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Veröffentlicht am 08.08.2020

Hulda,eine kämpferische Frau

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Inhalt übernommen:

1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal ...

Inhalt übernommen:

1922: Hulda Gold ist gewitzt und unerschrocken und im Viertel äußerst beliebt. Durch ihre Hausbesuche begegnet die Hebamme den unterschiedlichsten Menschen, wobei ihr das Schicksal der Frauen besonders am Herzen liegt. Der Große Krieg hat tiefe Wunden hinterlassen, und die junge Republik ist zwar von Aufbruchsstimmung, aber auch von bitterer Armut geprägt. Hulda neigt durch ihre engagierte Art dazu, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Zumal sie bei ihrer Arbeit nicht nur neuem Leben begegnet, sondern auch dem Tod. Im berüchtigten Bülowbogen, einem der vielen Elendsviertel der Stadt, kümmert sich Hulda um eine Schwangere. Die junge Frau ist erschüttert, weil man ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden hat. Ein tragischer Unfall. Aber wieso interessiert sich der undurchsichtige Kriminalkommissar Karl North für den Fall? Hulda stellt Nachforschungen an und gerät dabei immer tiefer in die Abgründe einer Stadt, in der Schatten und Licht dicht beieinanderliegen.

Meine Meinung:

Der Autorin ist es gut gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Mit den Protagonisten hatte ich anfangs etwas Probleme, mittlerweile mag ich sie aber sehr gerne.
Hulda ist eine sehr mutige und beeindruckende Person,die unerschrocken agiert ,oft an der Grenze zum Leichtsinn. Es gefiel mir gut,dass hin und wieder auch der Berliner Dialekt in die Geschichte einfloss.
Die Beschreibungen der Irrenanstalt und was dort mit den Menschen geschah, war sehr grausam, entspricht aber wohl der Realität.
Das Cover, was ja wohl Hulda darstellen soll,passte nicht zu der Beschreibung im Buch, da war immer von einer Bubikopf Frisur die Rede.
Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, vor allen Dingen, weil ich wissen will wie es mit Karl und Hulda weitergeht.

Veröffentlicht am 06.08.2020

Tod eines Stierkämpfers

Mord d'Azur
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Am Opéra Plage, Nizzas ältestem Strand, wird ein bekannter Stierkämpfer tot aufgefunden – erstochen mit seinem eigenen Degen. Commandant Stéphane Matazzi von der Police nationale nimmt ...

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Am Opéra Plage, Nizzas ältestem Strand, wird ein bekannter Stierkämpfer tot aufgefunden – erstochen mit seinem eigenen Degen. Commandant Stéphane Matazzi von der Police nationale nimmt mit seinem Team die Arbeit auf. Wurde der Matador das Opfer radikaler Stierkampfgegner? Oder hat ihm ein Rivale den Todesstoß versetzt? Matazzi setzt alles aufs Spiel, um den aufsehenerregenden Mord aufzuklären. Riskiert er zu viel?

Meine Meinung:

In seinem Debütroman hat sich der Autor die schöne Stadt Nizza ausgesucht. Als der bekannte Matador zu Tode kommt, ist schnell klar, dass ihm nicht viele nachtrauern. Für Commandant Matazzi und sein Team gilt es viele Spuren zu verfolgen, dabei geraten sie selbst das ein oder andere Mal in Gefahr.
Der Krimi ist eine gelungene Mischung aus harter Ermittlungsarbeit und Privatleben, was mir sehr gut gefallen hat. Ich mag es, wenn die Ermittler auch mit ihren Ecken und Kanten präsentiert werden und nicht alles glatt verläuft. Der Spannungsbogen war von Anfang an ziemlich hoch und zog zum Schluss in einem Showdown noch einmal an. Ich habe mich gut unterhalten, weiter so.

Veröffentlicht am 06.08.2020

Eine Insel im Wandel der Zeit

Ozelot und Friesennerz
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Sonne, Freiheit, Champagner: In den Siebzigerjahren lassen Stars, Politiker und Industriegrößen des Wirtschaftswunderlands, aber auch viele andere Inselurlauber, den Alltag am Strand ...

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Sonne, Freiheit, Champagner: In den Siebzigerjahren lassen Stars, Politiker und Industriegrößen des Wirtschaftswunderlands, aber auch viele andere Inselurlauber, den Alltag am Strand hinter sich — und findige Sylter Unternehmer legen den Grundstein zu sagenhaftem Reichtum.

Für Susanne Matthiessen ist das Sylt ihrer Kindheit ein faszinierender, aber auch gefährlicher Abenteuerspielplatz, bevölkert von außergewöhnlichen Menschen, in vielem typisch für diese Zeit. Von all diesen Begegnungen, aber auch dem schmerzhaften Verlust der Heimat erzählt die Autorin mit großer Leichtigkeit, scharfem Blick und Humor.

Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen von Deutschlands beliebtester Ferieninsel: Sylt.

Die Bundesrepublik gespiegelt auf einer kleinen Insel.

