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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2025

Streckenweise etwas langatmig

Gebt mir etwas Zeit
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In seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. ...

In seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. Es ist in der Tat eine etwas außergewöhnliche Autobiografie, welche mich nur zum Teil fesseln konnte. Am besten haben mir die Abschnitte, welche in den achtziger Jahren und später spielten, gefallen, weil es da zu einem großen Teil um das Leben des Künstlers ging. Wogegen mir das geschehen im 17. Jahrhundert, manchmal etwas zu weit schweifend war und dadurch der Lesefluss verloren ging. obwohl mir schon etliches, aus seiner persönlichen Geschichte und der seiner Familie, bekannt war, habe ich einige wissenswerte Neuigkeiten erfahren.Besonders bewegend, fand ich die Liebesbeziehung zu Duncan und seinen viel zu frühen Tod. In dem Zusammenhang kam auch deutlich zum Ausdruck, wie das Leben eines Künstlers, außerhalb der Scheinwerfer aussieht. Es muss sehr schwer sein, eine lustige Show zu präsentieren und dabei in tiefer Trauer zu sein. Über solche Sachen macht man sich viel zu wenig Gedanken.
Obwohl ich Hape Kerkeling als Künstler sehr mag, fand ich ihn als Sprecher nicht. Die erste Wahl, manche Dialoge wirkten eintönig.
Trotz dieser Kritikpunkte, kann ich das Buch empfehlen.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Zieht sich etwas

Dunkle Schatten über Småland
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Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen ...

Im Sandkasten eines Ferienhauses finden Kinder einen menschlichen Oberschenkelknochen,das ist, da der Vater eines der Kinder Paläontologe ist, sofort klar. Luna Bofink und Alban Larsson nehmen die Ermittlungen auf. Schnell steht eine Gruppe, die sich „echte Werwölfe“ nennt, im Mittelpunkt der Ermittlungen.Doch es gibt auch andere Verdächtige,welche nach und nach in den Fokus rücken.



Zwar wurde die Atmosphäre in der Kleinstadt Idylle gut transportiert, aber nach und nach dominierte dieser Teil in meinen Augen zu stark. Auch das Privatleben der Kommissarin (schwanger, ja oder nein) nahm einen zu großen Rahmen ein, wodurch die eigentliche Krimihandlung streckenweise in den Hintergrund rückte. Ich lese sehr gerne schwedische Krimis, dieser konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Per Buch ins Tessin

Entscheidung in der Rosenholzvilla
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Ich habe die ersten beiden Bände dieser wunderbaren Serie gelesen und war schon sehr gespannt, auf den finalen Abschluss.
Auch wenn der kränkelnde Familienfrieden wieder zum großen Teil hergestellt ist, ...

Ich habe die ersten beiden Bände dieser wunderbaren Serie gelesen und war schon sehr gespannt, auf den finalen Abschluss.
Auch wenn der kränkelnde Familienfrieden wieder zum großen Teil hergestellt ist, gibt es doch noch mehrere kleine und größere Probleme. Diese hängen unter anderem mit dem Testament von Niklas zusammen.Zwar ist Fabio wieder in die Familie zurückgekehrt,kämpft aber immer noch um die Anerkennung seines Babys,der Campanula, einem ganz besonderen Musikinstrument.
Auch in diesem Band ist Mutter, Elisa, der ruhende Pol der Familie. Mit unglaublicher Geduld und dem Talent zum Friedenstiften, schafft sie es immer wieder, die Wogen in ihrer Familie zu glätten.
Außerdem sorgt sie für das Wohl der Gäste und kümmert sich um die Stiftungsarbeit.
Nachdem sie ihre eigenen Bedürfnisse immer denen ihrer Familie untergeordnet hat, kümmert sie sich nun auch einmal um sich selbst und ihre große Liebe, der Musik.

