Cover-Bild Der Junge aus dem Meer
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Rowohlt
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.03.2025
  • ISBN: 9783498007164
Garrett Carr

Der Junge aus dem Meer

Roman | "Perfekt für lange Lesetage am Meer." Elke Heidenreich
Kathrin Razum (Übersetzer)

Ein berührender, ermutigender, irischer Familienroman voller Wärme, der eindrucksvoll davon erzählt, wie man in harten Zeiten menschlich bleibt. Es ist die Geschichte eines Jungen, der versucht, seinen Platz in der Welt zu finden, und die einer Familie und Dorfgemeinschaft, die gemeinsam den Widrigkeiten des Lebens trotzen. 

In einer kleinen Gemeinde an der Westküste Irlands wird 1973 ein Baby am Strand gefunden. Ambrose, der Fischer, und seine Frau Christine adoptieren den Jungen, der fortan den Namen Brendan Bonnar trägt. Alle sind fasziniert von diesem Kind, dessen Herkunft ein Rätsel ist, und Brendan, der für viele ein Rätsel bleibt, gibt dem vom Sturm der Zeitläufte gebeutelten Dorf die Hoffnung auf ein gutes Leben zurück. Zwanzig Jahre folgen wir dem Leben der Familie, das geprägt ist von Fürsorge und Schweigen, von der Rivalität der Brüder, von finanziellen Sorgen, aber auch dem Glück, von einer Gemeinschaft getragen zu werden.

«Warmherzig, witzig und voller Weisheit. Kurzum, eine Freude.» The Sunday Times

«Wunderbar und liebevoll.» The Observer

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2025

Emotional und berührend

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Dieses Buch hat mich emotional so berührt und Garret Carr´s Schreibstil hat ganz sicher viel dazu beigetragen :
Authentisch und ausdrucksstark beschreibt er die Geschichte zweier Jungen ( Declan und Brendan ...

Dieses Buch hat mich emotional so berührt und Garret Carr´s Schreibstil hat ganz sicher viel dazu beigetragen :
Authentisch und ausdrucksstark beschreibt er die Geschichte zweier Jungen ( Declan und Brendan ), deren Schicksal sie beide in eine Familie katapultiert und die sich als Geschwister in dieser Familie einen eigenen Platz erkämpfen müssen.
Der Autor erzählt hier sehr eindrucksvoll in seinem Debütroman über das harte und auch schwere Leben, der Menschen eines kleinen Fischereiorts und spielt dabei so gekonnt mit seinem wundervollen Schreibstil, dass man sich sehr gut einfühlen kann in das Buch. Nicht nur der Konkurrenzkampf der beiden Jungen untereinander, auch die Örtlichkeiten der irischen Küste und das harte Leben der Fischer zeichnet er so gekonnt auf, dass ich am liebsten in das Buch versunken wäre.
Declan und Brendan können im Laufe des Lebens eine Freundschaft füreinander empfinden und lassen den erbitterten Kampf um die Gunst der Familie los.
Für mich ein absolut gelungener Debütroman, der mich in das raue Klima der Westküste Irlands mitgenommen hat und mich emotional sehr berührt hat. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung – wer auf der Suche nach einer wundervollen Lesezeit ist, der ist hier absolut richtig !!!

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Veröffentlicht am 28.06.2025

Der Junge, der ein Dorf veränderte

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Gestaltung:
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Das Titelbild weckt Sehnsüchte, wenn man den kleinen Jungen betrachtet, der an der Kaimauer lehnt und auf das Meer mit dem Fischkutter und einer fliegender Möwe hinausblickt. ...

Gestaltung:
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Das Titelbild weckt Sehnsüchte, wenn man den kleinen Jungen betrachtet, der an der Kaimauer lehnt und auf das Meer mit dem Fischkutter und einer fliegender Möwe hinausblickt. Als Hardcover ist das Buch sehr wertig und verfügt sogar über ein rotes Lesebändchen. Mir gefällt es sehr gut.

Inhalt:
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Im Jahre 1973 findet im irischen Dorf Killybegs (bei Donegal) ein Bewohner ein Baby am Strand. Es lag in einem Fass in einer geschützten Bucht. Keiner weiß, von wem es ist oder wie es heißt. Anfangs kümmert sich die Gemeindeschwester, doch bald wird das Baby jede Nacht zu einer anderen Familie gebracht. Bis der Fischer Ambrose Bonnar es zu sich nimmt und behält. Seine Frau Christine hat nichts dagegen, aber sein zweijähriger Sohn Declan und seine Schwägerin Phyllis sind skeptisch. Und tatsächlich ist "Brendan, der Junge aus dem Meer", wie sie ihn nennen, ein außergewöhnlicher Junge, der nicht nur das Leben seiner neuen Familie, sondern auch das des Dorfes verändern wird.