Meine Meinung:

Die Autorin hat ein Bild der beliebten Ferieninsel gezeichnet und gibt einen guten Einblick in deren Entwicklung. Man merkt der Geschichte ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat sehr gut an. Ich kenne Sylt von einem Urlaub und hatte an einigen Stellen Wiedererkennungswerte.
Der Schreibstil hat mir nicht ganz so gut gefallen, es fehlte ein bisschen Spannung. Die Geschichte plätscherte über weite Teile nur so dahin.
Ich hatte mir deutlich mehr versprochen.

Veröffentlicht am 03.08.2020

Sehr emotional und aufwühlend

So weit die Störche ziehen (Die Gutsherrin-Saga 1)
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Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, ...

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Ostpreußen 1939: Während die Welt aus den Fugen gerät, wächst die junge Dora Twardy behütet auf dem Pferdegestüt ihrer Familie auf. Der Tochter des Gutsherren mangelt es an nichts, auch nicht an Verehrern. Doch als die deutsche Wehrmacht Polen angreift, muss Dora schlagartig erwachsen werden. Ihr Vater wird eingezogen und übergibt ihr die Verantwortung für den Hof. Mit aller Kraft kämpft Dora um den Erhalt des Familienbesitzes. In den Wirren des Krieges stehen ihr zwei Männer bei: der sanftmütige Freund ihres Bruders, Wilhelm von Lengendorff, und der abenteuerlustige Kriegsfotograf Curt von Thorau. Zu spät erkennt Dora, wen sie wirklich liebt …

Meine Meinung:

Die im Mittelpunkt stehende Dora Twardy ist ein lebenslustiges junges Mädchen und steckt voller Zukunftspläne. Diese werden durch den Beginn des zweiten Weltkriegs nach und nach zunichte gemacht.Trotz aller Widrigkeiten, welche ihr und ihrer Familie begegnen,verliert sie nie den Lebensmut und kämpft wie eine Löwin um ein bisschen Lebensglück.
Auf eine sehr emotionale und beeindruckende Weise hat die Autorin Teile ihrer eigenen Familiengeschichte mit einer fiktiven Geschichte gemischt.Dabei nahm sie mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle und brachte mich mehr als einmal an meine emotionalen Grenzen.
Alle vorkommenden Personen waren so gut beschrieben, dass ich jede einzelne ganz klar vor meinen Augen habe. Wenn man dieses Buch liest, wird einem wieder so richtig bewusst, in welcher behüteten Welt wir leben. Dafür sollten wir dankbar sein und uns nicht über die Einschränkungen beschweren, mit welchen wir zur Zeit leben müssen.
Ich habe schon sehr viele Bücher gelesen, die sich in diesem Zeitraum bewegen, jedoch kann ich sagen, dass dieses Buch definitiv zu meinen Lesehighlights gehört.

Fazit:

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung verbunden mit fünf hochverdienten Sternen.
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Weitere Rezensionen

Veröffentlicht am 01.08.2020

Gemächlicher Krimi mit viel Humor

Totengräbertal: Mischwald
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Mainfränkisches Idyll 2018. Während sich ein Jahrhundertsommer verabschiedet, macht Eddi, der Totengräber von Ochsenfurt, auf seinem Friedhof eine Entdeckung, die ihn nicht mehr loslässt. ...

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Mainfränkisches Idyll 2018. Während sich ein Jahrhundertsommer verabschiedet, macht Eddi, der Totengräber von Ochsenfurt, auf seinem Friedhof eine Entdeckung, die ihn nicht mehr loslässt. Kurz darauf überschlagen sich in einer Nachbargemeinde die Ereignisse. Zusammen mit Mesut, seinem besten Freund und selbsternannten Dönerdealer der Stadt macht er sich auf, um ein Rätsel zu lösen, das viel zu früh, viel zu lange, am völlig falschen Ort begraben lag.

Meine Meinung:

Der Autor gibt seiner Geschichte viel Zeit sich zu entwickeln.
Zuerst der Knochenfund durch den Totengräber und dann gibt es in dem beschaulichen Ort mehrere seltsame Todesfälle.Eddi und sein Freund Mesut versuchen,da die Polizei nur mäßiges Interesse zeigt,auf eigene Faust zu ermitteln.Hierbei graben sie eine Geschichte aus,die weit in die Vergangenheit zurückreicht.
Die humorvollen Dialoge zwischen Eddi und seinem „Dönerdealer Mesut“sind das Salz in der Suppe,ich habe mehrmals herzhaft gelacht. Auch die anderen Personen, welche die Geschichte umrahmen sind mit viel Liebe zum Detail gezeichnet,allen voran Gisela,Eddis Freundin.
Außerdem gibt es viel Lokalkolorit und ausführliche Beschreibungen der schönen Landschaft.
Bevor am Ende alles aufgeklärt wird,zieht der Spannungsbogen etwas an.

Fazit:

Für Leser ,die einen durchgehend spannenden Krimi erwarten, sicher nicht geeignet. Ich habe dieses gemächlich spannende Buch mit sehr viel ,manchmal hintergründigem Humor, sehr gerne gelesen.