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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2019

Wer ist der Sennemörder?

Sennegrab
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Inhalt übernommen:

In der Senne ruht der Tod

Nach einem Sabbatjahr kehrt Kriminalkommissar Jan Oldinghaus zurück in den Dienst und in seine ostwestfälische Heimat. Doch von Eingewöhnung kann keine Rede ...

Inhalt übernommen:

In der Senne ruht der Tod

Nach einem Sabbatjahr kehrt Kriminalkommissar Jan Oldinghaus zurück in den Dienst und in seine ostwestfälische Heimat. Doch von Eingewöhnung kann keine Rede sein: Zwischen den Weinreben am Johannisberg wird eine Leiche gefunden. Nicht irgendeine Leiche, sondern die eines beliebten Bielefelder Politikers. War es ein Unfall, oder wurde er umgebracht? Oldinghaus bleibt kaum Zeit, darüber nachzudenken, denn zwei Frauenmorde in der Senne beschäftigen die Kripo. Und der nächste Mord scheint nur eine Frage der Zeit zu sein ...

Meine Meinung:

Das Buch begann recht spannend, man wurde gleich zu Beginn in die Ereignisse hineingeworfen. Zeitgleich mit dem rätselhaften Tod eines beliebten Politikers, musste sich das völlig zerstrittene Ermittlungsteam mit mehreren Frauenmorden beschäftigen. Jan galt als brillanter Ermittler, wovon über längere Zeit kaum etwas zu spüren war. Das lag zum einen an der schlechten Stimmung unter einander und zum anderen an vielen Baustellen im privaten Bereich.

Als er dann wieder zu seiner alten Form zurückfindet und entgegen der Anweisung seiner Chefin ermittelt, gelingt es ihm, zunehmend Licht ins Dunkel zu bringen. Am Ende werden dann auch nicht alle Fragen vollständig geklärt,was mich etwas unzufrieden zurücklässt.

Veröffentlicht am 13.12.2019

Sehr beeindruckender Debütroman

Die Zeit der vergessenen Kinder
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Inhalt übernommen:

1941:

Das Roma Mädchen Rubina flieht mit seiner Familie vor der drohenden Deportation in die tiefen Wälder des Sauerlands.Dort lernt sie Hunger,Kälte und Entbehrungen zu trotzen.Als ...

Inhalt übernommen:

1941:

Das Roma Mädchen Rubina flieht mit seiner Familie vor der drohenden Deportation in die tiefen Wälder des Sauerlands.Dort lernt sie Hunger,Kälte und Entbehrungen zu trotzen.Als ihr kleiner Bruder stirbt,scheint Rubina daran zu zerbrechen.Doch sie ist stark - stärker als der Tod...

2008:

Martin,Rubinas Sohn,geht nach einer gescheiterten Ehe ganz in seinem Beruf als Zeitungsredakteur auf.Als er Claudia begegnet und sich sofort in sie verliebt,gerät sein weithin geordnetes Leben aus den Fugen.Beide verbindet der Kampf mit unheilvollen Erinnerungen an ihre Kindheit und eine Familiengeschichte,die sie zutiefst geprägt hat.Doch genau diese

Gemeinsamkeiten scheinen es unmöglich zu machen,ganz zueinanderzufinden.Denn je mehr sie sich aneinanderklammern,desto härter wird ihre Liebe auf die Probe gestellt.

Meine Meinung:

In dem auf zwei Zeitebenen spielenden Roman, hat die Autorin ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen. Obwohl ich schon einige Romane gelesen habe, die während der Zeit des Nationalsozialismus spielen, habe ich kaum Kenntnisse vom Schicksal der Sinti und Roma. Diese Wissenslücke wurde nun auf eindrucksvolle Weise geschlossen.

In der Vergangenheit steht das Mädchen Rubina im Mittelpunkt. Auf schonungslose, aber dennoch sehr emotionale Weise, werden die schlimmen Erlebnisse geschildert,mit welchen das kleine Mädchen konfrontiert wurde und das, was dadurch in ihrer kindlichen Seele angerichtet wurde.

In der Gegenwart geht es um Martin, Rubinas Sohn, und Claudia, die beide durch schlimme Erlebnisse belastet wurden.Der tägliche Kampf darum, mit den Schatten der Vergangenheit fertig zu werden, steht im Mittelpunkt der Geschehnisse der Gegenwart.

Der tägliche Kampf darum, mit den Schatten der Vergangenheit fertig zu werden, steht im Mittelpunkt der Geschehnisse der Gegenwart.

Fazit:

Ich habe die Geschichten mit großem Interesse verfolgt, Sie haben mich tief bewegt. Das beeindruckende Debüt, macht große Hoffnung auf weitere Romane der Autorin.

Veröffentlicht am 12.12.2019

Todbringende Tattoos

Hinter blutroten Schatten
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Inhalt übernommen:

Ein Kommissar mit Todessehnsucht auf dem Dach eines Berliner Hotels ― ein grausamer Mord am S-Bahnhof Alexanderplatz. Tattoos, Rote Grütze und Polka im Untergrund ― die skurrile Suche ...

