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Veröffentlicht am 24.05.2021

Die dunkelsten Abgründe der Seele

Der Blutkünstler (Tom-Bachmann-Serie 1)
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Inhalt übernommen:

Tom Bachmann seziert Seelen - von Mördern, Triebtätern und Sadisten, von Psychopathen in jeder Form. Das ist sein Job, darin ist er brillant. Dabei geht er akribisch vor, minutiös, ...

Inhalt übernommen:

Tom Bachmann seziert Seelen - von Mördern, Triebtätern und Sadisten, von Psychopathen in jeder Form. Das ist sein Job, darin ist er brillant. Dabei geht er akribisch vor, minutiös, methodisch. Um das Böse, das diese Menschen in sich tragen, zu verstehen und zu verhindern, dass andere wie sie töten. Tom Bachmann ist ohne Zweifel der beste Profiler seiner Generation. Doch nun bekommt er es mit einem Killer zu tun, der dem Wort Grausamkeit eine neue Dimension verleiht: dem Blutkünstler.
Der Blutkünstler foltert seine Opfer lange und genüsslich, ehe er ihr Blut und ihre Körper dazu benutzt, um etwas Großes zu erschaffen. Ein Kunstwerk. Ein Vermächtnis. Ein Farbenspiel aus Fleisch und Blut.
Tom Bachmann, der „Seelenleser“, wie ihn seine Kollegen nennen, setzt alles daran, den Blutkünstler zur Strecke zu bringen. Dabei muss er sich einer verstörenden Wahrheit stellen, einer Wahrheit, die erklärt, warum er der Einzige ist, der den Killer aufhalten kann.

Meine Meinung:

Als das BKA auf die Dienste des Profilers Tom Bachmann zurückgreift ,um einem Psychopathen das Handwerk zu legen,gibt es schon mehrere Opfer. Tom hat in seiner Kindheit schlimme Dinge erlebt, die ihn geprägt haben. Er kann sich in die Seelen von psychopathischen Tätern hineindenken, weshalb man ihm den Spitznamen „Seelenleser“ gegeben hat.
Zuerst tappen er und sein Team ziemlich im Dunkeln,dann jedoch ergeben sich immer mehr Hinweise, die es ermöglichen den Täter nach und nach einzukreisen und schließlich zum Erfolg führen.
Neben der Ermittlungsarbeit gab es immer wieder Einblicke in das Leben und die kranke Seele des Täters. Seine Handlungen waren so brutal genau beschrieben, dass mir beim Lesen manchmal der Atem stockte.
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit förmlich verschlungen, es brachte mich mehr als einmal an die Grenze des Erträglichen.

Fazit:

Ein spannender Thriller mit hohem Gruselfaktor, definitiv nicht für Leser mit schwachen Nerven geeignet.

Veröffentlicht am 23.05.2021

Mörderisches Detroit

Der gekaufte Tod
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Inhalt übernommen:

Mexicantown, Detroit. August Snow kehrt mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück in das Viertel seiner Kindheit. Genug Geld für den Ex-Polizisten, um seinen alten Humor wiederzufinden ...

Inhalt übernommen:

Mexicantown, Detroit. August Snow kehrt mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück in das Viertel seiner Kindheit. Genug Geld für den Ex-Polizisten, um seinen alten Humor wiederzufinden und ein neues Leben zu beginnen. Doch er hat die Rechnung ohne seine Feinde gemacht: Kurz nach seiner Rückkehr wird eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Stadt tot aufgefunden. Snow setzt sich auf die Fährte des Mörders – und gerät in einen gefährlichen Strudel, der ihn in Detroits dunkelste Winkel hinabzieht.

Die zwölf Millionen stammen aus einem Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat der Stadt. Mit dem Geld will Snow, Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin, den Stadtteil seiner Kindheit wieder aufbauen. Da bittet ihn die Großunternehmerin Eleanore Padget, verdächtige Vorkommnisse in ihrer Bank aufzuklären. Snow lehnt ab. Kurz darauf wird die Frau tot aufgefunden. Selbstmord, lautet die Diagnose der Polizei. Snow hat Zweifel und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder. Ein packender Thriller inmitten der rauen, multikulturellen Realität Detroits.

