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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2021

Tolles Thema - leider sehr oberflächlich behandelt

Ein Herz voll Leben
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Inhalt übernommen:

Die junge Isabella Kramer lebt ein glückliches Leben an der Ostseeküste: ihr kleiner Cupcake Laden läuft ausgezeichnet und ihre beste Freundin Melanie und deren kleine Tochter Leni ...

Inhalt übernommen:

Die junge Isabella Kramer lebt ein glückliches Leben an der Ostseeküste: ihr kleiner Cupcake Laden läuft ausgezeichnet und ihre beste Freundin Melanie und deren kleine Tochter Leni sind fast wie eine eigene Familie für sie. Doch als Melanie stirbt, bricht diese Welt zusammen. Ohne zu zögern, übernimmt Isabella die Vormundschaft für Leni. Das kleine Mädchen ist ihr zwar ein Trost, aber es ist auch eine Herausforderung, für die trauernde Leni da zu sein. Dann bekommt Isabella eines Tages eine E-Mail von Melanie, die diese noch vor ihrem Tod geschrieben hat. Darin gibt sie Isabella kleine Aufgaben, Um besser mit dem Verlust klar zu kommen. Keine Frage, dass Isabella Melanies Aufgaben erfüllen wird – nicht ahnend, dass diese ihr Leben vollständig auf den Kopf stellen werden.

Meine Meinung:

Das Thema des Buches hat mich sehr angesprochen, so dass ich mich mit Begeisterung auf die Lektüre gestürzt habe.
Obwohl ich den Schreibstil sehr gut fand und mir die Protagonistin sympathisch war, hat mich die Geschichte letztendlich nicht begeistert. Mir hat es gut gefallen, wie sie mit den Schwierigkeiten, welche ihr Alltag bereithält, umgeht und sich der Aufgabe stellt, eine Mutter für Leni zu sein und diese in ihrer Trauer zu unterstützen. Auch das Thema Freundschaft wurde gut präsentiert.
Melanies Gegenspieler Max konnte mich überhaupt nicht erreichen, obwohl er scheinbar ein großes Herz hatte, was an einigen Stellen der Geschichte auch ersichtlich war, blieb er für mich in seinen Handlungen völlig unverständlich. Ein Mann, der von der Hand in den Mund lebt, keinerlei Verantwortung übernimmt und sich von seinem korrupten Onkel gnadenlos manipulieren läßt,ich konnte nur den Kopf schütteln.
Seine plötzliche Wandlung und das allzu weich gespülte Ende fand ich hingegen nur überzogen und sehr klischeehaft.
Ich fand es sehr schade, dass das Potenzial,welches die Geschichte hatte,nicht ausgeschöpft wurde.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.08.2021

Die Twardys halten zusammen

Die Heimkehr der Störche
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Ich habe den ersten Band mit großer Begeisterung gelesen und mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Es ist zwar keine Voraussetzung ihn zu kennen, jedoch lässt es einen die Entwicklung der einzelnen ...