Mein Eindruck:
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"Tief in unserem Inneren hofften wir, dass unsere Kinder ihren Weg in ein besseres Leben finden würden.
Diese Gemütslage erklärt vielleicht die Aufregung, die gewaltige Aufregung, als das Baby auftauchte. Jedes Neugeborene steht für Möglichkeiten, aber hier war eines ohne Eltern, ohne Geschichte, ein Kind, das ganz und gar Zukunft war. Tiefe Sehnsüchte wurden geweckt, als es bei uns landete. Irgendwie war es plötzlich da, in den Armen eines Mannes, dessen Miene ausdruckslos war, als wäre er selbst nichts, wäre nur seine Rolle: Träger des Kindes. Es war Mossy Shovlin, wir kannten ihn alle." (S. 7)

Neugierig durch das Cover hatte ich die Leseprobe vor einiger Zeit gelesen und war sofort fasziniert, sodass ich mir das Buch unbedingt besorgen und ganz lesen musste.
Die Geschichte wird aus Sicht eines Dorfbewohners geschrieben, der die Geschichte im Nachgang erzählt. Er redet immer wieder von "wir" und "unserem Dorf", ohne dass man seine genaue Herkunft oder seinen Namen kennt. Das lässt die Erzählung authentisch erscheinen. Der ruhige und beobachtende Erzählstil gefiel mir sehr gut. Die Charaktere der rauen, pragmatischen Fischer mit ihrem guten Kern sowie ihr Berufs- und Familienleben werden sehr detailreich geschildert und bei allem schwingt auch immer eine Prise subtilen Humors mit:

"Diese Schauspielerei schien Ambrose keinerlei Mühe zu kosten, er besaß eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Realitätsverleugnung, und wir bewunderten ihn dafür, ja wir bewunderten das tatsächlich. Realitätsverleugnung ist eine unterschätzte Gabe. Heutzutage heißt es, das sei eine Schwäche, es heißt, wir sollten mit unseren Gefühlen in Kontakt treten, ehrlich zu uns sein. Aber man stelle sich nur mal Folgendes vor: Zwei Leute stehen bis zum Hals in Fässern mit dampfender Gülle und müssen den ganzen Tag dort verbringen. Wem geht es wohl besser damit? Ganz klar, dem besseren Realitätsverleugner." (S. 210)

Man verfolgt die Kindheit von Brendan und seinem Bruder Declan und deren Rivalitätskämpfe bis zum Eintritt ins Erwachsenenalter. Brendan ist ein sehr außergewöhnlicher Junge, der introvertiert ist, sich um die Außenseiter des Dorfes sorgt und Aufmerksamkeit durch seine rätselhafte Herkunft und seine Andersartigkeit erfährt. Declan dagegen ist derber und lauter veranlagt, er löst manche Konflikte eher durch Gewalt als durch Kommunikation. Brendans Aufmerksamkeit ist ihm ein Dorn im Auge. Und da sind noch viele andere Konflikte, die in der Familie Bonnar zu finden sind, wie z. B. die Probleme zwischen Christine und ihrer Schwester Phyllis, die zugunsten der Pflege des Vaters alleinstehend geblieben ist.
All diese Konflikte, so dramatisch sie eigentlich sein könnten, werden mit einem manchmal sarkastischen, aber liebevollen Humor beschrieben. Die Charaktere des Romans sind manchmal etwas schrullig, aber liebenswert. Und so verfolgen wir die Familie Bonnar vom Auftauchen Brendans bis zum Erwachsenenalter und erfahren nebenher sehr viel über die Änderung des Fischerlebens, besonders in Irland, das stellvertretend für viele andere kleineren Fischereien gesehen werden kann. Durch den Beitritt in die EU hat sich viel an diesem Berufsbild verändert und wie sich diese Entwicklung im Alltag der Dorfbewohner bemerkbar macht, erleben wir durch dieses Buch hautnah.

Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen und ich liebte einfach die Art des Humors. Trotz einiger tragischer Vorfälle musste ich aufgrund der Darstellungsweise auch immer wieder schmunzeln. Dem Zitat «Warmherzig, witzig und voller Weisheit. Kurzum, eine Freude.» von "The Sunday Times" kann ich vollkommen zustimmen.

Fazit:
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Das Leben eines irischen Fischerdorfes in den 1970er Jahren mit liebevollem Tonfall und irischem Humor erzählt - klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Menschen in einem irischen Küstenort

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Worum geht es in dem Buch?
In einem Ort an der Westküste Irlands kennt jeder jeden. Einige Menschen leben vom Fischfang, auch Ambrose und seine Frau Christine.
Eines Tages im Jahr 1973 findet man ein ...