Meine Meinung:

Die Spannung in diesem außergewöhnlichen Krimi baut sich erst sehr gemächlich auf. Zu Beginn werden die Hauptfiguren und der Schauplatz ausführlich vorgestellt.

Der Traum des Protagonisten, den Ort seiner Kindheit wieder so zu gestalten,wie er einmal war und ihn dadurch aufzuwerten,gestaltet sich schwierig,da seine Feinde andere Pläne haben. Außerdem lässt ihn der ungeklärte Todesfall, der sich gleich zu Beginn ereignet,als ehemaliger Cop ,nicht los.

Obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, verfolgt er sein Ziel mit Hartnäckigkeit und kommt schließlich zum Ziel.immer wieder muss er sich entscheiden und Freund und Feind gut sortieren. Sein soziales Engagement und die Art seinen Reichtum zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen, hat mir sehr gut gefallen. Die Menschen in seinem Umfeld waren sehr gut dargestellt, allen voran seine netten und etwas skurillen Nachbarinnen, die für den ein oder anderen Schmunzler gesorgt haben.

Obwohl ich es gut finde, wenn in einem Krimi auch der Alltag der Protagonisten genügend Raum findet, waren mir hier die allzu häufigen Beschreibungen vom Essen und Trinken deutlich zu viel.

Fazit:

Ein Krimi, der mich nach Startschwierigkeiten und kleinen Mängeln, trotzdem gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 21.05.2021

Abschluss der Ruhrpott Saga

Eine Sehnsucht nach morgen
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Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft ...

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Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Meine Meinung:

Nachdem ich die vorhergehenden Bändemit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich den Abschluss regelrecht entgegengefiebert.
In diesem Band steht Bärbel im Mittelpunkt, umgeben von den anderen lieb gewordenen Mitgliedern der Familie Wagner.
Nachdem sie wegen einer unglücklichen Liebe Hamburg Hals über Kopf verlassen hat, ist sie nun wieder bei ihrer Familie in Essen und wird sofort in den turbulenten Alltag mit kleinen und großen Problemen hineingeworfen.
Auch ihre große Liebe Klaus mit dem sie nun wieder Tür an Tür wohnt,hat mit vielen Schwierigkeiten in seinem Leben zu kämpfen und man fragt sich während des Lesens immer wieder, wird es für die Beiden ein Happyend geben.
Da ich selber mein ganzes Leben im Ruhrgebiet verbracht habe, war ich natürlich mit den Lebensbedingungen bestens vertraut. Viele alte Begriffe kamen wieder zum Vorschein, die man ewige Zeit nicht mehr gehört oder benutzt hatte,was mich öfter zum Schmunzeln brachte.
Auch der Bergbau, der damals schon zum Sterben verurteilt war und mittlerweile Geschichte ist, bekam einen größeren Raum. Ebenso wurde der rauhe und herzliche Charme der Ruhrpottler gut und realistisch eingefangen.

Fazit:

Ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von den Familien Wagner, Rabe und einigen anderen liebenswerten Personen und freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

Veröffentlicht am 19.05.2021

Gedanken über das Leben

Ich muss raus
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Die beliebteste TV-Kommissarin Deutschlands erzählt offen, direkt und privat!

Von der verhassten Tanzstunde im Rock über den Versuch, so wie alle für den tollen Typen zu schwärmen, ...

Inhalt übernommen:

Die beliebteste TV-Kommissarin Deutschlands erzählt offen, direkt und privat!

Von der verhassten Tanzstunde im Rock über den Versuch, so wie alle für den tollen Typen zu schwärmen, vom Sexismus in der Schauspielbranche über das private und das öffentliche Outing, vom Festgelegt-Werden auf die Tatort-Figur bis zur Frage, wer denn die Drehbücher für Frauenfiguren schreibt: Offenherzig, direkt und humorvoll erzählt Ulrike Folkerts von ihrem Kampf gegen innere und gegen äußere Widerstände.