Inhalt übernommen:

Ein Kommissar mit Todessehnsucht auf dem Dach eines Berliner Hotels ― ein grausamer Mord am S-Bahnhof Alexanderplatz. Tattoos, Rote Grütze und Polka im Untergrund ― die skurrile Suche nach einem unberechenbaren Serienkiller führt die Ermittler Harder und Vogt bei ihrem zweiten Fall an die Grenzen des Wahnsinns, und zu allem Überfluss müssen sie auch noch einen Todgeweihten der besonderen Sorte beaufsichtigen. Welches perfide Spiel treibt der Therapeut, der im Hintergrund die Fäden zieht? Nachdem sie in „Unter pechschwarzen Sternen“ schon einmal gemeinsam auf Mörderjagd gingen, müssen die beiden Kommissare sich nun ein weiteres Mal zusammenraufen, um einem weiteren gefährlichen Psychopathen das Handwerk zu legen. Vogts messerscharfer Verstand wird auf eine harte Probe gestellt. Währenddessen tappt Harder mit reichlich Sarkasmus bewaffnet durch den Nebel seines eigenen wirren Geistes. Da scheint nur noch der Biss in eine Chili zu helfen, um einen klaren Kopf zu behalten …

Meine Meinung:

Während mir der Schreibstil des Autors gut gefallen hat,konnte mich der durchgeknallte Protagonist nicht überzeugen.Er verstieß so ziemlich gegen jede Vorschrift, konsumierte Drogen jeglicher Art ,verursachte durch seine Todessehnsucht einen großen Rettungseinsatz,die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.Zum Glück war seine Kollegin mit einer großen Portion Geduld ausgestattet,sie verlor die nie den Überblick. Auch wenn mir das Geplänkel zwischen den Beiden und der manchmal sehr schräge Humor zwischendurch gut gefallen hat, war mir der Roman eindeutig zu komödienlastig.

Von mir daher nur drei sehr wohlwollende Sterne.

Veröffentlicht am 10.12.2019

Interessante Geschichte - langatmige Umsetzung

Alles, was wir sind
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Inhalt übernommen:

Es geht um Liebe.
Es geht um uns.

Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man ...

Inhalt übernommen:

Es geht um Liebe.
Es geht um uns.

Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest.
Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll.

Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und – die Liebe.

Meine Meinung:

Ich hatte vorweg sehr viel Gutes über dieses Buch gehört, dementsprechend groß waren mein Interesse und meine Neugier.
Obwohl es sich um ein sehr interessantes Thema handelte und der Schreibstil angenehm war, konnte mich die Umsetzung leider nicht überzeugen. Ich fand erst nach über 300 Seiten einen Zugang zu der Geschichte. Bis dahin blieben die Personen oberflächlich, ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen.
Somit ließ mich die Geschichte und zufrieden zurück. Daher leider nur drei sehr wohlwollende Sterne.

Veröffentlicht am 08.12.2019

Zwei Zeitebenen - geschickt verknüpft

Das Herbstmädchen
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Inhalt übernommen:

Zürich 2015:

Jackie Balmer,Gattin eines erfolgreichen Medtech Unternehmers und Mutter zweier bald erwachsener Kinder macht eine Bekanntschaft ,die ihrem ereignislosen Dasein neuen ...

Inhalt übernommen:

Zürich 2015:

Jackie Balmer,Gattin eines erfolgreichen Medtech Unternehmers und Mutter zweier bald erwachsener Kinder macht eine Bekanntschaft ,die ihrem ereignislosen Dasein neuen Elan verleiht,sie aber auch mit dem längst vergessenen Kapitel ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Zürich 1981:

Roger Keller ist sechzehn und auf dem Weg zur Matura.Wie die meisten Jugendlichen hadert er mit sich und seiner Zukunft,doch das Schicksal lässt ihn jemanden kennenlernen ,der Hoffnung weckt ,gleichzeitig aber den entscheidenen Teil dazu beiträgt,dass sein Leben einen völlig unerwarteten Verlauf nehmen wird.

Zwei Geschichten,zwei Menschen, zwei Zeiten.Dazwischen liegen über dreissig Jahre und doch ,fast unmerklich,verweben sich die Ereignisse und finden zueinander.

Meine Meinung:

Die Geschichte wechselt in kurzen Kapiteln zwischen den Jahren 1981 und 2015.

Es wird dabei spannend aufgezeigt, wie eine kurze Begegnung die Vergangenheit aufleben lässt und das Schicksal mehrerer Menschen total verändert. In schnörkellosem Schreibstil spielt der Autor geschickt mit den Emotionen der einzelnen Protagonisten und offenbart dem Leser Stück für Stück einzelne Puzzleteile,die sich erstem Schluss komplett zusammenfinden.Dadurch wird ein gleichmäßiger Spannungsbogen über die gesamte Geschichte gehalten.

Fazit:

Ich habe mich sehr gut unterhalten und vergebe fünf Sterne.