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Veröffentlicht am 19.03.2020

Eine Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln

Belmonte
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Inhalt übernommen:

In ihrer deutsch-italienischen Familiengeschichte „Belmonte“ erzählt Antonia Riepp kraftvoll und zutiefst bewegend von einer jungen Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln. Riepps ergreifender ...

Inhalt übernommen:

In ihrer deutsch-italienischen Familiengeschichte „Belmonte“ erzählt Antonia Riepp kraftvoll und zutiefst bewegend von einer jungen Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln. Riepps ergreifender Roman um Liebe, Heimat und Identität erstreckt sich über vier Generationen und führt seine Leser von „Belmonte“, einem malerischen Dorf in den italienischen Marken, bis ins idyllische Allgäu.

Als ihre Großmutter Franca überraschend stirbt, erbt Simona, italienisch-deutsches Gastarbeiterkind in der dritten Generation, deren Elternhaus in den italienischen Marken, von dessen Existenz sie bis dahin nichts wusste. Die junge Landschaftsgärtnerin aus dem Allgäu macht sich auf in das ferne Belmonte, ein verträumtes, mittelalterliches Dorf auf einem Hügel, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Dort findet sie auf Kassetten Francas Lebensbeichte. Stück für Stück und Geschichte für Geschichte folgt Simona den Spuren ihrer Vorfahren in ein verlassenes Kloster, zu einem ehemals feudalen Gutshof und dessen menschenscheuem Besitzer, bis sie am Ende eine erschreckende Wahrheit enthüllt.

Meine Meinung:

Mit diesem imposanten Familienepos hat sich die Autorin auf ein neues Terrain begeben ,es ist ihr hervorragend gelungen.
Als Simonas geliebte Nonna stirbt und ihr ein Haus in den italienischen Marken hinterlässt,begibt sie sich auf Spurensuche.
Die starken Frauen, aus verschiedenen Generationen, werden von der Autorin sehr gekonnt in Szene gesetzt. Die Geschichte wechselt dabei zwischen der Gegenwart, in welcher Simona im Mittelpunkt steht und den Ereignissen in der Vergangenheit, welche ihr durch die Aufzeichnungen ihrer Großmutter, vermittelt werden.
Nach und nach werden die Geheimnisse, von denen es in dieser Familie reichlich gibt, aufgedeckt und münden in einem schlüssigen Ende.
Meine Gefühle beim Lesen wechselten zwischen große Ergriffenheit und Freude,was nicht zuletzt an den intensiven Beschreibungen der verschiedenen Protagonisten, des Lebens in dem kleinen ursprünglichen Dorf und der wunderschönen Landschaft, lag. Ich habe mich teilweise als Gast in Simones Haus gesehen.

Fazit:

Ein wunderschöner, tiefgreifender Familienroman,der mir sehr gut gefallen hat und den ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.03.2020

Wo ist Annika?

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Inhalt:

Tess Hjalmarsson ist Spezialistin für so genannte „Cold Cases“. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck im Falle eines Serienmörders und als es sich dabei auch um einen lange zurückliegenden Fall ...

Inhalt:

Tess Hjalmarsson ist Spezialistin für so genannte „Cold Cases“. Die Polizei ermittelt unter Hochdruck im Falle eines Serienmörders und als es sich dabei auch um einen lange zurückliegenden Fall zu handeln scheint, wird sie mit ihrem Team zu Hilfe gerufen.obwohl es einige Spuren gibt, verlaufen diese jedoch immer wieder im Sande. Erst als die Mutter von Annika, dem Opfer aus der Vergangenheit,Fotos findet und sich deswegen an die Polizei wendet,gibt es die entscheidende Wende.

