Cover-Bild Zwei Leben: Das Versprechen
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 316
  • Ersterscheinung: 10.09.2025
  • ISBN: 9783695143757
Astrid Korten

Zwei Leben: Das Versprechen

2014. Ein Winter in Brügge. Auf dem Kopfsteinpflaster, den Kanälen und den alten Fassaden haucht der Frost seinen Atem. Die Stadt schweigt. Juna auch. Sie ist erschöpft.
"Ein Burn-out", sagen die Ärzte.
"Ein Zusammenbruch", sagt Juna.
Alles um sie herum ist still. Das Jetzt: kalt und unbewegt. Um sich nicht zu verlieren, beginnt sie, als ehrenamtlicher Buddy zu arbeiten. So trifft sie Vincent Molen, einen alten Mann, wortkarg und verschlossen. Ihre Begegnungen sind flüchtig: ein Spaziergang, eine Tasse Tee, ein paar brüchige Worte. Doch die Stille zwischen ihnen ist dicht und allmählich entsteht eine leise Verbin-dung: ein Blick, ein vergilbtes Foto, ein Satz, der bleibt. Mit jedem Ausflug wächst Junas Zuneigung für Vincent.
Während sie ihm zuhört, entfaltet sich Stück für Stück Vincents Leben, das von Mut geprägt, von Verlust gezeichnet und von einer großen Liebe getragen ist. Etwas in seiner Geschichte ruft auch in Juna Erinnerungen wach. Sie spürt, dass da noch mehr ist. Etwas Ungesagtes, ein Schatten in seinem Blick. Eine Wahrheit, die ans Licht will.
Juna stößt auf die Spuren eines gebrochenen Versprechens.

Ein Roman gegen das Vergessen, leise wie ein Flügelschlag und doch so berührend wie die stille, unerschütterliche Kraft der Liebe.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Tief bewegend

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Der zweite Teil der Zwei Leben Reihe ist nicht nur ein historischer Familienroman, nein, er ist auch eine Erinnerung an die eigene Geschichte der Autorin. Erinnerungen an die Geschichte ihres Großvaters........

Brügge ...

Der zweite Teil der Zwei Leben Reihe ist nicht nur ein historischer Familienroman, nein, er ist auch eine Erinnerung an die eigene Geschichte der Autorin. Erinnerungen an die Geschichte ihres Großvaters........

Brügge 2014:
June ist eine junge Frau die mit dem eigenen Burn-Out zu kämpfen hat. Um wieder in die am Leben teilzunehmen, möchte sie sich ehrenamtlich betätigen. Als Begleiterin nimmt sie den, für andere Begleiter, " schwierigen " Fall des Vincent Molen an. Vincent ist über 90, verschlossenen, etwas eigen und nicht gerade gesprächig und aufgeschlossen. Trotzdem entsteht zwischen June und ihm ein unsichtbares Band ein Band, dass langsam eine enge Verbindung mit ganz viel Vertrauen aufbaut.
Juna schafft es mit ihrer Art Vincent zu öffnen. Sie hört ihm zu und er hat viel zu berichten. Er hat ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Ein Leben mit ganz viel Schmerz und Mut, mit Verlust und einem Kampf, mit Geheimnissen, einem Versprechen, aber auch mit einer ganz großen Liebe.
Juna lernt eine Zeit kennen, die sie sich so nie vorstellen konnte. Sie spürt, dass da mehr dahinter ist und möchte Vincent helfen......

Brügge 1943/44
Vincent arbeitet in einer Diamantenschleiferei. Dort lernt er Esther kennen, eine Jüdin. Ihm.ist es egal, kennt aber die ganzen Probleme und Ungerechtigkeiten den Juden gegenüber.
Vincent unterstützt Esther und als sie sich zum Transport melden soll, versteckt er sie.
Lange kann sie da bicht bleiben und letztendlich bringt er Esther zu seiner Schwester Lene aufs Land.
Dort stellt sie dann fest, dass sie schwanger ist.
Vincent erfährt davon nichts , weil er sich nicht blicken lässt, er verschwunden ist.
Kurz nachdem das Kind die Welt erblickte, wird ihr Versteck verraten. Esther wird deportiert, Lene ermordet. Zum Glück war das Baby bei einer Amme.
Nun begann Esthers Kampf, in den Konzentrationslagern, ums Überleben.

