werden.

Dazu ein Plot, hervorragend recherchiert und spannend erzählt. .Ianthe, die Hauptakteurin dieser Geschichte ist eine starke, selbstbewusste Frau die ihren inneren Überzeugungen folgt und sich selbst dabei treu bleibt. Ihre Liebe zu Georg ist wahrhaftig und ohne Kitsch dargestellt und nimmt den Leser mit, man erlebt ihre Abenteuer hautnah und persönlich mit. Beide Charaktere schließt man sofort ins Herz.

Obwohl ich Illustrationen in Romanen nicht besonders mag, da sie mich in meinen eigenen Vorstellungen etwas verwirren, fand ich diese doch gelungen und der Geschichte angepasst.

Die Handlung entwickelt sich beim Fortschreiten des Lesens immer mehr und punktet mit allem, was man von einem historischen Roman erwartet: Spannung, Liebe, Leid, Dramatik und einen gelungenen und überzeugenden Schluss.

Ein Roman, der mich sehr gut unterhalten hat und dem ich gerne 4 Sterne und meine Empfehlung gebe.

.


Autor: Anne Bernhardi

Veröffentlicht am 17.04.2018

Zons - Gegenwart und Vergangenheit begegnen sich mit MORD

Knochenschrei: Thriller
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Kommissar Oliver Bergmann wird in ein sehr altes Haus in Zons gerufen, da man in dem alten Gemäuer bei Renovierungsarbeiten ein altes Skelett, eingemauert vor Jahrhunderten, gefunden hat. Auf den ersten ...

Kommissar Oliver Bergmann wird in ein sehr altes Haus in Zons gerufen, da man in dem alten Gemäuer bei Renovierungsarbeiten ein altes Skelett, eingemauert vor Jahrhunderten, gefunden hat. Auf den ersten Blick kein Fall für den Kommissar, aber bei näherem Umsehen fällt ihm eine frisch verputzte Wand ins Auge, und als man diese frei legt, befindet sich dahinter eine erst kürzlich verstorbene Person, auf grausamste Weise zu Tode gekommen, denn sie wurde lebendig eingemauert. In ihrem Unterleib findet man eine codierte Nachricht aus der man zu entnehmen glaubt: ....es wird weitere Morde geben......

Äußerst gekonnt verbindet Catherine Shepherd die Gegenwart mit der Vergangenheit, indem sie auf einen Leichenfund kommt, der sich 500 Jahre zuvor ereignet hat. In dem uralten Gewölbekeller des Klosters wurde die verweste Leiche einer Nonne gefunden, die eigentlich zuhause in ihrem Elternhaus sein sollte, da sie damals des Klosters verwiesen wurde. In der Vergangenheit ermittelt der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg in diesem und weiteren Fällen.

Sehr eindringlich und einfühlsam beschreibt uns die Autorin die Ermittlungen in diesen Fällen, indem sie zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin- und herspringt, was der Geschichte eine unglaubliche Intensität und Spannung verleiht. Hautnah vermittelt sie dem Leser durch ihre unglaublich ausgefeilte und facettenreiche Schreibweise die Emotionen, die auch ihre Protagonisten durchleben müssen, lässt sie dadurch mitten in die Geschichte eintauchen, und erzeugt dabei ein kribbelndes Gänsehautfeeling bei ihren Lesern.

Und das ist ihr bestens gelungen. Mich hat sie mit ihren listig gelegten falschen Spuren, den verschiedenen Zeitebenen, den beiden Ermittlern und dem Schauplatz Zons total in den Bann gezogen und fasziniert, obwohl ich mit diesem Zons-Krimi meinen ersten Fall mit Oliver Bergmann gelesen habe.

Aber jetzt bin ich richtiggehend infiziert, werde mir auch den einen oder anderen Vorgänger besorgen und hoffe inständig, bei dem nächsten Zons-Krimidabei zu sein.

Absolut spannend, lesens- und empfehlenswert und 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Lehrreiche Physikstunde der etwas anderen Art

Der Schlüssel des Salomon
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Ein durchaus spannender Beginn dieser Geschichte um eine bahnbrechende Forschung im schweizerischen CERN dem europäischen Kernforschungszentrum in Genf.
Alle Beteiligten warten gespannt auf das Ergebnis, ...

Ein durchaus spannender Beginn dieser Geschichte um eine bahnbrechende Forschung im schweizerischen CERN dem europäischen Kernforschungszentrum in Genf.
Alle Beteiligten warten gespannt auf das Ergebnis, als das Experiment plötzlich abgebrochen werden muss. Eine Leiche wurde in der Apparatur gefunden, es handelt sich um Frank Bellamy, den Wissenschaftsdirektor der CIA.
Bei dem Toten findet man einen Zettel mit dem Hinweis auf einen geheimnis-vollen Schlüssel, sowie den Namen Tomàs Noronha, einen berühmten Professor für Kryptologie.