Ich habe den ersten Band mit großer Begeisterung gelesen und mich schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Es ist zwar keine Voraussetzung ihn zu kennen, jedoch lässt es einen die Entwicklung der einzelnen Personen besser nachvollziehen.
Nach ihrer Flucht aus Ostpreußen hat es die Familie Twardy auf einen Bauernhof in die Lüneburger Heide verschlagen. Die Bäuerin ist eine verbitterte Frau, der viel Schlimmes widerfahren ist und die der Familie mit viel Misstrauen und Schikanen begegnet.Auch bei der anderen Bevölkerung sind die Flüchtlinge alles andere als willkommen.
Dora träumt davon, ein Studium als Veterinärmedizinerin zu absolvieren, leider bekommt sie von den Unis nur Absagen. Als sie eine Zusage aus Ost Berlin bekommt, macht sie sich zusammen mit Clara, ihrer Ziehtochter, auf den Weg dorthin.
Außerdem hat sie erfahren, dass ihre große Liebe Curt,dort inhaftiert ist.Bei ihren Bemühungen, seine Freilassung zu erwirken, bekommt sie mit aller Härte die Machenschaften des DDR Regimes zu spüren. Die Entwicklung spitzt sich zu bis zu den Ereignissen des 17. Juni 1953 und Dora wagt wieder einen Neuanfang im Westen.
Erneut muss sie wieder bei Null anfangen. Doch mit der Hilfe ihrer Familie, die,sie immer unterstützt und Freunden,die es gut mit ihr meinen,gelingt es ihr.
Der Autorin ist es erneut gut gelungen, eine fiktive Geschichte , in welcher sie auch Erlebnisse aus ihrer eigenen Familie eingearbeitet hat,mit den geschichtlichen Ereignissen zu verbinden. Die Machenschaften des DDR Systems, welche man aus der Vergangenheit kennt, aber zum Teil wieder vergessen hatte, wurden aufs eindringlichste geschildert und wieder ins Gedächtnis geholt.
Der emotionale und eindrucksvolle Schreibstil ermöglichte es mir tief in die Geschichte einzutauchen und den Figuren dadurch sehr nahe zu sein.
Neben der Protagonistin geht es auch um andere Familienmitglieder und Freunde,deren Erlebnisse in die Geschichte einfließen.
Das Motto von Doras Vater „Die Twardys halten zusammen“ zog sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Obwohl das Buch einen Umfang von über 600 Seiten hatte,habe ich es in relativ kurzer Zeit verschlungen,es wird mir noch länger im Gedächtnis bleiben.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung verbunden mit fünf Sternen.

Veröffentlicht am 01.08.2021

Invita kämpft um die Wahrheit

Verrat in Colonia
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Inhalt übernommen:

Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ...

Inhalt übernommen:

Das römische Köln und Bonn im 3. Jahrhundert n. Chr.: Während immer wieder Überfälle germanischer Stämme die römische Rheingrenze verunsichern, wird ein hoher Beamter im Bad des Praetoriums ermordet aufgefunden. Sogleich fällt der Verdacht auf den germanischen Kriegsgefangenen Flavus. Da ihm Folter und Hinrichtung drohen, versucht seine Geliebte Invita, Sklavin des Statthalters, den wahren Schuldigen zu finden. Dabei gerät sie in einen Strudel von Verrat und Verschwörung, welcher die gesamte germanische Provinz in den Abgrund zu reißen droht...

Meine Meinung:

Ich kenne Invita ,Flavus und Marcella bereits aus den vorhergehenden Büchern und war sehr gespannt auf eine neue Episode ihres spannenden Lebens.daneben gibt es viele andere Personen, die ihren Weg kreuzen und den Spannungsbogen sehr hoch halten.

Obwohl ich fest im Hier und Jetzt verwurzelt bin, gelingt es der Autorin scheinbar mühelos mich unmittelbar in die vergangene Zeit mitzunehmen. Ist es der emotionale Schreibstil, der spannende historische Hintergrund,oder sind es die interessanten Persönlichkeiten,welche mich sofort in die Geschichte hineinsaugten?,ich weiß es nicht,wahrscheinlich ist es die gelungene Mischung aus allen Zutaten,welche mich an das Buch fesselten.

Die Protagonistin Invita ist eine mutige und äußerst intelligente Frau, die mit allen Mitteln dafür kämpft, ihren Geliebten, der zu Unrecht im Gefängnis sitzt, zu befreien,ungeachtet der Gefahren, in die sie immer wieder gerät. Mit ihrer Herrin Marcella verbindet sie gewissermaßen eine Freundschaft, wodurch ihr einige Freiheiten gewährt werden.Außerdem versucht sie weiterhin Licht in die Geschichte ihrer unklaren Herkunft zu bringen, was ihr nur teilweise gelingt.

