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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2026

Spannend, bis zum Schluss

Weil sie lügt
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Als Annas Schwester Juli verschwindet und nicht wieder auftaucht,ihre Leiche nicht auftaucht,die Polizei aber von einem Mord ausgeht,beginnt für ihre Familie ein schrecklicher Albtraum. Ihr Vater wird ...

Als Annas Schwester Juli verschwindet und nicht wieder auftaucht,ihre Leiche nicht auftaucht,die Polizei aber von einem Mord ausgeht,beginnt für ihre Familie ein schrecklicher Albtraum. Ihr Vater wird des Mordes verdächtigt und sitzt im Gefängnis, ihre Mutter ist psychisch krank, und ihr kleiner siebenjähriger Bruder Leon kann nicht begreifen, dass er seine Schwester nicht mehr wiedersehen wird.Anna kümmert sich darum, ihre Familie, soweit es geht, zusammen zu halten, gerät aber dabei an ihre psychischen und physischen Grenzen.

Die Geschichte wird im stetigen Wechsel aus der Sicht von Anna und der Ermittlerin Katharina erzählt.Es tauchen ständig neue Verdachtsmomente auf und wenn man meint,auf der richtigen Spur zu sein, wird man kurz darauf eines Besseren belehrt.
Bis zum Ende läßt die Autorin ihre LeserInnen über die Lösung im Unklaren.
Auch wenn das Finale etwas an Glaubwürdigkeit einbüßte,hat mir das Buch sehr spannende Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Eine Reise zu sich selbst mit französischen Flair

Au revoir und tschüss
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Caro ist verheiratet ,hat zwei erwachsene Söhne und arbeitet in der Unibibliothek. Natürlich hat sie ihren Haushalt im Griff und hält ihrer Familie in allen Belangen den Rücken frei. Das wird von dieser ...

Caro ist verheiratet ,hat zwei erwachsene Söhne und arbeitet in der Unibibliothek. Natürlich hat sie ihren Haushalt im Griff und hält ihrer Familie in allen Belangen den Rücken frei. Das wird von dieser ganz selbstverständlich hingenommen und kaum honoriert. Als sie begreift, dass sie selbst nach und nach mit ihren Wünschen auf der Strecke bleibt, entschließt sie sich spontan, einen alten Wunsch zu verwirklichen, und bucht einen vierwöchigen Sprachkurs in Frankreich.Ihre Söhne und ihre Freundin Holly unterstützen sie bei diesem Wunsch,Mann ist von der Idee nicht begeistert.Doch Caro lässt sich nicht beirren und ist kurz drauf unterwegs nach Uzés,inklusive Zwischenstopp in Paris.
Während dieses Aufenthalts lernt sie Neue Menschen kennen, verbessert ihre Sprachkenntnisse, genießt das französische Flair inklusive der kulinarischen Genüsse und stellt die Weichen in ihrem Leben neu.

Als erstes möchte ich die außergewöhnlich schöne Aufmachung des Buches ,inklusive Lesebändchen erwähnen,ein optisches Highlight.

Die Autorin hat in einem lockeren ,leichten Schreibstil,einen sehr schönen Sommerroman präsentiert.Auf Anhieb entwickelte ich große Sympathie für die sympathische Protagonistin und begab mich gemeinsam mit ihr nach Frankreich.Ich bummelte mit ihr durch die malerischen Gassen und ließ mich von dem besonderen Flair einfangen.. Die bildhafte Beschreibung führte dazu, dass ich alles genau vor Augen hatte, den Duft der kulinarischen Genüsse wahrnahm und gerne Wein,Käse und sonstige Spezialitäten probiert hätte.

Auch wenn vieles vorhersehbar war und manches ein wenig zu rund verlief,habe ich das Buch sehr gerne gelesen und den Kurztrip nach Frankreich sehr genossen.Von mir vier Sterne für einen beschwingten Sommerroman.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Eine Pause ist manchmal hilfreich

Pause
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Nach einer Panikattacke,am Ende vieler unbewältigter Probleme und einem harten Schicksalsschlag,zieht Hanna wieder bei ihren Eltern ein. In ihrem ehemaligen Kinderzimmer, welches ihr Vater zu einem Büro ...

Nach einer Panikattacke,am Ende vieler unbewältigter Probleme und einem harten Schicksalsschlag,zieht Hanna wieder bei ihren Eltern ein. In ihrem ehemaligen Kinderzimmer, welches ihr Vater zu einem Büro mit allen entsprechenden Utensilien umfunktioniert hat, verbringt sie die nächste Zeit.Sie ist hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, einmal mit jemand ein richtiges Gespräch führen zu können und dem, alles unter den Teppich zu kehren und zu schweigen, wie es in ihrer Familie immer üblich war.Ihre Eltern umsorgen sie machen ihr aber auch deutlich, dass sie sich nun wieder den alten Schemata unterordnen sollte, und so wächst ihre Unzufriedenheit von Tag zu Tag. Ihr Freund, der noch in Berlin lebt, ist keine Hilfe, die Beziehung zerbricht. Nach und nach erkennt sie, dass Hilfe von einer Seite kommt, mit der sie niemals gerechnet hätte, und so beginnt sich langsam die unfreiwillige Pause,zu einem besseren Leben zu verändern.

