Profilbild von Langeweile

Langeweile

Lesejury Star
online

Langeweile ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Langeweile über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2020

Tiefer Fall und vielversprechender Neuanfang

Der Wahnsinn, den man Liebe nennt
0

Inhalt übernommen:

Die Geschichte einer Frau, die den schlimmsten Betrug erfährt, und ihr Weg zurück ins Leben

Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres ...

Inhalt übernommen:

Die Geschichte einer Frau, die den schlimmsten Betrug erfährt, und ihr Weg zurück ins Leben

Ein Spediteur ruft bei Susa Bergmann an und will einen Kühlschrank abliefern. Der Name ihres Mannes steht auf dem Auftrag – allerdings mit einer falschen Adresse. Als sie nachfragt, hat Wolf eine einfache Erklärung, doch bald tauchen weitere Ungereimtheiten auf. Susa fährt zu der Adresse, eine junge Frau öffnet die Tür. In der Küche: der Kühlschrank. Auf der Kommode: Kinderfotos von Josie, dem Mädchen aus der Nachbarschaft, das ihrem Mann so ähnelt und den Namen seiner Großmutter trägt. Alle Puzzleteile passen zusammen, und Susas Welt zerbricht

Meine Meinung:

Ich kenne mehrere Bücher der Autorin, die mich immer wieder begeistert haben.
Dieses Buch spielt im Gegensatz zu ihren anderen Büchern in der Gegenwart und man merkt es beim Lesen, wieviel Herzblut in der Geschichte steckt. Dass sie einen Teil ihrer persönlichen Geschichte verarbeitet hat, macht das Buch zu etwas ganz besonderem.
Man durchlebt während des Lesens ein Wechselbad der Gefühle,leidet mit der Protagonistin,die man an manchen Stellen ob ihrer großen Naivität auch schütteln möchte. Aber es ist ja altbekannt, dass man mit der rosaroten Brille der Verliebtheit, oft falsche Entscheidungen trifft.
Das intrigante und fiese Verhalten ihres untreuen Ehemannes, machte mich des Öfteren fassungslos.
Mit ihrem tollen Schreibstil schaffte es die Autorin, allen Personen einen geeigneten Rahmen innerhalb der Geschichte einzuräumen. Wichtig fand ich außerdem, dass sie der Protagonistin in ihrer schweren Zeit echte Freunde zur Seite stellte, die ihr halfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Besonders gefallen hat mir hierbei Bille, eine Frau mit Herz und Verstand.
Zum Schluss gab es Neuanfänge,aber auch das Festhalten an altbewährten Konstellationen.
Die Geschichte wurde durch eine große Überraschung, mit der ich so in keiner Weise gerechnet hatte, abgerundet. Ich bin sehr begeistert.

Fazit:

Eine Geschichte, die das Leben schreibt und die beinahe ohne jeden Kitsch auskommt.
Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 23.11.2020

Per Tagebuch in die Vergangenheit

Der Faden der Vergangenheit
0

Inhalt übernommen:

Die geheimen Tagebücher der Lady Abigail

Wer war Lady Abigail Hampton, und was ist vor 180 Jahren wirklich geschehen? Ist sie in den Tod gesprungen, nachdem ihr Geliebter Oliver Rashleigh ...

Inhalt übernommen:

Die geheimen Tagebücher der Lady Abigail

Wer war Lady Abigail Hampton, und was ist vor 180 Jahren wirklich geschehen? Ist sie in den Tod gesprungen, nachdem ihr Geliebter Oliver Rashleigh wegen des Mordes an ihrem Schwager George gehängt wurde? Als die Staatsanwältin Melody Stewart auf einem alten Familiensitz Quartier bezieht, findet sie in dem verlassenen Gemäuer die Tagebücher ihrer Vorfahrin. Fasziniert folgt sie dem Faden der Vergangenheit in das Jahr 1841 und stößt dabei auf eine kluge und tatkräftige Frau, die mutig gegen ihr Schicksal aufbegehrte.

