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Veröffentlicht am 28.03.2025

Nichts ist so wie es scheint

Die Mündung
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Klappentext:

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter frei ...

Klappentext:

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter frei gespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

Meine Meinung:

Schon der Prolog beginnt sehr spannend und diese Spannung hält sich das ganze Buch über, beziehungsweise wird noch gesteigert. Nichts ist so, wie es scheint und immer wieder gibt es neue spannende Wendungen. Durch geschickte Manipulationen verzweifelt die Protagonistin Lena immer mehr und weiß nicht ,was ihre Albträume und Flashbacks zu bedeuten haben.

Es gibt mehrere Personen, welche für die Handlung sehr wichtig sind, die aber zu Beginn in einem ganz anderen Licht erscheinen. Eine davon ist Frau Doktor.Hornschuh,deren Rolle mir über einen langen Zeitraum unklar war.In einem spannenden Showdown werden alle Zusammenhänge geklärt und eine spektakuläre Lösung präsentiert.

Ich kannte den Autor bisher von seinen Havel Krimis ,mit diesem Buch hat er unter Beweis gestellt,dass er auch Thriller schreiben kann. ich hoffe, es gibt weitere Fälle mit den sympathischen Protagonisten.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Teilweise sehr langatmig

Der Junge aus dem Meer
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Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen ...

Als in einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands, ein Baby am Strand gefunden wird, verändert sich das Leben für die Bewohner grundlegend. Der Fischer, Ambrose Bonner und seine Frau Christine nehmen den Jungen auf und adoptieren ihn. Von Anfang an umgibt das Kind etwas geheimnisvolles, was nicht nur mit seiner rätselhaften Herkunft zusammen hängt. Sein Bruder, damals zwei Jahre alt, empfindet von Anfang an eine Rivalität zu ihm, welche lange Jahre anhalten soll.
Im Folgenden geht es, über einen Zeitraum von über 20 Jahren, um das Familienleben der Bonners mit allen Streitigkeiten,der Sorge füreinander,aber auch Neid und Missgunst.Eine weitere große Rolle spielt der harte Broterwerb der Bevölkerung.Der Tod des Familienvaters Ambrose und die damit verbundene Neuorientierung,decken neue Facetten auf ,die nicht nur das Leben der ungleichen Brüder neu beleuchten.

Meine Meinung:
Am Anfang hat mich die Geschichte begeistert, und ich bin gerne in die Atmosphäre Irlands eingetaucht. Nach einer Weile nahmen jedoch die Geschehnisse um den Beruf des Fischers eine übergeordnete Rolle ein, welche für Laien in diesem Berufsfeld etwas ermüdend wirkten und mich streckenweise gelangweilt haben. parallel dazu rückte die Familiengeschichte stark in den Hintergrund. im letzten Drittel änderte sich das zum Glück wieder, und die Geschichte nahm erneut Fahrt auf. Das Ende blieb in Teilen offen, was Raum bot für eigene Gedanken und mir gut gefallen hat. Bis auf die erwähnten Kritikpunkte, in meinen Augen, ein lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Vererbte Traumata

Bis ans Meer
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Klappentext:
Nur mit dem Nötigsten am Leib und bei eisigen minus 30 Grad muß Frieda über Nacht mit ihrer Tochter aus Schlesien fliehen. Ihr Mann Karl ist an der Front. Frieda und er haben einander versprochen, ...

Klappentext:
Nur mit dem Nötigsten am Leib und bei eisigen minus 30 Grad muß Frieda über Nacht mit ihrer Tochter aus Schlesien fliehen. Ihr Mann Karl ist an der Front. Frieda und er haben einander versprochen, sich wieder zu finden und den Glauben an ihre Liebe zu bewahren – ohne zu ahnen, welchen Preis Frieda dafür zahlen wird.
Jahrzehnte später fragt sich ihre Enkelin, warum sie jene Bindungen, nachdem sie sich doch eigentlich sehnt ,nicht eingehen kann. Woher rührt diese Angst vor Nähe? Als sie sich auf Spurensuche in ihrer Familie begibt, entdeckt sie eine dramatische Geschichte, die bis in die Gegenwart wirkt.

