Zwei Autoren, die sich immer wieder begegnen im Leben
Sieben Tage im JuniEs war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Meist bilde ich mir beim Lesen bereits eine Meinung zu dem Buch und überlege wie viele Sterne ich am Ende in meiner Rezension gebe, aber hier war diesmal alles ...
Es war für mich ein Wechselbad der Gefühle. Meist bilde ich mir beim Lesen bereits eine Meinung zu dem Buch und überlege wie viele Sterne ich am Ende in meiner Rezension gebe, aber hier war diesmal alles dabei: Anfangs dachte ich: komischer Schreibstil, die Charaktere wirken nicht authentisch und ich schwankte zwischen 2 und 3 Sternen. Gestern habe ich aber die letzten 200 Seiten gelesen und meine Meinung noch einmal komplett über den Haufen geworfen, denn: Ab der Hälfte passiert noch mal einiges und ab hier lernt man meiner Meinung nach die Charaktere auch besser kennen und verstehen und besonders Audre musste man einfach mögen.
In dem Buch geht es um zwei Autoren, die als Kinder auf dieselbe High-School gingen und dort eine Woche miteinander verbrachten, die ihr Leben veränderte. Beide waren zu der Zeit am absoluten Tiefpunkt: Zwei Teenager aus schlimmen Verhältnissen, die sich in Alkohol und Drogen flüchten und mit Borderline zu kämpfen haben (checkt vorher unbedingt eure Trigger). Für Eva sieht es so aus, als Shane sie zurückgelassen ohne ihr je zu sagen warum. Als er 15 Jahre später in ihre Podiumsdiskussion platzt, ist sie zunächst außer sich. Doch nach und nach erklärt sich weshalb er verschwand und beide haben nach wie vor alte Dämonen, die sie verfolgen und gegen die sie nicht immer gemeinsam ankämpfen können.
Es war schwer ins Buch reinzufinden. Ich fand den Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig und die Charaktere seltsam. Immer fragte ich mich: "Wer redet und benimmt sich so?" Aber als Audre und Eva einen Streit haben, den sie klären müssen, änderte sich mein Bild. Die Mutter-Tochter-Dynamik hat mir total gefallen. Dieses altkluge Kind musste man einfach nur gernhaben und vieles klärt sich auch aber Hälfte auf. Wir haben abwechselnde Kapitel, teilweise aus der Vergangenheit und teilweise aus der Gegenwart.
Am Ende lässt sich für mich sagen, es war ein gutes Buch. Es war lesenswert, aber man muss dem Ganzen Zeit geben.