Meine Meinung:

Schon im Prolog wurde ich in die Geschichte hineingezogen, es entwickelte sich ein Sog, der bis zur letzten Seite anhielt.
Es wurde in wechselnden Abschnitten aus Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Der Schreibstil war sehr emotional und bildhaft, jede einzelne Szene stand deutlich vor meinem Auge. Besonders die Beschreibungen der Vergangenheit, die schlechten Arbeitsbedingungen, die mangelnde Hygiene ,miserable Wohnverhältnisse und die entsetzlich große Schere zwischen Reich und Arm, waren sehr genau dargestellt.
Abigail,die Protagonistin aus der Vergangenheit hat mich sehr beeindruckt. Ihr Wandel, von einer reichen verwöhnten Dame,welche mehr oder weniger in den Tag hineinlebte, zu einer kämpferischen Frau, die sich mit viel Energie dafür einsetzte,die Lebensbedingungen der armen Bevölkerung zu verbessern, nötigte mir großen Respekt ab.
Aufgrund der damaligen Verhältnisse, war ihr das jedoch, weil sie eine „nur “ eine Frau war, lediglich begrenzt möglich.
Am Beispiel von Melody ,der Protagonistin aus der Gegenwart,wurde deutlich gemacht,welchen Spagat berufstätige Mütter bewältigen müssen ,um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Von Seiten ihrer Familie (Ausnahme ihre Töchter) werden ihr hierbei nur Steine in den Weg gelegt, jedoch ist ihr der Kollege Oliver Rashleigh eine große Stütze.
Obwohl ich auch Melody sehr mochte, hatte sie einen schweren Stand gegen die enorme Strahlkraft von Abigail.
Da es sich um den ersten Teil einer Trilogie handelt, könnte ich mir vorstellen, dass sie in den folgenden Bänden eine größere Rolle spielt.

Fazit:

Sehr beeindruckender Start einer neuen Reihe, ich bin schon äußerst gespannt auf die Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 20.11.2020

Spannend bis zur letzten Seite

Eine bittere Wahrheit
0

Inhalt übernommen:

Erst seit Kurzem lebt Tabitha wieder im Ort ihrer Kindheit, einem idyllischen Dorf an der englischen Küste. Doch der Wunsch, dort Ruhe zu finden, verwandelt sich in einen Alptraum, ...

Inhalt übernommen:

Erst seit Kurzem lebt Tabitha wieder im Ort ihrer Kindheit, einem idyllischen Dorf an der englischen Küste. Doch der Wunsch, dort Ruhe zu finden, verwandelt sich in einen Alptraum, als sie des Mordes an ihrem Nachbarn beschuldigt wird. Alle Indizien sprechen gegen sie. Und sie kann sich nicht erinnern, was an jenem 21. Dezember geschehen ist, als im Schuppen hinter ihrem Haus die schlimm zugerichtete Leiche gefunden wurde. Nun sitzt sie in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Ihre Anwältin rät ihr, sich schuldig zu bekennen. Doch Tabitha spürt, dass sie nicht die Mörderin ist. Und nur sie selbst kann das beweisen.

Meine Meinung:

Ich kenne schon mehrere Bücher dieses Autorenduos und bin jedesmal begeistert. Gleich zu Beginn wird man in die spannende Geschichte hineingeworfen und erliegt dem Sog,der bis zum Schluss anhält.
Gemeinsam mit der Protagonistin begibt man sich auf Spurensuche und ist immer wieder erneut mit der Frage konfrontiert, ist sie eine Mörderin, oder nicht? Der geschickte Aufbau der Geschichte bringt es mit sich, dass diese Frage bis zum Schluss offenbleibt.
Das Buch ist der Beweis dafür, dass es für einen spannenden Thriller nicht unbedingt viel Blutvergießen braucht. Geschickte psychologische Schachzüge lassen die Spannung niemals abflachen, Nervenkitzel pur.