Worum geht es in dem Buch?
In einem Ort an der Westküste Irlands kennt jeder jeden. Einige Menschen leben vom Fischfang, auch Ambrose und seine Frau Christine.
Eines Tages im Jahr 1973 findet man ein Baby am Strand. Ausgesetzt wurde es, transportiert wurde es einer Tonne, die so gut ausgekleidet war, dass dem Baby nichts passierte. Ein kleiner Junge ist es, er wird von Christine und Ambrose adoptiert. Sie nennen ihn Brendan und lieben ihn so wie ihren eigenen Sohn Declan.
Doch Declan mag seinen Bruder nicht und zeigt ihm das bei verschiedenen Gelegenheiten. Auch weitere Konflikte gibt es. So fordert Christines Schwester Phyllis immer wieder Geld von Christine – und macht ihr Vorwürfe, dass sie sich lieber um einen adoptierten Sohn kümmert anstatt um den eigenen Vater. Dieser ist pflegebedürftig und wohnt bei Phyllis.

Meine Meinung zu diesem Buch:
Ruhig und schön ist der Schreibstil dieses Romans. Er ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, jedoch gibt es immer wieder die Bewohner des Küstenortes, die die Geschehnisse aus ihrer Perspektive kommentieren. Das ist interessant.
Die Handlung ist mitreißend und man will wissen, wie es mit Brendan und Declan weitergeht und ob sich die Konflikte irgendwann lösen lassen.
Ich kann mir das einfache Leben in den 1970er-Jahren in einem irischen Küstenort gut vorstellen – so anschaulich wird die Handlung durch Szenen und Gedanken beschrieben.
Ich vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Der Junge aus dem Meer

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An der Westküste Irlands wird im Jahr 1973 ein Baby am Strand gefunden. Alle in dem kleinen Ort sind angetan von diesem Fund, ein Geschenk, welches das Meer ihnen gebracht hat. Der Fischer Ambrose und ...

An der Westküste Irlands wird im Jahr 1973 ein Baby am Strand gefunden. Alle in dem kleinen Ort sind angetan von diesem Fund, ein Geschenk, welches das Meer ihnen gebracht hat. Der Fischer Ambrose und seine Frau Christine haben schon einen Sohn, den zweijährigen Declan. Dennoch adoptieren die Bonnars den Jungen aus dem Meer. Er bekommt den Namen Brendan. Doch Declan will diesen neuen Bruder nicht und die Rivalität zwischen den brüdern wird bleiben.
Wir begleiten die Bonnars und die anderen Bewohner des kleinen Ortes über einen Zeitraum von ungefähr zwanzig Jahren. Dabei können wir das schwierige Leben der Fischer verfolgen, aber auch die Differenzen zwischen Brendan und Declan und zwischen Christine und ihrer Schwester Phyllis, die sich stets zurückgesetzt fühlt, da sie sich um den schwierigen alten Vater kümmern muss.
Der Autor verwendet eine ungewöhnliche Erzählperspektive. Durch das „Wir“ spürt man die Verbundenheit der Menschen und fühlt sich beim Lesen einbezogen. Das Leben der Fischer ist hart und gefährlich und mit der Zeit verschlechtern sich die Bedingungen, so dass der Geldmangel immer spürbarer wird. Aber sie versuchen den Widrigkeiten zu trotzen.
In dieser kleinen Welt muss Brendan seine Identität finden, was nicht ganz einfach ist, da ihn die Bewohner zwar als einen der ihren betrachtet, aber auch immer als etwas Besonderes.
Der Erzählstil ist einfach toll, der Autor verwendet wunderbare Bilder und lässt uns die Atmosphäre hautnah miterleben. Auch die Figuren sind liebevoll und authentisch gezeichnet.
Ein lesenswerter Roman.

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Veröffentlicht am 19.06.2025

Schöner irischer Familienroman

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„Der Junge aus dem Meer“ von dem Autor Garrett Carr ist ein sehr gelungener Roman über Irland, das Meer und eine Familie.
Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Gleichzeitig vermittelt ...

„Der Junge aus dem Meer“ von dem Autor Garrett Carr ist ein sehr gelungener Roman über Irland, das Meer und eine Familie.
Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Gleichzeitig vermittelt er die Atmosphäre, welche man sich für einen Irlandroman wünscht. Es ist ein eher ruhiges Buch, aber genau das war auch meine Erwartung.
Ich konnte mir die Umgebung durch die bildhaften Beschreibungen des Autors sehr gut vorstellen. Das Buch hat an einigen Stellen etwas Fernweh bei mir ausgelöst.
Zu dem tollen Setting kommen verschiedene Figuren, welche ich sehr stimmig und nachvollziehbar fand. Einige sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Familiendynamik fand ich ebenfalls nachvollziehbar dargestellt.

Fazit: Es ist ein irischer Familienroman, der hält was er verspricht und mit seiner Atmosphäre und seinen Figuren begeistert!

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