Die CIA nimmt an, dass es sich hier um den Mörder Bellamys handelt und macht Jagd auf den vermeintlichen Täter. Mehrere Personen, die Tomàs hilfreich zur Seite stehen, darunter auch seine Freundin, werden in die Geschichte hineingezogen. Um seine Unschuld zu beweisen, muss er versuchen, das Rätsel um den Schlüssel zu lösen.
Hierzu folgen viele interessante wissenschaftliche Abhandlungen, grandiose Denkansätze, die aber meiner Meinung nach zu detailliert und langatmig geraten sind, was eindeutig zu Lasten der Spannung geht.

Und das ist es, was ich an diesem Roman, der als Thriller angekündigt wurde, zu bemängeln habe. Der Thrill, die Spannung fehlt und kommt erst wieder zum Ende hin ein wenig zum Tragen. Über lange Zeit hinweg hatte man das Gefühl, in wissenschaftlichen Vorlesungen mit durchaus sehr berühmten Personen wie Einstein, Bohr etc. zu sitzen.

Was mich auch sehr irritiert hat, ist die Darstellung der Handlungsweise der CIA-Agenten, die einfach drauflos poltern, ohne sich in die Sachlage konstruktiv zu vertiefen. Man gewinnt hier den Eindruck, dass es einzig und allein darum geht, gewisse Vorgänge und Verbindungen zu vertuschen, egal ob darunter Unschuldige zu leiden haben. Sollte dies der Wirklichkeit entsprechen, so fände ich dies sehr erschreckend.

Für mich ein Buch, dass mich leider etwas unbefriedigt zurücklässt, was Spannung und Thrill angeht. Allerdings haben mir die Erklärungen zu physikalischen Gesetzen und Gegebenheiten durchaus gefallen, ob wohl ich natürlich als Laie nicht alles nachvollziehen kann.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Spannende Ereignisse und Mord im Havelland

Tiefe Havel
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Dies war mein erster Krimi um Toni Sanftleben und seine Ermittlungen und ich kam auch ohne vorherige Kenntnisse sehr gut in die Geschichte hinein.


Hier entführt uns der Autor, Tim Pieper, in das Havelland ...

Dies war mein erster Krimi um Toni Sanftleben und seine Ermittlungen und ich kam auch ohne vorherige Kenntnisse sehr gut in die Geschichte hinein.


Hier entführt uns der Autor, Tim Pieper, in das Havelland und in die Welt der Binnenschiffer und ihrer Mannschaften. In diesem Fall geht es um den Kapitän Jürgen Seitz, der in Profimanier ermordet wurde, das Genick wurde ihm gebrochen. Und dies alles unbemerkt von dem stark alkoholisierten schlafenden Bootsmann, der sich auch auf dem Schiff befand.

Welches Motiv dieser grausamen „Hinrichtung“ zugrunde liegt bleibt lange im Verborgenen.

Toni Sanftleben ist einer dieser Ermittler, bei denen es privat so gar nicht rund läuft, er ist zudem trockener Alkoholiker und hat gerade erfahren, dass seine Frau, die seit einiger Zeit aus dem gemeinsamen Hausboot ausgezogen ist, ein Verhältnis mit einer Frau hat. Dies hat ihn schwer geschockt, aber er ist trotz allem Profi genug, dass es seine Ermittlungen nicht überschattet. Dem Privaten wird zwar genügend Raum gegeben, aber der Fall bzw. die Fälle stehen immer im Vordergrund.

Die Ereignisse werden sehr spannend geschildert, der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und auch die verschiedenen Schauplätze entstehen durch die bildhafte Beschreibung detailgetreu vor unserem inneren Auge. Dies macht unter anderem den Reiz dieses Krimis aus, man findet sich in Handlung und Landschaft wieder.

Ein zweiter Erzählstrang befasst sich mit einem Ex-Häftling namens Sandro, der derzeit auf einem Pferdehof arbeitet und sein mageres Gehalt gelegentlich mit diversen Gefälligkeiten Damen gegenüber aufbessert. Auch scheint er in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein und wurde seinerzeit von Toni ins Gefängnis gebracht. Was aber hat er sonst noch auf dem Kerbholz und – hängen die Fälle irgendwie zusammen? Dies gilt es nun herauszufinden und Toni kann sich dabei voll auf sein Team verlassen, das voll hinter ihm steht und sehr sympathisch ist.

Die Spannung nimmt kontinuierlich zu, wird rasant und endet in einem fulminanten Show-Down, gespickt mit falschen Fährten und unvorhersehbaren Wendungen, die einem manchmal den Atem rauben.

Tolle Geschichte, toller Krimi und hat mich bestens unterhalten. Diesen Krimi empfehle ich gerne weiter, und denke, dass es auch mit der ganzen Reihe so sein wird.

Wie wird es nun weitergehen, nachdem Toni sich entschlossen hat, erst einmal mit seinem Hausboot auf Reisen zu gehen? Wird er den endgültigen Verlust seiner Frau je verwinden? Das verraten uns auch seine letzten Gedanken nicht: „ Momentan wusste er nicht viel. Momentan wusste er nur eins: er würde sie immer lieben.“


Autor: Tim Pieper
Buch: Tiefe Havel