Man merkt dem Buch sehr deutlich die gute Recherchearbeit der Autorin an. Neben der fiktiven Handlung gibt es umfangreiches geschichtliches Wissen,was quasi wie nebenbei in die Handlung einfließt.Ein Namensregister, was in reale und fiktive Persönlichkeiten unterteilt ist, Skizzen, Karten usw.runden die Geschichte ab.

Fazit:

Ich habe die liebgewonnenen Protagonisten gerne wieder ein Stück begleitet und würde mich freuen, wenn es weitere Bände gibt.Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Veröffentlicht am 27.07.2021

Nicht für schwache Nerven

Angstrichter
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Inhalt übernommen:

Nürnberg wird von einem grausigen Mord erschüttert: An den Stadttoren hängen die viergeteilten Körperteile einer Leiche. Noch ehe die Identität des Opfers festgestellt werden kann, ...

Inhalt übernommen:

Nürnberg wird von einem grausigen Mord erschüttert: An den Stadttoren hängen die viergeteilten Körperteile einer Leiche. Noch ehe die Identität des Opfers festgestellt werden kann, taucht im Internet ein Livestream auf: In einem Gewölbe kauert eine Person, gefesselt und mit einer schwarzen Kapuze verhüllt, hinter ihr schärft ein Scharfrichter seine Axt.
Für die Profiler Jan Grall und Rabea Wyler beginnt die Jagd nach einem Killer, der sich als Richter über seine Opfer erhebt. Und der bald auch sie im Visier hat …

Meine Meinung:

Bereits mit dem Prolog baute der Autor eine wahnsinnige Spannung auf, die sich durchgehend hielt.

Ein selbsternannter Richter nimmt Rache für eine Tat, die sich weit in der Vergangenheit ereignet hat. Was haben die Delinquenten sich zu Schulden kommen lassen und wer ist der gnadenlose Rächer? Diese Frage zieht sich durch beinahe das ganze Buch.

Jan Gral und Tabea Wyler waren mir schon aus den vergangenen Büchern bekannt ,bei den neu hinzugekommenen Personen hielt sich Gut und Böse in etwa die Waage.

Nach einem dramatischen Finale schließt das Buch sehr versöhnlich ab. Ist es wirklich das Ende dieser spannenden Reihe??

Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe fünf Sterne, allerdings nur für Leser mit starken Nerven.

Veröffentlicht am 25.07.2021

Der beste Ehemann und seine Macken

Wer sind Sie und was haben Sie mit meinem Mann gemacht?
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Zuerst möchte ich das erneut supergut gelungene Cover loben,Katze und Kater sehen allerliebst aus.

Die Autorin , die ich schon aus verschiedenen anderen Büchern kenne, setzt sich auf humorvolle Weise ...

Zuerst möchte ich das erneut supergut gelungene Cover loben,Katze und Kater sehen allerliebst aus.

Die Autorin , die ich schon aus verschiedenen anderen Büchern kenne, setzt sich auf humorvolle Weise mit dem Zusammenleben von Mann und Frau auseinander. Sie tut dies auf eine so liebenswerte Weise, dass man das Buch durchaus auch als eine Liebeserklärung verstehen kann.
Die großen und kleinen Macken, die man am besten mit Humor meistert, werden genau skizziert, der Wiedererkennungswert ist enorm.Meine Stimmung wechselte von lautem Lachen, über schmunzeln bis auch zu einigen nachdenklichen Momenten.

Am Ende eines jeden Abschnitts gibt es ein paar Quiz Fragen, welche noch zur weiteren Auflockerung beitragen.

Ich habe das Buch ziemlich schnell und mit einem durchgehenden breiten Grinsen im Gesicht gelesen.

Fazit:

Am Ende wird deutlich Ephraim Kishon hatte „Die beste Ehefrau von allen“, Heike Abidi hat das männliche Pendant.