Die. Autorin erzählt auf eine sehr emotionale und mitreißende Weise ,eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an fesselte und nicht mehr losließ.Frieda war eine bemerkenswerte Frau, die es selbst unter den schwierigsten Bedingungen schaffte,ihre Familie durch diese schwere Zeit zu bringen. Als der Krieg vorbei war, versuchte sie alles, um ihren geliebten Mann wieder zu finden, doch als das geschah, war alles anders. dass diese Traumata, welche die Menschen damals erlebten, noch auf weitere Generationen einwirkt, kann man sich nur ansatzweise überhaupt vorstellen.Ich habe mir das Buch von der tollen Sprecherin Jana Kozewa vorlesen lassen,es hat mich durchgehend begeistert.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Der Kampf der Frauen

Im Wind der Freiheit
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In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin ...

In ihrem neusten Werk entführt uns Tanja Kinkel in die Jahre 1848/1849, eine Zeit der politischen Revolution und großer Umbrüche. Im Mittelpunkt stehen zwei starke Frauen, zum einen die Schriftstellerin Louise Otto und die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Susanne Grabasch. beide haben sich den Kampf für die Rechte der Frauen auf die Fahne geschrieben. Das ist in der damaligen Zeit fast ein unmögliches Vorhaben, da den Frauen die geistige Fähigkeit für größere Aufgaben völlig abgesprochen wird und das ist nur ein Stolperstein, auf ihrem Weg.
Während für Louise schon sehr früh klar war, dass sie sich uneingeschränkt ihrer Leidenschaft, dem Schreiben, widmen möchte und auf keinen Fall eine Ehe anstrebt.
Susanne hingegen, hat ihre Arbeit verloren und ist gezwungen, um sich und ihre kranke Mutter versorgen zu können, ihren Körper zu verkaufen.Dabei geht sie,auf Anraten eines Freiers,ein großes Risiko ein.

Die Autorin hat es gut verstanden, die Kämpfe der beiden ungleichen Frauen, ihre Hoffnungen, aber auch die Niederlagen, welche sie immer wieder erlebt haben, eindringlich zu schildern. Auch wenn ich mir manchmal etwas mehr aus dem Privatleben der Protagonistinnen gewünscht hätte, habe ich ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Wieder einmal wird einem bewusst, welche Kämpfe die Frauen in der Gesellschaft auszustehen hatten und es teilweise immer noch tun. Ich spreche eine Leseempfehlung aus und vergebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Hanna - ein Frauenschicksal

Schwebende Lasten
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Die Protagonistin Hanna, ist eine stille Heldin und steht stellvertretend für viele Frauen ihrer Generation. Sie wächst ohne Eltern, dafür mit zwei „halben Schwestern“ auf. Ihr starker Wille, ihre Geradlinigkeit ...

Die Protagonistin Hanna, ist eine stille Heldin und steht stellvertretend für viele Frauen ihrer Generation. Sie wächst ohne Eltern, dafür mit zwei „halben Schwestern“ auf. Ihr starker Wille, ihre Geradlinigkeit und ein enormes Durchhaltevermögen, lassen Sie alles ertragen, was das Leben ihr auferlegt. Die Liebe zu Pflanzen und der eigene Blumenladen ,ihre kleine Oase,in welcher sie quasi Kraft fürs Leben tankt,sind ihr Elixier,was ihr durch das Leben hilft.Eine lieblose Ehe,aus der sechs Kinder ( neben Fehlgeburten und Abtreibungen)hervorgehen,man fragt sich,wie hält man das aus,lassen sie nicht am Leben zerbrechen,sondern ihm täglich die Stirn bieten.

Die Autorin zeichnet auf eindrucksvolle , wenngleich manchmal etwas lapidar daherkommende Art das Bild einer stillen Heldin. Passenderweise zu ihrer großen Liebe, den Blumen, wird jedes Kapitel mit einer Sorte und einer Kurzbeschreibung dazu,eingeleitet.Auch als sie ihren Blumenladen verliert,der Platz in ihrem Herzen ist den Blumen sicher,füllt sie den neu zugewiesenen Job als Kranfahrerin,trotz Höhenangst aus.
Gerne habe ich diese außergewöhnliche Frau durch ihr bewegtes Leben begleitet,sie wird noch etwas in meinen Gedanken bleiben.

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