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Langeweile

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2019

Wenn die Freiheit zum Albtraum wird

Die Schuld bleibt
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Inhalt übernommen:

Sieben Jahre teilte Daniela die Zelle mit Psychopathinnen.Totschlag war ihr Verbrechen, für das sie lange sühnte.
Nun steht sie vor dem Tor der JVA und einer Freiheit gegenüber, die ...

Inhalt übernommen:

Sieben Jahre teilte Daniela die Zelle mit Psychopathinnen.Totschlag war ihr Verbrechen, für das sie lange sühnte.
Nun steht sie vor dem Tor der JVA und einer Freiheit gegenüber, die keine ist. Unerbittlich begegnet ihr die Familie mit Ablehnung. Als sie in einen Strudel aus Gewalt gezogen wird, sehnt sie sich zurück in den Regelbetrieb des Strafvollzugs.
Ein perverser Serienmörder und ein brutaler Zuhälter reißen sie sie in den Vorhof zur Hölle.
Ausgerechnet ein Ermittler steht ihr zur Seite, den die Vergangenheit mit den Taten des perfiden Mörders verbindet.

Meine Meinung:

Die Geschichte entwickelte von Anfang an einen Sog, dem man sich kaum entziehen konnte.
Am Beispiel der Protagonistin konnte man sehr gut erkennen, welche dauerhaften Schäden eine Kindheit anrichtet, die von Gewalt und Lieblosigkeit geprägt war. Die Konflikte, mit denen sie unmittelbar nach ihrer Haftentlassung konfrontiert wurde, waren sehr gut vermittelt.
Ebenso waren die Rachepläne, welche der Kommissar hegte,glaubhaftdargestellt. Ich war die ganze Zeit sehr besorgt darüber, ob er sie ausführen würde.
Wie auch in den vorigen Büchern des Autors ,war es der spannende Schreibstil, der mich an das Buch fesselte.
Kommissar Liebig und sein Team fand ich erneut sehr sympathisch,besonders seine engagierte Praktikantin Rita hatte ich ins Herz geschlossen.
Auch wenn die Sprache, welcher er sich teilweise bediente, wohl der Realität in diesem Milieu entspricht, brachte sie mich zwischendurch hart an meine Grenzen. Aus diesem Grund habe ich auch etwas länger nachgedacht, mit wieviel Sternen ich dieses Buch bewerten soll,mich dann aber doch für die höhere Anzahl entschieden.

Fazit:
Eine Empfehlung nur für Leser mit starken Nerven .

Veröffentlicht am 14.06.2019

Habgier und Intrigen

In der Hitze Wiens
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Inhalt übernommen:

HITZSCHLAG

Während alle Welt im Sommer verreist,muss Inspektor Hoffmann in Wien bleiben und arbeiten.
Als er die Leiche des betagten Hoteliers Friedrich Asperger in Augenschein nimmt, ...

Inhalt übernommen:

HITZSCHLAG

Während alle Welt im Sommer verreist,muss Inspektor Hoffmann in Wien bleiben und arbeiten.
Als er die Leiche des betagten Hoteliers Friedrich Asperger in Augenschein nimmt, deutet alles auf einen Raubmord hin ,denn zwei kostbare Gemälde sind aus dessen Villa gestohlen worden.Doch Hoffmann schürft tiefer - und nach und nach tauchen dunkle Familiengeheimnisse auf.
Dem Inspektor kommen Zweifel, ob Tochter und Neffen des ebenso hartherzigen wie steinreichen alten Mannes die Wahrheit sagen. Auch an der Aufrichtigkeit des Neffen zweifelt Hofmann, hält dieser doch seine Frau wie eine Gefangene.
Als einer der beiden Einbrecher geschnappt wird, beginnt die Jagd nach seinem Komplizen. Dabei trifft Inspektor Hoffmann zu seiner Überraschung einen alten Bekannten, den ehemaligen Dealer Hannes, den er vor Jahren hinter Schloss und Riegel gebracht hat.
Hat Hannes nach der Haft sein Leben in den Griff bekommen, oder ist der in den Fall verwickelt?

Meine Meinung:

Es ist für mich der erste Roman dieses Autors , aber definitiv nicht das letzte Buch.
Von Anfang an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Geschickt versteht er es den Protagonisten,aber auch den Randfiguren ein Gesicht zu geben und sie,je nach Wichtigkeit zu beleuchten.
Er zeichnet dabei ein Bild der Gesellschaft,in welcher Habgier eine dominante Rolle spielt.
Die sukzessive eingeführten Personen scheinen zu Beginn gar nicht in einer Verbindung zu stehen,jedoch werden die Fäden nach und nach logisch zusammengeführt, bis zu einer schlüssigen Auflösung. Es bleiben keine offenen Fragen, was mir immer sehr gut gefällt.

Fazit:

Ein spannender Krimi, welchen ich in kurzer Zeit förmlich verschlungen habe. Von mir eine Leseempfehlung und absolut verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Das Leben schreibt die besten Geschichten

Bis zum Himmel und zurück
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Inhalt:

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Katja, eine Drehbuch Autorin, in deren Leben es gerade alles andere als rund läuft.
Ihr Job macht ihr mal mehr - mal weniger Spaß, sie hat eine lockere ...

