Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
offline

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.01.2020

Sehr skurril wenig Spannung

Hamish Macbeth und der tote Witzbold
0

Inhalt übernommen:

Als der schottischeDorfpolizist Hamish Mcbeth die Nachricht erhält, dass im Gutshaus des schonungslosen Witzbolds Arthur Trent ein Mord geschehen ist, hält er das zunächst für einen ...

Inhalt übernommen:

Als der schottischeDorfpolizist Hamish Mcbeth die Nachricht erhält, dass im Gutshaus des schonungslosen Witzbolds Arthur Trent ein Mord geschehen ist, hält er das zunächst für einen schlechten Scherz. Umso überraschter ist er, als er Trent tatsächlich erstochen und in einen Schrank gestopft auffindet.
An Verdächtigen herrscht auch kein Mangel: das Haus ist voller habgieriger Verwandter, die alle mehr am Inhalt des Testaments als an der Aufklärung des Verbrechens interessiert sind…

Meine Meinung:

Die Geschichte liest sich aufgrund des lockeren Schreibstils sehr flüssig. Die Protagonisten sind stark überzeichnet und skurril, aber dennoch liebenswert.
Hamish ist nicht mit den Qualitäten eines Sherlock Homes gesegnet und hat außerdem einige private Probleme, so dass die Ermittlungen nicht richtig in Schwung kommen. Auch wird ihm seitens der Verwandten keinerlei Hilfe zuteil, da alle nur an dem großen zu erwartenden Geldsegen interessiert sind.
Als ein zweiter Mord geschieht,nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf und es kommt zur Aufklärung.
Obwohl das Buch sehr witzig ist und über viel schwarzen Humor verfügt, fehlt mir für einen Krimi eindeutig die Spannung.

Fazit:

Humorvoller Roman mit gemächlicher Spannung.

  • Einzelne Kategorien
  • Humor
  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2019

Björnstadt steht wieder auf

Wir gegen euch
0

Inhalt übernommen:

Die Menschen von Björnstadt haben erlebt,was es heißt,wenn ein ganzer Ort auseinanderbricht. Und sie wollen nur eines: wieder zusammenfinden. Um eine Zukunft zu schaffen für alle. Dafür ...

Inhalt übernommen:

Die Menschen von Björnstadt haben erlebt,was es heißt,wenn ein ganzer Ort auseinanderbricht. Und sie wollen nur eines: wieder zusammenfinden. Um eine Zukunft zu schaffen für alle. Dafür braucht es etwas, an das sie glauben können. Etwas, dass sie zusammenbringt. Doch der Kampf darum wird einer auf Leben und Tod.
Meine Meinung:

Das Buch baut auf dem Vorgängerband auf, deshalb ist es ratsam ,diesen zuerst zu lesen.Zwar gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, diese ersetzen jedoch nicht das ganze Vorwissen. Nach den schlimmen Ereignissen der Vergangenheit, befindet sich die Stadt immer noch im Schockzustand. Der Eishockey Verein, einst das Herz der Stadt, liegt am Boden und es scheint so, als sollte sich das nie mehr ändern.

Als sich ein Licht am Horizont, in Form eines neuen Sponsors, zeigt,werden nach und nach die alten Energien wieder geweckt und es geht aufwärts. Jedoch ist nach wie vor nicht alles eitler Sonnenschein, im Gegenteil, es brechen neue Konflikte auf, die gelöst werden wollen.

Auf seine ganz besonders einfühlsame Weise verknüpft der Autor erneut die zwischenmenschlichen Ereignisse mit der Welt des Sports. Er tut dies auf unterschiedliche Weise , manchmal äußerst emotional und dann wieder erschreckend brutal. Geschickt durchleuchtet er das Leben der einzelnen Protagonisten und blickt tief in ihre Seele. Das führt dazu, dass man beim Lesen, jedem Menschen ziemlich nahe kommt.

Wie schon im ersten Buch, haben mich auch hier die teilweise sehr derben Ausdrücke etwas gestört, obwohl sie wahrscheinlich authentisch sind. Die Geschichte hat einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss, jedoch ohne jeglichen Kitsch.

Fazit:

Ebenso wie das erste Buch, habe ich auch diese Geschichte mit großer Spannung verfolgt und in relativ kurzer Zeit gelesen. Von mir eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 30.12.2019

Ruhrgebietskrimi

Kohlenwäsche
0

Inhalt übernommen:
Ein Kriminalroman aus dem Herzen des Ruhrgebiets, schnörkellos und herrlich zynisch. Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden – die Essener Kunstszene ...