Mehr werde ich nun nicht verraten, ohne zu spoilern. Wer das Ende diese sehr bewegende Geschichte wissen möchte, sollte sie unbedingt lesen.

Mein Fazit:
Meine Gefühle beim lesen zu beschreiben ist verdammt schwer. Ich möchte nicht wissen wie es der Autorin beim.schreiben ging, immerhin ist es ja auch ihre Geschichte. Wäre das Baby, ihre Mutter, nicht bei der Amme gewesen, würde es sie auch nicht geben.
Trotzdem beschreibt sie mit wahnsinnig viel Emotionen diese Geschichte.
Ich musste oft schlucken über diese Grausamkeit, diese Ungerechtigkeit die damals statt fand. Diesr Hass, dem die Juden ausgesetzt waren.
Ein Zeitdokument, dass nur durch Aufzeichnungen entstehen konnte. Ein Zeitdokument, das gelesen werden sollte. Eine Zeit, die nie vergessen werden sollte.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Für ein Buch, welches tief berührt und sehr zum Nachdenken anregt. Ein Buch das unbedingt elesen werden sollte und ich absolut empfehle.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Erschütterndes Schicksal

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Juna ist erschöpft nach einem Burn-Out und kann nicht mehr arbeiten. Um in ihrem Leben nicht unterzugehen, engagiert sie sich ehrenamtlich. Sie beginnt als Buddy zu arbeiten und kümmert sich um Vincent ...

Juna ist erschöpft nach einem Burn-Out und kann nicht mehr arbeiten. Um in ihrem Leben nicht unterzugehen, engagiert sie sich ehrenamtlich. Sie beginnt als Buddy zu arbeiten und kümmert sich um Vincent Molen, einen alten, sehr verschlossenen Mann. Sie gehen manchmal spazieren oder trinken einen Tee bei ihm, und ganz langsam findet sie Zugang zu ihm. Mit der Zeit öffnet er sich und offenbart ihr seine Geschichte mit Esther, einer Jüdin, die er 1942 kennengelernt hat und die seine ganz große Liebe wurde. Sie hatten beide in derselben Diamantschleiferei in Antwerpen gearbeitet.
Juna beginnt mit ihm zu den damaligen Schauplätzen zu fahren und ganz langsam blättert sich seine Geschichte auf, wie er Esther vor den Nazis versteckt hatte und der Beginn ihrer Liebe.
Juna spürt dass es da wahrscheinlich noch mehr aufzudecken gibt. Mit der Hilfe von Florent, einem Nachbarn von Vincent, mit dem sie sich etwas angefreundet hat, gelingt es ihr einen Weg hinter den Vorhang zu finden, der die Wahrheit noch verdeckt, und sie stoßen auf die Spuren eines gebrochenen Versprechens.

Astrid Korten hat eine Reihe historischer Romane begonnen, die zum Teil in ihre eigene Familie hineinreichen. Das Buch springt wieder zwischen zwei Zeitebenen hin und her, ein Mittel, das sie in ihren Büchern öfter anwendet und das sie hervorragend beherrscht.
Es spielt im Brügge von 2014, die Gegenwart von Juna, und im Antwerpen von 1942, die Zeit, in der die Geschichte von Vincent und Esther spielt.
Die Autorin beschreibt die Gefahren, in denen sowohl Esther schwebte, als auch die Vincent eingegangen war um Menschen vor den Konzentrationslagern und damit ihrer sicheren Vernichtng zu retten. Die Umstände in den Lagern und wie sich die Frauen dort gefühlt hatten, trifft sie sehr gut und realistisch. Es ist ein unglaublich berührendes Buch und obwohl es ein Roman ist, wieder sehr spannend geschrieben. Wie bei all ihren Büchern fällt es schwer sie aus der Hand zu legen, und das erschütternde Thema bindet einen noch stärker an das Buch.
Astrid Korten hat ein sehr sensibles Händchen für diese Art von Romanen, und ich hoffe, sie findet noch mehr Stoffe für die Reihe.
Schon auf Grund des Themas wünsche ich ihr viele interessierte Leser.
Ganz große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Eine Liebe in Kriegszeiten

