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Veröffentlicht am 01.04.2019

Das Spiel mit der Angst

Hüter der Angst
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Klappentext übernommen:

Du bist stärker als deine Angst!
Sie spürt es und wird nachgeben.

Die geflüsterten Worte sollen Sarah beruhigen,ihre Höhenangst endgültig besiegen.
Ein Psychopath benutzt ...

Klappentext übernommen:

Du bist stärker als deine Angst!
Sie spürt es und wird nachgeben.

Die geflüsterten Worte sollen Sarah beruhigen,ihre Höhenangst endgültig besiegen.
Ein Psychopath benutzt die Urängste der Menschen,um sie in den Tod zu treiben.
Sein perfider Plan geht bei den Schutzbedürftigen einer Selbsthilfegruppe auf,die ihre Phobien bekämpfen möchten.
Wird Peter Liebig, Hauptkommissar im Essener Morddezernat,die Pläne des Wahnsinnigen durchkreuzen können?
Der Täter hinterlässt keine Spuren. Erst als der erfahrene Beamte selbst in die Hölle des Killers hinabsteigt,entdeckt er dessen Geheimnis.
Ein Psychoduell beginnt,das zwei völlig verschiedene Welten aufeinanderprallen lässt.

Meine Meinung:

Im Mittelpunkt der,von Anfang an sehr spannenden Geschichte,steht eine Selbsthilfegruppe,welche ihren verschiedenen Phobien den Kampf angesagt hat.
Als es den ersten Todesfall in ihren Reihen gibt,deutet zuerst alles auf einen Suizid hin,das wird jedoch durch den Kommissar und den Gerichtsmediziner schnell widerlegt.
Hintereinander geschehen weitere Morde und das Team gerät mächtig unter Druck.
Wie bei seinem vorherigen Buch besticht der Autor auch hier durch seinen präzisen und schnörkellosen Schreibstil.
Die kurzen Kapitel endeten alle mit einem Cliffhanger,was das Weiterlesen unumgänglich machte.
Der Humor kam ebenfalls nicht zu kurz, wodurch die Geschichte aufgelockert wurde.
Interessant fand ich auch die angesprochenen Phobien,einige waren mir völlig neu.
Obwohl ich immer „mitermittelt“habe , wäre ich auf diese Auflösung nicht gekommen,so soll ein guter Krimi sein.

Fazit:

Ich kann diesen spannenden Krimi unbedingt empfehlen und würde mich über weitere Fälle mit dem sympathischen Team freuen.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Das Versprechen

Rückwärtswalzer
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Klappentext:

Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel- Life-Crisis- geplagte Lorenz und seine drei Tanten vor einer besonderen Herausforderung.
Willi wollte immer in seinem Geburtsland Montenegro ...

Klappentext:

Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel- Life-Crisis- geplagte Lorenz und seine drei Tanten vor einer besonderen Herausforderung.
Willi wollte immer in seinem Geburtsland Montenegro begraben werden. Doch da für eine regelkonforme Überführung der Leiche das Geld fehlt, begibt man sich kurzerhand auf eine illegale Fahrt im Panda von Wien Liesing bis zum Balkan.
Auf der 1029 km langen Reise finden die abenteuerlichen Geschichten der Familie Prischinger auf kunstvolle Weise zueinander.
Mirl, die älteste der Schwestern, muss nach dem Krieg schon früh Verantwortung übernehmen und will nur weg aus dem elterlichen Gasthof, weg vom Land. Doch weder die Stadt noch ihre Ehe entwickelt sich so, wie sie es sich erträumt. Wetti interessiert sich bereits als Kind mehr für Tiere als für Menschen. Als Putzfrau im Naturhistorischen Museum kennt sie die Präparate der Sammlungen bald besser als jeder Kurator und als allein erziehende Mutter einer dunkelhäutigen Tochter schockiert sie die Wiener Gesellschaft.
Und Hedi, die Jüngste im Bunde, lernt Willi zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben kennen, als sie mit selbigem fast abgeschlossen hat.
Denn die drei Schwestern haben in jungen Jahren einen Verlust erlitten. Und sie alle geben sich die Schuld daran.

