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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2025

Ein Debütroman der begeistert

Middletide. Was die Gezeiten verbergen
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Elijah hat als junger Mann seine Heimat verlassen,um sich seinen Traum,Schriftsteller zu werden,zu erfüllen.Das Versprechen in vier Jahren zurückzukommen,was er seiner großen Liebe Nakita einst gegeben ...

Elijah hat als junger Mann seine Heimat verlassen,um sich seinen Traum,Schriftsteller zu werden,zu erfüllen.Das Versprechen in vier Jahren zurückzukommen,was er seiner großen Liebe Nakita einst gegeben hat,wurde von ihm nicht eingehalten,sein erster Roman wurde ein Flop. Von Schuldgefühlen geplagt kehrt er an den Ort seiner Kindheit zurück und zieht in die alte Hütte, seines inzwischen verstorbenen Vaters.Er lebt als Einsiedler,sein einziger Kontakt ist Chitto,ein Freund seines Vaters.Bei seiner Begegnung mit Nakita scheint es nicht möglich,an die alte Beziehung anzuknüpfen.Da tritt die junge und attraktive Ärztin Erin in sein Leben,eine Begegnung,die sein Leben völlig verändern wird.Als Erin kurze Zeit später ermordet aufgefunden wird, deutet alles auf Elijah als Mörder hin,wie der Ablauf genauso war,wie er es in seinem Roman beschrieben hatte.

Meine Meinung:

Nachdem es im Prolog um die jugendliche Liebe zwischen Nakita und Elijah und das gegebene Versprechen ging,wird die Geschichte im folgenden im ständigen Zeitwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt.Einerseits hat das die Spannung zusätzlich erhöht, andererseits war ich dadurch auch oft verwirrt, obwohl die einzelnen Abschnitte immer mit der entsprechenden Jahreszahl gekennzeichnet waren.Durch die detaillierte Bechreibung der einzelnen Personen,hatte ich sofort klare Bilder im Kopf .

Der gelunge Mix der verschiedenen Themen wie Schuld,Vergebung,Scheitern,Landschaftsbeschreibungen und der äußerst raffinierten Krimihandlung führten zusammen mit dem emotionalen Schreibstil dazu,dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.

Die Autorin wird in Zukunft an diesem sehr gelungenen Debüt gemessen werden.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Der Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Um den Junggesellinnenabschied von Aoife zu feiern ,reisen fünf junge Frauen Aoife,Dani,Tiffany,Celine und Beth nach Marbella.Es soll eine spektakuläre Party werden,die von Tiffany der besten Freundin ...

Um den Junggesellinnenabschied von Aoife zu feiern ,reisen fünf junge Frauen Aoife,Dani,Tiffany,Celine und Beth nach Marbella.Es soll eine spektakuläre Party werden,die von Tiffany der besten Freundin der Braut,ganz präzise geplant wurde. Der Alkohol fließt in Strömen und am Ende ist die Braut tot,ermordet.Trotzdem die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen hat ,wurde der Mord nicht aufgeklärt.Am dritten Jahrestag des Mordes reisen die vier Frauen erneut an den Ort des Geschehens,um die Geschehnisse der Vergangenheit zu rekonstruieren und endlich Licht ins Dunkel zu bringen,damit sie mit der Vergangenheit abschließen können.Kaum angekommen,brechen alte Wunden auf,jede hat Geheimnisse,die nicht ans Tageslicht kommen sollen.

Meine Meinung:
Da ich noch nie einen Junggesellinnenabschied erlebt habe und mich ansonsten auch in anderen Kreisen bewege, brauchte ich eine Zeit, um mich in das Leben der Protagonistinnen einzufühlen.Die Geschichte wechselte ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wurde jeweils aus der Sicht einer der Frauen, überwiegend Dani, erzählt.Das war zu Anfang etwas verwirrend,wurde aber mit der Zeit besser.Allerdings konnte ich mich in keine der Protagonistinnen einfühlen, und somit blieb immer ein distanziertes Verhältnis. Der ständige Wechsel und die teilweise sehr bizarren Situationen ,ließen weder einen richtigen Lesefluss aufkommen,noch trugen sie zur Spannung bei.
Was mich außerdem störte, war der mehr als reichliche Umgang mit Alkohol und die teilweise sehr obszönen Szenen. insgesamt gesehen ein Buch, bei dem ich froh war, als ich es beendet hatte.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Historie erlebbar gemacht

Die Wächterin von Köln
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In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin nach Köln im Jahre 1396 und 1424.Im Mittelpunkt steht Elsbeth,die man von einer jungen Hübschlerin bis zur angesehenen Wirtin eines Bordells begleitet.Als ...

In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin nach Köln im Jahre 1396 und 1424.Im Mittelpunkt steht Elsbeth,die man von einer jungen Hübschlerin bis zur angesehenen Wirtin eines Bordells begleitet.Als die sechzehnjährige Elsbeth unter der strengen Wirtin Berta ihre Tätigkeit beginnt,gerät sie unter Mordverdacht ,als einer ihrer Freier vergiftet wird.Ihr Halbbruder bewahrt sie vor dem Galgen und ist bald darauf das nächste Opfer.Als sie mit dem jungen Henker Johannes in Kontakt kommt,ist dieser zunächst nicht begeistert von ihren,in seinen Augen ,überzogenen Forderungen.