Ich habe das Buch als Hörbuch, welches von der Autorin selbst eingesprochen wurde, gehört. Zu Beginn hatte ich damit ziemliche Probleme, weil der Vortrag nicht dem einer ausgebildeten Sprecherin gleichkam. Mit der Zeit geriet das aber in den Hintergrund und ich konnte mich voll auf diese Geschichte einlassen. Sie enthält eine ausgewogene Mischung zwischen Leichtigkeit, Humor, aber auch vielen ernsten Themen. Hannas Familie erscheint mir gut dargestellt und ich glaube,dass sie beispielhaft für viele Familien ist und an manchen Stellen einen gewissen Wiedererkennungswert hatte.
Ein kleiner Kritikpunkt ist ,dass Hannas traumatisches Erlebnis nicht präzise benannt wurde,obwohl man es sich aus den Andeutungen vorstellen konnte,vielleicht war das von der Autorin aber so gewollt.
Mich läßt der lebenskluge Roman überwiegend zufrieden zurück,ich werde sicher noch etwas darüber nachdenken.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Spannender Krimi mit überraschenden Ende

Der Tote auf dem Kniepsand
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Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche gefunden,es stellt sich heraus,dass er vergiftet wurde.Die Identität ist schnell geklärt, es handelt sich um Dennis Claasen, der Kontakte ...

Auf der Insel Amrum wurde am Strand Kniepsand eine männliche Leiche gefunden,es stellt sich heraus,dass er vergiftet wurde.Die Identität ist schnell geklärt, es handelt sich um Dennis Claasen, der Kontakte ins Drogenmilieu gehabt hat.Da auf der NachbarInsel Sylt mehrmals mysteriöse Kokainpäckchen angeschwemmt wurden und sein Haus von Einbrechern durchsucht wurde,wird ein Zusammenhang vermutet.Da er im Haus seiner verstorbenen Großmutter lebt und seine Geschwister den Verkauf anstreben, was er verhindern möchte, könnte das Mordmotiv auch hier liegen.

Kommissarin Lena Lorenzen und ihre Kollegin Naya Olsen,werden von Flensburg aus auf die Insel beordert und ermitteln vor Ort ,ein Kollege arbeitet ihnen vom Festland aus zu. Da Lena ursprünglich von Amrum stammt, kennt sie viele Bewohner und hat sozusagen einen Heimvorteil.

Es war für mich der erste Fall mit Lena Lorenzen,was aber keinen Nachteil darstellte.Die wichtigsten Details aus der Vergangenheit wurden von der Autorin immer wieder eingefügt.Das hat sie so gut gemacht, dass für neue Leser die Wissenslücken aufgefüllt wurden, ohne die Leser mit Vorkenntnissen zu langweilen.

Mir waren die Protagonisten von Anfang an sympathisch, und ihre Vorgehensweise wirkte sehr realistisch. Genau wie ich als Leserin,waren auch die Ermittlerinnen zwischenzeitlich mal auf der falschen Fährte,was sehr authentisch wirkte.Dass neben der Krimihandlung Auch das Privatleben thematisiert wurde, ohne die Spannung zu schmälern, fand ich gut.

Ich habe zwischendurch mehrere Verdachtsmomente verfolgt, wäre aber nie im Leben auf diese Lösung gekommen,sowas mag ich bei einem Krimi.

Ich werde der Autorin folgen und würde gerne bei weiteren Fällen mitlesen.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Reihenbeginn mit deutlich Luft nach oben

Strandopfer
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Die Ermittlerin Lena Schulte wird ins Deutsch - Polnische Grenzgebiet an die Ostsee beordert .Am Strand von Swinemünde wurde eine männliche Leiche gefunden,im Hals des Toten befindet sich ein Stück Bernstein,ein ...

Die Ermittlerin Lena Schulte wird ins Deutsch - Polnische Grenzgebiet an die Ostsee beordert .Am Strand von Swinemünde wurde eine männliche Leiche gefunden,im Hals des Toten befindet sich ein Stück Bernstein,ein Badeunfall wird demzufolge ausgeschlossen. Ihr wird der Ermittler Adam Krawczyk zur Seite gestellt. zwischen den Beiden gibt es nicht nur sprachliche Probleme, sondern eine geballte Ladung Vorurteile.
Der Tote gehörte zu einem Freundeskreis , der schon öfter in dieser Gegend Urlaub gemacht hat. Kurz darauf ist die zehnjährige Luisa verschwunden, die auch zu den Urlaubern gehörte.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da bei den Befragungen etliche Ressentiments zu Tage treten und scheinbar jeder ein Geheimnis irgendeiner Art hütete.Kurz darauf gibt es einen weiteren Todesfall ,in welchem wieder ein Bernstein eine Rolle spielt,es sollen weitere folgen…..

Für die Ermittlerin Lena ist es eine gedankliche Rückkehr in ihre problembehaftete Kindheit,was immer wieder ( manchmal etwas zu oft) thematisiert wird.Auch gibt es viele klischeehafte Verständigungsprobleme zwischen Deutschen und Polen,was mit der Zeit sehr ermüdend wird und deutlich zu Lasten der Spannung geht.Insgsamt tritt die Handlung lange Zeit auf der Stelle,was ich von diesem Autor bisher nicht kenne.
Dann jedoch nimmt die Geschichte auf dramatische Weise Fahrt auf, die Aufklärung war präzise und in großen Teilen überraschend.Zum Ende hin hat sich das Verhältnis zwischen Lena und Adam enorm gebessert, so dass ich dem neuen Team in einem weiteren Fall eine Chance geben würde.
Ein großes plus war bei diesem Hörbuch die sehr nuancenreiche und ausdrucksstarke Stimme von Oliver Siebeck,der das Zuhören zu einem angenehmen Erlebnis machte.

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