Meine Meinung:

Ich kannte bisher noch kein Buch dieser Autorin und bin von ihrem besonderen Schreibstil total begeistert. Sie nahm mich mit in diese leicht skurille Familie und ließ mich an ihrem Alltag teilnehmen.
Ich hatte das Gefühl beim Lesen mit in Hedis Küche zu sitzen und an den Essensorgien teilzuhaben.
Auf der langen Reise zum Geburtsort von Onkel Willi wird Stück für Stück die Vergangenheit aufgearbeitet. Geschickt spielt die Autorin mit den Gefühlen der Leser. Diese wechseln ständig zwischen starker Betroffenheit, schmunzeln und lautem Lachen. Außerdem wurden ständig wichtige Lebensweisheiten in die Geschichte eingefügt.
Es wird eindrucksvoll geschildert, wie wichtig der Zusammenhalt der Familie und das Einhalten von gegebenen Versprechen ist.
Am Ende der Reise gibt es für alle Familienmitglieder wieder eine neue Lebensperspektive. Danke Onkel Willi.

Fazit:

Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit mit großer Begeisterung gelesen und spreche eine Leseempfehlung hierfür aus.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Sehr gemächlicher Wien Krimi

Todesreigen in der Hofreitschule
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Klappentext übernommen:

Vor der Wiener Hofburg sprengen Anarchisten eine Kutsche in die Luft. Wenig später wird ein böhmischer Kutscher in der Neuen Burg ermordet.
Der charmante Privatdetektiv Gustav ...

Klappentext übernommen:

Vor der Wiener Hofburg sprengen Anarchisten eine Kutsche in die Luft. Wenig später wird ein böhmischer Kutscher in der Neuen Burg ermordet.
Der charmante Privatdetektiv Gustav von Karoly tappt zunächst im Dunklen. Und auch eine geheimnisvolle Schöne gibt Gustav Rätsel auf-je tiefer er in die Ermittlungen eintaucht, desto näher kommt er ihr...

Meine Meinung:

Die Geschichte begann sehr spannend mit dem Attentat auf die Hofburg. Kurz danach folgte dann noch ein Banküberfall. Danach jedoch entwickelte sich alles sehr gemächlich, die einzelnen Protagonisten wurden in die Geschichte eingeführt, die Ermittlungen traten auf der Stelle.
Zwar haben mir Gustav, Dorothea , Vera und Rudi gut gefallen, was ich jedoch vermisste, war etwas Spannung.
Andererseits wurde die typische Wiener Atmosphäre und die Mentalität der Menschen gut eingefangen,was mir gut gefiel. Es gab dann noch weitere Morde und der Spannungsbogen zog etwas an. Die Auflösung am Schluss gefiel mir auch nicht ganz, weil sie sich nicht mit meinem Gerechtigkeitssinn deckte.

Fazit:

Eine lesenswerte Geschichte, jedoch in meinen Augen kein Krimi.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Sadies verzweifelte Suche

Sadie
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Klappentext übernommen:

Mit sechs Jahren bekommt Sadie eine kleine Schwester: Mattie.
13 Jahre lang kümmert sie
sich liebevoll um Mattie, schmeißt die Schule und jobbt an der Tanke, als ihre Mutter ...

Klappentext übernommen:

Mit sechs Jahren bekommt Sadie eine kleine Schwester: Mattie.
13 Jahre lang kümmert sie
sich liebevoll um Mattie, schmeißt die Schule und jobbt an der Tanke, als ihre Mutter abhaut und die Schwestern sich selbst überlässt.
Sadie ist stark, denn sie weiß, ihre kleine Schwester braucht sie. Und das ist alles was sie im Leben will: dafür sorgen, dass es Mattie gut geht.
Als Mattie tot aufgefunden wird, bricht Sadie der Boden unter den Füßen weg. Sie macht sich auf die Suche nach Matties Mörder, um auf eigene Faust für Gerechtigkeit zu sorgen.
Sadies Verschwinden veranlasst den Journalisten West McCray,Nachforschungen anzustellen. Er folgt Sadies Spuren und stößt gleichzeitig auf Ungereimtheiten in ihrer Vergangenheit. Kannte sie den Mörder ihrer Schwester? Sein True-Crime-Podcast wird zu einer fieberhaften Suche.