Wie in ihren anderen Romanen führt die Autorin mit Leichtigkeit durch einen spannenden historischen Roman,der eine breite Palette an Themen beinhaltet.Ihr fundiertes Wissen, die genaue Recherche und der empathische Schreibstil,machen das Buch zu etwas Besonderem.Mir gefiel es gut ,dass einige Personen aus ihren anderen historischen Büchern,hier einen erneuten Auftritt hatten.

Neben einem spannenden Kriminalfall,erhielt man tiefe Einblicke in das harte Leben der Hübschlerinnen,sowie die Machenschaften der Obrigkeit,wo natürlich auch die Kirche eine nicht unerhebliche Rolle spielte.Die eingebettete Liebesgeschichte rundete das Buch auf, angenehme Weise ab.

Ich bin gerne für eine Zeit in die Vergangenheit abgetaucht und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Zeitgeschichte erlebbar gemacht

Die Schwestern von Krakau
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Als Simon Mercier kurz vor seinem Tod in Paris ,neue Erkenntnisse über seine familiäre Abstammung erhält,die einen lange gehegten Verdacht festigen,bittet er seine Tochter Édith um ein Treffen,um sich ...

Als Simon Mercier kurz vor seinem Tod in Paris ,neue Erkenntnisse über seine familiäre Abstammung erhält,die einen lange gehegten Verdacht festigen,bittet er seine Tochter Édith um ein Treffen,um sich mit ihr zu besprechen. Leider kommt dieses Treffen nicht mehr zustande,worüber Édith sich große Vorwürfe macht. In seinem Nachlass findet sie mehrere Notizzettel und unter anderem eine deutsche Telefonnummer. Als sie die Nummer wählt, erfährt sie von der Existenz ihrer Großcousine Tatjana,die mit ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart wohnt.Die beiden Frauen nehmen Kontakt auf und erfahren, dass sie polnische Wurzeln haben. Beide beschließen, weitere Nachforschungen in der Familiengeschichte anzustrengen.Tatjana reist nach Krakau und erfährt Stück für Stück Details aus einer ungewöhnlichen Geschichte,die viele Geheimnisse beinhaltet.Währenddessen versucht Édith ihrer hochbetagten Tante Details zu entlocken,wozu diese aber erst mit großer Verzögerung bereit ist.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und beginnt in der Vergangenheit im Jahre 1941,sowie in der Gegenwart 2017.

Die Autorin hat ein zeitgeschichtlich sehr wertvolles Buch,was mehrere große, reale Themen wie die Besetzung Polens durch die Nazis,die Deportation der Juden,die Aktivitäten der Widerstandskämpfer und einiges mehr ,in eine fiktive Familiengeschichte eingebettet,was ihr erneut sehr gut gelungen ist.Die einzelnen Abschnitte wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sind aufgrund der Jahreszahlen, jederzeit gut einzuordnen, so dass sich ein durchgehender Lesefluss ergibt.Durch den präzIsen und gleichzeitig emotionalen Schreibstil wurden mir die einzelnen Personen sehr nahe gebracht.Ich erlebte ein durchgehendes Wechselbad der Gefühle und habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Seite gelegt.

Was ich auch noch als wertvoll erwähnen möchte,sind die Namensverzeichnisse der realen und fiktiven Personen.

Das Buch wird mich gedanklich noch etwas begleiten und ist mein erstes Lesehighlight in diesem Jahr.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Ist ewige Jugend erstrebenswert?

Wir werden jung sein
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Vier Probanden,die an einer angeborenen Herzmuskelschäche leiden, nehmen an einer Medikamentenstudie Berliner Charité teil. Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass das Mittel noch andere Wirkung ...

Vier Probanden,die an einer angeborenen Herzmuskelschäche leiden, nehmen an einer Medikamentenstudie Berliner Charité teil. Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass das Mittel noch andere Wirkung hat, nämlich, dass die Patienten innerhalb eines Jahres um acht Jahre jünger werden.Jakob ,der gerade seine erste Liebe erlebt,verliert seine Lust,Jenny wird nach vielen Fehlversuchen plötzlich schwanger und ein schwerkranker Immobilienunternehmer blüht wieder auf.Und dann ist da Verena ,ehemalige Spitzensportlerin,die plötzlich ihre alten Rekorde übertrifft.Wie werden sie ihrem neuen Leben zurechtkommen?



Der Roman wird nun fortlaufend aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt und war am Anfang sehr interessant und spannend. Dann aber wurde er zusehends unübersichtlicher und die Präsenz der einzelnen Protagonisten ließ stark nach.Obwohl mich ihre Belange sehr interessierten,konnte ich keine Nähe zu den einzelnen Personen aufbauen.Ich habe nur durchgehalten,weil ich das Ende erfahren wollte,aber auch dieses fand ich unbefriedigend.

Ich habe vor längerer Zeit den Roman „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“vom gleichen Autor gelesen ,der mich sehr begeistert hat.Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch,was aber leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat.Deshalb leider nur drei Sterne.

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