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Was für ein Buch. Es ist sehr gut geschrieben, sehr bewegend.

In der Geschichte sind die Kapitel aus zwei verschiedenen Perspektiven zu zwei unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Wir haben einmal die ...

Was für ein Buch. Es ist sehr gut geschrieben, sehr bewegend.

In der Geschichte sind die Kapitel aus zwei verschiedenen Perspektiven zu zwei unterschiedlichen Zeiten geschrieben. Wir haben einmal die Gegenwart: Juna in 2014 und die Vergangenheit: Esther in 1942. Die Schlüsselfigur in beiden Zeiten ist Vincent Molen. Juna wird im 2014 als ehrenamtlicher Buddy zugeteilt und erfährt durch seine Erzählungen, dass er 1942 während seiner alten Arbeitsstelle eine Frau namens Esther kennen und lieben lernte. Eine Jüdin, deren Familie deportiert wird und eines Tages soll es sie selbst treffen, doch Vincent versteckt sie.

Wir begleiten hier einen jungen und einen alten Mann, eine Jüdin, die sich versteckte. Sie hat Freunde, die ihr versuchen zu helfen und es ist schrecklich zu lesen, was die Menschen damals erleiden mussten. Mir kamen beim Lesen die Tränen, denn es ist eine sehr bewegende Geschichte.

Man sieht die Personen deutlich vor sich und fühlt mit ihnen mit. Man wird in eine Zeit zurückversetzt, in der die Menschen viel Leid ertragen mussten.

Mir gefiel auch das Verhältnis, das Juna zu ihrem Bruder hat.

Ich habe mit Vincent und Esther mit gefiebert. Es ist eine schöne, schmerzhafte Geschichte, die ehrlich über den Weltkrieg erzählt und nichts beschönigt. Sehr guter Schreibstil.

Das einzige, das ich bemängeln würde, ist die simple Aufmachung des Buches. Es ist offenbar ein Amazon-Druck. Absätze und Schriftart hätten fürs Auge anders sein können, aber das ändert natürlich nichts am Inhalt.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Berührend und großartig erzählt

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Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und spielt in Brügge 2014 und in Antwerpen in den Jahren 1942 und 1943.
In der Gegenwart lernen wir die 32jährige Juna kennen, die wegen eines Burn-Outs krankgeschrieben ...

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt und spielt in Brügge 2014 und in Antwerpen in den Jahren 1942 und 1943.
In der Gegenwart lernen wir die 32jährige Juna kennen, die wegen eines Burn-Outs krankgeschrieben ist. Sie fühlt sich nutzlos und beginnt sich in ihrer kleinen Wohnung immer mehr von der Außenwelt zurückzuziehen.
Um sie aus ihrem tiefen Loch zu befreien, schlägt ihr Bruder vor, sich ehrenamtlich zu betätigen. Sie soll als "Buddy" jemanden begleiten, der Hilfe oder Gesellschaft braucht. Sie bekommt den 93jährigen Vincent Molen zugeteilt, der keine Familie hat und als etwas schwierig gilt. Er zeigt sich auch zu Beginn verschlossen, doch Juna gelingt es, zu ihm durchzudringen. Und Vincent beginnt zu erzählen...von der Zeit während des Zweiten Weltkrieges und seiner großen Liebe Esther.
Vincents und Esthers Geschichte ist erschütternd und lässt den Leser in die damals sehr dunkle Zeit der Judenverfolgung eintauchen.

