Mit Musik geht vieles leichter
Der Plattenspieler unter der DachschrägeDer Protagonist Sigi räumt das Haus seiner verstorbenen Mutter aus und erinnert sich beim Betrachten der Diasammlung an seine Jugend zurück.Jeder Abschnitt beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung,die ...
Der Protagonist Sigi räumt das Haus seiner verstorbenen Mutter aus und erinnert sich beim Betrachten der Diasammlung an seine Jugend zurück.Jeder Abschnitt beginnt mit einer kurzen Zusammenfassung,die dann ausführlich erläutert wird.
Gemeinsam mit dem inzwischen 16 jährigen Protagonisten erlebt man eine Zeitreise in die siebziger Jahre. Damals war vieles anders, besser oder schlechter? das liegt im Auge des Betrachters.Auf eine humorvolle Weise beschreibt der Autor Sigis Alltag,der von vielen Problemen ,sowohl im schulischen – als auch im privaten Bereich belastet wird. Die Ehe seiner Eltern, in welcher ist schon lange kriselte, zerbricht, nachdem der Vater in betrunkenem Zustand ,mit fremder Begleitung,das Familienauto zu Schrott gefahren hat.Seine Mutter zieht aus, und Sigi befindet sich nun alleine mit seinem Vater und der zunehmend dement werdenden Oma im Haus. Sein Rückzugsort ist die Dachschräge, wo sich seit kurzem ein Plattenspieler, den er sich vom Geld des Ferienjobs gekauft hat, befindet. Die Musik hilft ihm dabei, seine Probleme vorübergehend auszublenden.
Auch in der Schule läuft nicht alles rund, trotzdem kämpft er mit großem Selbstbewusstsein für seine Rechte. Sigi beschäftigt er sich auch immer mehr mit dem anderen Geschlecht. Er möchte die Mädchen beeindrucken und eine Freundin haben. Deshalb will er auch unbedingt abnehmen, was ihm nach mehreren Anläufen gelingt.Natürlich geht es auch um das Lebensgefühl der damaligen Zeit, die Erfahrungen in der Tanzschule, Kinofilme, Musik und einiges mehr,eine Rolle.Was mich in dem Zusammenhang sehr nachdenklich stimmt, ist der all zu großzügige Umgang mit Alkohol und Nikotin.
Ich würde gerne Sigis Weg weiter begleiten und hoffe, es gibt demnächst ein neues Buch.