Inhalt übernommen:
Ein Kriminalroman aus dem Herzen des Ruhrgebiets, schnörkellos und herrlich zynisch. Auf Zeche Zollverein wird der Aktionskünstler Claude Freistein tot aufgefunden – die Essener Kunstszene ist in Aufruhr. Als kurz darauf auch sein Agent ermordet wird, steht Hauptkommissarin Frederike Stier vor einem Rätsel. Auf der Suche nach einem Motiv ermittelt sie zwischen Sammlern und undurchsichtigen Galeristen und kommt dem Täter am Ende näher, als ihr lieb ist.

Meine Meinung:

Mit der Kommissarin Frederike Stier lernt man eine ziemlich unkonventionelle Ermittlerin kennen.Trotzdem sie gesundheitlich schwer angeschlagen ist, versucht sie alles, um diesen komplizierten Fall zu lösen. Obwohl ich ihre Aktionen nicht immer gutheißen konnte, habe ich sie schnell in mein Herz geschlossen. Ihr Chef möchte sie eigentlich möglichst bald in den Ruhestand verabschieden, da sie jedoch gegen ihn einige Trümpfe in der Hand hat, sind Ihm hierfür die Hände gebunden. Bei ihren Ermittlungen taucht sie tief in die Machenschaften der Kunstszene ein und begibt sich dabei selbst in Lebensgefahr. Es gefiel mir gut, dass die eigentliche Krimihandlung mit vielen Details aus der Welt der Künstler und Galeristen angereichert wurde. Bisher hatte ich von diesem Genre überhaupt keine Ahnung. Obwohl mir der Schreibstil gut gefiel, hätte ich es gut gefunden, wenn es einige Dialoge im typischen Ruhrpottdialekt gegeben hätte,dadurch wäre das Buch authentischer gewesen.

Veröffentlicht am 28.12.2019

Eine Geschichte aus Wien

Wiener Lebensspiel
0

Inhalt übernommen:
Eduard Tauber kommt während des Justizpalastbrandes zur Welt. Er wächst in Wien auf und sein Vater spielt nebenbei Fußball, was er auch bald macht. Eines Tages nimmt ihn sein Vater auf ...

Inhalt übernommen:
Eduard Tauber kommt während des Justizpalastbrandes zur Welt. Er wächst in Wien auf und sein Vater spielt nebenbei Fußball, was er auch bald macht. Eines Tages nimmt ihn sein Vater auf ein Fußballspiel mit und er beschließt dort, dass er einmal Fußballer werden möchte. Auf dem Spiel treffen sie einen Mann, der auch in der ersten Szene des Buches vorkommt. Dieser nennt ihnen einen Kontakt im Wiener Zoo, der Ihnen freien Eintritt verschaffen kann. Vater und Sohn gehen wenige Tage später in den Zoo und lernen Hrn. Alpi kennen. Eduard und Hr. Alpi werden Freunde und Eduard ist regelmässig dort. Hr. Alpi zeigt ihm die exotischen Tiere allen voran den Elefanten Mädi und das Nashorn Toni, mit dem sich Eduard besonders eng verbunden fühlt und auf ihm sogar reitet.
Als der Krieg beginnt …

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der leise und behutsam erzählten Geschichte steht Eduard. Er wurde am Tag des Brandes im Justizpalast geboren und war der Stolz seiner Familie.
Seine Familie bestehend aus den Eltern, den Großeltern und zwei weiteren Geschwistern kann man als glücklich bezeichnen.
Schon früh legte sein Vater ihm das Fußballspiel nahe,was ihn über weite Strecken begeisterte. Am Beispiel des Protagonisten, erzählt der Autor die Geschichte Wiens in schweren Zeiten.
In dem relativ kleinen Büchlein wird viel an Lebensweisheit vermittelt. Besonders gut gefiel ist es mir, dass auch einige real existierende Persönlichkeiten in die Geschichte involviert waren.

Fazit:

Ich habe das Buchin relativ kurzer Zeit gelesen,es hat mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 27.12.2019

Bilanz vor dem 50.Geburtstag

Es wird Zeit
0

Inhalt übernommen:
Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen ...

Inhalt übernommen:
Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht. «Es wird Zeit» ist eine Geschichte von Schuld und Freundschaft, vom Älterwerden und vom Jungbleiben, es geht um die Heimat, die Liebe und den Tod und darum, dass am Ende nichts verlorengehen kann.

Meine Meinung:

Als Judith ,anlässlich des Todes ihrer Mutter, in ihre alte Heimat zurückgekehrt und dort nachklangen Jahren ihre alte Freundin wiedertrifft,muß sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Die Autorin beschreibt auf ihre ganz spezielle, humorvolle Art, die Probleme einer fast 50-jährigen Frau. Auch wenn diesmal mehrere ernste Themen angesprochen werden,überwiegt dennoch der Humor. Ich konnte mich streckenweise gut mit der Protagonistin identifizieren, weil ihre Probleme realitätsnah waren.
Trotzdem auch einige Klischees eingehend erläutert wurden, hat mich das Buch gut unterhalten.

Fazit:

Ernste Thematik,leicht verpackt.