In der Vergangenheit lernen wir Esther näher kennen, die unter den Repressalien der Besatzer leidet. Sie muss sich neben ihrer Arbeit als Buchhalterin in der Diamantenschleiferei noch um ihre kranke Mutter kümmern. Zum Glück kommt jeden Tag auch noch ihre Großmutter vorbei, die für die beiden kocht. Doch eines Tages kommt ihre geliebte Oma nicht mehr und Esther erhält ein Deportationsschreiben....
Vincent engagiert sich im Untergrund und hilft Juden zu verstecken. Er verliebt sich in Esther und versucht sie am Bauernhof seiner Tante zu verstecken....

Astrid Korten erzählt mitreißend und voller Empathie, wie das Leben die Menschen auseinanderreißen und wie oft schicksalshafte Begegnungen die Zukunft beeinflussen können. Ich hatten nicht nur einmal eine dicken Kloß im Hals und habe mit den Charakteren mitgefiebert.
Die Autorin versteht es hervorragend die Charaktertiefe der Figuren darzustellen und vermittelt Emotionen, die beim Lesen schmerzen. Dabei vermittelt sie neben all dem Leid und der Not auch Hoffnung und Mut. Ein Zeitdokument, welches tief berührt.

Fazit:
Eine sehr berührende Geschichte, die noch lange nachhallt und im Herzen bleibt. Ich empfehle sie allen weiter, die Romane #gegendasvergessen lesen und nach weiterer Literatur suchen. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Bemerkenswert, wie nah Dunkel und Licht beieinander liegen...!

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"Zwei Leben. Das Versprechen" von Astrid Korten ist ein historischer Roman, der eine ganz besondere Geschichte auf zwei Zeitebenen aus der Sicht von Juna 2014 bzw. der Jüdin Esther 1942/43 erzählt . Wie ...

"Zwei Leben. Das Versprechen" von Astrid Korten ist ein historischer Roman, der eine ganz besondere Geschichte auf zwei Zeitebenen aus der Sicht von Juna 2014 bzw. der Jüdin Esther 1942/43 erzählt . Wie auch bereits der erste Band der Reihe (der eigenständig lesbar ist), basiert auch dieser Roman erneut auf der persönlichen Familiengeschichte der Autorin.

Juna Fischer ist beruflich komplett ausgebrannt und legt eine Pause ein, in der sie sich um alte Menschen kümmert. So lernt die den 93-jährigen Vincent Molen kennen, der zunächst verschlossen und eher unwirsch ist, sich bei den zahlreichen gemeinsamen Treffen und Spaziergängen aber nach und nach öffnet und seine erschütternde persönliche Geschichte preisgibt.

Astrid Korten hat einen leisen und unaufgeregten, dabei ungemein detaillierten, bildhaften und fesselnden Schreibstil, der unglaublich intensiv und berührend ist.

Die Kapitel werden aus Esthers Perspektive in der Zeit von 1942/43 in Antwerpen sowie aus Junas Sicht 2014 erzählt, was den Plot eindringlich und authentisch macht. Bei Esther handelt es sich um die jüdische Freundin von Vincent Molen, mit der er in einer Diamantenschleiferei in Antwerpen beschäftigt war.

Die Autorin hat es auch hier auf bemerkenswerte Weise geschafft, neben all dem Leid, dem Hunger, der Not und der allgegenwärtigen Grausamkeit in diesen dunklen Zeiten auch die Hoffnung, die Liebe, den Zusammenhalt und vor Allem auch den Mut der Menschen zu schildern und so eindringlich und emotional zu vermitteln, dass ich des Öfteren pausieren musste, da mich das Geschehen so mitgenommen und beschäftigt hat.

Ein mitreißender, erschütternder, wichtiger und intensiver historischer Roman mit sehr persönlichem Hintergrund, den ich wärmstens empfehle!

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