Meine Meinung:

Ich hatte zu Anfang Probleme mich mit dem ungewöhnlichen Schreibstil anzufreunden.
Als mir dies gelungen war, fesselte die Geschichte mich immer mehr. Ich habe Sadies Weg verfolgt, der mich emotional öfter an meine Grenzen brachte. Ihre unerschütterliche Liebe zu ihrer Schwester, der sie alle persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen unterordnete,nötigte mir großen Respekt ab.
Die damit verbundenen Gefahren außer achtlassend, verfolgte sie beharrlich Ihr Ziel, den Mörder ihrer Schwester zu stellen.
Stück für Stück erfährt man teils durch sie, teils durch die Ermittlungen des Journalisten,von dem großen Leid ,was ihr und ihrer Schwester widerfahren ist.
Einzig die Ersatzoma May Beth Foster war ein Anker im Leben der Mädchen.
Das Ende der Geschichte, war nicht so, wie man es sich gewünscht hätte, jedoch sehr stimmig.

Fazit:

Ein Buch, was mich durchgehend gefesselt hat, ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 25.03.2019

Ein fremdes und dennoch vertrautes Herz

Dein fremdes Herz
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Nela wurde in ihrer frühen Jugend von ihrem Vater verlassen, einem Menschen, der sie sehr geprägt hat. Er hat ein neues Leben mit einer anderen Frau begonnen, ist aber leider sehr früh verstorben.
Diesen ...

Nela wurde in ihrer frühen Jugend von ihrem Vater verlassen, einem Menschen, der sie sehr geprägt hat. Er hat ein neues Leben mit einer anderen Frau begonnen, ist aber leider sehr früh verstorben.
Diesen Verlust hat Nela nie verwunden.
Eines Tages erhält sie ein Päckchen mit Briefen, welche Ellen, die zweite Frau ihres Vaters, verfasst hat.
Sie erfährt dadurch Dinge aus dem Leben ihres Vaters, die ihr bis dahin völlig fremd waren. Ellen hat nach dem Tod ihres Mannes, die Entscheidung getroffen, seine Organe zu spenden. Durch Recherchen hat sie herausgefunden, wer das Herz ihres Mannes erhalten hat.
Nela fast sehr schnell den Entschluss, den Menschen kennenzulernen, in dessen Brust das Herz ihres Vaters schlägt und macht sich auf den Weg zur Nordseeküste.
Maximilian ist ein introvertierter Mensch, der die Transplantation in seiner frühen Jugend, nie wirklich verarbeitet hat.
Als Nela ihn kennenlernt, empfindet sie sofort eine starke Sympathie für ihn. Wird sie ihm erzählen, wessen Herz er erhalten hat?

Der Roman beinhaltet zwei Themen, zum einen eine aufkeimende Liebesgeschichte und das Thema Organspende.
Die Geschichte wird einmal in der Ich - Form durch Nela erzählt, unterbrochen durch die Briefe von Ellen, welche in einem sehr poetischen Stil verfasst waren.
Ich habe beide Schreibstile gemocht, die Briefe berührten mich jedoch besonders stark.
Nelas Reise hat ihr Leben verändert. Sie hat durch das Kennenlernen neuer Menschen, einen wichtigen Anker für ihr Leben gefunden, der sicherlich in Zukunft von großer Bedeutung für Sie sein wird.

Fazit:

Ein Buch, was mich emotional an meine Grenzen gebracht hat, mir aber sehr gut gefallen hat.

Ich hoffe, dass die Leser nach der Lektüre über das Thema Organspende nachdenken und eine Entscheidung hierüber treffen.
Ein großes Dankeschön an die Lesejury, dass ich dieses Buch bereits vor dem Erscheinungstermin lesen durfte.

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