Streckenweise etwas langatmig
Gebt mir etwas ZeitIn seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. ...
In seinem neusten Buch befasst sich Hape Kerkeling mit der Geschichte seiner Familie und geht dabei zurück bis auf das 17. Jahrhundert. Er vermischt dabei reale Persönlichkeiten mit seinen Familienangehörigen. Es ist in der Tat eine etwas außergewöhnliche Autobiografie, welche mich nur zum Teil fesseln konnte. Am besten haben mir die Abschnitte, welche in den achtziger Jahren und später spielten, gefallen, weil es da zu einem großen Teil um das Leben des Künstlers ging. Wogegen mir das geschehen im 17. Jahrhundert, manchmal etwas zu weit schweifend war und dadurch der Lesefluss verloren ging. obwohl mir schon etliches, aus seiner persönlichen Geschichte und der seiner Familie, bekannt war, habe ich einige wissenswerte Neuigkeiten erfahren.Besonders bewegend, fand ich die Liebesbeziehung zu Duncan und seinen viel zu frühen Tod. In dem Zusammenhang kam auch deutlich zum Ausdruck, wie das Leben eines Künstlers, außerhalb der Scheinwerfer aussieht. Es muss sehr schwer sein, eine lustige Show zu präsentieren und dabei in tiefer Trauer zu sein. Über solche Sachen macht man sich viel zu wenig Gedanken.
Obwohl ich Hape Kerkeling als Künstler sehr mag, fand ich ihn als Sprecher nicht. Die erste Wahl, manche Dialoge wirkten eintönig.
Trotz dieser Kritikpunkte, kann ich das Buch empfehlen.