Die beliebteste und längstdienende Tatort-Kommissarin hat in der Rolle der toughen Ermittlerin Lena Odenthal das Frauenbild im deutschen TV-Krimi revolutioniert. Doch bis sie ihre eigene Rolle im Leben gefunden hat, war es ein längerer und härterer Weg.

Ihre Erfahrungen als prominente Frau in der Filmbranche, als lesbische Frau, als kinderlose Frau, als älter werdende Frau spiegeln wider, was viele Frauen erleben. Um aus vorgesehenen Rollen auszubrechen, braucht es Kraft. Folkerts gibt uns den Mut, auch unseren eigenen Weg zu gehen.

Meine Meinung:

Bisher kannte ich Ulrike Folkerts hauptsächlich durch ihre Rolle als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal. Auch, dass sie sich vor etlichen Jahren zu ihrer Homosexualität bekannt hat, wußte ich. Ansonsten war mir aus dem Leben dieser toughen Frau nichts bekannt,das hat sich nach der Lektüre dieses Buchs geändert.

Auf eine schnörkellose Art, die glaube ich genau ihrem Wesen entspricht, erzählt sie aus ihrem bewegten Leben. Dabei geht es um ihre Kindheit und Jugend, die Bemühungen in dem von ihr gewünschten Beruf Fuß zu fassen,ihre Erfahrungen mit der Sexualität (mit beiden Geschlechtern)und vieles mehr.

Sie berichtet über die beruflichen und privaten Höhen und Tiefen ihres Lebens, hierbei ist sie schonungslos offen,ohne jemals peinlich zu sein.

Das Buch endet mit ein paar Wünschen und Hoffnungen, die ihre Zukunft betreffen und rundet so die Geschichte ab.

Fazit:

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen,es hat mir die private Person,hinter der von mir geschätzten Schauspielerin,etwas näher gebracht.

Veröffentlicht am 18.05.2021

Ein Engel auf Erden

Die Liebe des Schicksalsschreibers
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Inhalt übernommen:

Gibt es ein Schicksal? Sind im Himmel Engel rund um die Uhr damit beschäftigt, das Schicksal der Menschen zu lenken? Und was geschieht, wenn einer von ihnen auf die Erde kommt, um das ...

Inhalt übernommen:

Gibt es ein Schicksal? Sind im Himmel Engel rund um die Uhr damit beschäftigt, das Schicksal der Menschen zu lenken? Und was geschieht, wenn einer von ihnen auf die Erde kommt, um das Leben einiger Personen gründlich durcheinanderzuwirbeln?



Er ist Schicksalsschreiber und will nicht mehr für Menschen in Kriegsgebieten eingesetzt werden. Als ihm angeboten wird, den Körper eines soeben verstorbenen Unfallopfers zu übernehmen, um das Leben auf der Erde kennenzulernen, sagt er ohne Zögern zu. Doch dann holt ihn, den Schicksalsschreiber, selbst das Schicksal ein. Nicht nur das seines neuen Körpers, sondern auch sein eigenes, von dem er nicht wusste, dass er es je hatte. Und dann erinnert er sich an ein Mädchen …

Meine Meinung:

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und war sehr gespannt auf diesen außergewöhnlichen Plot.

Es ist mir leicht gefallen in die Geschichte einzutauchen,was sowohl an dem angenehmen Schreibstil,als auch an den gut gezeichneten Protagonisten lag.

Der Schicksalsschreiber,der seines Jobs überdrüssig war und in den Körper eines Toten schlüpft,hat von Beginn an einen Platz in meinem Herzen erobert. Die Gewissenskonflikte zwischen dem „alten und dem neuen Jonas “ waren gut herausgearbeitet. Durch die Stück für Stück aufgeblätterten Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, blieb die Geschichte durchgehend spannend. Es wechselte zwischen herz erwärmenden und traurigen Ereignissen, auch der Humor kam nicht zu kurz.

Fazit:

Ein Buch, was mein Herz berührt hat und bei dem ich traurig war, als ich es zur Seite legen musste. Von mir eine Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.