Meine Meinung:

Ich lese sehr gerne schwedische Krimis und war demzufolge sehr neugierig auf dieses Buch.Die Protagonistin Tess Hjalmarsson und ihr Team waren mir sympathisch. Es sind Menschen mit Ecken und Kanten, die in ihrem Privatleben auch mit einigen Problemen behaftet sind. Die Einblicke in die spezielle Polizei Arbeit haben mir gut gefallen.Es kam hierbei zum Ausdruck, mit welcher mühevollen Kleinarbeit, die Polizei die einzelnen Puzzlestücke zusammen sitzen musste, die letzt endlich zur Lösung des Falls führten.

Obwohl ich es gerne mag, wenn man bei einem Krimi auch etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt, weil man dadurch die einzelnen Personen besser einschätzen kann, war es mir hier an einigen Stellen etwas zuviel.Von diesem kleinen Manko abgesehen, hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich sehe voller Interesse der Fortsetzung entgegen.

Fazit:

Gelungener Auftakt einer neuen Serie und von mir eine Leseempfehlung verbunden mit vier Sternen.

Veröffentlicht am 12.03.2020

Späte Spurensuche

„So ich noch lebe …“
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Der Autor hat sich in diesem Buch der Geschichte seines Großvaters gewidmet. Er wurde während der Nazizeit aufgrund von Denunziationen und angeblicher Wehrkraftzersetzung umgebracht. Er hat dazu akribisch ...

Der Autor hat sich in diesem Buch der Geschichte seines Großvaters gewidmet. Er wurde während der Nazizeit aufgrund von Denunziationen und angeblicher Wehrkraftzersetzung umgebracht. Er hat dazu akribisch in alten Akten geforscht, versucht noch Zeitzeugen ausfindig zu machen, private Unterlagen Fotos, Briefe ,Urkunden gesammelt.

Diese Erkenntnisse wurden in dem Buch in teilweise protokollarischer Form,teilweise in Erzählform vermittelt.unterbrochen wurden diese durch Briefe, Urkunden, Zeugnisse und sehr vielen Fotos.Im Anschluss daran wurden im Anhang noch einmal alle Quellen detailliert aufgelistet.

Obwohl es nur einer von vielen Menschen war, welche in dieser Zeit umgebracht, gefoltert oder gequält wurde,ist es immer wieder erschreckend von diesen Schicksalen zu lesen.

Meine Hochachtung gilt dem Autor, der emotionale Stärke bewiesen hat und sich nach langer Zeit mit dem Schicksal seines ihm unbekannten Großvaters auseinandergesetzt hat.






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Veröffentlicht am 11.03.2020

Vergangenheit und Gegenwart spannend miteinander verbunden

Das Lächeln des Drachen
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Inhalt übernommen:

Kanada, 2013: Falk Jäger reist auf Bitten seiner Eltern auf die als Schiffsfriedhof bekannte Insel Sable Island. Er ist hocherfreut, dort auf Junia zu treffen, doch die junge Frau ist ...

Inhalt übernommen:

Kanada, 2013: Falk Jäger reist auf Bitten seiner Eltern auf die als Schiffsfriedhof bekannte Insel Sable Island. Er ist hocherfreut, dort auf Junia zu treffen, doch die junge Frau ist von einem dunklen Geheimnis umgeben, und Falk soll ihr helfen, die Wahrheit über ihre Vergangenheit ans Licht zu bringen. Mit Hilfe seiner Freunde macht sich Falk daran, das Rätsel um Junia zu lösen. Die Spur führt zurück ins England des 19. Jahrhunderts, zu einer britischen Adelsfamilie, einer unkonventionellen jungen Lady und einem geheimnisvollen Schatz. Doch was hat es mit dem mysteriösen Ninja auf sich, der ständig in Junias Nähe auftaucht? Schon bald schweben die Freunde in großer Gefahr ...