Wie auch in den anderen Büchern der Autorin, nahm mich der wunderbare und einfühlsame Schreibstil sofort gefangen, so dass ich unmittelbar in die Geschichte eintauchen konnte. Die, wenn auch zum Teil sehr schwierigen Personen, sind mir größtenteils ans Herz gewachsen und ich hätte gerne noch weitere Bände gelesen.
So, aber freue ich mich auf neues Lesefutter dieser tollen Autorin .

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Einsamkeit verbindet

Die Anatomie der Einsamkeit
2

Die in London lebende Journalistin Olive hat ihren Platz im Berufsleben noch nicht gefunden. Sie möchte große Artikel schreiben, die den Menschen etwas zu sagen haben, stattdessen sitzt sie in der Abteilung ...

Die in London lebende Journalistin Olive hat ihren Platz im Berufsleben noch nicht gefunden. Sie möchte große Artikel schreiben, die den Menschen etwas zu sagen haben, stattdessen sitzt sie in der Abteilung für Horoskope. Auch im Privatleben fühlt sie sich benachteiligt, da ihre Geschwister von ihrer Großmutter, ein Auto, beziehungsweise ein Schmuckstück geschenkt bekamen, sie erhielt lediglich einen alten Kompass. Als sie durch Zufall in einem Zeitungsartikel ,im Zusammenhang mit einer eingemauerten Leiche,auf einen Kompass stößt, der dem ihren sehr ähnlich ist,weckt das ihre Neugier.Sie kann ihre Chefin ebenfalls begeistern, und so macht sie sich kurz darauf mit dem Fotografen Tom auf den Eeg nach Deutschland.
Zwanzig Jahre zuvor steht Claire, eine aufstrebende Anwältin, die gerade ein Angebot einer renommierten Kanzlei in New York erhalten hat, im Fokus. als sie vom Tod ihrer Schwester Iris erfährt, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, wirft, dass ihre Pläne erst mal über den Haufen und sie verlässt New York, um auf einer kleinen Insel,zu dem Tod ihrer Schwester zu recherchieren.
Die dritte Frau ist ihre Großmutter Poppy, welche nach einem Schlaganfall, als Pflegefall bei Sohn und Schwiegertochter lebt. Wie gehören diese drei Schicksale zueinander?

Einem Puzzle gleich, werden die einzelnen Erzählstränge, durch die Autorin auf hervorragende Weise zusammengesetzt. Es wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und ein großes, verbindendes Thema sind Schuldgefühle, welche bei allen drei Frauen auf unterschiedliche Weise vorhanden sind.
Es ist kein schnell zu lesendes Buch, weil es hohe Konzentration erfordert, was aber durch eine wunderbare Geschichte, die mich sehr begeistert hat, belohnt wird.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Tristesse und Glamour

Achtzehnter Stock
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Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von ...

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus,inmitten von Tristesse und chronischem Geldmangel. Seit sie in einem Werbefilm mitgearbeitet hat, träumt sie von einer Karriere als Schauspielerin. Als es ihr gelingt ,eine Rolle zu ergattern,ist sie happy.Gleich zu Beginn der Dreharbeiten verliebt sie sich in ihren Kollegen Adam. Da wird ihre kleine Tochter schwer krank und Wanda, muß sich entscheiden, zwischen Kind und Karriere.

Zu Beginn hat mir die Geschichte gut gefallen, das Umfeld wurde sehr passend geschildert, die Protagonistin war mir jedoch von Anfang an nicht sympathisch und das hat sich leider während des gesamten Buches fortgesetzt. Obwohl ich ihren Wunsch nach einem besseren Leben nachvollziehen kann,schnitt es mir ins Herz ,wie sie sich aus der Verantwortung für ihre Tochter gezogen hat. Im zweiten Teil versandete die Geschichte in meinen Augen etwas, Nebensächlichkeiten wurden ständig wiederholt, wichtige Sachen (Krankheit der Tochter) rücken in den Hintergrund.
So blieb das Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.
Positiv bewerte ich die Sprecherin Nina Reithmeier,welche ihre Aufgabe gut gelöst hat.

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