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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2025

Ein langes Leben

Flusslinien
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Eine der Protagonistinnen des Romans,Margrit, verbringt ihren Lebensabend in einer Seniorenresidenz nahe der Elbe. sie lässt sich täglich von dem jungen Fahrer Arthur in den Römischen Garten bringen, um ...

Eine der Protagonistinnen des Romans,Margrit, verbringt ihren Lebensabend in einer Seniorenresidenz nahe der Elbe. sie lässt sich täglich von dem jungen Fahrer Arthur in den Römischen Garten bringen, um dort, mit Blick auf die Elbe, über ihr Leben nachzudenken. Diese Gedanken, es sind in 102 Jahren so einige zusammengekommen, teilt sie mit uns LeserInnen. Sie ist eine lebens,kluge Frau, die sich zwar viel mit der Vergangenheit beschäftigt, durchaus, aber auch mit dem Alter und den damit verbundenen Schwierigkeiten, auseinandersetzt. Zu ihrer Enkelin Luzie hat sie ein gutes Verhältnis.Luzie hat die Schule abgebrochen und möchte gerne Tätowiererin werden und Margrit stellt sich zur Übungszwecken zur Verfügung. Dann gibt es noch den jungen Arthur, der in Luzie verliebt ist. Um diese drei Personen dreht sich die Geschichte, wobei Margrit in meinen Augen, den größten Anteil hat.

Ich habe diesen emotionalen, manchmal etwas melancholischen, dabei aber sehr lebensklugen Roman außerordentlich gerne gelesen. Er lebt von vielen Gesprächen, Gedanken und dem immer wieder durch blitzenden feinen Humor.Sehr viel intensive Beschreibungen der schönen Natur rund um den „ Römischen Garten“ zu dem Margrit eine besondere Beziehungen hat,runden die Geschichte ab.Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen und empfehle es sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Mörderisches Zons

Das Geheimnis der toten Mädchen: Thriller
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Im Jahre 1506 wird von Bastian Mühlenberg, Stadt Soldat in Zons, eine Leiche im Wald gefunden. Kurz darauf ist die Frau verschwunden und taucht dann ohne Unterschenkel wieder auf, was steckt dahinter? ...

Im Jahre 1506 wird von Bastian Mühlenberg, Stadt Soldat in Zons, eine Leiche im Wald gefunden. Kurz darauf ist die Frau verschwunden und taucht dann ohne Unterschenkel wieder auf, was steckt dahinter? Zeitgleich gibt es eine weitere Leiche und Bastian versucht Licht ins Dunkel zu bringen.

500 Jahre später ist Oliver Bergmann mit den Mordermittlungen an einer jungen Historikerin beschäftigt, die mit seiner Freundin Emily befreundet war. Kurz darauf ein weiterer Todesfall und ein geheimnisvolles Buch mit einer verstörenden Botschaft taucht auf. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen weit auseinanderliegenden Fällen?

Wie in allen Büchern der Serie, die ich regelrecht verschlungen habe, herrscht Hochspannung von Anfang bis Ende. Geschickt legt die Autorin falsche Fährten,wie einem Puzzle gleich fügt sich nach und nach ein Teil zum anderen und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart wird schlüssig aufgelöst.

Ich freue mich jetzt schon auf weitere Fälle aus dem wunderschönen Städtchen Zons.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Pläne und Träume

Das Leben fing im Sommer an
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Im vorliegenden Buch hat der bekannte Fußballer Christoph Kramer die wichtige Zeit zwischen seiner Jugend und dem Erwachsenwerden verarbeitet. Es geht um Freundschaft, die erste Liebe, den ersten Kuss,eine ...

Im vorliegenden Buch hat der bekannte Fußballer Christoph Kramer die wichtige Zeit zwischen seiner Jugend und dem Erwachsenwerden verarbeitet. Es geht um Freundschaft, die erste Liebe, den ersten Kuss,eine große Enttäuschung,Träume und Pläne und natürlich Fußball .Eine zentrale Rolle spielen dabei drei Tage im Sommer 2006, die Zeit davor und danach, wird quasi nur kurz im Zeitraffer gestreift.Hierbei kommt gut zum Ausdruck, welches Bild ein Jugendlicher von sich hat und welches er seinen Mitmenschen vermitteln will,was oft sehr gegensätzlich ist. Es ist ihm gelungen, den damaligen Zeitgeist einzufangen, wobei mir etliche Passagen zu ausführlich waren, bei einigen Szenen hätte ich mir mehr Vertiefung gewünscht.Obwohl es sicher kein literarisch anspruchsvolles Werk ist, bin ich gerne ein Stück weit in die Vergangenheit eingetaucht.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Nichts ist so wie es scheint

Die Mündung
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Klappentext:

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter frei ...

Klappentext:

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter frei gespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

Meine Meinung:

Schon der Prolog beginnt sehr spannend und diese Spannung hält sich das ganze Buch über, beziehungsweise wird noch gesteigert. Nichts ist so, wie es scheint und immer wieder gibt es neue spannende Wendungen. Durch geschickte Manipulationen verzweifelt die Protagonistin Lena immer mehr und weiß nicht ,was ihre Albträume und Flashbacks zu bedeuten haben.

Es gibt mehrere Personen, welche für die Handlung sehr wichtig sind, die aber zu Beginn in einem ganz anderen Licht erscheinen. Eine davon ist Frau Doktor.Hornschuh,deren Rolle mir über einen langen Zeitraum unklar war.In einem spannenden Showdown werden alle Zusammenhänge geklärt und eine spektakuläre Lösung präsentiert.

Ich kannte den Autor bisher von seinen Havel Krimis ,mit diesem Buch hat er unter Beweis gestellt,dass er auch Thriller schreiben kann. ich hoffe, es gibt weitere Fälle mit den sympathischen Protagonisten.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Teilweise sehr langatmig

Der Junge aus dem Meer
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Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen ...

Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen den Jungen auf und adoptieren ihn. Von Anfang an umgibt das Kind etwas geheimnisvolles, was nicht nur mit seiner rätselhaften Herkunft zusammen hängt. Sein Bruder, damals zwei Jahre alt, empfindet von Anfang an eine Rivalität zu ihm, welche lange Jahre anhalten soll.
Im Folgenden geht es, über einen Zeitraum von über 20 Jahren, um das Familienleben der Bonners mit allen Streitigkeiten,der Sorge füreinander,aber auch Neid und Missgunst.Eine weitere große Rolle spielt der harte Broterwerb der Bevölkerung.Der Tod des Familienvaters Ambrose und die damit verbundene Neuorientierung,decken neue Facetten auf ,die nicht nur das Leben der ungleichen Brüder neu beleuchten.

Meine Meinung:
Am Anfang hat mich die Geschichte begeistert, und ich bin gerne in die Atmosphäre Irlands eingetaucht. Nach einer Weile nahmen jedoch die Geschehnisse um den Beruf des Fischers eine übergeordnete Rolle ein, welche für Laien in diesem Berufsfeld etwas ermüdend wirkten und mich streckenweise gelangweilt haben. parallel dazu rückte die Familiengeschichte stark in den Hintergrund. im letzten Drittel änderte sich das zum Glück wieder, und die Geschichte nahm erneut Fahrt auf. Das Ende blieb in Teilen offen, was Raum bot für eigene Gedanken und mir gut gefallen hat. Bis auf die erwähnten Kritikpunkte, in meinen Augen, ein lesenswertes Buch.

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