Fazit:

Absolute Empfehlung für Thrillerfans.

Veröffentlicht am 18.11.2020

Teilweise zu dick aufgetragen

Nebel im Aargau
0

Inhalt übernommen:

Mysteriöse Todesfälle am Jurasüdfuß Eine Reihe mysteriöser Todesfälle hält das Schweizer Mittelland in Atem. Was zunächst nach Suiziden aussieht, entpuppt sich als perfide ausgeführte ...

Inhalt übernommen:

Mysteriöse Todesfälle am Jurasüdfuß Eine Reihe mysteriöser Todesfälle hält das Schweizer Mittelland in Atem. Was zunächst nach Suiziden aussieht, entpuppt sich als perfide ausgeführte Mordserie. Als Andrinas Arbeitskollege Lukas in den Fokus der Ermittlungen gerät, beginnt Andrina, Fragen zu stellen, und bringt sich damit einmal mehr selbst in tödliche Gefahr.

Meine Meinung:

Das Buch begann sehr spannend, hintereinander gab es mehrere Todesfälle. Andrina ermittelt,ohne Rücksicht auf die Gefahr und ihre Schwangerschaft. Dann verzettelt sich die Geschichte immer mehr und die Glaubwürdigkeit nahm ab. Es gab zwar ein paar interessante falsche Fährten, das alleine reicht aber nicht für einen guten Krimi,auch wenn es zum Schluss noch etwas Action gab.

Fazit:

Ein Krimi, der mich nur bedingt überzeugt hat. Von mir wohlwollende drei Sterne.

Veröffentlicht am 13.11.2020

Eiskalte Spannung am Brocken

Der Teufel vom Brocken
0

Inhalt übernommen:

Neun Tote auf dem Brocken, und alles deutet auf Mord hin. Eine Gruppe Studenten bricht am 1. Advent 1989 zur Brockenbefreiung auf. Am nächsten Tag sind alle tot. Etwas hat sie offenbar ...

Inhalt übernommen:

Neun Tote auf dem Brocken, und alles deutet auf Mord hin. Eine Gruppe Studenten bricht am 1. Advent 1989 zur Brockenbefreiung auf. Am nächsten Tag sind alle tot. Etwas hat sie offenbar bei eisigen Temperaturen aus ihrem Zelt getrieben. Drei Verbindungsbeamte des BKA ermitteln im Grenzgebiet, ebenso Tomas Düvel, einer der fähigsten Kriminalisten der DDR. Sie finden heraus, dass das Zelt von innen zerschnitten wurde, ein Schuhabdruck nicht von den Studenten zu stammen scheint und der Pullover eines Opfers radioaktiv verstrahlt ist. Doch die grausame Wahrheit hinter all dem setzt sich nur Stück für Stück zusammen ...

Meine Meinung:

Die Geschichte pendelt ständig zwischen atemloser Spannung, grausamen Morddetails und viel Wissenswertem über die Geschichte der DDR.
Die Autorin beleuchtete das Auffinden der Studenten auf ganz präzise und sehr ausführliche Weise. Die Bilder, welche dadurch in meinem Kopf entstanden, ließen die ein oder andere Gänsehaut über meinen Körper laufen. Wieder einmal ein Beweis, wozu Menschen fähig sind.
Ebenso interessant war das Bild, was von der ehemaligen DDR gezeichnet wurde. Einige Details waren mir bisher völlig unbekannt, andere schon wieder in Vergessenheit geraten. Die Beschreibung des Hotels, was so gar nicht dem West - Standard entsprach, fand ich sehr gelungen.
Es gefiel mir ebenfalls gut, dass man viele Einzelheiten über die Ermittler erfuhr, wodurch sich eine gewisse Nähe entwickelte.
Da das Buch mit einem großen Cliffhanger endete,ist die Hoffnung auf die Fortsetzung geweckt.

Fazit:

Geschichtliches Wissen, gepaart mit Spannung, eine gelungene Mischung.