Inhalt:

Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Katja, eine Drehbuch Autorin, in deren Leben es gerade alles andere als rund läuft.
Ihr Job macht ihr mal mehr - mal weniger Spaß, sie hat eine lockere Beziehung zu Ratko und eine gute Freundin namens Alexa.
Ein Anruf ihrer Mutter, zu der sie seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr hat, stellt von einer Minute auf die andere ihr Leben völlig auf den Kopf. Ihr Vater, der seine Familie vor vielen Jahren verlassen hat und in einer neuen Beziehung lebt, liegt nach einem Schlaganfall im Koma. Auch zu ihm hatte Katja seit Jahren keinen Kontakt mehr, weil sie ihm nicht verzeihen konnte, seine Familie im Stich gelassen zu haben.
Ist es möglich, die tiefen Gräben zu überwinden und wieder anzuknüpfen?

Meine Meinung:

Die Autorin war mir bis jetzt nicht bekannt, jedoch ist es ihr auf Anhieb gelungen, mich in die Geschichte hineinzuziehen. Auf eine sehr gekonnte Weise schafft sie es, die Protagonisten zu beschreiben und fest zu verankern (Großes Kopfkino).
Es geht um eine dramatische Familiengeschichte und um eine aufkeimende Liebesgeschichte. Der Schreibstil war fesselnd und wechselte von dramatisch bis sehr gefühlvoll. Dazwischen gab es auch immer wieder einen ganz speziellen Humor, der mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:

Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, empfehle sie weiter und vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Völlig abstrus

Der Zopf meiner Großmutter
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Klappentext:

Max Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein.Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart - herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade ...

Klappentext:

Max Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein.Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart - herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre mit Menschen und deren religionenwittert, beschützt sie ihren einzigen Enkel von den schädlichen Einfluss der neuen Welt.
So bekommt sie als Letzte mit,dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang.

Meine Meinung:

Obwohl mir der Protagonist Max gut gefallen hat,konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Die Art seiner Großmutter, Ihre Familie zu schikanieren und ihn von allen schönen Dingen, die das Leben bereithält abzuhalten, fand ich ganz schlimm. Ihr Verhalten, ihrem Enkel gegenüber, wäre definitiv ein Fall fürs Jugendamt. Ständig kritisiert sie ihn, macht ihn klein, füttert ihn mit undefinierbaren Nahrungsmitteln, die angeblich der Gesundheit dienen sollen.
Nachdem sie lange Zeit nicht mitbekommen hat, dass ihr Mann eine Geliebte hat, nimmt sie, als diese ein Kind erwartet, sie ebenfalls unter ihre Fuchtel.
Bis ungefähr zur Hälfte des Buches, konnte ich der Geschichte noch folgen. Dann jedoch wurde sie immer abgedrehter uns skurriler, sodass ich nur noch den Kopf schütteln konnte.

Fazit:

Es war für mich das erste Buch dieser Autorin und definitiv mein letztes.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Die Überwindung der Trauer

Für immer Rabbit Hayes
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Klappentext:
Die 41-jährige Mia Hayes ,genannt „Rabbit“, stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12-jährigen ...

Klappentext:
Die 41-jährige Mia Hayes ,genannt „Rabbit“, stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12-jährigen Tochter Juliet.Rabbits Mutter verliert ihren unerschütterlichen Glauben und fast auch die Liebe zu ihrem Mann. David, Rabbits Bruder, muss mit der auferlegten Vaterrolle zurechtkommen,denn Juliet lebt jetzt bei Ihm.Grace,Rabbits schwester, findet heraus, dass auch in ihr die Gefahr schlummert zu erkranken - das lässt sie zu drastischen Maßnahmen greifen.Und Juliet könnte ihre Mutter mehr gebrauchen denn je: sie hat sich zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt.

Meine Meinung:

Das erste Buch habe ich,auf die Empfehlung meiner Tochter hin, gelesen. Ich wollte mich zuerst nicht mit diesem schwierigen Thema beschäftigen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch jedoch nicht mehr aus der Hand legen.
So war ich natürlich gespannt, ob das nachfolgende Buch meiner Erwartungshaltung gerecht werden kann. Diese Frage lässt sich eindeutig mit ja beantworten.
Erneut schafft es die Autorin das traurige Thema auf eine Weise zu vermitteln, bei der sich lachen und weinen die Waage halten. Das ist unter anderem, auch dadurch gegeben, dass ein ganz spezieller Humor immer wieder einfließt.
Jeder in der Familie hat seine eigene Art mit der Trauer umzugehen,das wird ganz eingehend geschildert. Es treffen viele Gegensätze knallhart aufeinander,jedoch ist immer die innere Verbundenheit zu spüren.

Fazit:

Ein sehr emotionales und berührendes Buch, was ich in sehr kurzer Zeit gelesen habe.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus, verbunden mit fünf Sternen.