Meine Meinung:

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen , die sehr weit auseinanderliegen. Sie wird nicht im steten Wechsel zwischen den Zeiten erzählt, sondern in zwei abgeschlossenen Teilen.
Das ermöglicht es, sich beim Lesen komplett in die jeweilige Zeit hineinzudenken.
Von den Protagonisten der Vergangenheit, gefielen mir vor allen Dingen Olivia und der etwas gestelzt daherkommende Butler Pembroke,der sich weit über das normale Maß hinaus ,für seine Herrschaft eingesetzt hat. Sein enormer Weitblick und der immer wieder durch blitzende Humor, waren quasi das Salz in der Suppe. Olivias Mann Simon hingegen, konnte mich nicht völlig erreichen.
Neben der Handlung, war es auch der Schreibstil, der ganz auf diese Epoche abgestimmt war und dadurch sehr stimmig wirkte.
Der zweite Teil ist dann völlig anders, sowohl was die Handlung, als auch den Schreibstil betrifft. Hier gibt es neben einigen Krimielementen, ein wenig Mystik und eine Liebesgeschichte.Nach und nach, gewissermaßen scheibchenweise, wird deutlich, welchen Zusammenhang es zur Vergangenheit gibt. Ganz zum Schluss wird noch einmal der Bogen in die Vergangenheit geschlagen und alle Zusammenhänge werden schlüssig erläutert. Auch hier gab es einige liebenswerte Protagonisten,deren Handlungen ich mit Spannung verfolgt habe.

Fazit:

Erneut ein Buch dieser Autorin, was mir sehr gut gefallen hat und was ich deswegen gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 09.03.2020

Inselfeeling der besonderen Art

Unverblümt im Sommerwind
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Inhalt übernommen:

Bis nächste Woche habe ich die Miete auf keinen Fall beisammen.« Judith kann einfach nicht lügen. Nicht einmal klitzekleine Notlügen oder falsche Höflichkeiten sind drin. Das kostete ...

Inhalt übernommen:

Bis nächste Woche habe ich die Miete auf keinen Fall beisammen.« Judith kann einfach nicht lügen. Nicht einmal klitzekleine Notlügen oder falsche Höflichkeiten sind drin. Das kostete sie Beziehungen, Jobs – und jetzt sogar ihre Wohnung. Um ein Dach über dem Kopf zu haben, fährt Judith zu ihrem Onkel nach Amrum. Dort will sie nun endlich das Lügen lernen. Hilfe dabei bekommt sie von einem zugelaufenen Hund namens »Hund«. Und von Menschen, die alle genauso einen Knacks haben wie sie. Nur eben anders.

Als sie dann das Tagebuch der im Jahr 1900 auf Föhr geborenen Teda entdeckt, ist sie nicht nur von deren abenteuerlicher Lebensgeschichte fasziniert. Langsam, aber sicher sieht sie auch ihr Vorhaben, Lügen zu lernen, damit andere sie mögen, in einem ganz anderen Licht.

Meine Meinung:

Das Buch hebt sich sowohl durch seine Thematik als auch durch die Protagonisten deutlich von der breiten Masse ab.
In der Villa Pippilotta strandet Judith,eine junge Frau,der ihre absolute Ehrlichkeit, sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich, ständig im Wege steht.
Sie trifft dort auf einen buntgemischten Pulk der verschiedensten Charaktere,die alle auf die eine oder andere Art vom Schicksal gebeutelt sind. Als sie einen herrenlosen Hund findet, erfüllt sich ein Kindheitstraum für Sie. Fortan sind die beiden unzertrennlich.
Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, wobei die Vergangenheit für meinen Geschmack zu große Sprünge aufwies und eindeutig zu kurz geraten ist. Manche Ereignisse wurden nur kurz angerissen,das fand ich sehr schade.Der Teil, welcher in der Gegenwart spielt, ist hingegen manchmal sehr langatmig und ausschweifend.
Obwohl mir fast alle Personen sympathisch waren, ist es mir nicht gelungen, eine enge Beziehung zu ihnen aufzubauen, was ich sehr schade fand.

Fazit:

Ein Buch, was zwar angenehm zu lesen war, mich aber dennoch nicht voll überzeugt hat.